Heute symbolischer Spatenstich für das neue Béi Chéz Heinz

Béi Chéz Heinz Spatenstich
Philipp Wagner (Mitarbeiter, links), Jürgen Grambeck (Geschäftsführer, mitte) , Stefan Henningsen (1. Vorsitzender, rechts)
In Hannover-Limmer in der Liepmannstraße besteht seit über 20 Jahren ein sehr populärer Musikclub, das legendäre Béi Chéz Heinz, welcher jährlich ca. 70.000 Besucher vorweisen kann. Dieser Club unterscheidet sich in einem Punkt wesentlich von vielen anderen Kultureinrichtungen in Hannover. Das Heinz wurde komplett in Eigenleistung erstellt; es wird eine ordentliche Miete bezahlt (man munkelt rund 3000 € monatlich) und die Stadt hat nie Kulturfördermittel dafür locker machen müssen. Eigentlich ein Traum für jeden Kulturbeauftragten einer Stadt.

Seit Beginn nutzt das Béi Chéz Heinz Kellerräume unterhalb vom Fössebad. Dieses beliebte Schwimmbad ist in die Jahre gekommen, soll deshalb abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Der letzte bekannte Planungsstand umfasst ein neues Hallenbad mit Tribüne und 50 Meter Schwimmbecken sowie ein Freibad auf dem alten Freibadgelände. Das alte Bad soll bis zur Fertigstellung bestehen bleiben. Doch eine Planung für ein neues Béi Chéz Heinz scheint es bei der Stadtverwaltung nicht zu geben. Der Geschäftsführer Jürgen Grambeck teilte heute im Rahmen eines Pressegespräches mit, das ihm keinerlei Rückmeldung von Seiten der Stadtverwaltung zu einem neuen Béi Chéz Heinz e.V. Veranstaltungszentrum vorliegen. Sprich: nach derzeitigem Stand ist dieser nach dem Fössebad-Neubau Geschichte.

Symbolischer Spatenstich für das neue Béi Chéz Heinz

Heute startete das Béi Chéz Heinz Team eine neue Offensive. Mit Plänen für einen eigenen Neubau am Rande des Fössebadgeländes soll nun endlich eine neue Diskussion gestartet werden. Der neue Vorschlag wurde heute gleichzeitig an alle im Rat vertretenen Parteien und die Oberbürgermeisterkandidaten der bevorstehenden Wahl übermittelt.

So sehen die Pläne aus

Lageplan
1) altes Fössebad
2) geplantes Fössebad
3) Neubau Béi Chéz Heinz
Insgesamt umfasst das Fössebadgelände eine Fläche von rund 38.000 Quadratmetern. Auf einer Fläche von rund 1300 Quadratmetern, auf dem sich früher der Wasserspielplatz für Kleinkinder befand, soll ein etwa 575 Quadratmeter großer Neubau mit einer 400 Quadratmeter großen Außenfläche in einer 1,5 geschossigen Bauweise entstehen. Die dafür vorgesehene Fläche befindet sich am Rande des Grundstückes zum Westschnellweg. Damit wäre der Standort noch weiter von der nächsten Wohnbebauung entfernt als bisher. Der Wunsch des Vereins wäre, dass die Stadt dieses Grundstück für ein neues Veranstaltungszentrum in Erbpacht zur Verfügung stellt. Die Betreiber kalkulieren für den Neubau mit Baukosten von rund 1,5 Millionen Euro. Dabei ist für sie entscheidend, bereits frühzeitig mit detaillierten Bauplanungen und einer Finanzierung für den Béi Chéz Heinz Neubau beginnen zu können.

Alternativen zum Standort

Das neue Fössebad soll neben dem bisherigen Bad gebaut werden. Ursprünglich gab es die Idee, das Altgebäude für das Béi Chéz Heinz herzurichten. Jedoch musste dieser Plan aufgrund von Altlasten im Gebäude fallen gelassen werden. Als alternativen Standort im Stadtbezirk Linden / Limmer wären die Hannover Docks am Lindener Hafen oder eine Unterbringung im Freizeitheim Linden in Erwägung zu ziehen.

Diese Veranstaltungen gibt es im Béi Chéz Heinz

Ca. 150 Livemusikkonzerte mit ca. 350 regionalen, nationalen und internationalen Bands, ca. 130 Partys, ca. 40 Kleinkunstveranstaltungen, wie Zauber-Salon, Lesungen, Comedy usw. Außerdem Tischfußball-Turniere, Quizabende, Karten-Turniere, Tauschbörsen, Flohmärkte, Kreativmärkte und Klamotten-Auktionen. Darüber hinaus gibt es rund 100 Vermietungen.

Bildnachweis: Stefan Ebers, BCH

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