
Am Sonntag, 5. Juli 2026, wird in Linden-Nord rund um einen Häuserblock erneut das Radrennen Hannovercrit ausgetragen. Nach der Premiere im vergangenen Jahr findet die Veranstaltung damit zum zweiten Mal statt. Während die Veranstalter das Rennen als gemeinschaftliches Kiez-Event präsentieren, gibt es bereits im Vorfeld Kritik von Anwohnern und aus der Kommunalpolitik.
Straßensperrungen und Halteverbote
Für die Durchführung des Radrennens werden mehrere Straßen in Linden-Nord vollständig gesperrt. Wie Dennis Dix, Sprecher der Stadt Hannover, auf Anfrage von Punkt-Linden mitteilte, betrifft dies voraussichtlich in der Zeit von 10 bis 19 Uhr einen Teil folgender Straßen:
Zusätzlich werden entlang der Rennstrecke Halteverbote eingerichtet, die bereits ab Samstag, 4. Juli, 8 Uhr gelten sollen.
Die Veranstalter weisen in einem Informationsflyer ausdrücklich darauf hin, dass Fahrzeuge, die dort trotz Halteverbots abgestellt werden, kostenpflichtig abgeschleppt werden.
Veranstalter werben mit Kiez-Atmosphäre
In ihrem Flyer beschreiben die Organisatoren das Rennen als weit mehr als eine reine Sportveranstaltung:
„Das Hannover Crit ist mehr als ein Rennen – es ist ein Tag, an dem der Kiez zusammenkommt. Racerinnen und Racer, Nachbarinnen und Nachbarn, Familien und Freunde.“
Das sogenannte „Crit“ (Kriterium) ist ein Radrennen auf einem kurzen Rundkurs, bei dem die Teilnehmer zahlreiche Runden absolvieren und hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten erreichen.
Bezirksbürgermeister kritisiert fehlende Einbindung
Die Veranstaltung wurde lediglich in der unmittelbaren Nachbarschaft per Postwurfsendung angekündigt. Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube erklärte in der vergangenen Sitzung des Bezirksrates Linden-Limmer, dass er erst durch Beschwerden von Anwohnern von der Veranstaltung erfahren habe. Er bezeichnete es als ungewöhnlich, dass der Stadtbezirksrat über eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht informiert worden sei.
Nach seiner Einschätzung hätte sich eine alternative Streckenführung angeboten. So hätte der Rundkurs beispielsweise um den Block der St.-Benno-Kirche verlaufen können. Dadurch wäre die Zufahrt nach Linden-Nord über die Ungerstraße weiterhin möglich geblieben.
Zudem äußerte Grube grundsätzliche Kritik. Nach seiner Ansicht trage eine solche Veranstaltung zu einer zunehmenden Kommerzialisierung des Stadtteils bei. Auf der Internetseite der Veranstaltung wurden unter anderem kostenpflichtige Startplätze für die Rennen angeboten.
Veranstalter reagieren bislang nicht auf Anfragen
Auch die Redaktion von Punkt-Linden wurde nach eigenen Angaben im Vorfeld nicht über das Rennen informiert. Mehrere Anfragen an die Veranstalter blieben bislang unbeantwortet.
Anwohner berichten von Belastungen
Auch aus der Nachbarschaft wird Kritik laut. Mehrere Anwohner schildern ähnliche Erfahrungen wie bereits beim Rennen im vergangenen Jahr.
Bemängelt wird vor allem die aus ihrer Sicht unzureichende Kommunikation im Vorfeld. Viele Bewohner müssten ihre Fahrzeuge umparken oder müssten damit rechnen, dass diese abgeschleppt werden. Während des Rennens seien Straßen kaum passierbar, da die Teilnehmer mit hoher Geschwindigkeit unterwegs seien.
Ebenso berichten Anwohner von einer starken Beschallung mit Musik, belegten Gehwegen und Einschränkungen im unmittelbaren Wohnumfeld.
Ein Anwohner fasst seine Kritik so zusammen:
„Ich bin als Anwohner verärgert, schon wieder nicht mitgenommen worden zu sein. Zudem ist es kein Straßenfest für alle, sondern das Privatvergnügen einiger Fahrradhipster.“
Sportveranstaltung mit unterschiedlichen Perspektiven
Das Hannovercrit möchte den Radsport in urbaner Umgebung präsentieren und den Stadtteil als Austragungsort einbeziehen. Gleichzeitig zeigt die Diskussion im Vorfeld, dass größere Veranstaltungen im öffentlichen Straßenraum unterschiedliche Interessen berühren. Während die einen ein sportliches Ereignis mit besonderer Atmosphäre sehen, wünschen sich andere eine frühzeitigere Einbindung der Anwohnerschaft und eine Streckenführung mit geringeren Auswirkungen auf den Alltag.
Ich habe nichts gegen die Veranstaltung selbst, nur gegen die Art der Ausführung.
Wie schon im letzten Jahr wurden die Anwohner nicht informiert.
Haltverbot ab Samstag früh ist unnötig. Da hat keiner außer dem Ordnungsamt und den Abschleppern einen Finger krumm gemacht.
Sonntag 9.00h bis 18.30h hätte gereicht.
Die Anwohner hätten rechtzeitig (wenigstens 4Wochen vorher) informiert werden müssen, damit sie auch ggf planen können.
Einen Zettel an jede Haustür und ein paar Laternen zu kleben ist doch nicht zuviel verlangt.
Dann klappt das auch mit den Nachbarn!
Ich ( 66 Jahre davon 45 in Linden) habe mir die Veranstaltung angesehen.
Fand ich interessant, und hat mir gefallen.
Der Veranstalter hat natürlich den ganzen Frust über den Sauftourismus abbekommen.
Hat aber auch schwere Fehler gemacht,und die dürfen nicht nochmal passieren.
Einfach alle Beiträge mal durchlesen und in ein verbessertes Konzept einarbeiten. Wenn nichts passiert: dann Rund um OBI UND HAGEBAUMARKT.
Es ist aber nicht so, dass uns als Anwohnern irgendwie das Gefühl vermittelt würde, uns würde die Hand gereicht um gemeinsam Spaß zu haben. Es wurde ja nicht mal Bescheid gegeben, von wegen 400 Flyer. Viel mehr fühlt es sich an, als wenn wir Anwohner im Weg wären, während Menschen, die für sich bleiben, eine Runde Spaß haben. Das dabei Ärger aufkommt ist jawohl mehr als verständlich. Das hat eben so ein unangenehmes Geschmäckle.
Moin!
Mein Eindruck ist, dass die Kommentarsammlung zur Veranstaltung ein ganz außerordentlich wunderbarer und umfänglicher Fundus ist, um sämtliche potentiellen Konflikte im hippen Linden darzustellen. Das ist doch ein schöner Gedanke, dass alle, die hier schreiben, gemeinsamen an dessen Erstellung beteiligt sind;-)
Es ist echt beeindruckend, wie man sich über so belanglose Dinge aufregen kann. Ich bin auch Anwohner des gesperrten Bereichs. Auch ich habe ein Auto, welches umgeparkt werden musste. Gestern habe ich zum ersten Mal jemals Kinder auf der Straße spielen sehen hier an der Menagerie, alleine dafür war’s das wert. Ja, wir haben nicht wie behauptet Flyer bekommen, ja das ist kacke. Aber jetzt beruhigt euch mal, 1-2 Tage das Auto wo anders abstellen und hier ein farhrradrennen zu haben wird euch nicht umbringen. Wenn eurer Leben so langweilig ist, dass ihr euch so viel darüber aufregen könnt, solltet ihr dringend nach Hobbys suchen (ich habe gehört, Fahrrad fahren soll ganz toll sein).
Abgesehen davon stimme ich zu, dass Parkverbot ab 12 ausgereicht hätte, dass das Ordnungsamt um 8 Uhr auf der Matte steht ist durchaus eine Frechheit. Hat mir der Veranstaltung aber nichts zu tun.
> Abgesehen davon stimme ich zu, dass Parkverbot ab 12 ausgereicht hätte
Vielleicht äußern sich die Veranstalter mal dazu, aber ich würde dem Ordnungsamt zutrauen, dass die es waren, die das Parkverbot schon ab Samstag Morgen wollten. Denn die arbeiten nicht Sonntags und am Samstag Nachmittag wohl auch nur extrem ungern. Am Samstag Vormittag müssen die aber ran. Parkscheine in der City kontrollieren. Da kann man dann in der normalen Arbeitszeit auch in Linden-Nord abschleppen lassen 😉
Dazu kommt noch, dass Samstag Vormittag am angrenzenden Pfarrlandplatz Wochenmarkt ist und diese Parkplätze in der Zeit auch wegfallen. Halteverbot ab Sonntag früh hätte auch gereicht.
Und warum Haltverbot bis Sonntag 22h?
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Ich wohne direkt am Block beim V17 und freue mich schon seit Monaten darauf als Zuschauer teilzunehmen.
Leute können ihre PKW auch ein Wochenende woanders im öffentlichen Raum abstellen und ein Wochenende den Rädern Platz machen. Kein Mensch hat ein Recht seinen PKW immer am gleichen Ort abzustellen
Warum soll ich von Freitag auf Samstag woanders parken, wenn das Rennen am Sonntag stattfindet? Oder warum soll ich am Samstag um 7 Uhr aufstehen, um dem irren Ordnungsamt zu entkommen? Manchmal hilft gesunder Menschenverstand. Halteverbot ab Samstag 12 Uhr und Kontrollen und Abschleppen ab 14 Uhr wäre völlig ausreichend und vernünftiger. So ist es eine unnötige Belastung und Gängelung der Anwohner. Das Auftreten des Ordnungsamtes ist eine Frechheit!
Hallo,
als einer der Organisatoren möchte ich mich nun auch noch einmal zu Wort melden.
Es tut mir leid, dass die Anfrage von euch, Punkt-Linden, nicht beantwortet wurde, was sicherlich auch zu der eher negativen Sichtweise auf unser bevorstehendes Radrennen gesorgt hat. Wir machen all das neben unserer normalen Arbeit und finden leider nicht für alles Zeit, was vielleicht sinnvoll gewesen wäre. Dazu gehört natürlich auch ein Artikel wie eurer, der eine andere Art und Weise ermöglicht hätte, Anwohner zu informieren und eventuell auch mehr Verständnis zu schaffen.
Der Weg, den wir gewählt haben war, knappe 400 Anwohnerinformationsschreiben zu verteilen. Es handelt sich also wahrscheinlich um einen unglücklichen Zufall, wenn manch ein Anwohner nicht so informiert wurde, wie es sich gehört hätte und wir es auch beabsichtigt haben.
Zusätzlich haben wir versucht, den Anwohnern mit einem „Open Table“ im V17 (die im übrigen nicht Organisator sind) die Möglichkeit zu geben, Kritik zu üben und Verbesserungsvorschläge zu äußern.
Zu diesem Open Table ist im übrigen niemand erschienen.
Die Androhungen, die uns gegenüber jetzt geäußert werden, sind für uns dementsprechend überraschend.
Die Vorwürfe, wir würden dieses Rennen nur zu Kommerzzwecken organisieren, können wir gänzlich von uns weisen. Wir, als gemeinnütziger Verein, verdienen nicht an diesem Event und eine Privatperson innerhalb des Vereins schon gleich gar nicht.
Die Startgebühren, die erhoben werden, dienen lediglich zur Deckung der Kosten, die für uns entstehen.
Dies gilt für alle Rennen außer dem Kids-Race. Die Einnahmen hiervon gehen zu 100% an eine gemeinnützige Stiftung, weshalb das Rennen auch Kids4Kids genannt wird.
In einigen Kommentaren lese ich außerdem davon, dass wir als „Eindringlinge“ in Linden „unser Ding“ machen wollen. Wir, wie der Name unseres Vereins „Hannover Crit“ schon sagt, sind ein bunter Haufen aus ganz Hannover. Einige von uns kommen dementsprechend auch aus Linden oder sogar aus genau dieser Ecke. Alles in allem ist Linden für mich ein Stadtteil, in dem das Fahrradfahren gelebt wird wie in keinem anderen Stadteil Hannovers. Ob Lastenrad, Rennrad, Stadtrad oder das Laufrad der Kids, es finden sich nirgends in Hannover so viele Fahrradfahrer wie in Linden.
Abschließend möchte ich noch einmal sagen, dass bei einer Manipulation der Strecke (ob es jetzt Öl oder Nägel auf der Straße sind) Menschen gefährdet werden, die nicht einmal zum Organisationsteam gehören. Im Schlimmsten Fall – und das würde mich sehr traurig machen – trifft es sogar eins der Kinder auf der Strecke.
Wenn euch morgen etwas stört: sprecht uns an! Wir sind nicht so egoistisch, wie es vielleicht den Anschein erwecken mag. Wenn es irgendwie umsetzbar ist, kommen wir euren Wünschen gerne nach!
Zu eurem „Open Table“ (elendes Neudeutsch) kam wohl niemand, da eure Schreiben niemanden erreicht haben. (Ich bin auch Anwohner des gesperrten Bereiches.)
Und bei der Parkplatzsituation hier, werden wohl wenig Leute Verständnis für euer zeitlich großzügiges Haltverbot haben.
Wie schon vorgeschlagen: Macht euer „Rennen“ doch nächstes Mal an der Hanomag. Da stört ihr niemanden!
Fahrradrennen aus intolerantem Linden verdrängt wegen Unmut einiger, weniger Autofahrer die ihr Auto nicht mehr vor ihrer Tür Parken konnten? Ist das wirklich das Linden was wir wollen? Hier die Zeit zu nutzen sich darüber zu echauffieren nimmt mehr Zeit in Anspruch als sein Auto um zu parken!
Ich habe weder von der Planung des Rennens, noch vom Open Table irgendetwas mitbekommen. Ich habe nur durch die Halteverbotsschilder vom bevorstehenden Termin erfahren. Im V17 hing auch kein Plakat oder ähnliches!
Nicht mal auf eurer Webseite steht ein Wort zu der Veranstaltung! Also jetzt zu reklamieren, niemand, der jetzt etwas kritisiert, sei zum Open Table erschienen, ist auch ziemlich frech!
Vielen Dank das ihr diese Veranstaltung organisiert. Ich selbst lebe in der Ungerstraße und habe auch einen Flyer im Postkasten gehabt. Ich sehe kein Problem darin die Schilder zu beachten und das Auto zu parken, wo es geht. Ist halt manchmal ein paar Schritte mehr.
Ich wohne hier direkt in der Unger und bin schwer begeistert!
Es war ein mega guter Nachmittag und war ultra spannend, ich finde es klasse, sowas for free geboten zu bekommen!
Ich bin enttäuscht von den negativen Stimmen, finde es ist nicht zuviel verlangt, mal einen Tag im Jahr so eine Veranstaltung mitzumachen.
Ich habe keinen einzigen „elitären Hipster“ entdecken können, sondern nur verdammt gute RadsportlerInnen, nette NachbarInnen und Friends, Linden Nord halt!🩷
Da offenbar am Rennen nur teilnehmen darf, wer dafür bezahlt, sollte sich die Stadt Hannover diese Sondernutzung des öffentlichen Raumes auch vergüten lassen. Schließlich wird den Steuern bezahlenden BürgerInnen so der durch Steuern und Abgaben (Umlage Anlieger für Straßenbau und -sanierungen, KFZ-Steuer, etc.) finanzierte öffentliche Raum während der Veranstaltung entzogen.
Zudem sollte an einem Sonntag kein Lärm durch Lautsprecherdurchsagen und das, was manche für Musik halten, in Wahrheit aber einfach nur Lärm ist, wie Techno, zwischen 13 und 15 Uhr gestatte werden. Die Sonntagsruhe der AnwohnerInnen muss zwingend gewahrt werden.
Dazu muss es auch keine verstärkte Beteiligung der AnwohnerInnen geben. Die Stadt hat den betroffenen AnwohnerInnen eine Fürsorgepflicht und muss deren Wohl über das einer kleinen elitären Gruppe von Leuten stellen, die mit dem Rennrad mitten in einem Wohngebiet ein Rennen durchführen wollen.
Für derartige Rennen gäbe es an Sonntagen wesentlich geeignetere Plätze in Linden. Z.B. die Sonntags ungenutzten Parkplätze der Baumärkte oder des Fahrradsupermarktes auf dem ehemaligen Hanomag-Gelände. Da ist Sonntags nichts los und AnwohnerInnen würde nicht beeinträchtigt werden.
Meinst du mit der kleinen Elitären Gruppe die Menschen die sich ein Auto leisten können, die Luft verschmutzen die alle atmen und täglich den öffentlichen Raum aller mit ihren Auto besetzen? Das Fahrradrennen hat vielen Leuten viel Freude geschenkt. Das kann man über Parkende Autos wohl nicht behaupten.
Für ein Rennen am Sonntag wird Parkverbot ab Samstag 8 Uhr beschildert und das Ordnungsamt kommt mit 4 Mitarbeitern pünktlich um 8 Uhr, um maximal viele Strafzettel zu schreiben. Es ist den meisten klar, dass das Rennen am Sonntag stattfindet, und mindesten 80% der Autos werden Samstag Mittag nicht mehr dort parken. Wozu schreibt man denen um 8 Uhr Strafzettel? Die stören nichts und niemanden. Es ist offensichtlich, dass die Stadt hier die Gelegenheit nutzt, um maximale Ordnungsgelder einzutreiben und die Bürger zu schikanieren.
Wie wäre es denn, wenn das Parkverbot erst ab Samstag 12 Uhr gelten und das Ordnungsamt erst um 14 kommen würde, um die restlichen Autos abzuschleppen? Für das Rennen würde es keinen Unterschied machen, aber die Anwohner könnten am Samstag ausschlafen und dann in Ruhe ihre Autos entfernen. Und der Stadt würden hunderte Ordnungsgelder entgehen.
Für mich ist das Amtsmissbrauch. Eine Verwaltung, die sich nicht als Dienstleister auf Seiten der Bürger sieht, sondern diese bei jeder Gelegenheit gängelt und abzockt, kann weg.
Dazu kommt noch, dass Samstag Vormittag am angrenzenden Pfarrlandplatz Wochenmarkt ist und diese Parkplätze in der Zeit auch wegfallen. Halteverbot ab Sonntag früh hätte auch gereicht.
Und warum Haltverbot bis Sonntag 22h?
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Die Flyer lagen doch bestimmt im v17 aus. Wer sich da keinen abholt, kann doch auch noch meckern, nicht informiert worden zu sein!
(Ironie Ende)
Das ist die größte Schei….. die es gibt.
Wo sollen denn die ganzen geparkten Autos hin? Vielleicht vors Rathaus?
Wer so ein Kack erlaubt wohnt bestimmt nicht in Linden Nord. Ich bin hier aufgewachsen und würde wenn ich es mir erlauben könnte gerne weg aus Linden Nord.
Da hier allein schon manche Einzelhaushalte (mit einer Person) mehrere Roller und KFZ auf der Straße parken, wäre vielleicht eine Bewohnerparkzone oder verpflichtende Stellplätze / Garagen bei mehr als einem KFZ pro Person pro Haushalt eine Lösung. Sowieso stehen doch auch die großen Expeditions- und Wohnmobile und etliche Zweitfahrzeuge auch mal einige Monate des Jahres in den Straßen so rum, da ist das hier ja wohl ein deutlich kleineres übel …
Ich wohne sehr nahe am Geschehen und bin dort letztes Jahr zwangsläufig auch mal reingeraten. Mein Gedanke dazu war: So viel Aufwand für so wenig Veranstaltung. Klar: an ein paar Hotspots sitzen ein paar Leute rum und applaudieren den Ankommenden – mutmaßlich mitgebrachte Fans, Familie und Freunde der Teilnehmenden. Aber insgesamt eine eher unergiebige Veranstaltung. Sie stört mich nicht, aber einen Mehrwert für den Stadtteil kann ich darin auch nicht erkennen. Die Zielgruppe ist halt doch eher überschaubar.
Ich denke dabei mit etwas Wehmut an Veranstaltungen in Linden zurück, wo alle oder zumindest viele auf ihre Kosten gekommen sind. Zum Beispiel das legendäre Seifenkistenrennen, bei dem die Teilnehmer mit ihren fantasievoll gestalteten Fahrzeugen den Lindener Berg runtergebrettert sind. Da gab es was zu Gucken. Oder der Bierlauf an der Betlehemkirche. Sicher auch nicht für jeden von großem Interesse, aber gestört hat es auch niemenaden und Jogger mit zwei Litern Bier im Bauch sind ganz lustig anzusehen. Die Gemüseschlacht Linden vs. Nordstadt auf der Dornröschenbrücke traf wahrscheinlich auch nicht immer den Geschmack der Mehrheit, aber sie hatte einen hohen Unterhaltungswert und „Schrägheitsfaktor“, zumindest in den gut besuchten Jahren.
Soll heißen: Ich habe kein Problem damit, wenn mal temporär ein paar Straßen abgesperrt werden. Von mir aus dürfen die da gern ein paar Mal um den Block radeln. Aber ich wünschte mir mal wieder einen etwas kreativeren Anlass. Ein Radrennen nur mit Hoch- oder Einrädern könnte ich mir beispielsweise sehr amüsant vorstellen.
Grüße
Ich bin auch in Linden geboren, aufgewachsen und leben hier. Und das über ein halbes Jahrhundert, da Kommen Leute in den Stadtteil weil er cool ist und wollen dann alles verändern und versuchen einem zu erklären wie man hier mehr Spaß haben kann. Man muß auch noch Rücksicht nehmen auf die neu Zugezogenen. Wir sind früher auch unsere eigenen Radrennen durch Linden gefahren und brauchten keine gesperrten Straßen ohne geparkten Autos. Zu Linden würde es passen mit einem Bobby Car oder Kinderdreirad ein Rennen zu fahren wo jeder der möchte mit fahren kann. Linden sollte wieder das werden was es war. Ein ruhiger toleranter Stadtteil.
tolerant wäre toll!
☺️Hallo Zusammen.☺️
…. „man hier schlagen die Wellen ja ganz schön hoch“.
Ich werde mir das “ Ganze“ mal am Sonntag in Ruhe anschauen,und mir dann eine Meinung bilden.🤔
Einbindung von Nachbarn? Bekanntmachung? Wundert mich ein wenig.
Hier in der Ungerstrasse haben wir bis heute (29.06.) keine Flyer oder Infoblätter erhalten. Soviel zu „Gemeinsam“ und so… gibt schon ein komisches Geschmäckle.
Würdest du regelmäßig ins v17 gehen und nach Flyern gucken würdest, dann wüsstest du das auch.
Selber Schuld!
(Ironie Ende)
Es überrascht mich kaum, dass dieses Event in Kooperation mit dem V17 stattfindet. Das V17 steht nämlich für vieles, das in Linden seit Jahren schief läuft und die Gentrifizierung des Viertels immer stärker vorantreibt. Wenn man 5 Euro für einen Kaffee verlangt, darf man sich nicht wundern, welches Publikum man anzieht: wohlhabende Hipster in Rennradhosen. Und wenn das Kaffeegeschäft nicht mehr ausreicht, wird eben auch noch das ehemalige Bäckereigeschäft an der Ecke angemietet, um mit Kaffeeworkshops noch mehr Profit zu machen. Ähnlich verhält es sich mit diesem Event: Es dient keineswegs dazu, den Kiez zu vereinen, sondern pusht die Hipster-Rennradszene und bringt dem V17 vor allem mehr Kunden und Umsatz. Veranstaltungen im Kiez sind grundsätzlich etwas sehr Positives. Wünschenswert wäre jedoch, dass sie alle Bevölkerungsgruppen ansprechen und unabhängig vom sozialen Hintergrund offen sind. Es wäre wichtig, den Kiez zusammenzuführen, statt nur eine exklusive, wohlhabende Zielgruppe zu bedienen.
Gentrifizierung ist ein Totschlagargument, mit dem du alles schlechtreden kannst, was nicht in dein Weltbild passt. Gentrifizierung hat ganz andere Ursachen und wird nicht dadurch gefördert, dass „wohlhabende Hipster in Rennradhosen“ ihre Runden drehen. Veranstaltungen ja, aber bitte nach meinen Vorstellungen. Das ist intolerant. Der Radsport vereint Menschen unabhängig ihrer sozialen Herkunft. Auch als Schmuddelkind (frei nach Franz Josef Degenhardt) hast du die Gelegenheit, es den Hipstern zu zeigen. Schnapp dir deinen Drahtesel und mach einfach mit!
Ich sitze im Rollstuhl und bin leider nicht in der Lage Fahrrad zu fahren. Inwiefern kann ich an dieser Veranstaltung teilnehmen? Es gibt viele ältere Menschen, in diesem Viertel, die das auch nicht mehr können. Ziemlich intolerant von dir vorauszusetzen, dass jeder Mensch dazu in der Lage ist. Danke für diesen Punkt. Wie schon geschrieben handelt es sich hierbei um eine exklusive nicht um eine inklusive Veranstaltung.
Wenn du im Rollstuhl sitzt, verstehe ich erst recht nicht, warum du dich über diejenigen echauffierst, die im Vollbesitz ihrer Kräfte sind und frische Ideen haben. Die sollen sich austoben, und du kannst sie dabei anfeuern. Es ist unmöglich, allen Menschen die gleichen Bedingungen zu bieten. Aber es gehört zur Empathie, anderen Menschen die Glücksmomente zu gönnen, auch wenn man an diesen selbst nicht teilhaben kann oder will.
Mir fehlen echt die Worte. Schön, dass du uns behinderten Menschen erklärst, wie wir uns zu verhalten haben. Wie können wir es wagen auch an einer Veranstaltung im eigenen Kiez teilnehmen zu wollen. Wir gönnen den Läufern aber auch gar nichts. Junge hör dir mal selber zu.
Ich kenne Menschen, die im Rollstuhl sitzen und eine unglaubliche Lebensfreude ausstrahlen. Dazu gehört Kristina Vogel. Sie war Olympiasiegerin und mehrfache Weltmeisterin im Bahnradsport. Seit einem Trainingsunfall im Jahr 2018 ist sie querschnittsgelähmt. – Der Bewohner aus der Ungerstraße ist offenbar aus anderem Holz geschnitzt. Das nehme ich ihm nicht übel.
Wer das Schicksal von Kristina Vogel nicht kennt, kann sich auf Wikipedia sachkundig machen: https://de.wikipedia.org/wiki/Kristina_Vogel
Hallo Bewohner Ungerstrasse
Zu Ihrer Kritik möchte ich kurz Stellung nehmen.
Mein Name ist Arno Auer und ich bin einer der zwei Betreiber des Cafe V17 und der Rösterei V17.
Wir sind 2 Personen die sich mit diesem Cafe und der Rösterei in der Ungerstrasse einen Traum erfüllt haben. Wir kommen aus Arbeiter / und Sozialarbeiter background haben uns alles selbst erarbeitet und den Laden in der Hennigesstrasse komplett in Eigenarbeit renoviert und aufgebaut mit Hilfer kleiner, alternativer Handwerksbetriebe . (Und glauben sie mir aus Profit Gründen kann ich eine Gastronomie zu betreiben nicht empfehlen.)
Unser wichtigster Anspruch ist ein fairer und transparenter Handel von Kaffee und die Aufklärung darüber. (Was wir z.B. durch kostenlose! Veranstaltungen wie Vorträge von Kaffee Produzenten und Kaffee tastings betreiben)
Alle Kaffee Produzenten mit denen wir zusammenarbeiten bekommen gute faire Preise weit über fairtrade Standart.
Ausserdem haben wir einen Ort geschaffen an dem sich Menschen aller Art treffen und wohl fühlen ( eine grosse Tasse Filterkaffee kostet bei uns übrigens 2,90 €) Jeder Mensch ist bei uns herzlich willkommen.
Mit unserem Cafe schaffen wir ausserdem Arbeitsplätze für insgesamt 14 Personen und produziern alles was wir verkaufen selbst, mit Zutaten höchster Qualität.
gerne setze ich mich mit Ihnen zusammen und erzähle Ihnen mehr. Sie erreichen mich unter der email: roastery@v17.cafe
Zu dem Radrennen kann ich nur sagen, wir sind nicht die Veranstalter aber wir unterstützen diese gerne, weil wir es toll finden dass eine Gruppe junger Menschen in Zeiten in denen sich gefühlt alle nur um sich kümmern, einen neuen ( übrigens allgemeinnützigen ) Verein gründen, um anderen Menschen den tollen Sport des Rad fahrens näher zu bringen!
Und um dafür Sichtbarkeit zu erzeugen eben auch mal in einem Wohngebiet ein Radrennen zu veranstalten bei dem es übrigens Flintarennen, Lastenradrennen und Kinderrennen gibt.
Die Tradition der Fixed Gear Crit Rennen kommt aus der Fahrrad Kurier Szene was nun wirklich keine wohlhabende Zielgruppe ist 😉
Mit den besten Grüßen
A
Och wenn es nach mir ginge, könnte der ein oder andere Straßenzug ruhig autofrei bleiben.
Ich hatte auch keinen Zettel im Briefkasten das die Autos dort nun Parken. Meine Urgroßmutter ist in Linden aufgewachsen, da war das Linden noch Linden und es standen nicht in jeder Strasse Autos von Zugezogenen rum! Wir wollen wieder unser altes Linden! Ich ertrage diese Neulinge nicht die von zuhause übers Internet meckern statt den Kontakt direkt zu suchen.
Was für eine einseitige aufgeblasene Kommentierung von beiden Seiten.
Ich als Nichtbetroffener wundere mich über den Umgang bzw. Nichtumgang miteinander. Aber ist ein Synonym für die heutige Zeit; immer nur übereinander statt miteinander reden und andere Meinungen grundsätzlich ablehnen. Schade für alle, besonders die Sportler!
Habt Ihr Euch schon mal Gedanken gemacht, was wir in Linden-Nord alles mitmachen müssen? Zum Beispiel Faust mit den Veranstaltungen, dann laufen die Besoffenen durch die Straßen, kotzen alles voll, beschädigen Autos, schmeißen ihren Müll auf die Straßen und Fusswegen, das tolle Limmern, auch da wird gesoffen zum Umfallen, in die Ecken oder Hauseingängen gepinkelt, auf dem Pfarrlandplatz wird der Rasen plattgetreten, Tischtennisveranstaltungen gemacht damit man im Dunkeln gut gucken kann mit Flutlicht, von der Lautstärke ganz zu schweigen. Wenn man samstags früh mit der Bahn zur Arbeit fährt, sieht man auf der Limmerstraße die Besoffenen langlaufen bzw langrobben. Das gab es früher nicht. Ich bin dann immer froh, wenn die Bahn kommt, das ich da wegkomme …
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das jemand toll findet …
Liebe Redaktion, warum wurde mein Kommentar zu dem Radrennen Artikel nicht veröffentlicht? Beste Grüße Hedwich Schiefer
Jeder Kommentar hier wird händisch freigegeben, manchmal kann das auch einmal etwas dauern.
……. ICH MÖCHTE MICH ÜBERGEBEN…… ich lebe( mit kurzen Unterbrechungen) seit 46 Jahren in Linden …… die eben gelesenen Beiträge, gespickt mit Intoleranz und Egoismus bricht mich an . ONE WORLD ONE NATION ……… ABER NICHT IN MEINEM STADTTEIL, MEIN PARKPLATZ GEHÖRT MIR ALLEIN …… Es ist eine Schande, wie Linden sich verändert hat. Ihr seid die, die mit an dieser Veränderung beteiligt seid . Sich für einen Tag darauf einzulassen, etwas mit zu ermöglichen, wodurch ihr keinen Vorteil erzielt, was euch vielleicht auch überhaupt nicht interessiert……. IST AUCH EINFACH ZUVIEL ERWARTET, HEDWICH DIE ZUM GLÜCK NOCH ANDERE ZEITEN IN LINDEN ERLEBT HAT
ICH WÜNSCHE EUCH EINEN KLASSE RENNTAG ✊🏽
Da bin ich ganz bei dir, Hedwig. Bei uns gegenüber zwischen Bethlehemkirche und Freizeitheim wohnen auch so ein paar Zugezogene in ihren sündhaft teuren Eigentumswohnungen und haben pro Haushalt teilweise zwei KFZ und dazu noch einen Camper – oder einen SUV und noch ein gigantisches Reisemobil. Und alles soll am besten immer vor der Haustür stehen – alternativ steht dann der Porsche oder der Tesla auch häufig auf der Straßenecke, dass man mit dem Kinderwagen nicht mehr über die Straße kommt … dann doch gerne so ein Event – dann parke ich halt für den Tag ein paar Haltestellen entfernt und erfreue mich an der Sportlichkeit und Lebensfreude anderer 🙂
So viele Teilnehmende sind es dann ja auch nicht dass man nicht mehr über die Straße kommt – das klappt auch bei anderen ähnlichen Großveranstaltungen und Sportevents gleichermaßen (sei es nun Lauf-, Triathlon- oder reines Radsportevent).
ich finde, zu sagen das Event soll den „Kiez“ zusammenbringen und dann den Kiez nicht mitzunehmen in sich nicht konsistent. und es hat scheinbar auch kaum jemand mitbekommen also eher eine Veranstaltung die durch Mundpropaganda in einer bestimmten bubble kommuniziert wurde. Wäre wirklich der gemeinsame „Kiez“ das Ziel wäre die Kommunikation nach außen auch anders gewesen. Klingt für mich eher als ein vorgeschobenes Argument um die Nachbarn zu besänftigen die das im letzten Jahr schon Scheisse fanden.
Am kommenden Samstag beginnt die Tour de France 2026. In Barcelona geht es los. Während der dreiwöchigen Rundfahrt werden wieder Millionen begeisterte Zuschauer am Straßenrand stehen. Deren Autos stehen vorübergehend woanders. Der Lebensfreude tut das keinen Abbruch. Dass wir Deutsche häufig „scheiße“ drauf sind, hängt mit unserer spießbürgerlichen Mentalität zusammen. Wir echauffieren uns über Sauftouristen und werfen diese mit Veranstaltern in einen Topf, die auf andere Art und Weise unsere Straßen beleben wollen. Mein Tipp: Laissez-faire statt engstirniges pochen auf einen Stellplatz vor der Haustür.
Ich wünsche den Veranstaltern viel Erfolg!
Was es alles gibt, was ich nicht brauche.
*Aristoteles*
Ein bisschen mehr Gelassenheit, bitte
Einmal im Jahr, ein einziger Sonntag – und schon hagelt es Beschwerden. Man könnte meinen, die Veranstalter des Hannovercrit hätten dauerhaft Straßen gesperrt und den halben Stadtteil lahmgelegt. Dabei reden wir von neun Stunden, an einem Tag, den man sich im Kalender hätte vormerken können, wenn die Kommunikation denn besser gewesen wäre. Ja, die kann man kritisieren. Aber den Rest?
Was hier ein paar junge Menschen auf die Beine stellen, ist bemerkenswert. Kein städtisches Budget, keine professionelle Eventfirma im Rücken – sondern Eigeninitiative, Herzblut und offensichtlich eine Menge Organisationsaufwand. Genau das, was man sich doch eigentlich von einem lebendigen Stadtteil wünscht. Dass der Bezirksbürgermeister nicht persönlich informiert wurde, ist vielleicht ein Fauxpas – aber kein Verbrechen.
Und die „Kommerzialisierung“? Kostenpflichtige Startplätze für Sportler sind keine Abzocke, sondern schlicht notwendig, um so eine Veranstaltung zu finanzieren. Ohne Startgeld kein Rennen, ganz einfach.
Linden-Nord ist ein Viertel, das stolz auf seine Lebendigkeit ist. Straßenfeste, Demos, Kulturevents – all das bedeutet auch mal Lärm, Absperrungen und umgeparkte Autos. Das Hannovercrit ist nichts anderes. Wer das als „Privatvergnügen einiger Fahrradhipster“ abtut, übersieht, dass jede Subkultur mal mit genau dieser Skepsis bedacht wurde – bevor sie irgendwann zum geliebten Stadtteilerbe wurde.
Mehr Dialog im Vorfeld? Absolut wünschenswert. Aber etwas mehr Toleranz für Menschen, die etwas schaffen statt nur zu meckern, wäre genauso schön.
Und die „Kommerzialisierung“? Ja Marcus,dann gibt es halt kein Rennen,fertig aus.Würde ein Großteil hier nicht vermissen.Respekt hätte ich wenn Sie das völlig umsonst hinbekommen hätten.Und wenn Du etwas mit den Leuten zu tun hast ,die dieses Rennen organisieren,dann schreib es doch einfach.Und immer wieder Toleranz einzufordern,wie lange denn noch,ich glaube da werden die Leute die es betrifft auch langsam müde.
Danke Marcus! Der Artikel ist leider etwas einseitig beschrieben, weshalb deine Perspektive hier sehr passend ist. Ich kenne mich zwar in Hannover und dem Stadtteil nicht so gut aus, aber ich kann die breite Kritik auch nicht so ganz nachvollziehen.
Die Verkehrsführung ergibt schon Sinn, sodass der Verkehr sehr gut um das Rennen geführt werden kann. Falls der Stadtbezirksrat als Alternative die Velvetstraße meinte, kann ich aus Sicht eines Rennradfahrers nur sagen, dass das eine erhebliche Risikoerhöhung darstellt. Ehrlich gesagt, kann ich mir auch schwer vorstellen, dass die Stadt gar nicht informiert wurde. Straßensperrungen müssen dort genehmigt werden oder etwas nicht?! Vielleicht ist hier mehr Politik im Spiel als Fakten.
Ich finde es gut, wenn Städte das sind, was sie bisher immer waren. Belebte Orte zum Zusammenkommen. Dort ist einfach kein Platz für „Not-in-my-Backyard“. In Städte hat man auch immer dieselben Kompromisse. Lärm, Verkehr, Luftqualität, Hitze, Veranstaltungen. Demgegenüber scheint das Crit ja noch das humanste zu sein. Der Inspirationseffekt vom Auto auf das Rad umzusteigen, löst btw auch einige der Kompromisse. Crit Races finden immer in Wohngebieten oder in verlassenen Industrieparks statt. Ersteres meist mit viel Programm ums Rennen, wie eine Art Straßenfest. Als Anwohner würde ich mich darüber freuen. Als Radfahrer ebenso, wenn man nicht „Rund-um-die-Mülltonne“ fährt.
Nichtsdestotrotz: Kommunikation und Einbindung schafft Transparenz und Akzeptanz. Vielleicht gibt es dann weniger Kritik.
Ansonsten eine schöne Veranstaltung euch!
„Kiez“ war für mich immer negativ behaftet. Und die Entwicklung der letzten Jahre gibt mir recht. Linden-Nord wird seit Jahren ab- und nicht aufgewertet!
Andere Stadtteile versuchen die Situation vor Ort für die Anwohner zu verbessern. In Linden-Nord scheint der Fokus auf (Sauf-) Touristen zu liegen damit die Kasse klingelt. Warum sonst ist hier die Kioskdichte so hoch wie fast nirgendwo? Welche Personengruppen sollen in Zukunft in Linden-Nord wohnen?
Ich wünsche mir mehr Rücksichtnahme auf ältere Menschen und den Fokus auf deren Bedürfnisse, gerade auch was die Mobilität angeht.
Ich verstehe den Einwand nicht: Dieses kleine Radrennen ist doch genau das Gegenteil von dem, was Sie kritisieren. Es ist hat nichts mit Kiosken oder Sauftourismus zu tun – sondern mit Sport und Eigeninitiative von jungen Leuten für ein lebendiges Viertel. Mich nerven eher die parkenden Autos überall – wenn die mal für ein paar Stunden verschwunden sind – nice! Rücksichtnahme unbedingt – aber auch für Leute, die einen Tag im Jahr mal etwas besonderes ohne Ballermannflair aufziehen!
Vielleicht einfach mal einen Stuhl vor die Tür stellen und das Spektakel genießen – kostenlose Unterhaltung inklusive.
Personengruppen, die Partymachen und die Vermüllung der Straßen lieben.
Bestimmt nicht die Anwohner
Es ist eine Sportveranstaltung!
Alleine schon der Begriff Kiez! Was hat der mit Linden zu tun? Der wurde von außen hier hinein getragen. Und jetzt nennt sich eine Praxis für Kiefernchirurgie beispielsweise Linden Kiez, weil das so hip klingt. Grrr
Leute die so reden sagen Küchengartenplatz.
😂 Danke, den letzten Satz inklusive „Grr“ hab ich sehr gefühlt! ❤️
Jau,kann ich meinen beiden Vorschreibern nur recht geben ,diese Fixierung auf Linden geht einem schon seit längerer Zeit ganz gewaltig auf die Eier! Ob es nun wie dem Fall ein Radrennen ist oder nee Demo oder sonstwas,gefühlt immer nur in Linden.Wieso wurde das Radrennen am 1.Mai am Lindener Berg nicht unterstützt,gab es schon immer hier.Mußte wegen Geldmangel ausfallen.
So ein Hipsterschrott wird genehmigt.
Kiez, Kiez, Kiez…laaaangweilig!
Wieso können die Fahrradhipster das nicht im Vahrenwaldkiez oder im Kirchrodekiez machen?!
Diese Fixierung auf Linden ist nur noch peinlich.
Das sehe ich genau so. In Linden ballt sich alles, als könnten sich Menschen nur hier selbstverwirklichen oder frei genug fühlen. Dabei wäre es doch das coolste, wenn gerade die Peripherie auch mal etwas Action hätte. In Wülfel verfällt eine historische Radrennbahn, aber die Rennradfetischisten müssen unbedingt durch einen dicht besiedelten Wohnkiez in Linden radeln damit sie jeder sieht und weil der Milchschaum ihres dort platzierten Cafés ja auch so isotonisch ist.
Im Südstadtkiez soll es sogar einen See geben, um den man ringsrum hervorragend Radfahren kann!
Und im Linden-Süd-Kiez gäbe es riesige Sonntags ungenutzte Parkflächen vor Baumärkten und einem sehr großen Laden einer bundesweiten Handelskette für Fahrräder. Der Großmarkt für Fahrräder würde so etwas bestimmt sogar sponsern und das V17 müsste die Automaten für € 5,– Kaffee eben dort aufstellen.