Kommunalwahl 2026: Kandidaten für Linden-Limmer klar

Eingangstreppe zum Tagungsort Freizeitheim Linden
Eingangstreppe zum Tagungsort Freizeitheim Linden

Am 13. September finden die Kommunalwahlen in Hannover statt – auch für den Stadtbezirk Linden-Limmer. Die Fraktionen haben ihre Kandidat*innen inzwischen benannt, darunter bekannte Akteur*innen und neue Gesichter wie die Stadtteilgruppensprecherin für Bündnis 90/Die Grünen, Dr. Regine Leo, Aram Ali für DIE LINKE oder Paula Wedemeyer vom Volt-Team Hannover. Punkt-Linden veröffentlicht die ersten zehn Kandidat*innen der Fraktionen.

Nach 45 Jahren ist Schluss

Nicht wieder antreten werden die Bezirksratsherren Ekim Bulut (FDP) sowie Ludwig (Luk) List und Dirk Machentanz. Beide hatten seit 2024 parteilos die Fraktion „Soziale Gerechtigkeit Linden-Limmer“ (SGLL) gebildet. Der 89-jährige List will nach 45 Jahren kommunalpolitischer Tätigkeit einen neuen Lebensabschnitt beginnen.

In den Listen der Parteien ist Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube nicht zu finden. Allerdings wird er nach Informationen von Punkt-Linden erneut kandidieren.

Bündnis 90/Die Grünen

  1. Dr. Regine Leo
  2. Steffen Mallast
  3. Ina Birk
  4. Lasse Schwarz
  5. Victoria Schwertmann
  6. Dr. Daniel Gardemin
  7. Evrim Camuz
  8. Martin Peter
  9. Anna Weyand
  10. Patrick Boltjes

SPD-Fraktion

  1. Katharina Gerking
  2. Volker Rohde
  3. Stefanie Weers
  4. Bernd Kabutke
  5. Julia Laube
  6. Philip Le Butt
  7. Regine Baines
  8. Matthias van der Zanden
  9. Ronja Waldhelm
  10. Cihan Schoppe

CDU-Fraktion

  1. Michael Klenke
  2. Martina Kreinhacke
  3. Cristina Thole
  4. Lina Gansefort
  5. Marcus Ziebell

FDP

  1. Julian Kamp
  2. Dejan Risteski
  3. Hartmut-Olaf Borrmann
  4. Lutz Jansen
  5. Dr. Kajetan Munsch

Die Piraten

  1. Thomas Ganskow
  2. Klaus Kuhn
  3. Bruno Adam Wolf

DIE LINKE

  1. Aram Ali
  2. Melanie Petersen
  3. Elke Reuß
  4. Rik Roggendorf
  5. Marina Mudersbach
  6. Jens Wirtjes
  7. Nathalie Flemming
  8. Andreas Quadt-Richter
  9. Esther Braun
  10. Hamid Kamrani-Mehni

Volt Hannover

  1. Paula Wedemeyer
  2. Carlos Kuhlmann
  3. Alexandra Pogorzelski
  4. Henrik Schwarz

Unbeantwortet ließ Jasmin Grobleben (Die Partei) die Anfrage von Punkt-Linden zur möglichen erneuten Kandidatur.

Der Tagungsort des Stadtbezirksrates liegt auf der Grenze zwischen Linden und Limmer
Der Tagungsort des Stadtbezirksrates liegt auf der Grenze zwischen Linden und Limmer

Zuständigkeiten des Stadtbezirksrates

Der Stadtbezirksrat Linden-Limmer hat Entscheidungs-, Anhörungs- und Initiativrechte und kann Zuwendungen an Vereine und Institutionen vergeben. Seine Mitglieder können etwa über

  • die Unterhaltung, Ausstattung und Benutzung der im Stadtbezirk gelegenen öffentlichen Einrichtungen oder
  • die Förderung von Vereinen und Verbänden entscheiden.

Das Gremium kann Anhörungen vor der Beschlussfassung des Rates durchführen

  • in Angelegenheiten der Bauleitplanung;
  • bei der Errichtung öffentlicher Einrichtungen;
  • beim Aus- oder Umbau von Straßen, Wegen und Plätzen sowie bei deren Benennung oder Umbenennung oder
  • bei der Veräußerung, Vermietung und Verpachtung von städtischem Grundvermögen.

Bildnachweis: Katharina Kümpel

16 Kommentare zu „Kommunalwahl 2026: Kandidaten für Linden-Limmer klar“

  1. Diese wehleidige Diskussion über den rausgemobbten Amtsinhaber bin ich langsam Leid. Tränendrüse. Ein Mann, der gute Arbeit gemacht hat, aber offensichtlich keine gute Nachwuchsarbeit. Man darf mit über 70 erwarten, dass man die nachfolgende Generation vorbereitet und auch mal abgeben, auch wenn es schwer fällt. Mit einer Einzelkandidatur zeigt er nur, dass er am Amt klebt. Traurig.

    Antworten
  2. Hallo, hier ist die Lösung -dauerhaft- für den Abschnitt Fußgängerzone Limmerstraße, direkt von der Verwaltung selbst: „Bus- und Stadtbahnbetrieb wird eingestellt
    werden. Die Buslinien 700 und 170 sollen ab Sommer auf neuen Routen über den Kötnerholzweg fahren, die Stadtbahnlinie 10 wird im September 2028 gesperrt. „Die Region will die Taktung der Busse verbessern und plant als längerfristigen Ersatzverkehr eine neue, direkte Buslinie bis nach Ahlem“.

    Antworten
  3. Ich freue mich das weiterhin so viele tolle Leute auf den Listen sind. Besonders mit Steffen, Evrim und Victoria habe ich schon so gute Erfahrungen gemacht. Es ist einfach klasse, wenn Kommunalpolitik funktioniert. Dankeschön.

    Antworten
  4. Ich freue mich, wenn Linden Limmer endlich eine BezirksbürgermeisterIN bekommt! Ein Amtsinhaber hat keinen Anspruch auf Wiederaufstellung, wenn er sich nicht an den innerparteilichen Entscheidungsprozessen beteiligt.

    Antworten
  5. Rainer-Jörg Grube ist bei den Grünen offensichtlich nicht mehr wohlgelitten. Die Rechtfertigung für seinen Rausschmiss klingt einfach nur peinlich.
    Ich bin gespannt, ob die Wahl zeigt, dass die Grünen hier so richtig falsch gelegen haben.

    Antworten
  6. Lieber Rainer Jörg,

    Jetzt erst recht, wir können auf dich als BB nicht verzichten.
    Wenn grüne Eliten hier übernehmen wollen gibt’s Solidarität von der Straße.
    Meine Stimme ist dir sicher.
    Siamo tutti Antifascista

    Antworten
  7. Niedersächsiches Kommunalwahlgesetz

    21(5) Der Wahlvorschlag einer Einzelperson (Einzelwahlvorschlag) darf den Namen nur einer wählbaren Bewerberin oder nur eines wählbaren Bewerbers (Einzelbewerberin oder Einzelbewerber) enthalten.

    Antworten
  8. „In den Listen der Parteien ist Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube nicht zu finden.“

    Das ist auch ganz klar, da Bündnis 90/Die Grünen Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube ja erfolgreich von ihren Listen gemobbt haben!

    Quellen:

    Interview: Rainer-Jörg Grube über Grüne, Macht und Politik in Linden-Limmer
    https://punkt-linden.de/news/interview-rainer-joerg-grube/

    Grüne Linden-Limmer: Bezirksbürgermeister Grube nicht erneut nominiert
    https://punkt-linden.de/news/gruene-grube-nicht-erneut-nominiert/

    Antworten
    • In dem von dir verlinkten Interview ( https://punkt-linden.de/news/interview-rainer-joerg-grube/ ) gibt unser amtierender Bezirksbürgermeister zum Stichwort Mobilitätswende diese Antwort: „Grube: Ich halte sie in der aktuellen Umsetzung für gescheitert, solange keine guten, einfachen und bezahlbaren Alternativen existieren. Eine reine Antriebswende reicht nicht. Maßnahmen, die den Menschen den Alltag erschweren, halte ich für den falschen Ansatz.“
      Das ist deshalb fatal, weil er damit ins selbe Horn stößt wie die Politiker der SPD, die dann, wenn es darum geht konkrete Maßnahmen für eine Verkehrswende umzusetzen, zurückzucken, weil sie befürchten, die Notwendigkeit und die mit einer Verkehrswende verbundenen Chancen für alle Menschen nicht vermitteln zu können. Von einer Verkehrswende hin zu einer sanften und nachhaltigen Mobilität profitieren alle Menschen. Auf dem Weg dorthin ist mit Gegenwind zu rechnen. Gerade deshalb gilt es, dass Ziel fest im Auge zu behalten und Widerstände zu entkräften. Zumal diese Widerstände bisweilen ganz plump daher kommen. Zum Beispiel wenn gegen Anwohnerparkzonen eingewendet wird: „Ich will das nicht, dann kann ich mein Wohnmobil nicht mehr für umsonst ganzjährig am Fahrbahnrand parken.“
      Manchmal wird es richtig knifflig, und gegen notwendige Maßnahmen werden Einwände laut, denen durchaus berechtigte Befürchtungen zugrunde liegen. Oder es sieht so aus, als seien bei richtigen Entscheidungen wichtige Belange nicht berücksichtigt worden. Zum Beispiel wenn es darum geht Barrierefreiheit für die Stadtbahn auf der Limmerstraße herzustellen.
      Der Hochbahnsteigbau ist nicht die Katastrophe für Linden Nord, die einige im ureigenen politischen Interesse an die Wand malen, ohne Alternativen benennen zu können. Der Hochbahnsteig schafft Barrierefreiheit, und auch Linden-Mitte wird davon profitieren, auch wenn es vielen schwer fällt, sich eine lebendige Limmerstraße oder die Falkenstraße am Lindener Markt mit Hochbahnsteigen vorzustellen.
      Es ist ein ganz und gar fataler Zeitpunkt, gerade dann wenn wichtige Schritten hin zu mehr Barrierfrefreiheit im ÖPNV in Linden gemacht werden, die Verkehrswende für gescheitert zu erklären, wie Grube es in dem Interview tut. Das ist Wasser auf den Mühlen derjenigen, die behaupten, sie hätten es ja schon immer gesagt, ohne Auto ginge es einfach nicht, und die am liebsten die Gleise aus der Limmerstraße rausreißen würden und sich dort Autoverkehr mit vielen Parkplätzen wünschen.

      Grubes Nichtwieder-Antreten auf der Kandidatenliste der Grünen ist kein „Rausmobben“. Es ist ein Auseinanderdriften bei der Frage der Zuversicht, wenn es darum geht Visionen konkret werden zu lassen. Bei Ex-Kanzler Helmut Schmidt wird in diesem Zusammenhang gerne auf seinen Ausspruch verwiesen: „Wer Visionen hat, der sollte zum Arzt gehen.“ Für notwendige Veränderungen, und dazu gehört auch eine Verkehrswende, sind Visionen unabdingbar. Eine Verkehrswende erstickt im Keim, wenn alles so bleiben soll, wie es ist. Das hat übrigens im selben Interview auch Rainer Grube selbst gesagt: „Eine reine Antriebswende reicht nicht.“ Aber leider macht Grube den Eindruck als hielte er bereits das für eine Zumutung.

      Antworten
      • Ich habe kein politisches Interesse, weil ich keiner Partei angehöre und halte den Hochbahnsteigbau in Linden-Nord dennoch für eine Katastrophe. Die Hochbahnsteige entstehen nicht über Nacht, sondern über einen Zeitraum von mindestens 5 Jahren mit fatalen Folgen für den sonstigen Verkehr und die Lebensqualität sowie den immensen Kosten. Und das 10 Jahre zu spät, denn bekanntlich sollte die gesetzlich vorgeschriebene Barrierefreiheit im ÖPNV (PBefG) bereits am 1. Januar 2022 abgeschlossen sein. Barrierefreiheit ist gut, aber nicht das Nonplusultra in unserer Gesellschaft, vor allem dann nicht, wenn wegen Geldmangels andere Maßnahmen auf der Strecke bleiben. Zum Beispiel berichtet die HAZ heute unter dem Titel „Wie ein Dauerstreik der Üstra“ darüber, dass ein Neubaugebiet in Kirchrode seit 13 Jahren keine Busanbindung hat.

        Die Qualitäten eines Bezirksbürgermeisters danach zu bewerten, wie er sich im Einzelfall über die Mobilitätswende äußert, ist zu kurz gegriffen, denn darauf hat er nur einen geringen Einfluss. Die Aufgaben eines Bezirksbürgermeisters sind vielfältig. Meines Erachtens hat Rainer-Jörg Grube diese in seiner Amtszeit vorbildlich gemeistert.

        Antworten
        • Es ist wirklich erschreckend, dass andernorts die gesetzlich vorgeschriebene Barrierefreiheit noch länger auf sich warten lässt als in der Limmerstraße. Dazu muss ich gar nicht erst nach Kirchrode schauen, in Linden Mitte werden noch später als in der Limmerstraße Hochbahnsteige gebaut.
          Und da du den Linienbusverkehr ansprichst: Dort wird es voraussichtlich noch Jahrzehnte dauern, bis alle Haltestellen barrierefrei sind und es ist zu befürchten, dass Haltestellen einfach aufgehoben werden, um die Kosten für den barrierefreien Ausbau einzusparen.

          Aber noch erschreckender finde ich, den Hochbahnsteigbau in der Limmerstraße damit infrage zu stellen, dass andernorts noch weniger passiert um Barrierefreiheit herzustellen. Wolltest du drauf warten, dass auch noch die letzte Bushaltestelle in der Region Hannover barrierefrei ausgebaut ist, dann ist zu befürchten, dass einige von denen, die davon in den nächsten Jahren profitieren könnten, es nicht mehr erleben würden, stufenfrei in der Fußgängerzone Limmerstraße in die Stadtbahn zu steigen.

          Antworten
          • Deinen Traum, in der Fußgängerzone Limmerstraße stufenfrei in die Stadtbahn zu steigen, will ich dir nicht nehmen, doch denke bitte daran, dass der lange, steinige Weg dorthin für andere ein Albtraum ist. Wie vielen bewegungseingeschränkten Personen könntest du mit dem Geld, das an dieser Stelle für eine Fehlentscheidung der Üstra ausgegeben wird, tatsächlich helfen? Und zwar sofort!

  9. Es ist schön zu sehen, dass so viele Menschen in demokratischen Parteien bereit sind, vor Ort Verantwortung zu übernehmen und mitzuwirken an Entscheidungen, die das Leben der Menschen im Stadtteil betreffen!
    Mit dem bevorstehenden barrierefreien Ausbau der Stadtbahnhaltestellen Küchengarten und Leinaustraße steht mitten in der Legislaturperiode des zukünftigen Bezirkrats eine Großbaustelle bevor, die in ihrer Dimension die bisherigen Bauarbeiten für den barrierefreien Ausbau der Linie 10 übertrifft in Bezug auf die lange Phase mit Schienenersatzverkehr in Bussen und in Bezug auf die Größe der Baustelle im Herzen von Linden Nord.
    Um so wichtiger ist es, dass es dem Bezirksrat in einer guten Zusammenarbeit mit den Baustellenverantwortlichen gelingt, die Einschränkungen während der Bauphase für die Anwohner, Gewerbetreibenden und Besucher der Limmerstraße so zu gestalten, dass die Limmerstraße auch während der Baustellenphase ein attraktiver Ort ist, der gerne besucht wird.

    Antworten
    • Ja, die gute Zusammenarbeit des zukünftigen Bezirksrats mit den zuständigen Verantwoortlichen, welche den gesamten Umbau der Limmerstraße durchführt ist sehr wichtig, damit es reibungslos und schnell voran geht.
      Wichtig dabei ist das, insbesondere die Geschäfte und Anwohner so wenig wie möglich belastet werden und der Zeeitplan eingehalten wird 🙂

      Es wird danach zwar eine Barrierefreiheit der Üstra gewährleistet sein, aber die Limmerstraße wird sich dadurch auch verändern…
      Als Behinderter war die Limmerstraße schon vorher eine Herausforderung.
      Ich hoffe, das es durch die Hochbahnssteige nicht noch „enger“ wird.

      Antworten
  10. Man hat Zeit bis zu 55 Tage vor der Wahl zum einreichen der Wahlvorschläge. Das ist dann der 20.07.2026. Ist also noch fast zwei Monate Zeit.
    Die Listen müssen jetzt noch nicht fertig sein.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

16 Kommentare zu „Kommunalwahl 2026: Kandidaten für Linden-Limmer klar“

  1. Diese wehleidige Diskussion über den rausgemobbten Amtsinhaber bin ich langsam Leid. Tränendrüse. Ein Mann, der gute Arbeit gemacht hat, aber offensichtlich keine gute Nachwuchsarbeit. Man darf mit über 70 erwarten, dass man die nachfolgende Generation vorbereitet und auch mal abgeben, auch wenn es schwer fällt. Mit einer Einzelkandidatur zeigt er nur, dass er am Amt klebt. Traurig.

    Antworten
  2. Hallo, hier ist die Lösung -dauerhaft- für den Abschnitt Fußgängerzone Limmerstraße, direkt von der Verwaltung selbst: „Bus- und Stadtbahnbetrieb wird eingestellt
    werden. Die Buslinien 700 und 170 sollen ab Sommer auf neuen Routen über den Kötnerholzweg fahren, die Stadtbahnlinie 10 wird im September 2028 gesperrt. „Die Region will die Taktung der Busse verbessern und plant als längerfristigen Ersatzverkehr eine neue, direkte Buslinie bis nach Ahlem“.

    Antworten
  3. Ich freue mich das weiterhin so viele tolle Leute auf den Listen sind. Besonders mit Steffen, Evrim und Victoria habe ich schon so gute Erfahrungen gemacht. Es ist einfach klasse, wenn Kommunalpolitik funktioniert. Dankeschön.

    Antworten
  4. Ich freue mich, wenn Linden Limmer endlich eine BezirksbürgermeisterIN bekommt! Ein Amtsinhaber hat keinen Anspruch auf Wiederaufstellung, wenn er sich nicht an den innerparteilichen Entscheidungsprozessen beteiligt.

    Antworten
  5. Rainer-Jörg Grube ist bei den Grünen offensichtlich nicht mehr wohlgelitten. Die Rechtfertigung für seinen Rausschmiss klingt einfach nur peinlich.
    Ich bin gespannt, ob die Wahl zeigt, dass die Grünen hier so richtig falsch gelegen haben.

    Antworten
  6. Lieber Rainer Jörg,

    Jetzt erst recht, wir können auf dich als BB nicht verzichten.
    Wenn grüne Eliten hier übernehmen wollen gibt’s Solidarität von der Straße.
    Meine Stimme ist dir sicher.
    Siamo tutti Antifascista

    Antworten
  7. Niedersächsiches Kommunalwahlgesetz

    21(5) Der Wahlvorschlag einer Einzelperson (Einzelwahlvorschlag) darf den Namen nur einer wählbaren Bewerberin oder nur eines wählbaren Bewerbers (Einzelbewerberin oder Einzelbewerber) enthalten.

    Antworten
  8. „In den Listen der Parteien ist Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube nicht zu finden.“

    Das ist auch ganz klar, da Bündnis 90/Die Grünen Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube ja erfolgreich von ihren Listen gemobbt haben!

    Quellen:

    Interview: Rainer-Jörg Grube über Grüne, Macht und Politik in Linden-Limmer
    https://punkt-linden.de/news/interview-rainer-joerg-grube/

    Grüne Linden-Limmer: Bezirksbürgermeister Grube nicht erneut nominiert
    https://punkt-linden.de/news/gruene-grube-nicht-erneut-nominiert/

    Antworten
    • In dem von dir verlinkten Interview ( https://punkt-linden.de/news/interview-rainer-joerg-grube/ ) gibt unser amtierender Bezirksbürgermeister zum Stichwort Mobilitätswende diese Antwort: „Grube: Ich halte sie in der aktuellen Umsetzung für gescheitert, solange keine guten, einfachen und bezahlbaren Alternativen existieren. Eine reine Antriebswende reicht nicht. Maßnahmen, die den Menschen den Alltag erschweren, halte ich für den falschen Ansatz.“
      Das ist deshalb fatal, weil er damit ins selbe Horn stößt wie die Politiker der SPD, die dann, wenn es darum geht konkrete Maßnahmen für eine Verkehrswende umzusetzen, zurückzucken, weil sie befürchten, die Notwendigkeit und die mit einer Verkehrswende verbundenen Chancen für alle Menschen nicht vermitteln zu können. Von einer Verkehrswende hin zu einer sanften und nachhaltigen Mobilität profitieren alle Menschen. Auf dem Weg dorthin ist mit Gegenwind zu rechnen. Gerade deshalb gilt es, dass Ziel fest im Auge zu behalten und Widerstände zu entkräften. Zumal diese Widerstände bisweilen ganz plump daher kommen. Zum Beispiel wenn gegen Anwohnerparkzonen eingewendet wird: „Ich will das nicht, dann kann ich mein Wohnmobil nicht mehr für umsonst ganzjährig am Fahrbahnrand parken.“
      Manchmal wird es richtig knifflig, und gegen notwendige Maßnahmen werden Einwände laut, denen durchaus berechtigte Befürchtungen zugrunde liegen. Oder es sieht so aus, als seien bei richtigen Entscheidungen wichtige Belange nicht berücksichtigt worden. Zum Beispiel wenn es darum geht Barrierefreiheit für die Stadtbahn auf der Limmerstraße herzustellen.
      Der Hochbahnsteigbau ist nicht die Katastrophe für Linden Nord, die einige im ureigenen politischen Interesse an die Wand malen, ohne Alternativen benennen zu können. Der Hochbahnsteig schafft Barrierefreiheit, und auch Linden-Mitte wird davon profitieren, auch wenn es vielen schwer fällt, sich eine lebendige Limmerstraße oder die Falkenstraße am Lindener Markt mit Hochbahnsteigen vorzustellen.
      Es ist ein ganz und gar fataler Zeitpunkt, gerade dann wenn wichtige Schritten hin zu mehr Barrierfrefreiheit im ÖPNV in Linden gemacht werden, die Verkehrswende für gescheitert zu erklären, wie Grube es in dem Interview tut. Das ist Wasser auf den Mühlen derjenigen, die behaupten, sie hätten es ja schon immer gesagt, ohne Auto ginge es einfach nicht, und die am liebsten die Gleise aus der Limmerstraße rausreißen würden und sich dort Autoverkehr mit vielen Parkplätzen wünschen.

      Grubes Nichtwieder-Antreten auf der Kandidatenliste der Grünen ist kein „Rausmobben“. Es ist ein Auseinanderdriften bei der Frage der Zuversicht, wenn es darum geht Visionen konkret werden zu lassen. Bei Ex-Kanzler Helmut Schmidt wird in diesem Zusammenhang gerne auf seinen Ausspruch verwiesen: „Wer Visionen hat, der sollte zum Arzt gehen.“ Für notwendige Veränderungen, und dazu gehört auch eine Verkehrswende, sind Visionen unabdingbar. Eine Verkehrswende erstickt im Keim, wenn alles so bleiben soll, wie es ist. Das hat übrigens im selben Interview auch Rainer Grube selbst gesagt: „Eine reine Antriebswende reicht nicht.“ Aber leider macht Grube den Eindruck als hielte er bereits das für eine Zumutung.

      Antworten
      • Ich habe kein politisches Interesse, weil ich keiner Partei angehöre und halte den Hochbahnsteigbau in Linden-Nord dennoch für eine Katastrophe. Die Hochbahnsteige entstehen nicht über Nacht, sondern über einen Zeitraum von mindestens 5 Jahren mit fatalen Folgen für den sonstigen Verkehr und die Lebensqualität sowie den immensen Kosten. Und das 10 Jahre zu spät, denn bekanntlich sollte die gesetzlich vorgeschriebene Barrierefreiheit im ÖPNV (PBefG) bereits am 1. Januar 2022 abgeschlossen sein. Barrierefreiheit ist gut, aber nicht das Nonplusultra in unserer Gesellschaft, vor allem dann nicht, wenn wegen Geldmangels andere Maßnahmen auf der Strecke bleiben. Zum Beispiel berichtet die HAZ heute unter dem Titel „Wie ein Dauerstreik der Üstra“ darüber, dass ein Neubaugebiet in Kirchrode seit 13 Jahren keine Busanbindung hat.

        Die Qualitäten eines Bezirksbürgermeisters danach zu bewerten, wie er sich im Einzelfall über die Mobilitätswende äußert, ist zu kurz gegriffen, denn darauf hat er nur einen geringen Einfluss. Die Aufgaben eines Bezirksbürgermeisters sind vielfältig. Meines Erachtens hat Rainer-Jörg Grube diese in seiner Amtszeit vorbildlich gemeistert.

        Antworten
        • Es ist wirklich erschreckend, dass andernorts die gesetzlich vorgeschriebene Barrierefreiheit noch länger auf sich warten lässt als in der Limmerstraße. Dazu muss ich gar nicht erst nach Kirchrode schauen, in Linden Mitte werden noch später als in der Limmerstraße Hochbahnsteige gebaut.
          Und da du den Linienbusverkehr ansprichst: Dort wird es voraussichtlich noch Jahrzehnte dauern, bis alle Haltestellen barrierefrei sind und es ist zu befürchten, dass Haltestellen einfach aufgehoben werden, um die Kosten für den barrierefreien Ausbau einzusparen.

          Aber noch erschreckender finde ich, den Hochbahnsteigbau in der Limmerstraße damit infrage zu stellen, dass andernorts noch weniger passiert um Barrierefreiheit herzustellen. Wolltest du drauf warten, dass auch noch die letzte Bushaltestelle in der Region Hannover barrierefrei ausgebaut ist, dann ist zu befürchten, dass einige von denen, die davon in den nächsten Jahren profitieren könnten, es nicht mehr erleben würden, stufenfrei in der Fußgängerzone Limmerstraße in die Stadtbahn zu steigen.

          Antworten
          • Deinen Traum, in der Fußgängerzone Limmerstraße stufenfrei in die Stadtbahn zu steigen, will ich dir nicht nehmen, doch denke bitte daran, dass der lange, steinige Weg dorthin für andere ein Albtraum ist. Wie vielen bewegungseingeschränkten Personen könntest du mit dem Geld, das an dieser Stelle für eine Fehlentscheidung der Üstra ausgegeben wird, tatsächlich helfen? Und zwar sofort!

  9. Es ist schön zu sehen, dass so viele Menschen in demokratischen Parteien bereit sind, vor Ort Verantwortung zu übernehmen und mitzuwirken an Entscheidungen, die das Leben der Menschen im Stadtteil betreffen!
    Mit dem bevorstehenden barrierefreien Ausbau der Stadtbahnhaltestellen Küchengarten und Leinaustraße steht mitten in der Legislaturperiode des zukünftigen Bezirkrats eine Großbaustelle bevor, die in ihrer Dimension die bisherigen Bauarbeiten für den barrierefreien Ausbau der Linie 10 übertrifft in Bezug auf die lange Phase mit Schienenersatzverkehr in Bussen und in Bezug auf die Größe der Baustelle im Herzen von Linden Nord.
    Um so wichtiger ist es, dass es dem Bezirksrat in einer guten Zusammenarbeit mit den Baustellenverantwortlichen gelingt, die Einschränkungen während der Bauphase für die Anwohner, Gewerbetreibenden und Besucher der Limmerstraße so zu gestalten, dass die Limmerstraße auch während der Baustellenphase ein attraktiver Ort ist, der gerne besucht wird.

    Antworten
    • Ja, die gute Zusammenarbeit des zukünftigen Bezirksrats mit den zuständigen Verantwoortlichen, welche den gesamten Umbau der Limmerstraße durchführt ist sehr wichtig, damit es reibungslos und schnell voran geht.
      Wichtig dabei ist das, insbesondere die Geschäfte und Anwohner so wenig wie möglich belastet werden und der Zeeitplan eingehalten wird 🙂

      Es wird danach zwar eine Barrierefreiheit der Üstra gewährleistet sein, aber die Limmerstraße wird sich dadurch auch verändern…
      Als Behinderter war die Limmerstraße schon vorher eine Herausforderung.
      Ich hoffe, das es durch die Hochbahnssteige nicht noch „enger“ wird.

      Antworten
  10. Man hat Zeit bis zu 55 Tage vor der Wahl zum einreichen der Wahlvorschläge. Das ist dann der 20.07.2026. Ist also noch fast zwei Monate Zeit.
    Die Listen müssen jetzt noch nicht fertig sein.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar