
Bis zum 28. Juni kann die Stadtgesellschaft beim Online-Voting mitentscheiden, wie die Integrationsbeiräte in den 13 Stadtbezirken künftig heißen sollen. Deren Mitglieder haben mit der Verwaltung und dem Verein „Generation Postmigration“ sieben neue Namen erarbeitet, die ihrem Selbstverständnis als Mitgestaltende der Einwanderungsstadt Hannover besser entsprechen. Die öffentliche Abstimmung begrüßen Lipi Mahjabin Ahmed, Leiterin der Initiative für Internationalen Kulturaustausch und Ferdos Mirabadi vom Verein für interkulturelle Zusammenarbeit kargah. Beide setzen sich im Integrationsbeirat und mit ihren Vereinen für den Begriff Teilhabe ein.
Seit 1998
Seit 1998 hat die Stadt das „Referat für interkulturelle Angelegenheiten“ eingerichtet, das sich von Beginn an für die interkulturelle Öffnung von Stadtgesellschaft und -verwaltung einsetzte. Deutlich später, im Jahr 2011, wurden in den 13 Stadtbezirken neben den Stadtbezirksräten die Integrationsbeiräte eingerichtet. Sie sollen ein Forum für den Austausch über Anliegen der im Stadtbezirk wohnenden Menschen mit Migrationshintergrund sein. Sie können selbst Projekte starten und entscheiden über die Vergabe von Zuschüssen für Integrationsprojekte. Die Beiräte arbeiten zudem eng mit dem Bezirksrat und weiteren Organisationen zusammen.
Von Integration zur Teilhabe

Der Begriff „Integration“ stammt aus den frühen 1970er Jahren und meint seitdem die einseitige Anpassung Zugewanderter an die Mehrheitsgesellschaft. Die Stadt, die sich selbst als „Einwanderungsstadt Hannover“ bezeichnet, hat sich längst von diesem Begriff getrennt und ihr zuständiges Sachgebiet in der Verwaltung im Jahr 2022 umbenannt in „Grundsatzangelegenheiten der Einwanderung“. Im selben Jahr wurde der „Lokale Integrationsplan“ der Stadt aus dem Jahr 2008 ersetzt durch die neue Strategie „Wir2.0 – Migration und Teilhabe. Strategien, Ziele und Maßnahmen“. Auf dieser Grundlage arbeitet die Verwaltung mit allen Organisationen und Vereinen, die die Einwanderungsstadt gestalten. Ein aktuelles Beispiel für das neue Verständnis ist der IIK-Fachtag gegen Rassismus „Haltung zeigen, Macht teilen, Demokratie stärken“ am 12. Juni im Kulturzentrum Pavillon. Die PowerUp-Tagesveranstaltung richte sich an Ehrenamtliche, die sich in ihrem Engagement gegen Rassismus rechten Anfeindungen ausgesetzt sehen, sagt Ahmed.
Wahlvorschläge
Nun soll die Namensänderung für die Integrationsbeiräte folgen. Die Ergebnisse des Online-Votings werden im weiteren Verfahren aufgenommen. Die Entscheidung über den neuen Namen trifft der Rat der Stadt.
Diese sieben Vorschläge stehen zur Wahl:
- Teilhaberat – Gemeinsam für Vielfalt in Hannover
- Forum Vielfalt – Mitbestimmung. Mitgestaltung. Miteinander
- TIMM – Teilhabe.Interaktion.Mensch
- BIMM – Beirat für interkulturelle Mitwirkung und Mitbestimmung
- BIMM – Beirat für Integration von Menschen mit Migrationsgeschichte
- Beirat für Vielfalt und Teilhabe
- Integrationsbeiräte Hannover
Meinetwegen kann Integration durch Teilhabe ersetzt werden. Aktuell habe ich andere Schwerpunkte, die mich beschäftigen.
Ich bin ja kein Unmensch …
Personen die freiwillig in ein fremdes Land einreisen müssen die geltenden Regeln/Kultur akzeptieren! Vorwurfsvoll von einseitiger Integration und weil es so gut paßt von Rassismus zu sprechen ist vollkommen verkehrt und schürt nur Unzufriedenheit und sorgt für Konflikte. Aufgabe dieser Vereine sollte die Unterstützung der eingereisten Personen sein die Kultur des Landes in dem sie leben wollen zu verstehen, zu akzeptieren und mitzugestalten.
Soviel dummes Zeug ,das dafür noch Geld vorhanden ist .es gibt doch schon einen Namen.Nun ja die Gelder gehen an die falschen Adressen ….