
Interimsschule für mehrere Standorte

Die neue Schule ist als Interimslösung gedacht: Während bestehende Schulgebäude im Stadtgebiet saniert werden, dient der Standort als temporäres Ausweichquartier für mehrere Jahre. Dafür hat die Stadt Hannover die Gebäude langfristig angemietet.
Vom Industrie- zum Bildungsstandort
Die Gebäude auf dem Hanomag-Areal blicken auf eine bewegte Geschichte zurück. Ursprünglich als Fabrikgebäude der Hanomag genutzt, wurden sie 2013 zu modernen Verwaltungsflächen mit rund 5.600 Quadratmetern umgebaut. Bis zuletzt war dort ein Callcenter der Telekom untergebracht.
Mit der erteilten Baugenehmigung im November 2025 begannen bereits erste vorbereitende Abrissarbeiten. Nun folgt die umfassende Transformation: Insgesamt rund 10.700 Quadratmeter werden zu Schulflächen umgestaltet.
Anspruchsvolle Umnutzung im Bestand

„Die Umnutzung von Bestandsgebäuden zu Schulflächen erfordert eine enge Abstimmung mit allen Beteiligten und ist in der Planung und Umsetzung sehr anspruchsvoll“, erklärt Frank Kindermann, Managing Director der HIH Projektentwicklung.
Die Baumaßnahmen umfassen nicht nur die Anpassung der Grundrisse an schulische Anforderungen. Auch der bisherige Parkplatz im Innenhof wird vollständig umgebaut und in einen attraktiven Schulhof verwandelt.
Verwaltung unter einem Dach
Neben der schulischen Nutzung entsteht auf dem Areal auch ein neuer Verwaltungsstandort: Anfang 2027 soll der gesamte Fachbereich Schule der Stadt Hannover gebündelt werden. Damit werden erstmals zentrale Verwaltungsfunktionen an einem Ort zusammengeführt.
So ganz durchdacht scheint mir die Lösung an dem Standort nicht zu sein:
– kein direkter Straßenbahnanschluß
– nur eine direkte Buslinie (300er), die zu Stoßzeiten für Schüler als auch für die Nachbarschaft kaum benutzbar sein wird
– Wegfall der ehemaligen Hauptein- und Durchfahrt für Anwohner (Schulhof)
Ich sehe nur Nachteile für alle Beteiligten.
Welche Anwohner sollen das denn sein, die die Durchfahrt bisher sinnvoll genutzt haben?
Als Ersatz für die IGS Linden macht der Standort Sinn, aber nicht für das Gymnasium Bemerode.
Für das Gymnasium könnte man einen Tausch mit einer Berufsschule in Kleefeld (Alice-Salomon) oder Umgebung in Betracht ziehen, deren Schüler/innen dann für diese Zeit auf den geplanten Standort ausweichen könnten.
Selbst wenn die Berufsschule für den normalen Unterricht geeignet sein solle, so hätte die Verwaltung dann aber doppelten Aufwand um zwei anstelle von einer Schulen zu verlegen. Das heißt kosten die nicht die die reine Miete betreffen steigen um das doppelte und es wären deutlich mehr Lehrer*Innen und Schüler*Innen betroffen auch wenn diese dann kürzere Wege haben könnten.
Und natürlich müsste man auch alles was die Berufsschule benötigt in die Hanomag verbringen und später dann wieder zurück.
Die Berufsschule könnte auch dauerhaft am ehemaligen Hanomag-Standort bleiben. Aufgrund eines erhöhten Raumbedarfs wurde vor Jahren ein Teil der A-L-S in Kleefeld nach Herrenhausen (ehemalige BBS 13) ausgelagert. Der Bedarf könnte auch weiter steigen, da es sich um eine Berufsschule für Gesundheit und Soziales handelt. Am Standort Kleefeld wurden bisher sozialpädagogische Assistenten und Erzieher in rein schulischer Form ausgebildet.
Natürlich ist das mit einem hohen Aufwand verbunden. Aber die Alternative wären 10-jährige Schüler vom Kronsberg kommend, die am Steintor in den 300er oder 500er umsteigen, um zum Deisterkreisel zu kommen. Das ist der Schulweg mit dem kürzesten Fußweg.