Bisschen Ihme-Zentrum abreissen!

Bisschen Ihme-Zentrum abreissen
Bisschen Ihme-Zentrum abreissen

Ein interessanter Vorschlag wie das Ihmezentrum sich wieder in den Stadtteil Linden integrieren lässt von Tobias Fink, Jan Engelke und Lukas Fink.

Es ist ein proaktiver Beitrag für eine offene Diskussion um die Zukunft des Ihme-Zentrums, gegen die Privatisierung und Kommerzialisierung städtischen Raumes. Nachdem die Shopping-Mall im Ihmezentrum scheiterte, hat der Sockel seine Funktion verloren: Er steht seit zwanzig Jahren leer! Die vormals industrielle Umgebung hat sich zu einem Wohnviertel gewandelt, dabei hat Blumenauer Straße an Bedeutung verloren. Einzig der lange Sockelkoloss versperrt Linden den stadträumlichen Anschluss an die Ihme!

Gerade dieser Anschluß des Stadtteils an das Ihmeufer könnte einen großen Gewinn an Lebensqualität für Linden-Mitte und auch Linden-Nord bedeuten. Bisher ist der Uferbereich entlang des Ihmezentrums eine große Schmuddelecke.

Deshalb schlagen sie vor, die Blumenauer Straße in die leeren unterirdischen Parkgeschosse des Ihmezentrums zu legen und den größten Teil seines Sockels abzureissen. So entsteht ein urbaner Platz und das Ihme-Zentrum wird durch seine Fragmentierung zu einem Teil der Stadt – die endlich Zugang zum Fluss erhält. Im Gegensatz zu dem geplanten Shopping-Center, das windige Investoren zu reaktivieren planen, ist der neue Ihme-Platz ein umkommerzieller Raum, der allen Menschen zu jeder Tageszeit offensteht. Der neue Ihme-Platz ist ein politischer Ort – und ein Appell an die Stadt Hannover und ihre BewohnerInnen, das Schicksal der Stadt nicht kampflos privaten Investoren zu überlassen!

Durch diesen Rückbau werden aus einem Gebäude mehrere Gebäude. Der »Klumpen« wird in Einzelteile zerlegt, die durch den Wegfall der Blumenauer Straße morphologisch mit dem Quartier verbunden werden können. Diese neuen Verbindungsbauten können der Finanzierung des Rückbaus dienen. Da nun das Ihme-Zentrum nicht mehr mit dem durchgehenden Sockel zu einem Ganzen verbunden ist, werden zwischen den neu freistehenden Bauten öffentliche Räume auf Erdgeschoß-Niveau aufgespannt. Am Wasser entsteht ein terrassenartiger öffentlicher Stadtplatz, der in ein Gesamtgefüge von öffentlichen Räumen eingebunden ist und zu einem Scharnier zwischen den verschiedenen morphologischen Strukturen wird. Der Neue Ihme-Platz dient neben seiner Funktion als Stadtplatz der fußläufigen Verbindung zwischen dem Platz am Küchengarten und dem Schwarzen Bären.

Weitere Infos zu dem Vorschlag: Broschüre – Bisschen Ihme-Zentrum abreissen (PDF Download)

Bildnachweis: Tobias Fink, Jan Engelke und Lukas Fink

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