Neuster Sachstand zum Neubau der Dornröschenbrücke

Dornröschenbrücke Final 3
Planungsentwurf der neuen Dornröschenbrücke

Die jetzige Dornröschenbrücke wurde bereits im Juni 1959 eingeweiht. Seitdem ist sie in die Jahre gekommen und es besteht nur noch eine verminderte Tragfähigkeit. Eine Sanierung ist unwirtschaftlich, daher hat sich die Stadtverwaltung für einen Neubau an gleicher Stelle entschieden. In Kürze soll die neue Beschluss-Drucksache zur Dornröschenbrücke fertiggestellt werden. Im Rahmen der am Mittwoch stattgefundenen Sitzung des Stadtbezirksrates Linden-Limmer gab das Tiefbauamt einen Einblick in die aktuellsten Pläne.

Neubau wird größer

Nach bisherigen Planungsstand soll die neue Dornröschenbrücke 11 Meter breit werden (bisher 8 Meter). Dr. Daniel Gardemin von Bündnis 90/Die Grünen teilte noch mit, dass der Stadtentwicklungs- und Bauausschuss gerade eine nochmalige Verbreiterung der Brücke auf nun 12 Meter beschlossen hat. Dieses vor dem Hintergrund, dass die künftige Veloroute M über die Dornröschenbrücke geführt werden soll, in dem Zug wird mit deutlich mehr Radfahrern kalkuliert.

Die Verbreiterung der Brücke dient nicht nur der Vergrößerung der Verkehrsflächen für Gehende und Radfahrende. Zusätzlich soll es eine 1,4 Meter breite und 45 cm hohe Sitzgelegenheit geben. Eine in die Sitzbank integrierte Beleuchtung wird für Atmosphäre sorgen. Zusätzlich soll der Handlauf beleuchtet werden und an den jeweiligen Brückenenden wird zusätzlich reguläre Straßenbeleuchtung aufgestellt.

Insgesamt wird die neue Brücke etwa die gleiche Form wie die bisherige haben. Auf Nordstadt-Seite wird diese um 30 cm abgesenkt. Dadurch wird ein Blick von der einen zur anderen Seite möglich. Die geringere Steigung ist eine Erleichterung für Fahrradfahrende. Was bisher fehlte, waren Müllbehälter, davon sollen künftig mehrere am Anfang, in der Mitte und am Ende zur Verfügung stehen.

Baukostenverdoppelung

Aufgrund der derzeitig allgemeinen Baukostenentwicklung gibt es eine neue Kostenkalkulation. Statt der bisher veranschlagten 6 Millionen werden inzwischen 11,5 Millionen Baukosten geplant.

Einschränkungen während der Bauzeit

Die neue Brücke wird zunächst neben der bestehen Brücke errichtet. Im Anschluss erfolgt der Abriss des alten Bauwerks und die neu gebaute wird per Querverschub an die bisherige Stelle manövriert. Während der Bauzeit muss der Fuß- und Radweg am Flussufer der Leine für 18 Monate gesperrt werden. Der Weg über die Brücke soll bis auf einen Zeitraum von 3 Monaten freibleiben.

Bauplanung:

  • Veröffentlichung der Ausschreibung im April 2023
  • Vergabe der Bauleistung im Juni 2023
  • Werkplanung und Baubeginn im Werk im Juli 2023
  • Baubeginn vor Ort nach den Baumfällungen Anfang Oktober 2023
  • Bauende nach 18 Monaten Bauzeit Anfang 2025

Bauablauf:

  • Bauphase 1: Die Herstellung der neuen Brücke in Seitenlage wird etwa 11 Monate in Anspruch nehmen
  • Bauphase 2: Rückbau der Bestandsbrücke in ca. 1,5 Monaten
  • Bauphase 3: Herstellung der neuen Brückengründung und Vorbereitung der Anschlussbereiche in ca. 3 Monaten
  • Bauphase 4: Querverschub des neuen Bauwerks in Endlage, ca. 1-1,5 Monate
  • Bauphase 5: Rückbau der Baustelle, ca. 1 Monat. Der Verkehr kann auf der neuen Dornröschenbrücke freigegeben werden. Nach Abschluss dieser Bauphase werden die parallelen Wege an der Leine wieder freigegeben.

Ab 2025: Weiterentwicklung vom Uferbereich, Brackebuschgarten und Erweiterung der Justus-Garten-Brücke.

Bildnachweis: MKP GmbH + Nu Architecture & Ingenierie