
Nach Abschluss der Sanierung der Leinertbrücke will die Verwaltung die beiden rechten Fahrstreifen stadtein- und stadtauswärts für den Radverkehr nutzen. Zwischen der Theodor-Krüger-Straße und dem Almstadtweg soll zudem ein Zweirichtungsradweg eingerichtet werden. Der Verwaltungsausschuss der Stadt hatte diesen Planungen im Dezember 2025 zugestimmt. Die Stadt folgt damit einem Antrag des Stadtbezirksrates Linden-Limmer aus dem Vorjahr, der auf eine Initiative der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zurückging.
Eine Fahrbahn für Pkw ausreichend
Die Stadtteilpolitiker hatten argumentiert, dass die Königsworther Straße einspurig in die Spinnereistraße münde. Deshalb sei grundsätzlich auch auf der Leinertbrücke eine Einspurigkeit für den Kraftfahrzeugverkehr ausreichend. Die Verwaltung sieht das auch so und geht sogar einen Schritt weiter: „Wie die vielen Sperrungen in diesem Bereich in den letzten Jahren gezeigt haben, ist ein Fahrstreifen je Fahrtrichtung für den Kfz-Verkehr ausreichend leistungsfähig“, teilte Stadtsprecher Dennis Dix Punkt-Linden auf Anfrage mit. Deshalb soll auch stadteinwärts ein Streifen zum Radweg werden. Dies sei sinnvoll, „wenn im Bereich des Ihme-Zentrum eine Fortführung des Zwei-Richtungsbetriebes bis zur Einmündung der Blumenauer Straße im Rahmen der Umgestaltung der Spinnereistraße in diesem Bereich möglich ist und perspektivisch ebenfalls umsetzbar wäre.“

Allerdings muss die bauliche Abtrennung des Radfahrstreifens von der Fahrbahn entfernbar sein, um etwa bei der „Sperrung einer Brückenhälfte/einer Richtungsfahrbahn für Reparaturarbeiten, Leitungsbau oder Arbeiten an den Stadtbahngleisen den motorisierten Verkehr im Gegenverkehr in beide Fahrtrichtungen auf einer Brückenhälfte aufrecht erhalten zu können.“
Radwege an der Ihme
Überzeugt ist die Verwaltung auch von dem Vorschlag, ab dem Almstadtweg einen sogenannten Zweirichtungsradweg in die Calenberger Neustadt einzurichten. Dies verbinde die Radwege auf beiden Uferseiten der Ihme sehr gut und verbessere die Verbindung nach Linden-Nord. Künftig könne „schon vor der Justus-Garten-Brücke in beide Fahrtrichtungen die Ihmeseite gewechselt werden, ohne die Spinnereistraße queren zu müssen.“