
Die Schwanenburgwiese soll einen Fitnessparcours bekommen. Der Stadtbezirksrat Linden-Limmer hat entschieden, dafür Mittel aus dem städtischen Sonderprogramm zur ökologischen Aufwertung einzusetzen. Zuvor war im Bezirksrat allerdings umstritten, wohin das Geld fließen soll: Als Alternative stand die Sanierung des Spielplatzes an der Dreikreuzenstraße in Linden-Süd zur Diskussion.
Viele Entscheidungen im Stadtbezirksrat Linden-Limmer werden bereits vor einer Sitzung zwischen den Fraktionen besprochen. Wenn die öffentliche Beratung beginnt, zeichnen sich deshalb häufig schon klare Mehrheiten ab. In der letzten Sitzung des Bezirksrates in seiner bisherigen Besetzung war das bei der Verwendung der Mittel aus dem Sonderprogramm zur ökologischen Aufwertung von Schulhöfen, Spielplätzen, Stadtteilparks und Grünflächen anders.
Zur Entscheidung standen letztlich zwei sehr unterschiedliche Projekte: die Aufwertung des in die Jahre gekommenen Spielplatzes an der Dreikreuzenstraße in Linden-Süd oder ein Fitnessparcours auf der Schwanenburgwiese in Limmer.
Spielplatz Dreikreuzenstraße sollte saniert werden
SPD und SGLL hatten gemeinsam mit der Gruppe Linke & Piraten sowie der Vertreterin der Partei Die PARTEI beantragt, die zur Verfügung stehenden Mittel für den Spielplatz an der Dreikreuzenstraße einzusetzen. Als Begründung wurde dessen Zustand angeführt. Nach Angaben der Antragsteller gibt es dort unter anderem morsche und mit Grünspan überzogene Sitzgelegenheiten sowie nur eine geringe Auswahl an Spielgeräten. Mit dem Sonderprogramm sollte deshalb die Aufenthalts- und Spielqualität verbessert werden. Der Antrag war bereits im Juni in den Bezirksrat eingebracht, zunächst jedoch in die Fraktionen gezogen worden.
Idee für Fitnessparcours stammt bereits aus 2025
Die Alternative auf der Schwanenburgwiese ist ebenfalls nicht neu. Bereits im März 2025 hatte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen einen Fitnessparcours für die Grünfläche vorgeschlagen. Als Vorbild sollte die bestehende Anlage am Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg am Maschsee dienen. Bei der Planung sollten mögliche Nutzergruppen einbezogen und neben den eigentlichen Geräten auch Flächen für Übungen wie Sit-ups oder Seilspringen vorgesehen werden.
Die Stadtverwaltung begrüßte die Idee grundsätzlich. Sie wies allerdings darauf hin, dass in ihrem regulären Teilfinanzhaushalt keine Mittel für die Anlage vorhanden seien. Als Finanzierungsmöglichkeit nannte sie deshalb bereits damals das Sonderprogramm zur ökologischen Aufwertung. Für 2023 und 2024 hätten aus diesem Programm insgesamt 86.800 Euro zur Verfügung gestanden. Der Bezirksrat entschied sich seinerzeit jedoch für ein anderes Projekt: den Spielplatz Am Spielfelde/Lindener Volkspark.
Für die Jahre 2025 und 2026 stehen nach Angaben der Verwaltung jeweils 21.700 Euro und damit insgesamt 43.400 Euro zur Verfügung. Damit könne auf der Schwanenburgwiese allerdings nur ein gegenüber der Anlage am Maschsee reduziertes Angebot umgesetzt werden.
Grüne und CDU setzen sich mit Änderungsantrag durch
In der aktuellen Diskussion brachten Bündnis 90/Die Grünen und CDU-Bezirksratsherr Michael Klenke schließlich einen gemeinsamen Änderungsantrag ein. Statt für den Spielplatz Dreikreuzenstraße sollten die Sondermittel für den Fitnessparcours eingesetzt werden. Für die Schwanenburgwiese führten die Antragsteller unter anderem die Lage an einer beliebten Joggingstrecke sowie die Nähe zu Spiel- und Bouleplatz, Schule, Sportverein und einer von mehreren Vereinen genutzten Turnhalle an. Ein vergleichbares kostenloses Sportangebot gebe es in der näheren Umgebung bislang nicht. Gleichzeitig soll die Wiese durch die Anlage möglichst wenig beeinträchtigt werden. Die Verwaltung soll deshalb einen Standort am Rand der Schwanenburgwiese vorschlagen. Auch eine Störung der Schwäne an der Fösse soll ausgeschlossen werden.
Knappe Entscheidung für die Schwanenburgwiese
In der Sitzung am 23. September fiel schließlich die Entscheidung. Der Änderungsantrag von Grünen und CDU erhielt neun Ja- und sechs Nein-Stimmen. Damit war die ursprünglich vorgesehene Verwendung der Gelder für den Spielplatz Dreikreuzenstraße aus dem Antrag gestrichen und durch den Fitnessparcours ersetzt.
Über den entsprechend geänderten Hauptantrag wurde anschließend nochmals abgestimmt. Dieser erhielt neun Ja- und fünf Nein-Stimmen.
Damit sollen die Sondermittel der Jahre 2025 und 2026 nun in den Fitnessparcours auf der Schwanenburgwiese fließen. Wie umfangreich die Anlage mit den verfügbaren 43.400 Euro tatsächlich werden kann und an welcher Stelle der Wiese sie entstehen soll, muss die weitere Planung zeigen.
Fest steht bereits: Der ursprünglich als Vorbild genannte Fitnessparcours am Maschsee lässt sich mit dem verfügbaren Budget nicht in gleicher Größenordnung nachbauen.
Ich finde es super, das die Möglichkeit kostenlos Sport unter freiem Himmel zu treiben, ermöglicht wird. Nicht jeder kann oder möchte in einem Sportverein eintreten. In der alternden Bevölkerung begrüßen ich jede Möglichkeit für Treffen auch der älteren Generation.
moin moin zusammen.
Ich finde es sehr gut, aber, Bitte so wie am Maschsee!!!….., endlich mal ein „“Spiel-Platz „“….., für uns….!!
Sport, draußen und noch am Fluss, ein Traum.. , traumhaft.. , und Leute…., nicht immer meckern…, besser „“Sport „“…., als noch einen Kiosk, Nagelstudio,…Wohnklötze etc….., happy Weekend Euch…, peace and love….ole
Fest steht bereits: Der ursprünglich als Vorbild genannte Fitnessparcours am Maschsee lässt sich mit dem verfügbaren Budget nicht in gleicher Größenordnung nachbauen: Zitat aus Artikel
Eine „Billig-Lösung“ macht gar keinen Sinn.
Entweder RICHTIG oder garnicht.
Es sollte auch unter Kontrolle eines Vereins etc stehen.
Damit der Vandalismus in Grenzen gehalten werden kann.
Warum man das auf dieser schönen Wiese machen muss,
verstehe ich auch nicht. ???
43.400 Euro wird für eine Neuversiegelung ausgegeben. Ob es einen Fitnessp. wirklich braucht bei dem Überangebot an Sportvereinen und Studios in Linden. Nur saniert wird nicht und so spielen die Kids weiter auf den Gammelteilen die echt mal erneuert werden müssen. (Bis irgendwann mal der TÜV kommt und die Anlage für die Kids dicht macht)
Wer ist nur wieder auf solch eine Idee gekommen. (Nicht welche Partei)
Man kann das Geld auch sinnvoller ausgeben
Als Vorwort wieder die Kritik an punkt-linden.de dass nicht die Originalquellen genannt werden:
Antrag Nr. 15-1328/2026:
Gemeinsamer Antrag der SPD- und SGLL-Fraktion, der Gruppe LINKE & PIRATEN und Einzelvertreterin Grobleben (DIE PARTEI): Verwendung der Mittel des Sonderprogramms zur ökologischen Aufwertung von Schulhöfen, Spielplätzen, Stadtteilparks und Grünflächen Doppelhaushalt 2025/2026
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/DS/15-1328-2026
Antrag Nr. 15-1774/2026:
Gemeinsamer Änderungsantrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Bezirksratsherrn Klenke (CDU): Verwendung der Mittel des Sonderprogramms zur ökologischen Aufwertung von Schulhöfen, Spielplätzen, Stadtteilparks und Grünflächen Doppelhaushalt 2025/2026
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/DS/15-1774-2026
Antrag Nr. 15-0056/2025:
Errichtung eines Fitnessparcours auf der Grünfläche im Bereich der Schwanenburgwiese
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/DS/15-0056-2025
Zum Inhalt:
Ich halte den Antrag der Grünen und Herrn Klenke (CDU) für eine Zweckentfremdung von Mitteln. Ob das erlaubt ist, auch wenn dieser Weg von der Verwaltung 2025 so vorgeschlagen wurde?
Und wenn es tatsächlich ein Spielplatz in Limmer verdient gehabt hat aufgewertet zu werden dann der Spielplatz an der Ecke Brunnenstraße / Wunstorfer Straße.
Leider ist das erlaubt, wie ein Antrag in Bothfeld-Vahrenheide zeigt.
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/DS/15-2374-2021S1
Auch wenn so etwas alles andere, als ökologisch ist. Und ich hinsichtlich der Förderrichtlinie mal gelernt hatte, dass ausschließlich Spiel- und Bolzplätze sowie Schulhöfe bedacht werden dürften. Man hätte mit den Geldern auch tatsächlich ökologische Projekte wie die Entsiegelung von flächen finanzieren können. Aber wie man dem Antrag von 2025 entnehmen kann, war es schon da die Idee der Grünen, lieber Fläche zu ver- als zu entsiegeln. Auch wenn das nun nur noch punktuell sein wird zur Verankerung der Geräte. Aber bei den Preisen, die die Verwaltung für derartige Instalationen bezahlt, wird sich das noch in Grenzen halten. Sollte mich jedoch nicht wundern, wenn die nächsten Mittel dann zu einer Erweiterung des Parks eingesetzt werden.
Vielleicht wartet diese Praxis auch nur auf die Überprüfung / Verhinderung durch die Kommunalaufsicht!
Schön wäre auch ein Angebot für Rollifahrer.