2027 bis Anfang 2031: Großbaustelle Limmerstraße

Straßenschild Leinaustraße
Das gestaltete Straßenschild für die Leinaustraße stimmt schon auf die Bauzeit ein.
Betriebsleiter Martin Vey
infra Betriebsleiter Martin Vey

Für den Neubau der beiden Hochbahnsteige in der Limmerstraße wollen Enercity und die Infrastrukturgesellschaft (infra) Region Hannover Mitte 2027 ihre gemeinsame Großbaustelle im Abschnitt zwischen Küchengarten, Fössestraße und Kötnerholzweg eröffnen. Infra-Betriebsleiter Martin Vey hat gestern in der öffentlichen Sitzung vom Stadtbezirksrat Linden-Limmer den aktuellen Rahmenterminplan bis Anfang 2031 für die Komplettsanierung der Wasser-, Gas-, Strom- und Fernleitungen und den Neubau der beiden Hochbahnsteige Leinaustraße und Am Küchengarten vorgestellt. Fest steht, dass dafür der Bus- und Stadtbahnbetrieb ab Anfang 2028 eingestellt wird. Völlig offen dagegen ist, wie Anlieger, Einzelhandel, Gastronomie und Besucher auf die erheblichen Veränderungen reagieren werden. So ist  Außengastronomie an den Hochbahnsteigen künftig nicht mehr möglich.

Diesen Rahmenterminplan präsentierte Betriebsleiter Martin Vey.

Der Bau der jeweils 45 Meter langen neuen Hochbahnsteige in Linden-Nord ist für den öffentlichen Nahverkehr wie auch das gesamte Leitungssystem von Enercity in diesem Quartier folgenreich: Am Küchengarten muss ein provisorisches Kehrgleis angelegt werden (2 mögliche Varianten in der Fössestraße hinter der Fußgängerampel oder in der Spinnerstraße vor dem Heizkraftwerk werden geprüft), die Routen und Taktungen der Buslinien 700 und 170 müssen neu geplant werden und das veraltete Leitungssystem in der Limmerstraße erneuert und verlegt werden. Denn künftig dürfen sie nicht mehr unter den Haltestellen verlaufen. Betroffen sind auch viele Nebenstraßen wie die Elisenstraße, Leinaustraße und Pfarrlandstraße. Die infra wird zudem die Gleisanlagen der Linie 10 zwischen den Haltestellen Schleusengrund und Endhaltestelle in Ahlem sanieren und erneuern. Der Bau der beiden Hochbahnsteige in der Limmerstraße beginnt erst in der zweiten Jahreshälfte 2030. Dann soll auch der Bau des Hochbahnsteiges an der Haltestelle Harenberger Straße starten.

Bus- und Stadtbahnbetrieb wird eingestellt

Damit der Zeitplan zu halten ist, muss der Bus- und Stadtbahnbetrieb in der Limmerstraße zwischen Sommer 2028 und Winter 2030 komplett eingestellt werden. Die Buslinien 700 und 170 sollen ab Sommer auf neuen Routen über den Kötnerholzweg fahren, die Stadtbahnlinie 10 wird im September 2028 gesperrt. „Die Region will die Taktung der Busse verbessern und plant als längerfristigen Ersatzkehr eine neue, direkte Buslinie bis nach Ahlem“, kündigte Vey an. Voraussichtlich im Sommer 2027 sei sie „sprechfähig“ und werde ihre Planungen im Stadtbezirksrat vorstellen.

5 weitere Hochbahnsteige

Weitere Hochbahnsteige sind im Stadtbezirk Linden-Limmer an den 5 Haltestellen vorgesehen.

Für die Haltestelle Am Lindener Hafen und Harenberger Straße konnte Veit neue Details mitteilen: Im Sommer 2027 sollen die Bauarbeiten für die neue Haltestelle Am Lindener Hafen beginnen, der Bahnsteig wird in der Davenstedter Straße entstehen.
Für die Haltestelle in Limmer habe eine Machbarkeitsstudie ergeben, dass der Hochbahnsteig dort nur mit einer Rampe am jetzigen Haltestellenstandort gebaut werden könne, damit die Kirchhöfnerstraße nicht gesperrt werden müsste. Die Baumaßnahme soll zeitgleich mit den Arbeiten an den Haltestellen in der Limmerstraße erfolgen.
Für die geplanten Hochbahnsteige Lindener Marktplatz und Nieschlagstraße soll zunächst eine Machbarkeitsstudie erstellt werden.

Die Redaktion von Punkt-Linden hat sich wegen der Bedeutung des Bauvorhabens dafür entschieden, die Pressemitteilung der infra vom 30. April 2026 im Wortlaut zu veröffentlichen.

Großprojekt in der Limmerstraße läuft an

Bau zweier Hochbahnsteige in Hannover erfordert lange Vollsperrung für die Stadtbahn

Die Stadtbahnlinie 10 der Üstra wird vom 1. September 2028 an für mehr als zwei Jahre zwischen der Station Küchengarten und dem Endpunkt Ahlem stillgelegt. Grund ist der Bau zweier Hochbahnsteige in der Limmerstraße. Im Westen Hannovers fahren dann Busse als Ersatz für die Stadtbahn.

 „So etwas kennen die Hannoveraner noch nicht“, sagt Martin Vey, Prokurist der für die Anlagen der Stadtbahn zuständigen Infrastrukturgesellschaft (Infra) der Region Hannover. Die bisher längste Streckenstilllegung in den vergangenen Jahrzehnten betraf ebenfalls die Linie 10 während der Arbeiten für den Hochbahnsteig am Steintor im Sommer 2017. Sie dauerte 16 Wochen.

Vey hat die Pläne am 29. April im Stadtbezirksrat Linden-Limmer erstmals öffentlich vorgestellt. „Wir haben lange hin und her überlegt, ob es auch ohne Stilllegung für einen derart langen Zeitraum gehen könnte“, erklärt er. Ein eingleisiger Verkehr hätte aber seinen Angaben zufolge die Bauzeit deutlich verlängert; außerdem wäre man um temporäre Vollsperrungen trotzdem nicht umhingekommen.

Die Infra will in der Limmerstraße die Mittelhochbahnsteige, an denen die Bahnen an beiden Seiten halten, an den Stationen Küchengarten und Leinaustraße bauen. Sie kosten jeweils rund 13 Millionen Euro und werden inklusive Rampen 75 Meter lang. Während die Pläne für diese Anlagen schon konkret sind, liegt für eine dritte an der Station Harenberger Straße eine kürzlich erstellte Machbarkeitsstudie vor. Dieser Hochbahnsteig soll möglichst ebenfalls während der Vollsperrung errichtet werden. Mit den drei Hochbahnsteigen wird die Linie 10 dann im kompletten Verlauf zwischen Raschplatz und Ahlem barrierefrei sein.

Um die Stadtteile Linden, Limmer und Ahlem auch während der Bauzeit angemessen mit dem Nahverkehr zu bedienen, sehen die Planer vor, die Linie 10 mit Stadtbahnen zwischen der Haltestelle Hauptbahnhof/ZOB und einer Ersatzhaltestelle im Bereich Küchengarten pendeln zu lassen, für die noch Detailplanungen laufen. In jedem Fall ändert sich für Fahrgäste nichts, deren Start und Ziel zwischen Küchengarten und Hauptbahnhof/ZOB liegt.

Darüber hinaus wird ein Ersatzverkehr mit Bussen konzipiert. Während der Vollsperrung der Stadtbahnstrecke wird die Linie 170 zur Wasserstadt durch die Fössestraße und den Kötnerholzweg umgeleitet und hält dort an Ersatzhaltestellen. Sie fährt dann mit den größeren Gelenkbussen mindestens im Zehn-Minutentakt und damit im Minimum dreimal so oft wie derzeit. Auch die SprintH-Linie 700 Richtung Seelze nimmt die Umleitungsstrecke.

Für den Verkehr zu den beiden Stadtbahnhaltestellen in Ahlem richten die Planer eine neue Stadtbuslinie mit der Nummer 110 ein. Sie fährt ebenfalls mindestens im Zehn-Minuten-Takt von der Station Glocksee als barrierefreiem Umsteigepunkt von und zur Stadtbahn aus zum Lindener Hafen und weiter über die Carlo-Schmidt-Allee zur Gedenkstätte und nach Ahlem. Dem Schülerverkehr zwischen Ahlem und dem Gymnasium Limmer wird zusätzlich durch ein geeignetes Angebot Rechnung getragen. Dessen konkrete Ausgestaltung geschieht in Absprache mit den Nahverkehrsunternehmen.

Von den vorbereitenden Arbeiten für das Projekt werden die Hannoveraner schon früher etwas bemerken. Enercity muss bereits im Jahr 2027 eine Haupttrinkwasserleitung vom Küchengarten durch die Fössestraße bis zum Kötnerholzweg verlegen. „Autos können dann weiter durch die Fössestraße fahren, aber die Parkplätze fallen weg“, erläutert Vey.

In der Limmerstraße selbst beginnen je nach Witterung Anfang 2028 vorbereitende Arbeiten, weil der barrierefreie Ausbau der Linie 10 dazu genutzt wird, gleichzeitig die Leitungen für Gas, Fernwärme, Trink-, Schmutz- und Regenwasser zu erneuern. Dies geschieht abschnittsweise in Form einer Wanderbaustelle.

Der Autoverkehr in der Limmerstraße ist von dem Projekt weniger betroffen, weil sie Fußgängerzone ist. Liefer- und Baustellenverkehr sowie Rettungsdienste müssen ohnehin bei Bedarf zum Ziel gelangen. „Auch Radfahrer und Fußgänger kommen durch; die Geschäfte werden immer erreichbar sein“, verspricht Vey.

„Wir werden die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren demnächst einreichen und wollen sie direkt nach den Sommerferien für vier Wochen öffentlich auslegen“, kündigt Vey an. Dies geschieht sowohl digital auf der Internetseite der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr als auch analog bei der Bauverwaltung der Stadt Hannover. Die Frist für Einwendungen endet zwei Wochen später. Vor der Sommerpause wird die Infra das Großprojekt noch in weiteren politischen Gremien der Stadt und der Region Hannover präsentieren.

 

Bildnachweis: Katharina Kümpel, infra

31 Kommentare zu „2027 bis Anfang 2031: Großbaustelle Limmerstraße“

  1. Warum müssen es 2 Hochbahnsteige sein???

    Die jetzigen Bushaltestellen könnten bleiben und von den Bussen wie bisher angefahren werden und der Hochbahnsteig der Bahn kommt einfach zwischen die Haltestellen ( auf Höhe der Toblerone z. B.).

    Warum hat keiner Interesse an dieser Idee???

    Antworten
    • Es ist Zeit, DEMOs zu organisieren.

      Die LÖSUNG für die hochbahnsteigfreie Fußgängerzone Limmerstraße haben die Behörden ja schon selbst geliefert:

      DAUERHAFT: Die Buslinien 700 und 170 sollen ab Sommer auf neuen Routen über den Kötnerholzweg fahren, die Stadtbahnlinie 10 wird im September 2028 gesperrt. „Die Region will die Taktung der Busse verbessern und plant als längerfristigen Ersatzkehr eine neue, direkte Buslinie bis nach Ahlem. Zudem wird ja auch eine Kehre für die Linie 10 geplant!

      Antworten
  2. Martin Vey macht uns neugierig: „So etwas kennen die Hannoveraner noch nicht!“ Getreu dem Motto: Üstra, Menschen, Sensationen. Es wird Zeit, dass sich was dreht. Oder im Stau steht. Egal, Hauptsache barrierefrei und die Welt ist in Ordnung. Bis auf den Kollateralschaden. Die im Schatten sieht man nicht.

    Antworten
  3. Hallo.
    Habe alles durchgelesen,und nachgedacht.

    Die Linie 10 auf Busse umstellen !!!

    Ein Rückbau bestehender Hochbahnsteige ist nicht so teuer und schwer.
    Weil die Anschlüsse etc vorhanden sind( keine Umfangreiche Erdarbeiten)
    Materialien zB Lampen Wartehalle etc .können wieder benutzt werden.
    In Hannover sind auch schon Hochbahnsteige umgebaut/saniert worden.
    Schienen die in Straßen verbaut sind ,müssen immer erneuert repariert werden.
    Es ist klar das in eine Straßenbahn mehr Leute passen als in einen Bus.
    Dann muss man von dem gesparten Geld halt Busse kaufen.

    Man wäre auch viel flexibler wenn der Umbau des Westschnellwegs
    Und den Kanalbrücken beginnt.

    Antworten
    • Auf die Idee nur Busse zur Anbindung von Linden & Co zu nutzen kommt man nur wenn man nicht auf den ÖPNV angewiesen ist.

      Die jetzigen Busse sind notorisch unpünktlich und bleiben in der Innenstadt stecken.

      Antworten
      • Moin
        Das ist schon richtig!
        Nur vielleicht kann man die Strassbahntrassen,mit Ampelschaltung (Grüne Welle) nutzen,sperren ,reservieren

        Wir werden sehen, nach min 3 Jahren ohne Linie 10,
        Wie es sich entwickelt hat.

        Mir geht es darum
        sind die Hochbahnsteige “ ALTERNATIVLOS“

        PS: Ich wohne seit 40 Jahren in Linden.
        Habe seit 20 Jahren kein Auto,weil es in Linden kein Sinn macht,und es guten Nahverkehr gibt !!!
        Musste auch 10 km zur Arbeit( Ohne HomeOffice)

        Antworten
  4. Ich habe mir die Mühe gemacht, sämtliche Beiträge auf Punkt-Linden zum Thema Hochbahnsteige anzuschauen. Die gehen bis ins Jahr 2008 zurück. Es fällt auf, dass der Widerstand gegen Hochbahnsteige für die Linie 10 von vornherein heftig war. Es gab eine Petition im Jahr 2020 mit 3.119 Unterschriften, es gab fundierte Argumente, z.B. vom Architekten Gerd Runge, usw. Warum hat sich die Üstra trotz der Bürgerproteste und nachweislich höherer Kosten für die Hochbahnsteige und gegen die Niederflurtechnik entschieden? Rational ist das nicht nachvollziehbar.

    Ein Beitrag vom 11.09.2010 könnte die richtige Spur sein: „Hochbahnsteig auf Probe führt zu vielen Diskussionen“. Die GRÜNEN hatten zum Limmerstraßenfest demonstriert, wie es wäre, wenn an der Haltestelle Leinaustraße ein Hochbahnsteig gebaut würde. Die Polizei beendete die Aktion nach wenigen Minuten. „Pikanterweise endete die abgesperrte Fläche für den geplanten Hochbahnsteig direkt vor dem Infostand des SPD-Ortsvereins. Die SPD im Ortsverein Linden hat sich bekannterweise für die Hochbahnsteige in Linden ausgesprochen.“ (O-Ton Punkt-Linden)

    Ist die fatale Entscheidung für Hochbahnsteige womöglich politisch motiviert? Bis zur Kommunalwahl 2011 hatte die SPD im Stadtbezirksrat Linden-Limmer noch die Mehrheit der Sitze. Im Stadtrat Hannover bis zur Kommunalwahl 2021 ebenfalls. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

    Antworten
  5. Ich habe da eine Frage. Entschuldigung wenn die dünn erscheint, habe einfach kein Fachwissen.

    Wenn eine Bahn so halten kann, dass sie an diesen Leitstellen auf dem Boden für Sehbehinderte Menschen mit den Türen hält, wäre es dann nicht möglich gewesen die Bahnschienen an den Haltestellen tiefer zu legen und Absperrungen dort zu machen wo keine Tür der Bahn wäre wenn die hält. Quasi wie jetzt, dann wäre die Bahn nur tiefer und die Türen auf Bodenebene!

    Klar, Kabel, Kanalisation und so, aber wenn die eh alles aufmachen und neu verlegen…

    Glaube auch nicht wirklich daran, dass die das in dem Zeitraum schaffen. Sieht man Richtung Langenhagen. Einer arbeitet und drei stehen rum.

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    • In Stuttgart hat man es so gemacht (Haltestelle Badstraße/ Wilhelmplatz in Bad Cannstatt), Schienen tiefer gelegt. Angeblich geht das in der Limmerstraße nicht wegen der Rettungswege für die Feuerwehr.
      Hannover könnte auch mal über den Tellerrand schauen, wie machen es die anderen. Das ist aber offenbar zu viel verlangt.

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  6. Das feiste Grinsen spiegelt doch einfach wieder, dass Interessen der dort wohnenden Bürger und Belastungen, die alle betrifft, unwichtig sind.

    Ach Linden, du wirst dich noch mehr verändern als ohnehin schon. Ich werde es nicht mehr mitbekommen, da ich wegziehe.

    Schöne Zeiten in den 90er gehabt und die sind im Herzen. Und auch die letzten Jahre nach Rückkehr vieles wieder entdeckt und doch soviel verändert.

    Stadtteile verändern sich nunmal aber nicht immer zum Vorteil. Hannovers Regierende haben, was Stadtentwicklung betrifft, viele Fehlentscheidungen getroffen. Linden trifft es besonders hart. Der Charme wird verloren gehen und der besondere Schlag Mensch die diesen Teil der Stadt ausmacht auch.

    Verdichtung, Gentrifizierung, Unbezahlbarkeit von Wohnraum, Leerstehung und Verrottung von Bestand…

    Hochbahnsteige, Ihmezentrum, Wasserstadt…

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  7. Spätestens nachdem die konkreten Bauabsichten der Infra am Mittwoch von Herrn Vey veröffentlicht wurden, wäre es an der Zeit, eine Umweltverträglichkeitsprüfung einzuleiten. Es kann nicht sein, dass Bauprojekte scheitern, weil sie den Lebensraum von Feldhamstern beeinträchtigen, aber die Beeinträchtigung der Lebensqualität von Menschen in einem historisch gewachsenen Stadtteil klaglos hingenommen wird. Und das alles nur, um eine Fehlentscheidung der Üstra geradezubiegen. – Mich hat die Reaktion des Bezirksrats enttäuscht. Während der Sitzung gab es nicht einen einzigen kritischen Kommentar aus den Reihen der Mitglieder und Mitgliederinnen; stattdessen nur belanglose Fragen an Herrn Vey. Offensichtlich hat sich der Bezirksrat parteiübergreifend in das Schicksal gefügt.

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  8. das behäbig grinsen von herrn vey… wie er sich mit allen anderen freut eine solch tolle sache geplant zu haben. Und was kommt am ende dabei raus…
    bauverzögerungen, schäden an häusern und und und…ganz abgesehen von den menschen die dort wohnen/arbeiten und durch diese quartiere pendeln und die existenz der gewerbetreibenden… ein gewachsenes quartier mit allen wird zerstört. wie dumm muss man sein und wie taub muss man(n) sein. wie kann man sich von der üstra so abhängig machen und vorführen lassen.

    wenn das gleiche am lindener marktplatz/falkenstr und an der nieschlagstraße/pariser platz kommt. …nicht vorzustellen bei den engen straßenverhältnissen.

    hier sollte schnellstmöglich eine petition her. eine bürgerinitiative. denn baustellen können hannover und üstra nicht.

    und wer es noch nicht wusste ab juni 2026 starte die große baustelle falkenstr hohestr. …in der 1 jahr lang die kanäle neu gemacht werden, inkl. bauarbeiten unter den gleisen der falkenstr. / inkl. nachtarbeiten ( mit einem Jahr verspätung) weil man 2025 nicht den genauen verlauf und die leitungssitustion kannte.

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  9. Die Üstra hat das letzte Wort, der im September 26 wieder gewählte allzu beliebte bürgernahe OB ist weiter im Amt und alles läuft wie bisher.
    Abgesehen von Hochbahnsteigen, die aufgrund von Witterung schon nach ca. zwei Jahren wieder zu Sanierungen neigen, wird die Strasse wegen Leitungsverlegungen aufgerissen. Die Aussengastronomie, sowie der Einzelhandel haben das Nachsehen, weil sich wohl keiner bei so einem Zustand und Baulärm in der Strasse länger aufhalten wird.
    Das Bürger, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, so vor vollendete Tatsachen gestellt werden, spricht für Hannover und dem so bürgernahen und kompetenten OB.
    In der Südstadt um den Stephansplatz sieht es zum Teil aufgrund der Fernwärmeverlegungen nicht anders aus, nur da funktionieren die Öffis.

    Antworten
  10. Ich bin fassungslos! Da fahren die Linie 10 und zwei Buslinien im Gänsemarsch durch die Limmerstraße mit gleichem Ziel Raschplatz. Jeder Bus kann abgesenkt werden, so dass Rollstuhlfahrer, Rollatoren und Kinderwagen bequem ein- und aussteigen können!
    Der Küchengarten-Hochbahnsteig gehört auf den großen Platz. Der Hochbahnsteig Leinaustraße muss entfallen!!! So bleibt unsere wunderschöne über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Limmerstraße erhalten.
    Mit dem jetzigen Bauplan verliert Hannover einen funktionierenden Treffpunkt für jung und alt und alle Nationalitäten!!
    Nach der Baumaßnahme ist unser geliebtes Linden- Nord gestorben!!!!

    Antworten
    • Gut … so wunderschön ist die Limmerstrasse nun wirklich nicht mehr. Ist sie doch in den Jahren ziemlich runtergeranzt und das bestimmt nicht durch deren Anwohner. Die hirnlosen Graffiti oder Buchstabenverschönerungen an den Hauswänden sowie der beim Vorbeigehen weggeworfene Müll auf den Bürgersteigen geben dem Bezirk den Rest.
      Ausser man liebt selber die Verwahrlosung.
      Nur die über die Köpfe der Anwohner entschiedenen Pläne von anfälligen teuren Hochbahnsteigen kann man schwer nachvollziehen.
      Die Strasse in ihrem Charakter zu anderen weniger belebten Stadtteilen hat das Nachsehen und mit ihr die davon betroffene Aussengastronomie.
      In der Phase der Tiefbauarbeiten wird so mancher noch existierende inhabergeführte Einzelhandel mit dem Überleben kämpfen.
      Ob der Kiosk und der Dönerimbiss davon betroffen ist, bezweifle ich.

      Antworten
  11. Die Verantwortlichen wohnen ja alle nicht in Linden, liebe Lena. Was wissen die schon von Gemeinschaftskultur? Oder vielleicht sind sie auch einfach eifersüchtig?

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    • Na ja, auszuschließen ist es wohl nicht. Echt traurig.
      Aber da die Stadt doch mit dem „Szeneviertel Linden“ und dem „Limmern“ wirbt, müsste doch auch die ein Interesse daran haben, dass das weiter so bleibt, oder nicht?
      Ich finde es so unfassbar wie immer wieder am Willen und Wunsch der Meschen die es betrifft vorbeigeplant wird und man sich dann aber als „Gutmenschen“ hinstellt.

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      • Du hast mit allem Recht – allerdings hat, was den öffentlichen Nahverkehr betrifft, noch nicht mal die Stadt auf der falschen Seite des großen Stroms das Sagen, sondern die Region. Und was hat die mit Linden am Hut? Der ehemalige Laatzener Regionspräsident war bekanntlich schon sehr überheblich über den Widerstand gegen die Hochbahnsteige hinweggegangen, der letzte Regionspräsident identifizierte sich so sehr mit der Region, dass er bei der erstbesten Gelegenheit abgehauen ist, um demnächst in Berlin sein Debakel zu erleben. Und es geht um verdammt viel Geld, die in die Bauwirtschaft investiert werden kann – wenn leider auch nicht in den sozialen Wohnungsbau, sondern in die Hochbahnsteige. Und wenn man dann noch Inklusion schreien kann, natürlich ohne Alternativen in Erwägung zu ziehen, sind wir auf der Limmer halt ohnmächtig und gekniffen. Schade, dass eine der schönsten Straßen Deutschlands so grundlos zugrunde gerichtet wird – zumal dann ohnehin niemand mehr hier aussteigen möchte. Aber so sind die Zeiten…

        Einziger positiver Nebeneffekt: Da ich keine Lust habe, ganz bis zur Fössestraße hochzulaufen, um in einen überfüllten Bus einzusteigen, werde ich noch weniger Geld in Hannover ausgegeben als jetzt noch.

        Antworten
        • Mein Kopf hört gar nicht mehr auf sich zu schütteln… 😢

          Da bauen sie und bauen sie – Kronsrode, Wasserstand, Hochbahnsteige,… – so viel Geld das so hilfreich sein und tolle Dinge und Gemeinschsften entstehen lassen könnte, wenn man die Bürger dazu wirklich HÖREN würde…

          Antworten
  12. Aber die 10 ab Glocksee könnte doch zumindest weiterhin fahren, oder nicht?

    Und erst baut man „Freizeitheim Linden“ und dann sperrt man zwei Jahre später die Strecke für 2-5 Jahre. Ist das klug? Bei Nichtnutzung wird der Bahnsteig doch nicht besser, oder???

    Und, ich befürchte, dass durch die Baustellen auch unsere schöne Gemeinschaftskultur auf der Limmer verloren geht. – Fatal, in Zeiten in denen es doch immer weniger Orte gibt an denen sich Menschen ganz unverfänglich draussen treffen und in Kontakt treten…

    Warum braucht es überhaupt so viele Bahnsteige in so kurzen Abständen?

    Aber egal was man hier auch schreibt und zu bedenken gibt, die Verantwortlichen scheint es ja nicht wirklich zu interessieren was die Bürger wollen.
    Traurig.

    Antworten
    • Die 10 fährt sogar noch bis zum Grünen Hügel. Welch ein Service der Üstra! Dafür wird ein Kehrgleis (siehe Beitrag) angelegt, für das es derzeit zwei Varianten gibt. – Die Verantwortlichen wollen nur unser Bestes, auch wenn dabei die dümmste Baumaßnahme herauskommt, die es in Linden je gegeben hat. Dagegen ist der Bau des Ihme-Zentrums ein Geniestreich.

      Antworten
  13. Bitte wie lang soll die Linie 10 nicht fahren???? Das ist ja wohl ein schlechter Witz… Abgesehen von der angepeilten Bauzeit. Nie und nimmer – der Hochbahnsteig am Freizeitheim Linden hat sich auch verzögert und hat letztlich mit höheren Ausgaben zu Buche geschlagen als geplant. Ist hier auch noch in einem älteren Artikel nach zu lesen. Das war eine Katastrophe, wir haben die Baumaßnahmen direkt mitverfolgen „dürfen“. Wir haben seitdem Risse in den Wänden und der Putz bröckelte buchstäblich von der Decke, wenn mit Schwergerät gearbeitet wurde. Auch für die Anwohner und vor allem Gewerbe / Gastro sehe ich das als eine weitere Katastrophe! Andere Städte machen es mit Niederflurbahnen vor. Aber das wurde ja im Vorfeld schon abgebügelt – verstehe ich einfach nicht. Angeblich aus Kostengründen etc. In Frankfurt haben sie manche Probleme so gelöst, dass die Fahrbahn (für Autos und Straßenbahn-Schienen) ein paar Zentimeter erhöht wurde, damit die Niederflurbahn auf der entsprechenden Ebene halten kann. Und es gibt Straßenbahnen, die oh Wunder, auch unterirdisch fahren können… Die Limmerstraße ist ein sensibles Konstrukt, vor allem auf Höhe der Leinau Str. und Küchengarten eben wegen der Läden und Gastro. Und wenn die Linie 10 so lange nicht fährt, warum nicht gleich nur auf Busse umsteigen? Hannover, die Stadt der Hochbahnsteige.

    Antworten
  14. Moin
    ne…5 Jahre reichen nicht.
    Limmerstrasse
    Westschnellweg
    Sanierung der Kanalbrücken.
    Man kann nur hoffen ,daß die Politik da massiv einschreitet,
    Sonst wird Linden ( Nord) “ UNBEWOHNBAR “

    PS: Die Üstra bekommt Neue Züge.Warum wurden die nicht so gebaut das man das besser einsteigen kann. Warum müssen die Hochbahnsteige eigentlich so lang sein .Reichen nicht welche wo man in 2 Einstiege der Straßenbahn kommt.

    Antworten
    • Die Politik duckt sich weg. Als Stephan Weil noch Oberbürgermeister von Hannover war, hat er Hochbahnsteige in der Limmerstraße ausdrücklich abgelehnt (HAZ vom 22.07.2010). Geholfen hat es nicht. Die Üstra ist beratungsresistent, zieht ihre Fehlentscheidung gnadenlos durch und behauptet allen Ernstes, Gutes für uns Bürger zu tun. Gut wäre es, den status quo zu belassen, der seit Jahrzehnten von den Fahrgästen akzeptiert wird. Denn selbst wenn, die Bauarbeiten einmal abgeschlossen sind, stehen die Betonklötze als Hindernisse mitten auf der Limmerstraße, verschandeln das Stadtbild und mindern die Lebensqualität.

      Antworten
      • Ein niveaugleicher Einstieg in die Bahn ist wirklich eine krasse Minderung der Lebensqualität. Klar wird es die nächsten Jahre unangenehm, aber die Limmerstraße wird sich davon auch wieder erholen. Unbewohnbar wird hier nichts. Außerdem werden Mittelbahnsteige errichtet, das ist kein Hinternis, da kann man doch links und rechts dran vorbeifahren

        Antworten
        • Ein niveaugleicher Einstieg in die Bahn ist keine krasse Minderung der Lebensqualität, aber zunächst musst du mittels der Hochbahnsteige auf das Niveau kommen! Das hat krasse Folgen überall dort, wo die Errichtung von Hochbahnsteigen ungeeignet ist. Die Limmerstraße ist dafür ein Paradebeispiel. – Du kannst dir selbst alles schönreden, darfst aber nicht vergessen, dass die Mehrheit unserer Bürger die Lebensqualität ihres Stadtteils anders betrachtet als Technokraten der Üstra, die die krassen Folgen ihrer Planung nicht bedacht haben.

          Antworten
  15. Es wird noch schlimmer als befürchtet. Für mindestens 5 Jahre wird in Linden-Nord das Chaos herrschen. Die Limmerstraße wird weitgehend zu einer offenen Baugrube. Anwohner und Gewerbetreibende sind nicht zu beneiden. Aber auch drumherum wird es unangenehm. Der Ersatzverkehr wird über die Fössestraße abgewickelt. Megastaus werden die Regel sein.

    Martin Vey hat einen Zeitrahmen genannt, der unrealistisch ist. Bis Anfang 2031 werden die Baumaßnahmen nie und nimmer fertig sein. Schon die Errichtung der Hochbahnsteige „Freizeitheim Linden“ und „Glocksee“ hat länger gedauert, obwohl die Arbeiten nicht so aufwendig waren. Offensichtlich soll die wahre Bauzeit verschleiert werden. Herr Vey spielte damit auch die Frage eines Mitglieds aus dem Bezirksrat herunter, inwieweit es Überschneidungen mit anderen Baumaßnahmen (z.B. Westschnellweg) gebe. Damit sei nicht zu rechnen. Dies sei mit den anderen Behörden abgestimmt. Wer nicht selbst von den katastrophalen Auswirkungen betroffen ist, kann viel erzählen und wird später von der Wahrheit eingeholt.

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31 Kommentare zu „2027 bis Anfang 2031: Großbaustelle Limmerstraße“

  1. Warum müssen es 2 Hochbahnsteige sein???

    Die jetzigen Bushaltestellen könnten bleiben und von den Bussen wie bisher angefahren werden und der Hochbahnsteig der Bahn kommt einfach zwischen die Haltestellen ( auf Höhe der Toblerone z. B.).

    Warum hat keiner Interesse an dieser Idee???

    Antworten
    • Es ist Zeit, DEMOs zu organisieren.

      Die LÖSUNG für die hochbahnsteigfreie Fußgängerzone Limmerstraße haben die Behörden ja schon selbst geliefert:

      DAUERHAFT: Die Buslinien 700 und 170 sollen ab Sommer auf neuen Routen über den Kötnerholzweg fahren, die Stadtbahnlinie 10 wird im September 2028 gesperrt. „Die Region will die Taktung der Busse verbessern und plant als längerfristigen Ersatzkehr eine neue, direkte Buslinie bis nach Ahlem. Zudem wird ja auch eine Kehre für die Linie 10 geplant!

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  2. Martin Vey macht uns neugierig: „So etwas kennen die Hannoveraner noch nicht!“ Getreu dem Motto: Üstra, Menschen, Sensationen. Es wird Zeit, dass sich was dreht. Oder im Stau steht. Egal, Hauptsache barrierefrei und die Welt ist in Ordnung. Bis auf den Kollateralschaden. Die im Schatten sieht man nicht.

    Antworten
  3. Hallo.
    Habe alles durchgelesen,und nachgedacht.

    Die Linie 10 auf Busse umstellen !!!

    Ein Rückbau bestehender Hochbahnsteige ist nicht so teuer und schwer.
    Weil die Anschlüsse etc vorhanden sind( keine Umfangreiche Erdarbeiten)
    Materialien zB Lampen Wartehalle etc .können wieder benutzt werden.
    In Hannover sind auch schon Hochbahnsteige umgebaut/saniert worden.
    Schienen die in Straßen verbaut sind ,müssen immer erneuert repariert werden.
    Es ist klar das in eine Straßenbahn mehr Leute passen als in einen Bus.
    Dann muss man von dem gesparten Geld halt Busse kaufen.

    Man wäre auch viel flexibler wenn der Umbau des Westschnellwegs
    Und den Kanalbrücken beginnt.

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    • Auf die Idee nur Busse zur Anbindung von Linden & Co zu nutzen kommt man nur wenn man nicht auf den ÖPNV angewiesen ist.

      Die jetzigen Busse sind notorisch unpünktlich und bleiben in der Innenstadt stecken.

      Antworten
      • Moin
        Das ist schon richtig!
        Nur vielleicht kann man die Strassbahntrassen,mit Ampelschaltung (Grüne Welle) nutzen,sperren ,reservieren

        Wir werden sehen, nach min 3 Jahren ohne Linie 10,
        Wie es sich entwickelt hat.

        Mir geht es darum
        sind die Hochbahnsteige “ ALTERNATIVLOS“

        PS: Ich wohne seit 40 Jahren in Linden.
        Habe seit 20 Jahren kein Auto,weil es in Linden kein Sinn macht,und es guten Nahverkehr gibt !!!
        Musste auch 10 km zur Arbeit( Ohne HomeOffice)

        Antworten
  4. Ich habe mir die Mühe gemacht, sämtliche Beiträge auf Punkt-Linden zum Thema Hochbahnsteige anzuschauen. Die gehen bis ins Jahr 2008 zurück. Es fällt auf, dass der Widerstand gegen Hochbahnsteige für die Linie 10 von vornherein heftig war. Es gab eine Petition im Jahr 2020 mit 3.119 Unterschriften, es gab fundierte Argumente, z.B. vom Architekten Gerd Runge, usw. Warum hat sich die Üstra trotz der Bürgerproteste und nachweislich höherer Kosten für die Hochbahnsteige und gegen die Niederflurtechnik entschieden? Rational ist das nicht nachvollziehbar.

    Ein Beitrag vom 11.09.2010 könnte die richtige Spur sein: „Hochbahnsteig auf Probe führt zu vielen Diskussionen“. Die GRÜNEN hatten zum Limmerstraßenfest demonstriert, wie es wäre, wenn an der Haltestelle Leinaustraße ein Hochbahnsteig gebaut würde. Die Polizei beendete die Aktion nach wenigen Minuten. „Pikanterweise endete die abgesperrte Fläche für den geplanten Hochbahnsteig direkt vor dem Infostand des SPD-Ortsvereins. Die SPD im Ortsverein Linden hat sich bekannterweise für die Hochbahnsteige in Linden ausgesprochen.“ (O-Ton Punkt-Linden)

    Ist die fatale Entscheidung für Hochbahnsteige womöglich politisch motiviert? Bis zur Kommunalwahl 2011 hatte die SPD im Stadtbezirksrat Linden-Limmer noch die Mehrheit der Sitze. Im Stadtrat Hannover bis zur Kommunalwahl 2021 ebenfalls. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

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  5. Ich habe da eine Frage. Entschuldigung wenn die dünn erscheint, habe einfach kein Fachwissen.

    Wenn eine Bahn so halten kann, dass sie an diesen Leitstellen auf dem Boden für Sehbehinderte Menschen mit den Türen hält, wäre es dann nicht möglich gewesen die Bahnschienen an den Haltestellen tiefer zu legen und Absperrungen dort zu machen wo keine Tür der Bahn wäre wenn die hält. Quasi wie jetzt, dann wäre die Bahn nur tiefer und die Türen auf Bodenebene!

    Klar, Kabel, Kanalisation und so, aber wenn die eh alles aufmachen und neu verlegen…

    Glaube auch nicht wirklich daran, dass die das in dem Zeitraum schaffen. Sieht man Richtung Langenhagen. Einer arbeitet und drei stehen rum.

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    • In Stuttgart hat man es so gemacht (Haltestelle Badstraße/ Wilhelmplatz in Bad Cannstatt), Schienen tiefer gelegt. Angeblich geht das in der Limmerstraße nicht wegen der Rettungswege für die Feuerwehr.
      Hannover könnte auch mal über den Tellerrand schauen, wie machen es die anderen. Das ist aber offenbar zu viel verlangt.

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  6. Das feiste Grinsen spiegelt doch einfach wieder, dass Interessen der dort wohnenden Bürger und Belastungen, die alle betrifft, unwichtig sind.

    Ach Linden, du wirst dich noch mehr verändern als ohnehin schon. Ich werde es nicht mehr mitbekommen, da ich wegziehe.

    Schöne Zeiten in den 90er gehabt und die sind im Herzen. Und auch die letzten Jahre nach Rückkehr vieles wieder entdeckt und doch soviel verändert.

    Stadtteile verändern sich nunmal aber nicht immer zum Vorteil. Hannovers Regierende haben, was Stadtentwicklung betrifft, viele Fehlentscheidungen getroffen. Linden trifft es besonders hart. Der Charme wird verloren gehen und der besondere Schlag Mensch die diesen Teil der Stadt ausmacht auch.

    Verdichtung, Gentrifizierung, Unbezahlbarkeit von Wohnraum, Leerstehung und Verrottung von Bestand…

    Hochbahnsteige, Ihmezentrum, Wasserstadt…

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  7. Spätestens nachdem die konkreten Bauabsichten der Infra am Mittwoch von Herrn Vey veröffentlicht wurden, wäre es an der Zeit, eine Umweltverträglichkeitsprüfung einzuleiten. Es kann nicht sein, dass Bauprojekte scheitern, weil sie den Lebensraum von Feldhamstern beeinträchtigen, aber die Beeinträchtigung der Lebensqualität von Menschen in einem historisch gewachsenen Stadtteil klaglos hingenommen wird. Und das alles nur, um eine Fehlentscheidung der Üstra geradezubiegen. – Mich hat die Reaktion des Bezirksrats enttäuscht. Während der Sitzung gab es nicht einen einzigen kritischen Kommentar aus den Reihen der Mitglieder und Mitgliederinnen; stattdessen nur belanglose Fragen an Herrn Vey. Offensichtlich hat sich der Bezirksrat parteiübergreifend in das Schicksal gefügt.

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  8. das behäbig grinsen von herrn vey… wie er sich mit allen anderen freut eine solch tolle sache geplant zu haben. Und was kommt am ende dabei raus…
    bauverzögerungen, schäden an häusern und und und…ganz abgesehen von den menschen die dort wohnen/arbeiten und durch diese quartiere pendeln und die existenz der gewerbetreibenden… ein gewachsenes quartier mit allen wird zerstört. wie dumm muss man sein und wie taub muss man(n) sein. wie kann man sich von der üstra so abhängig machen und vorführen lassen.

    wenn das gleiche am lindener marktplatz/falkenstr und an der nieschlagstraße/pariser platz kommt. …nicht vorzustellen bei den engen straßenverhältnissen.

    hier sollte schnellstmöglich eine petition her. eine bürgerinitiative. denn baustellen können hannover und üstra nicht.

    und wer es noch nicht wusste ab juni 2026 starte die große baustelle falkenstr hohestr. …in der 1 jahr lang die kanäle neu gemacht werden, inkl. bauarbeiten unter den gleisen der falkenstr. / inkl. nachtarbeiten ( mit einem Jahr verspätung) weil man 2025 nicht den genauen verlauf und die leitungssitustion kannte.

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  9. Die Üstra hat das letzte Wort, der im September 26 wieder gewählte allzu beliebte bürgernahe OB ist weiter im Amt und alles läuft wie bisher.
    Abgesehen von Hochbahnsteigen, die aufgrund von Witterung schon nach ca. zwei Jahren wieder zu Sanierungen neigen, wird die Strasse wegen Leitungsverlegungen aufgerissen. Die Aussengastronomie, sowie der Einzelhandel haben das Nachsehen, weil sich wohl keiner bei so einem Zustand und Baulärm in der Strasse länger aufhalten wird.
    Das Bürger, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, so vor vollendete Tatsachen gestellt werden, spricht für Hannover und dem so bürgernahen und kompetenten OB.
    In der Südstadt um den Stephansplatz sieht es zum Teil aufgrund der Fernwärmeverlegungen nicht anders aus, nur da funktionieren die Öffis.

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  10. Ich bin fassungslos! Da fahren die Linie 10 und zwei Buslinien im Gänsemarsch durch die Limmerstraße mit gleichem Ziel Raschplatz. Jeder Bus kann abgesenkt werden, so dass Rollstuhlfahrer, Rollatoren und Kinderwagen bequem ein- und aussteigen können!
    Der Küchengarten-Hochbahnsteig gehört auf den großen Platz. Der Hochbahnsteig Leinaustraße muss entfallen!!! So bleibt unsere wunderschöne über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Limmerstraße erhalten.
    Mit dem jetzigen Bauplan verliert Hannover einen funktionierenden Treffpunkt für jung und alt und alle Nationalitäten!!
    Nach der Baumaßnahme ist unser geliebtes Linden- Nord gestorben!!!!

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    • Gut … so wunderschön ist die Limmerstrasse nun wirklich nicht mehr. Ist sie doch in den Jahren ziemlich runtergeranzt und das bestimmt nicht durch deren Anwohner. Die hirnlosen Graffiti oder Buchstabenverschönerungen an den Hauswänden sowie der beim Vorbeigehen weggeworfene Müll auf den Bürgersteigen geben dem Bezirk den Rest.
      Ausser man liebt selber die Verwahrlosung.
      Nur die über die Köpfe der Anwohner entschiedenen Pläne von anfälligen teuren Hochbahnsteigen kann man schwer nachvollziehen.
      Die Strasse in ihrem Charakter zu anderen weniger belebten Stadtteilen hat das Nachsehen und mit ihr die davon betroffene Aussengastronomie.
      In der Phase der Tiefbauarbeiten wird so mancher noch existierende inhabergeführte Einzelhandel mit dem Überleben kämpfen.
      Ob der Kiosk und der Dönerimbiss davon betroffen ist, bezweifle ich.

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  11. Die Verantwortlichen wohnen ja alle nicht in Linden, liebe Lena. Was wissen die schon von Gemeinschaftskultur? Oder vielleicht sind sie auch einfach eifersüchtig?

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    • Na ja, auszuschließen ist es wohl nicht. Echt traurig.
      Aber da die Stadt doch mit dem „Szeneviertel Linden“ und dem „Limmern“ wirbt, müsste doch auch die ein Interesse daran haben, dass das weiter so bleibt, oder nicht?
      Ich finde es so unfassbar wie immer wieder am Willen und Wunsch der Meschen die es betrifft vorbeigeplant wird und man sich dann aber als „Gutmenschen“ hinstellt.

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      • Du hast mit allem Recht – allerdings hat, was den öffentlichen Nahverkehr betrifft, noch nicht mal die Stadt auf der falschen Seite des großen Stroms das Sagen, sondern die Region. Und was hat die mit Linden am Hut? Der ehemalige Laatzener Regionspräsident war bekanntlich schon sehr überheblich über den Widerstand gegen die Hochbahnsteige hinweggegangen, der letzte Regionspräsident identifizierte sich so sehr mit der Region, dass er bei der erstbesten Gelegenheit abgehauen ist, um demnächst in Berlin sein Debakel zu erleben. Und es geht um verdammt viel Geld, die in die Bauwirtschaft investiert werden kann – wenn leider auch nicht in den sozialen Wohnungsbau, sondern in die Hochbahnsteige. Und wenn man dann noch Inklusion schreien kann, natürlich ohne Alternativen in Erwägung zu ziehen, sind wir auf der Limmer halt ohnmächtig und gekniffen. Schade, dass eine der schönsten Straßen Deutschlands so grundlos zugrunde gerichtet wird – zumal dann ohnehin niemand mehr hier aussteigen möchte. Aber so sind die Zeiten…

        Einziger positiver Nebeneffekt: Da ich keine Lust habe, ganz bis zur Fössestraße hochzulaufen, um in einen überfüllten Bus einzusteigen, werde ich noch weniger Geld in Hannover ausgegeben als jetzt noch.

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        • Mein Kopf hört gar nicht mehr auf sich zu schütteln… 😢

          Da bauen sie und bauen sie – Kronsrode, Wasserstand, Hochbahnsteige,… – so viel Geld das so hilfreich sein und tolle Dinge und Gemeinschsften entstehen lassen könnte, wenn man die Bürger dazu wirklich HÖREN würde…

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  12. Aber die 10 ab Glocksee könnte doch zumindest weiterhin fahren, oder nicht?

    Und erst baut man „Freizeitheim Linden“ und dann sperrt man zwei Jahre später die Strecke für 2-5 Jahre. Ist das klug? Bei Nichtnutzung wird der Bahnsteig doch nicht besser, oder???

    Und, ich befürchte, dass durch die Baustellen auch unsere schöne Gemeinschaftskultur auf der Limmer verloren geht. – Fatal, in Zeiten in denen es doch immer weniger Orte gibt an denen sich Menschen ganz unverfänglich draussen treffen und in Kontakt treten…

    Warum braucht es überhaupt so viele Bahnsteige in so kurzen Abständen?

    Aber egal was man hier auch schreibt und zu bedenken gibt, die Verantwortlichen scheint es ja nicht wirklich zu interessieren was die Bürger wollen.
    Traurig.

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    • Die 10 fährt sogar noch bis zum Grünen Hügel. Welch ein Service der Üstra! Dafür wird ein Kehrgleis (siehe Beitrag) angelegt, für das es derzeit zwei Varianten gibt. – Die Verantwortlichen wollen nur unser Bestes, auch wenn dabei die dümmste Baumaßnahme herauskommt, die es in Linden je gegeben hat. Dagegen ist der Bau des Ihme-Zentrums ein Geniestreich.

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  13. Bitte wie lang soll die Linie 10 nicht fahren???? Das ist ja wohl ein schlechter Witz… Abgesehen von der angepeilten Bauzeit. Nie und nimmer – der Hochbahnsteig am Freizeitheim Linden hat sich auch verzögert und hat letztlich mit höheren Ausgaben zu Buche geschlagen als geplant. Ist hier auch noch in einem älteren Artikel nach zu lesen. Das war eine Katastrophe, wir haben die Baumaßnahmen direkt mitverfolgen „dürfen“. Wir haben seitdem Risse in den Wänden und der Putz bröckelte buchstäblich von der Decke, wenn mit Schwergerät gearbeitet wurde. Auch für die Anwohner und vor allem Gewerbe / Gastro sehe ich das als eine weitere Katastrophe! Andere Städte machen es mit Niederflurbahnen vor. Aber das wurde ja im Vorfeld schon abgebügelt – verstehe ich einfach nicht. Angeblich aus Kostengründen etc. In Frankfurt haben sie manche Probleme so gelöst, dass die Fahrbahn (für Autos und Straßenbahn-Schienen) ein paar Zentimeter erhöht wurde, damit die Niederflurbahn auf der entsprechenden Ebene halten kann. Und es gibt Straßenbahnen, die oh Wunder, auch unterirdisch fahren können… Die Limmerstraße ist ein sensibles Konstrukt, vor allem auf Höhe der Leinau Str. und Küchengarten eben wegen der Läden und Gastro. Und wenn die Linie 10 so lange nicht fährt, warum nicht gleich nur auf Busse umsteigen? Hannover, die Stadt der Hochbahnsteige.

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  14. Moin
    ne…5 Jahre reichen nicht.
    Limmerstrasse
    Westschnellweg
    Sanierung der Kanalbrücken.
    Man kann nur hoffen ,daß die Politik da massiv einschreitet,
    Sonst wird Linden ( Nord) “ UNBEWOHNBAR “

    PS: Die Üstra bekommt Neue Züge.Warum wurden die nicht so gebaut das man das besser einsteigen kann. Warum müssen die Hochbahnsteige eigentlich so lang sein .Reichen nicht welche wo man in 2 Einstiege der Straßenbahn kommt.

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    • Die Politik duckt sich weg. Als Stephan Weil noch Oberbürgermeister von Hannover war, hat er Hochbahnsteige in der Limmerstraße ausdrücklich abgelehnt (HAZ vom 22.07.2010). Geholfen hat es nicht. Die Üstra ist beratungsresistent, zieht ihre Fehlentscheidung gnadenlos durch und behauptet allen Ernstes, Gutes für uns Bürger zu tun. Gut wäre es, den status quo zu belassen, der seit Jahrzehnten von den Fahrgästen akzeptiert wird. Denn selbst wenn, die Bauarbeiten einmal abgeschlossen sind, stehen die Betonklötze als Hindernisse mitten auf der Limmerstraße, verschandeln das Stadtbild und mindern die Lebensqualität.

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      • Ein niveaugleicher Einstieg in die Bahn ist wirklich eine krasse Minderung der Lebensqualität. Klar wird es die nächsten Jahre unangenehm, aber die Limmerstraße wird sich davon auch wieder erholen. Unbewohnbar wird hier nichts. Außerdem werden Mittelbahnsteige errichtet, das ist kein Hinternis, da kann man doch links und rechts dran vorbeifahren

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        • Ein niveaugleicher Einstieg in die Bahn ist keine krasse Minderung der Lebensqualität, aber zunächst musst du mittels der Hochbahnsteige auf das Niveau kommen! Das hat krasse Folgen überall dort, wo die Errichtung von Hochbahnsteigen ungeeignet ist. Die Limmerstraße ist dafür ein Paradebeispiel. – Du kannst dir selbst alles schönreden, darfst aber nicht vergessen, dass die Mehrheit unserer Bürger die Lebensqualität ihres Stadtteils anders betrachtet als Technokraten der Üstra, die die krassen Folgen ihrer Planung nicht bedacht haben.

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  15. Es wird noch schlimmer als befürchtet. Für mindestens 5 Jahre wird in Linden-Nord das Chaos herrschen. Die Limmerstraße wird weitgehend zu einer offenen Baugrube. Anwohner und Gewerbetreibende sind nicht zu beneiden. Aber auch drumherum wird es unangenehm. Der Ersatzverkehr wird über die Fössestraße abgewickelt. Megastaus werden die Regel sein.

    Martin Vey hat einen Zeitrahmen genannt, der unrealistisch ist. Bis Anfang 2031 werden die Baumaßnahmen nie und nimmer fertig sein. Schon die Errichtung der Hochbahnsteige „Freizeitheim Linden“ und „Glocksee“ hat länger gedauert, obwohl die Arbeiten nicht so aufwendig waren. Offensichtlich soll die wahre Bauzeit verschleiert werden. Herr Vey spielte damit auch die Frage eines Mitglieds aus dem Bezirksrat herunter, inwieweit es Überschneidungen mit anderen Baumaßnahmen (z.B. Westschnellweg) gebe. Damit sei nicht zu rechnen. Dies sei mit den anderen Behörden abgestimmt. Wer nicht selbst von den katastrophalen Auswirkungen betroffen ist, kann viel erzählen und wird später von der Wahrheit eingeholt.

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