
Im Hausboot auf Ihme oder Leine dauerhaft wohnen statt in überteuerten Mietwohnungen oder weit entfernt bei den Eltern: Für Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube ist die trendige Wohnform eine Chance für den Stadtbezirk Linden-Limmer mit seinem angespannten Wohnungsmarkt. Doch das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Mittellandkanal winkt ab: Die Flüsse in Linden-Mitte seien wegen der häufigen Hochwasser nicht geeignet für dauerhaftes Wohnen. Eine Bergung der Boote sei dann nicht möglich.
Vom Ihme-Zentrum bis zum Leinewehr

Grube hatte die Verwaltung gefragt, ob sich die schwimmenden Liegestellen zwischen Ihme-Zentrum, Wasserkraftwerk und Wasserkunst für die Nutzung durch Hotelschiffe oder Hausboote eignen und wie das Antragsverfahren laufen würde. Antworten des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Mittellandkanal sowie des Tiefbau- und Umweltamtes der Stadt liegen inzwischen vor.
Die Liegestellen befinden sich an der linken Uferseite der Ihme in Höhe des Ihme-Zentrums an beiden Uferseiten in Höhe des Heizkraftwerkes von Enercity.
- Den Anleger am rechten Leineufer in Höhe des Leinewehr nutzt die Außenstelle Lohnde der Bundesbehörde als Betriebsanleger.
- Die drei Plattformen auf der Ostseite der Ihme in Höhe des Ihme-Zentrums dienen der Stadt als Aufenthaltsmöglichkeiten, um die Gewässer direkt zu erleben und sind Teil des Hochwasserschutzes. Die Bundesbehörde hat der Stadt dort zwar eine feste Anlegestelle für ein Fahrgastschiff genehmigt, diese wurde aber nicht gebaut.
- Direkt unterhalb des Ihme-Zentrums befinden sich zwei Dauerliegestellen der „Eigentümergemeinschaft Ihme-Zentrum Hannover“ für zwei Schiffe.
- Die Enercity-Umschlagstelle für das Heizkraftwerk Linden auf der linken Uferseite hat kürzlich die Stadt übernommen. Dort soll eine dauerhafte Liegestelle für Hannovers Kulturboot „ZuKunst“.
Bergung bei Hochwasser nicht möglich

Die zuständige Bundesbehörde verweist gegenüber Punkt-Linden auf lebensbedrohliche Situationen für die Bewohnenden der Hausboote: „Der Bereich der Leine/Ihme ist nicht geeignet für das dauerhafte Liegen und Bewohnen von Hausbooten. Bei eintretenden Hochwassersituationen müssen alle Fahrzeuge den Bereich verlassen. Wenn sich Boote bei Hochwasser vom Ufer losreißen und zu Tal treiben können sie nicht geborgen werden, da der Bereich nicht mit anderen Fahrzeugen befahren werden kann“, sagt Denise Koch.
Floating Houses in Hannover
Wohnen auf dem Wasser in Floating Homes (schwimmende Häuser) – diese innovative Alternative zu überteuerten Mietwohnungen in Innenstädten kommt auch in Deutschland an: An der Flensburger Börde, im Ostseeheilbad Großenbrode und im City-Sporthafen Hamburg liegen bereits Hausboote. Am Hamburger Viktoriakai-Ufer gibt es sogar eine Siedlung mit sieben Hausbooten. In Hannover gibt es bislang nur exklusive Urlaubsunterkünfte wie das Ankerloft-Hausboot im Stadtteil Vahrenwald-List von Airbnb und vereinzelt Hausboote für die kurze Auszeit vom Alltag. Dafür hat sich etwa Gerd Runge, in Linden bekannter Architekt und stadtgesellschaftlicher Aktivist, mit seinem Hausboot in Ahlem entschieden.
Vielen Menschen wäre schon geholfen, wenn sie offiziell in Kleingärten leben dürften. Natürlich sollte diese Möglichkeit nur für finanziell benachteiligte Menschen gelten, die anders keine Wohnung bekommen und ohne Kleingarten obdachlos wären.
Es gibt Viele, die dies gerne machen würden. Andere machen es sogar, müssen aber zusätzlich eine „richtige“ Wohnung vorhalten – was für eine Verschwendung.
Eine Sanitäranlage pro Kolonie wie auf einem Campingplatz und Briefkästen am Zaun wären der vertretbare Aufwand.
Ja, die Idee teile ich auch.
Aber wer kontrolliert das und wie werden die Lauben dann ausgebaut, wenn jemand dauerhaft da wohnt.
Bei 20.000 Gärten in Hannover nicht möglich.
Ich habe Gärten gesehen, die waren wie eine kleine Villa auf 2 Etagen ausgebaut 🙁
Das geht nun mal garnicht.
Man bedenke, das so ein Garten im Jahr mit Strom und Wasser ca. 1200€ kostet, wenn derjenige dort wohnt.
Und wo waschen sich die Leute ?
Und wo gehen diese Personen auf Toilette ?
Spülklos und Sickergruben sind mittlerweile verboten 🙂
sorry, wenn das Ganze nicht immer mehr ausgenutzt werden würde, ist da nix schlimmes dran ….
Vor 30 Jahren gab es in Hannover eine Kolonie mit dauerhaftem Wohnrecht, ob das Wohnrecht noch heute besteht weiß ich nicht. Ich meine diese war in Vahrenwald.
Die Kontrolle erfolgt schon jetzt über die Kolonie selbst, ohne 1. Wohnsitz gibt es keinen Garten. Wer in Zukunft dauerhaft im Garten leben möchte, muss dann eben seine finanzielle Situation glaubhaft nachweisen oder es ist nur möglich mit Zuweisung vom Wohnungsamt einen Garten zugewiesen zu bekommen.
Ausbau: Die Menschen leben heute schon in Bauwagen und Tiny-Houses, da bieten Steinlauben nicht weniger Komfort.
Tägliche Hygiene: Nur Gärten mit fließend Wasser dürfen dann zum dauerhaften Wohnen genutzt werden. Im Winter kann man Wasserkanister oder umliegende Schwimmbäder nutzen.
Toilette: Wo gehen die ganzen Laubenbesitzer denn bisher auf die Toilette? Es gibt doch noch Campingtoiletten und die Vereinsheime haben Spültoiletten. Zukünftig könnte man auch Gemeinschaftsanlagen wie auf Campingplätzen bauen.
Im Kampf gegen Obdachlosigkeit sehe ich kleine Gartenparzellen auch als Lösung. Diese sollten dann jedoch lieber neu angelegt werden, damit es keinen Konflikt mit anderen Pächtern gibt.
Der Lindener Hafen wird schon seit Langem nur noch von ein bis zwei Frachtschiffen pro Woche genutzt. Da wäre reichlich Platz, um Hausboote liegen zu lassen und Hochwasser gibt es dort nicht.
Um diese Anfrage und die entsprechende Antwort geht es:
Liegeplätze für Haus- oder Hotelboote auf Ihme & Leineabstiegskanal
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/DS/15-0777-2026
Drucksache Nr. 15-0777/2026 F1:
Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Liegeplätze für Haus- oder Hotelboote auf Ihme & Leineabstiegskanal
Sitzung des Stadtbezirksrates Linden-Limmer am 29.04.2026
TOP 6.6.1.
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/DS/15-0777-2026F1
Da die Anfrage auch direkt Bezug auf den Anleger der ZuKunst nimmt („Auch gegenüber ist die alte Anlagestelle (früher für Tanker) am Heizkraftwerk noch vorhanden.“) hatte ich vermutet, dass es besonders auch um die Zukunft der ZuKunst geht.
Dass die Realität dann die Anfrage überholt hat ist sicherlich eine andere Geschichte.
Man sollte für dieses Hausboot “ Zukunst“ eine andere Anlegestelle finden, da es genau gegenüber einer “ Seniorenwohnanlage“ liegt.
Hier leben viele ältere Bewohner, die krank sind und ihre Ruhe brauchen. Es ist Ihnen nicht zuzumuten ständig diesen Krach zu hören. Darauf sollte man mal Rücksicht nehmen.
Auch ich finde dieses getrommele unerträglich. Finden sie bitte einen anderen Anlegeplatz.
diese Anmerkung bitte direkt (online) der zuständigen Behörde melden…😉