Verbesserte Verkehrsplanung für Limmer – Vorschläge der BI Wasserstadt

ÖPNV-Erschließung Wasserstadt LimmerDer größte Teil der im Bau befindlichen Wasserstadt Limmer liegt außerhalb des 500-Meter-Radius zur nächstliegenden Stadtbahnhaltestelle Brunnenstraße, somit muss eine verbesserte Anbindung für die neuen Bewohner erfolgen.
Die Bürgerinitiative Wasserstadt Limmer macht daher weitreichende Vorschläge für die künftige Anbindung des neuen Wohngebietes.

So könnte eine verbesserte Busverbindung erzielt werden

Die Region favorisiert eine neue Buslinie von der Wasserstadt aus bis zum ZOB in die Innenstadt, parallel zur bestehenden 700er Buslinie. Nach Meinung der Bürgerinitiative macht aber der Parallelverkehr von Bus und Stadtbahn den möglichen Ausbau der Stadtbahn unwirtschaftlicher.

Ein weiterer Vorschlag wäre, einen fahrerlosen Pendelbus zwischen Wasserstadt und der bestehenden Stadtbahnhaltestelle Brunnenstraße einzurichten. Der Nachteil ist das zusätzliche Umsteigen vom Bus in die Stadtbahn.

Der Vorschlag der BI Wasserstadt Limmer lautet, eine neu zu erstellende, kombinierte Fußgänger- und Fahrradfahrerbrücke am Ende der kleinen Anwohnerstraße Lunapark zu bauen. Mit einer Busschleuse über den Stichkanal könnte damit die Tiefe des langgestreckten Baugebietes mit dem 700er Bus erschlossen werden. Eine neue Buslinie würde sich erübrigen.

Umgestaltung der Stadtbahnführung durch Limmer

ÖPNV-Erschließung Wasserstadt
Stadtbahn Anbindung Wasserstadt mit Linie 10 Variante über Wunstorfer Straße

Nach Ansicht der Region könnte eine neue Stadtbahnführung durch die Wunstorfer Straße bis zu einer Haltestelle Steinfeldstraße und dann über den früheren Conti-Parkplatz auf die bestehende Trasse der Linie 10 Richtung Ahlem einschwenkend gebaut werden. Dabei würde der derzeitige Schienenstrang über die Harenberger Straße entfallen. Vorteil: Eine Halbierung der Erschließung von Ahlem und der folglich unvertretbaren Verschlechterung der Wirtschaftlichkeit wird vermieden. Ein Prüfungsauftrag der Variante Wunstorfer Straße ist beschlossen.
Nachteil: der Hochbahnsteig Brunnenstraße würde entfallen.

Langfristig ist eine neue Stadtbahnverlängerung (Linie 12) nach Ahlem-Nord bzw. Letter das Ziel. Dafür müssten aber neue Baugebiete an der Streckenführung ausgewiesen werden, damit die Verlängerung wirtschaftlich wird.

S-Bahn Anschluss Wasserstadt

S-Bahn Haltestelle Wunstorfer Straße
S-Bahn-Ringschluss Hannover-West, neue Haltestelle Wunstorfer Straße

Ein weiterer Vorschlag ist ein Ringschluss für die S-Bahn auf den vorhandenen Gleisen der Güterumgehungsbahn mit einem neuen S-Bahnhof in Höhe der Wunstorfer Straße. Dieses könnte ein künftiger Knotenpunkt mit neuer Stadtbahnverlängerung nach Ahlem-Nord (Linie 12) und Radverkehrsführung sein.
In der Bürgerbeteiligung zum Nahverkehrsplan 2020 am 25.1.2020 landete der Vorschlag der BI Wasserstadt für die S Bahn Linienführung über die vorhandene Trasse der Güterumgehungsbahn unter den Top 12 Ergebnissen.

Vorschläge zum Autoverkehr

Autoverkehr
Entlastung von Ahlem und Limmer vom Durchgangsverkehr

Bisher läuft der Durchgangsverkehr in voller Länge durch die Wohngebiete von Ahlem und Limmer. Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung scheitern noch an dem Status „Bundesstraße“. Die Entwidmung der Wunstorfer Straße B441 und Anbindung über die Umgehung Bahndammtrasse und Carlo-Schmidt-Allee zur B65 kann das Problem lösen. Es soll erreicht werden, dass die Ortsumgehung Ahlem-Nord und Limmer in Verlängerung der Carlo-Schmid-Allee mit dem Ausbau der Straße Am Bahndamm in naher Zukunft Realität wird.
Eine zusätzliche Fahrspur auf der östlichen Seite des Westschnellwegs (B6), zwischen Schnellwegauffahrt Wunstorfer Straße und Bremer Damm, mit dem Ziel eines Abbaus des Kfz-Rückstaus ist in Planung.

Vorschläge für Fahrrad und Fußwege

RadwegekonzeptVorgeschlagen wird zudem eine Rad- und Fußweg-Führung unter der Brücke Wunstorfer Straße am Kanal entlang. Im Bereich Schleusengrund könnte dieser Radweg in Richtung Limmer Brunnen, Am Schleusengrund und Karl-Laue-Weg (bzw. Sichelstraße) weiter geführt werden, mit Fortsetzung auf der ins Sichel-Werk führenden Trasse der stillgelegten Bahnstrecke, oder alternativ über die Südfeldstraße zur Davenstedter Straße / Kohlenbahntrasse „go west“.

  • Ein Ausbau des Radweges auf der alten Kohlenbahn „go west“ mit diversen Anschluss- bzw. Erweiterungsoptionen, z.B. zum Fischerbahnhof und zur Hochschule am Ricklinger Stadtweg.
  • Ein schneller Radweg von Garbsen nach Hannover (Variante über In der Steintormasch kombiniert mit dem bestehenden Uferradweg nach Linden Nord (relativ schmal). Dafür müsste ein barrierefreier und fahrradgerechter Ausbau der Wasserkunst-Brücke erfolgen.
  • Die Optimierung eines Nord-Süd Fußgänger- und Fahrradweges aus Limmer zum Deisterplatz in Linden-Süd entlang des Westschnellweges mit Lückenschluss durch eine neue Fußgänger- und Fahrradbrücke über den Trog Badenstedter Straße.

Bildnachweis: BI Wasserstadt Limmer

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