
Das Kulturbüro Hannover arbeitet aktuell mit weiteren Fachabteilungen der Stadt an einem Konzept für kleine Kunst- und Kulturprojekte zur legalen Nutzung von Freiflächen. Erste Ergebnisse wie den Steckbrief „Zur Schwanenburg“ hat Bernd Jacobs bei einem Workshop von Zwischenraum, der Agentur für kreative Zwischenraumnutzung, vorgestellt. Der Austausch richtete sich an alle, die kleine Kunst- und Kulturprojekte umsetzen und fand auf dem PlatzProjekt an der Fössestraße statt.
Fuchsbau Festival und Nachtkultur
Ihre Erfahrungen mit Behörden und Anliegern bei der Ausrichtung von Events auf Freiflächen brachten Julia Gause vom „Fuchsbau Festival“ sowie Vertreter*innen des „Kollektiv für Freiraum“, der Bürgerstiftung Hannover (Projekt „offenes Gesangskonzert in der Eilenriede), des Kunst-, Kultur- und Musik-Festivals „snntg“, „Polymorphing“ und einer jungen Techno-Gruppe ein. Nils Donhauser von der Koordinationsstelle Nachtkultur Hannover informierte über seine Angebote und die Arbeit der bundesweiten Interessengemeinschaft Nacht Konsil. Dem Netzwerk haben sich aktuell 16 Städte angeschlossen.
Absolute Beginner Förderung


Die Junge Kultur versteht sich als Ansprechpartnerin für die 20- bis 35-jährigen Kunst- und Kulturschaffenden. Die freie Kunst- und Kulturszene übernehme mit ihren Projekt- und Off-Räumen wichtige soziale und ökonomische Funktionen in der Stadtgesellschaft. Neben Einzelberatung, Aufbau von Netzwerken wie und finanzieller Unterstützung etwa für absolute Beginner setzt Jacobs auch auf digitale Serviceangebote wie sie etwa die Stadt Leipzig bereits entwickelt hat. „In Hannover gibt es rund 15 Freiflächen, die sich für kreative Projekte eignen und 125 Stadtplätze. Mit meinen Kolleg*innen haben wir schon 10 Steckbriefe für Veranstaltende erstellt“, berichtete Peters bei dem Treffen in Linden-Mitte. Voraussichtlich ab Sommer soll eine Agentur diese in einer digitale Landkarte für Hannover einbauen. Interessierte könnten dann online prüfen, welche Flächen sich für sie eignen, wo sie Nutzungsanträge stellen können. Bis zur Freischaltung will die Stadt nach seinen Angaben mit Interessierten auf Flächen wie Am Moritzwinkel oder Zur Schwanenburg experimentieren.
Geballtes Wissen
Geballtes Wissen für Menschen, die veranstalten, bietet aktuell bereits „Zwischenraum“ an. Das Glossar reicht von A wie Antragstellung über C wie Check-Listen, G wie Genehmigung bis zu V wie Veranstaltungshaftpflicht und Z wie Zeitplanung.
Die Agentur arbeitet eng mit dem Kulturbüro zusammen und wird auch beim Umgang mit den digitalen Steckbriefen unterstützen.