Wie Feuerwehrsprecher Benjamin Pawlak mitteilte, ereignete sich der Unfall kurz vor 12 Uhr. In der stadteinwärts fahrenden Stadtbahn der Linie 13, einem grünen TW6000-Wagen, befanden sich rund 20 Fahrgäste. Nach ersten Erkenntnissen sprang die Bahn offenbar aufgrund eines Weichenproblems aus den Schienen und kollidierte anschließend seitlich mit einer entgegenkommenden Stadtbahn der Linie 3 in Richtung Wettbergen. Bei dem zweiten Fahrzeug handelte es sich um einen sogenannten Silberpfeil der Baureihe TW2000.
Beide Stadtbahnen entgleisten bei dem Zusammenstoß. Dabei wurden Teile des stadtauswärtsführenden Hochbahnsteigs Allerweg beschädigt. Zudem hinterließen die entgleisten Fahrzeuge tiefe Furchen im Asphalt neben den Schienen. An beiden Bahnen entstanden deutliche Schleifspuren und nach ersten Schätzungen laut Üstra-Sprecher Heiko Rehberg Sachschaden im hohen sechsstelligen Bereich. Weitere Fahrzeuge waren an dem Unfall nicht beteiligt.
Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst
Wegen der Vielzahl an Verletzten wurde Alarmstufe „Massenanfall von Verletzten“ ausgelöst. Feuerwehr und Rettungsdienst rückten mit einem Großaufgebot an. Neben zahlreichen Rettungswagen, Notärzten war auch der Großraumrettungswagen der Feuerwehr im Einsatz, um die Verletzten direkt vor Ort medizinisch zu versorgen.
Der Verkehrsunfalldienst der Polizei hat die Ermittlungen zur Ursache des Zusammenstoßes aufgenommen. Ob tatsächlich eine technische Störung an einer Weiche den Unfall ausgelöst hat, ist derzeit noch Gegenstand der Untersuchungen.
Mehrere Stadtbahnlinien betroffen
Von der Streckensperrung betroffen sind die Stadtbahnlinien 3, 7, 13 und 17. Für die Linien 3, 7 und 13 wurde ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Die Linie 17 ist von der Ersatzregelung ausgenommen.
Auch der Straßenverkehr war zeitweise massiv eingeschränkt. Die Kreuzung Ritter-Brüning-Straße, Auestraße und Lavesallee war zunächst komplett gesperrt. Seit 13:15 Uhr ist die stadtauswärtsführende Ritter-Brüning-Straße wieder befahrbar.
Die Bergung der beiden entgleisten Stadtbahnen wird voraussichtlich bis in die Abendstunden andauern. Erst nach Abschluss der polizeilichen Untersuchungen kann die Üstra mit einem Spezialkran die Fahrzeuge wieder aufgleisen und abtransportieren.





