
„Das Recht zu gehen und das Recht zu bleiben“ – unter diesem Motto lädt das Bündnis „Menschenrechte grenzenlos“ am 20. Juni 2026 zu einem Aktionstag in die Faust ein.
Das hannoversche Bündnis „Menschenrechte grenzenlos“ wurde im Jahr 2016 mit 32 niedersächsischen Initiativen gegründet. Das Spektrum reicht vom Kulturzentrum Faust, über Amnesty International, Initiativen aus der Flüchtlingsarbeit bis hin zu Selbstorganisationen von Migrant*innen, von denen einige wie etwa kargah e.V. in Linden beheimatet sind.
Situation von Geflüchteten ist in diesem Jahr das Thema
In der Vergangenheit gab es vom Bündnis jeweils eine Veranstaltungsreihe rund um den 10. Dezember, dem von den Vereinten Nationen 1948/1950 ausgerufenen „Tag der Menschenrechte“. Diesmal laden die Initiator*innen zu einem Aktionstag am Samstag, 20. Juni 2026, von 14 bis 18 Uhr auf den Hof des Kulturzentrums Faust in Linden-Nord ein.
Dieses Datum markiert den internationalen „Weltflüchtlingstag“. Er erinnert jedes Jahr an die vielen Millionen Menschen, die gezwungen sind ihre Heimat oft unter dramatischen Umständen zu verlassen. Er wird seit 2001 offiziell von den Vereinten Nationen am 20. Juni begangen
„In diesem Jahr haben wir uns dafür entschieden, die konkrete Situation von Menschen auf der Flucht, Bedrohungslagen und die aktuelle Situation von Geflüchteten hier in Deutschland zum Thema zu machen“ heißt es in der Einladung zum Aktionstag. „Trotz vielfältigem Engagement für eine offene Gesellschaft nimmt Rassismus im Alltag zu und das Recht auf Asyl und Schutz wird zunehmend relativiert. Die EU riegelt sich ab gegen Menschen in Not, um populistischen politischen Strömungen entgegenzukommen.“
In Zeiten sich zuspitzender globaler Krisen sei die Aufrechterhaltung der Rechte von Geflüchteten aber die letzte Grenzlinie vor Verelendung, Gewalt und Tod. „Vielen Menschen ist dabei die konkrete reale Lage von Geflüchteten nicht bewusst; es dominieren nicht selten gruppenspezifische Vorurteile über ‚Scheinasylant*innen‘ u. a. als wären Fluchtrouten ein Spazierweg. Diesen Vorurteilen und menschenfeindlichen Erzählungen wollen wir aktiv entgegentreten,“ so das Bündnis.
Initiativen stellen sich in multimedialer Weise vor
Am Aktionstag werden Initiativen, die sich für die Rechte von Flüchtlingen einsetzen, an Infopunkten ihre Arbeit und Möglichkeiten selbst aktiv zu werden, darstellen. Vor Ort sein werden Amnesty International, NTFN – das Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen, kargah e.V. – ein transkultureller Verein für Migrations- und Geflüchtetenarbeit, der Verein Janusz Korczak Humanitäre Flüchtlingshilfe e.V. und weitere.
Auf einer kleinen Bühne und auf einer Großbild-TV-Wand werden auf dem Faust-Hof Live-Interviews und Filmbeiträge zum Thema sowie Musik zu hören und zu sehen sein. Die Palästina Initiative wird für Kinder Spielangebote anbieten. Gefördert wird die Veranstaltung von der Spielfeld Gesellschaft, einer Initiative der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung.