
Die Verwaltung hat Planungsmittel für das Demokratiezentrum im Lindener Rathaus im Haushaltsentwurf 2027/2028 eingestellt. „Ich hoffe auf Zustimmung im Rat für die starke Idee eines Demokratiezentrums in Erinnerung an Hannah Arendt“, sagte Oberbürgermeister und OB-Kandidat Belit Onay beim heutigen ersten Hannah-Arendt-Fest auf dem Lindener Marktplatz vor mehreren hundert Besucher*innen. Auch Hannover braucht gesellschaftliche Räume, in denen Menschen zusammenkommen könnten, die sich für die Demokratie und Vielfalt einsetzen würden.
Persönliche Worte

In sehr persönlichen Worten schilderte Onay seine Erfahrungen in Goslar während der sogenannten „Baseballschlägerjahre“ in den 1990ern, als neonazistische und skinhead-orientierte Gruppierungen den öffentlichen Raum in vielen Regionen dominierten. „Die Polizei hat uns damals gewarnt, dass wir Angriffen von Rechten ausgesetzt sein können.“ Damals habe die Politik die Opfer im Stich gelassen und auch heute sehe er solche Tendenzen wieder.
Starke Unterstützung
Starke Unterstützung für das Projekt eines Demokratiezentrums gab es auch vom SPD-Kandidaten Axel von der Ohe und Swantje Michaelsen (Bundestagsabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen). „Politik können wir nur gemeinsam machen. Das habe ich während meines Studiums am Schneiderberg auch durch die Auseinandersetzung mit den Schriften von Hannah Arendt gelernt“, erinnerte sich von der Ohe. Er sagte zu, die Idee des Zentrums mit voranbringen zu wollen.
Auch Kulturdezernentin Eva Bender (SPD) warb nachdrücklich um Unterstützung: „Wir brauchen Orte, an denen wir uns auf Augenhöhe austauschen können über unsere gesellschaftlichen Perspektiven und auch konfliktäre Gespräche führen. Ich danke allen Aktiven, die sich ehrenamtlich für das Demokratiezentrum einsetzen.“ Der Stadtteil Linden stehe ganz besonders für die demokratische Tradition der Stadtgesellschaft. „Hier wurde das bundesweit erste Freizeitheim gegründet“, erinnerte sie.
Rege Debatten
Rege Debatten an den Informationsständen, politische Poetry-Slam-Beiträge, Gedichte und ein Märchen von Hannah Arendt sowie ein Talk mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) prägten dieses erste Hannah-Fest. Es ist auch Rückenwind für die Initiatoren Dr. Arno Brandt und
Dr. Daniel Gardemin, die inzwischen weit über 100 Unterstützer gefunden haben. Gardemin dankte dem Stadtbezirksrat Linden‑Limmer als einem der finanziellen Förderer des Hannah-Festes.

Nachtrag: Der OB-Kandidat der CDU, Peter Karst war – später als geplant – doch beim Fest. Zu dem Zeitpunkt war die Autorin allerdings nicht mehr da.





Aus ihrem Leben:
Zitat:
“ Zu dieser Zeit bat sie (Anm.: Hanna Ahrend) ihr ehemaliger Lehrer Karl Jaspers, der in der Jury des Balzan-Preises zur Förderung von Humanität, Frieden und Brüderlichkeit unter den Völkern saß, um Empfehlungen für Preisträger*innen. Mit dem neuen und ausgesprochen ambitionierten Preis sollten „Initiativen zur Förderung von Frieden zwischen den Völkern“ ausgezeichnet werden……Zu Mandela stellte sie kurz fest, er sei ein Rechtsanwalt, „N-Wort“ (Anm. der Red.: Um rassistische Sprache nicht zu reproduzieren, haben wir dieses Zitat bewusst verändert) und stamme von „Stammeskönigen“ ab. “
Zitat Ende.
…Sie schlug ihn nicht an erster Stelle vor.
Für uns Demokrat*innen ist es alternativlos, für unsere Werte einzutreten. Wer dagegen argumentiert, betreibt das Geschäft der Demokratiefeinde. Eine Hannah-Arendt-Demokratiezentrum wäre ein außergewöhnlicher Gewinn für Linden und Hannover an einem ehrwürdigen Platz für eine solche Einrichtung und ein so wichtiges Statement. Es ist eine Einladung an alle Dialogbereiten. Überdies war es ein wunderbares Zusammenkommen so vieler toller Menschen.
Hallo Marcel (Marcel Se. ?),
wie ich schon früher geschrieben habe
halte ich dieses sogenannte „Demokratiezentrum“ eher für eine Alibi-Veranstaltung und Versorgungseinrichtung für „verdiene“ Mitglieder von SPD und Grünen!
siehe 25.01.2026
Kommt ein Hannah-Arendt-Zentrum in das ehemalige GiG?
https://punkt-linden.de/news/hannah-arendt-zentrum-ins-gig/
Aus dem Artikel „Gemeinsam Hannah-Arendt-Demokratiezentrum aufbauen“ vom 05.07.2026
https://punkt-linden.de/news/gemeinsam-hannah-arendt-demokratiezentrum-aufbauen/
Wenn ich mir da den Zeitablauf ansehe habe ich den Eindruck, dass sich besonders die Grünen noch kurz vor der Kommunalwahl als lupenreine Demokraten präsentieren wollen um vergessen zu machen wie sie Jörg-Rainer Grube von ihren Listen gemobbt haben!
* Grüne Linden-Limmer: Bezirksbürgermeister Grube nicht erneut nominiert
https://punkt-linden.de/news/gruene-grube-nicht-erneut-nominiert/
* Interview: Rainer-Jörg Grube über Grüne, Macht und Politik in Linden-Limmer
https://punkt-linden.de/news/interview-rainer-joerg-grube/
Und wenn man sich dann noch die Listen zur Kommunalwahl 2026 ansieht der / dem wird schnell klar, dass es besonders bei den Grünen Ziel ist verdiente Mitglieder bzw. schon derzeitige Mandatsträger*innen (also Ja-Sager*innen) auf der Liste zu haben um möglichst keine Überraschungen oder sogar Widerworte zu riskieren. Auf solchen gleichgeschalteten Listen hat Bezirksbürgermeister Grube leider keine Chance mehr :-(!
Wenn die politischen Entscheidungen zu Frust und Abkehr von demokratischen Parteien führen, dann braucht man natürlich ein Demokratiezentrum.
Ich wäre da eher für das Gespräch mit denen die sich nicht mehr von den Parteien mit ihren Sorgen und Nöten ausreichend vertreten fühlen, als mit denen, die eh auf der gleichen Wellenlänge sind. Wer würde das Demokratiezentrum aufsuchen? Die frustrierten Menschen, die ihr Kreuz bei der AFD machen bestimmt nicht. Also würden wieder nur ein paar politisch interessierte Menschen zusammensitzen und sich Gedanken um die gleichen Themen wie bisher machen. Wie holt man damit die AFD-Wähler ab?
Es ist schön zu sehen, dass so viele Menschen da waren und trotz Wahlkampf die Spitzen von SPD und Grünen die Idee eines Hannah-Ahrendt-Demokratiezentrums unterstützen. Ein so wichtiges Signal in dieser verrückten Zeit! Was sagen eigentlich CDU und FDP dazu?
Leider eher ein abschreckendes Beispiel von rotem und jetzt auch grünem politischen Filz und Selbstbedienungsmentalität (um nicht zu sagen Korruption).
Mit Demokratie hat das natürlich überhaupt nichts zu tun sondern ist eher Wasser auf die Mühlen der Demokratiefeinde!
Vielleicht ist das sogar ein Fall für die Kommunalaufsicht.
Das zeigt sich z.B. auch an einigen beteiligten Personen:
Swantje Michaelsen ist nicht nur Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen sondern derzeit auch eine der Vorsitzenden des Stadtverbands Hannover von Bündnis 90/Die Grünen.
Aus dem Artikel „Gemeinsam Hannah-Arendt-Demokratiezentrum aufbauen“ vom 05.07.2026
https://punkt-linden.de/news/gemeinsam-hannah-arendt-demokratiezentrum-aufbauen/
Mit Dr. Cathrin Kuhlmann ist sicherlich Dr. Cat Kuhlmann als Mitarbeiterin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der grünen Ratsfraktion Hannover gemeint.
https://gruene-hannover.de/verantwortliche_r/catrin-kuhlmann/
Mit Frank Schmitz ist sicherlich Frank Schmitz als Geschäftsführer und Referent für Personal und Organisation sowie Finanzen der grünen Ratsfraktion Hannover gemeint.
https://gruene-hannover.de/verantwortliche_r/frank-schmitz/
Fazit: Bewußte Verschleierungen von parteipolitischen Abhängigkeiten und Zugehörigkeiten.