Linden-Limmer erhält queere Ampeln

Künftige queere Ampel Limmerstraße Kötnerholzweg
Künftige queere Ampel Limmerstraße/Kötnerholzweg

Im Stadtbezirk Linden-Limmer werden künftig mehrere Fußgängerampeln mit Motiven gleich- und verschiedengeschlechtlicher Paare ausgestattet. Einen entsprechenden Antrag hatte der Stadtbezirksrat am 27. August 2025 beschlossen. Eingebracht wurde er von Thomas Ganskow (Gruppe Linke & Piraten). Die Verwaltung wurde beauftragt, mindestens vier ausschließlich dem Fußverkehr dienende Lichtzeichenanlagen mit sogenannten Symbolmasken auszurüsten. Diese zeigen bei Grünlicht Paare – analog zu den bereits 2019 im Stadtbezirk Hannover-Mitte eingeführten Motiven.

Vorbild Innenstadt

Seit fünf Jahren sind in der Innenstadt vier Ampelanlagen mit entsprechenden Paar-Darstellungen in Betrieb. Sie waren ursprünglich im Kontext des Christopher Street Day (CSD) eingerichtet worden und blieben dauerhaft installiert. Ziel war es, die gesellschaftliche Selbstverständlichkeit gleichgeschlechtlicher Beziehungen auch im öffentlichen Raum sichtbar zu machen.

Nach Auffassung der Antragsteller sollte dieses Signal nicht auf die Innenstadt beschränkt bleiben. „Was im Stadtbezirk Mitte recht ist, sollte auch in Linden-Limmer billig sein“, heißt es in der Begründung.

Reaktion auf queerfeindliche Vorfälle

Ein weiterer Beweggrund: Im Stadtbezirk Linden-Limmer würden zunehmend queerfeindliche Aufkleber im öffentlichen Raum festgestellt. Dem solle ein sichtbares Zeichen entgegengesetzt werden – ein klares Bekenntnis zu gleichen Rechten für die LSBTIQ+-Community, und zwar nicht nur punktuell während des CSD, sondern dauerhaft im Alltagsbild des Quartiers.

Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass viele zentrale Kreuzungen – etwa am Schwarzen Bär oder am Küchengarten – kombinierte Signalgeber für Rad- und Fußverkehr nutzen. Für die geplanten Motive kommen jedoch ausschließlich reine Fußgänger-Lichtzeichen in Betracht.

Verwaltung stimmt zu – drei Anlagen betroffen

Die Stadtverwaltung hat dem Antrag zugestimmt und konkrete Standorte benannt. Die Symbolmasken für zu Fuß Gehende werden an drei Lichtsignalanlagen mit insgesamt mehreren Furten ausgetauscht. Verwendet werden vorhandene Motivmasken mit unterschiedlichen homo- und heterosexuellen Paar-Darstellungen aus dem städtischen Bestand. Dabei wird ausdrücklich darauf geachtet, dass keine Kombi-Masken für Rad- und Fußverkehr betroffen sind.

Der Austausch erfolgt an folgenden Standorten:

Damit werden insgesamt acht Furten mit den neuen Symbolen ausgestattet.

Sichtbares Bekenntnis im Straßenbild

Mit der Umsetzung reiht sich Linden-Limmer in eine wachsende Zahl von Kommunen ein, die Diversität auch im alltäglichen Stadtbild sichtbar machen. Die Motive bleiben dauerhaft installiert und sollen – unabhängig von Aktionstagen – ein kontinuierliches Signal für Akzeptanz und Gleichberechtigung setzen.

Bildnachweis: Ralf Borchardt

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