Land ist offen für Wohnbauprojekt in der Auestraße

Grundstück Auestraße Ecke Laportestraße
Das Niedersächsische Landesamt für Bezüge und Versorgung erfüllt dort geltende gesetzliche Anforderungen der Einstellplatzpflicht.

Auf der rund 2.900 Quadratmeter großen Dreiecksfläche an der Auestraße in Linden-Süd ist aus Sicht des Landes ein Wohnprojekt denkbar, wenn die Belange des benachbarten Niedersächsischen Landesamtes für Bezüge und Versorgung berücksichtigt werden. Deren Sprecher Dennis Dix kündigte gegenüber Punkt Linden an, dass die Stadt mit dem Land in den Austausch treten werde. Anlass der Nachfrage der Redaktion war der Hinweis von Ernst Barkhoff auf brachliegende Grundstücke im Eigentum von Stadt und Land beim kürzlich stattgefundenen Seniorenforum Linden-Limmer.

Parkplatz oder bezahlbarer Wohnraum für viele?

Seniorenforum des Politik Forums Linden-Limmer
Teilnehmende wie Podiumsmitglieder sprachen sich für quartiersbezogene Wohnungsbauvorhaben aus, die die Belange möglichst vieler Menschen berücksichtigen.

Aktuell nutzen Beschäftigte und Besucher des Landesamtes die Fläche zwischen Aue- und Laportestraße. Für Barkhoff geht da deutlich mehr. „Die Fläche liegt unterhalb des Straßenniveaus. Sicher können Architekten dort einen Gebäudekomplex mit tieferliegendem Parkraum umfassen.“ Der citynahe Standort mit Blick auf die Ihme und in direkter Nachbarschaft zu zwei Stadtbahn-Haltestellen ist für ihn ein möglicher Platz für einen Neubau. Gabriela Cramm, Vorstandsmitglied im Seniorenbeirat Hannover, vertrat die Haltung vieler Teilnehmender mit der Aufforderung, integriertes Bauen für viele zu planen. „Über bodengleiche Duschen freuen sich Senior*innen genauso wie Eltern mit Kleinkindern.“

Dialog zwischen Stadt und Land notwendig

Aus Sicht des Landes ist noch nicht entschieden, ob sich ein solches Bauvorhaben dort realisieren lässt. „Wir brauchen auch künftig ausreichend Stellplätze, möglichst ohne zusätzliche Kosten für das Land“, sagte die Pressesprecherin des Niedersächsischen Finanzministeriums, Antje Tiede. Auch müsse die Hochwassergefährdung in diesem Gebiet beachtet werden. Grundvoraussetzung sei aber, dass die Stadt „das Baurecht für ein solches Vorhaben schafft“.

Vor dem Hintergrund dieser baulichen und baurechtlichen Rahmenbedingungen wäre an diesem Standort voraussichtlich ein hochpreisiger Wohnungsbau zu erwarten. „Sollten Investoren gleichwohl ausreichende Perspektiven für die Realisierung eines Wohnungsbauprojekts sehen, stünde das Land dem grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber“, sagte Tiede. Der Stadtverwaltung, so Dix, sei diese Haltung bislang nicht bekannt gewesen. „Bislang stand die Fläche nicht zur Disposition.“ Nun soll es Gespräche geben.

hanova baut aktuell nicht

Ricklinger Straße
Derzeit sieht hanova keine Chancen für ein Wohnprojekt auf ihrem Grundstück.

Aktuell keine Chance auf Wohnungsbau sieht dagegen hanova auf seinem Areal in der Ricklinger Straße. Die Garagen auf dem ehemaligen Garagenhof neben der hanova-Immobilie in der Ricklinger Straße 104 sind längst zurückgebaut. „Der Bebauungsplan sieht eine Blockrandbebauung vor. Der Grundstückszuschnitt sowie die Nebengebäude mit unterschiedlichen Gebäudehöhen und -tiefen führen baukonstruktiv zu einer aufwendigen Bebauung mit einer sehr überschaubaren Grundstücksausnutzung“, erläutert deren Leiter Bestandsmanagement, Lars Grundmann, auf Anfrage von Punkt Linden.

Es seien mehrere Planungsbüros mit unterschiedlichen Machbarkeitsstudien beauftragt gewesen, um bis zu 10 Wohnungen zu realisieren. „Diese kamen alle zu dem Ergebnis, dass aufgrund der aufwendigen Baukonstruktion und der stark angestiegenen Baukosten zurzeit keine Möglichkeit zur wirtschaftlichen und sozialverträglichen Bebauung des Grundstücks besteht.“

Bildnachweis: Katharina Kümpel, privat

6 Gedanken zu „Land ist offen für Wohnbauprojekt in der Auestraße“

  1. Diese ständige Planung, etwas zu zu bauen und damit zu versiegeln, finde ich für Linden nicht schön 🙁
    Wie „luftig“ und naturbehaftet war Linden / Limmer früher 🙂
    Heutzutage wird es immer mehr zum „Hitzehotspot“.
    Wir können es doch wie die Chinesen oder Amerikaner Machen. Wohnanlagen / Häuser mit 30-40 Stockwerke. Am besten direkt auf den „grünen Hügel“ *lol* :-p
    Dann ist das Ihme Zentrum nicht mehr so allein 🙂

    Ich stelle mir Linden gerade vor, wie es in 50 Jahren ausschauen könnte ?

  2. Hannover war mal eine „grüne“ Stadt. Inzwischen soll alles zugebaut werden. Mit der demographischen Entwicklung wird die Anwohnerzahl auf absehbare Zeit auch wieder schrumpfen. Ich weiß, das ist jetzt wenig hilfreich für die akute Situation. Aber ich finde es schade, das Hannover immer weiter baulich verdichtet wird und so jetzt schon nicht mehr mit vor einigen Jahrzehnten zu vergleichen ist.

  3. Ich bin für mehr Wohnfläche als Parkplätze. menschen vor Autos. Allerdings sollte man nach Lösungen suchen, dass Familien , Pendler etc auch die Möglichkeit haben nahbei zu parken. Durch Tiefgaragen,gut angebunden Aussenparkpkätze, Parkhäuser. Das Eine geht scheinbar ohne das Andere nicht.

  4. Vielleicht sollte hanova dort Monteur-Wohnungen bauen 😁
    Im Gegenzug wird das Apart Hotel wieder seiner vorherigen Bestimmung (langfristig vermieteter Wohnraum) zurückgeführt.

    Und es sollte vielleicht auch noch eine gesetzliche Regelung geben, dass diese Form der Vermietung nur möglich ist, wenn es eine dauerhaft vor Ort persönlich anwesende Ansprechperson gibt. So wie es im Hotel üblich ist.

  5. Das stimmt genau, daß Apart „Hotel ist zwar von innen umgebaut worden aber die Leute sind die gleichen die dort verkehren.Polnische Monteure und junge Leute die Abends im Park gegenüber stehen und sich völlig daneben benehmen. Hatte gehofft das der Laden dichtgemacht wird .An der Göttingerstr. ist noch so ein Haus,die Monteure und andere parken einfach wild in den Nebenstraßen. Sagt man etwas,dann wird man beschimpft.

  6. am schwarzen Bären muss der Parkplatz demnext dem Neubau
    „GODEHARDi-Seniorenstift“ weichen…
    und nun soll der Parkplatz Auestrasse auch noch bebaut werden…??? 🤔

    die FUSSWEGE in Linden-Süd werden doch jetzt schon massivst zugeparkt durch die vielen „Airbnb-Wohnungen“ und das
    „Apart-Hotel“ in der Charlottenstrasse…
    🤔😫😖😤🙄

Die Kommentare sind geschlossen.

6 Gedanken zu „Land ist offen für Wohnbauprojekt in der Auestraße“

  1. Diese ständige Planung, etwas zu zu bauen und damit zu versiegeln, finde ich für Linden nicht schön 🙁
    Wie „luftig“ und naturbehaftet war Linden / Limmer früher 🙂
    Heutzutage wird es immer mehr zum „Hitzehotspot“.
    Wir können es doch wie die Chinesen oder Amerikaner Machen. Wohnanlagen / Häuser mit 30-40 Stockwerke. Am besten direkt auf den „grünen Hügel“ *lol* :-p
    Dann ist das Ihme Zentrum nicht mehr so allein 🙂

    Ich stelle mir Linden gerade vor, wie es in 50 Jahren ausschauen könnte ?

  2. Hannover war mal eine „grüne“ Stadt. Inzwischen soll alles zugebaut werden. Mit der demographischen Entwicklung wird die Anwohnerzahl auf absehbare Zeit auch wieder schrumpfen. Ich weiß, das ist jetzt wenig hilfreich für die akute Situation. Aber ich finde es schade, das Hannover immer weiter baulich verdichtet wird und so jetzt schon nicht mehr mit vor einigen Jahrzehnten zu vergleichen ist.

  3. Ich bin für mehr Wohnfläche als Parkplätze. menschen vor Autos. Allerdings sollte man nach Lösungen suchen, dass Familien , Pendler etc auch die Möglichkeit haben nahbei zu parken. Durch Tiefgaragen,gut angebunden Aussenparkpkätze, Parkhäuser. Das Eine geht scheinbar ohne das Andere nicht.

  4. Vielleicht sollte hanova dort Monteur-Wohnungen bauen 😁
    Im Gegenzug wird das Apart Hotel wieder seiner vorherigen Bestimmung (langfristig vermieteter Wohnraum) zurückgeführt.

    Und es sollte vielleicht auch noch eine gesetzliche Regelung geben, dass diese Form der Vermietung nur möglich ist, wenn es eine dauerhaft vor Ort persönlich anwesende Ansprechperson gibt. So wie es im Hotel üblich ist.

  5. Das stimmt genau, daß Apart „Hotel ist zwar von innen umgebaut worden aber die Leute sind die gleichen die dort verkehren.Polnische Monteure und junge Leute die Abends im Park gegenüber stehen und sich völlig daneben benehmen. Hatte gehofft das der Laden dichtgemacht wird .An der Göttingerstr. ist noch so ein Haus,die Monteure und andere parken einfach wild in den Nebenstraßen. Sagt man etwas,dann wird man beschimpft.

  6. am schwarzen Bären muss der Parkplatz demnext dem Neubau
    „GODEHARDi-Seniorenstift“ weichen…
    und nun soll der Parkplatz Auestrasse auch noch bebaut werden…??? 🤔

    die FUSSWEGE in Linden-Süd werden doch jetzt schon massivst zugeparkt durch die vielen „Airbnb-Wohnungen“ und das
    „Apart-Hotel“ in der Charlottenstrasse…
    🤔😫😖😤🙄

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