
Bei der Stichwahl um das Oberbürgermeisteramt am Sonntag, 27. September 2026, haben sich die Hannoveraner für eine weitere Amtszeit von Belit Onay entschieden. Nach Auszählung aller 478 Wahlbezirke kommt der Grünen-Politiker auf 61,5 Prozent der Stimmen. Sein Herausforderer Dr. Axel von der Ohe (SPD) erreicht 38,5 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag stadtweit bei rund 45 Prozent.
Damit fällt die Entscheidung deutlicher aus als beim ersten Wahlgang zwei Wochen zuvor. Am 13. September hatte Onay 45,6 Prozent erreicht und damit die notwendige absolute Mehrheit verfehlt. Von der Ohe war mit 21,5 Prozent als Zweitplatzierter in die Stichwahl eingezogen.
Onay erreicht in Linden-Limmer 82,2 Prozent
Noch wesentlich deutlicher als in der Gesamtstadt fällt das Ergebnis im Stadtbezirk Linden-Limmer aus. Von den gültigen Stimmen entfallen 13.039 auf Onay, was einem Anteil von 82,2 Prozent entspricht. Von der Ohe erhält 2.832 Stimmen beziehungsweise 17,8 Prozent.
Damit liegt Onays Stimmenanteil in Linden-Limmer um 20,7 Prozentpunkte über seinem Ergebnis in der gesamten Stadt.
| Gebiet | Belit Onay (GRÜNE) | Anteil | Dr. Axel von der Ohe (SPD) | Anteil |
|---|---|---|---|---|
| Hannover gesamt | 108.254 | 61,5 % | 67.701 | 38,5 % |
| Stadtbezirk Linden-Limmer | 13.039 | 82,2 % | 2.832 | 17,8 % |
| Linden-Nord | 5.246 | 85,1 % | 918 | 14,9 % |
| Linden-Mitte | 4.055 | 82,0 % | 893 | 18,0 % |
| Linden-Süd | 2.048 | 80,5 % | 496 | 19,5 % |
| Limmer | 1.690 | 76,3 % | 525 | 23,7 % |
Höchster Onay-Anteil in Linden-Nord
Auch zwischen den einzelnen Stadtteilen gibt es Unterschiede. Am deutlichsten fällt das Ergebnis in Linden-Nord aus. Dort erhält Onay 85,1 Prozent der Stimmen, von der Ohe kommt auf 14,9 Prozent.
In Linden-Mitte stimmen 82,0 Prozent für Onay, in Linden-Süd sind es 80,5 Prozent. Etwas geringer, aber weiterhin deutlich über dem gesamtstädtischen Ergebnis, ist sein Anteil in Limmer mit 76,3 Prozent. Von der Ohe erzielt dort mit 23,7 Prozent sein stärkstes Ergebnis innerhalb der vier Stadtteile.
Insgesamt zeigt die Stichwahl damit erneut deutliche Unterschiede zwischen Linden-Limmer und der Gesamtstadt. Während Onay in Hannover insgesamt knapp zwei Drittel der Stimmen erhält, stimmen im Stadtbezirk mehr als vier von fünf Wählerinnen und Wählern für den Amtsinhaber.
Onay geht in eine weitere achtjährige Amtszeit
Onay war 2019 erstmals zum Oberbürgermeister Hannovers gewählt worden. Mit dem Ergebnis der Stichwahl bleibt er für eine weitere Amtszeit an der Spitze der Landeshauptstadt. Das Amt des Oberbürgermeisters wird in Hannover für acht Jahre vergeben.
Von der Ohe bleibt als Erster Stadtrat und Stadtkämmerer weiterhin in führender Funktion in der hannoverschen Stadtverwaltung tätig.
Eva Bender wird Regionspräsidentin

Nach Auszählung aller 1.360 Wahlbezirke erreicht Bender 69,41 Prozent, Junk kommt auf 30,59 Prozent. Die Wahlbeteiligung bei der Regionspräsidentenwahl lag bei 42,08 Prozent.
Eva Bender war seit März 2024 Dezernentin für Bildung und Kultur der Landeshauptstadt Hannover.
| Kandidat/in | Partei | Stimmenanteil |
|---|---|---|
| Eva Bender | SPD | 69,41 % |
| Dr. Oliver Junk | CDU | 30,59 % |
| Wahlbeteiligung | 42,08 % |
Damit sind nach der Kommunalwahl vom 13. September nun auch die beiden noch offenen Spitzenämter in Stadt und Region entschieden. Belit Onay bleibt Oberbürgermeister der Landeshauptstadt, Eva Bender übernimmt die Regionspräsidentschaft.
Wer näher an der Innenstadt wohnt und damit von kurzen Wegen profitiert, wählt eher Die Grünen , als jemand der verkehrstechnisch angehängt ist ..
Ich bin gespannt, ob es auch für die Menschen am Stadtrand besser wird.
Belit Onay ist die richtige Wahl. Mich hat seine Amtszeit überzeugt. Wobei seine Parteizugehörigkeit eine untergeordnete Rolle spielt. Am derzeitigen Zustand der Grünen habe ich mindestens so viel auszusetzen wie das ehemalige Mitglied Hans Mönninghoff. Die SPD wundert sich indes, dass sie in ihrer einstigen Hochburg mehr und mehr an Zustimmung verliert. Ich habe Zeiten erlebt, da gab es weder die Grünen, die Linken und die AfD. Diese Parteien sind entstanden, weil sich die einstige Volkspartei SPD zu wenig den Herausforderungen der Zeit angepasst hat. Viele Genossinnen und Genossen verkörpern noch heute die Weltanschauung von Egon Franke. Zukunft gestalten? Nein danke!
Über 80% inider Grüne Stadtteil Linden haben grün gewählt.
Tolle Überschrift, denn mit der Überschrift Wahlbeteiligung lag bei unter 50 % bekommt man ja keine KLICKS.
Die Wahlbeteiligung lag bei was 45 %
Bedeutet : das 55 % nicht gewählt haben.
Das bedeutet aber auch das 55% kein Intetesse an beiden Personen hatten und nicht zufrieden sind mit ihrem Stil.
Jetzt geht es weiter mit den leeren Wahlversprechen, Veloroute wo nach kurzer Zeit die rote Farbe abgewaschen wird, Zisternendisaster, Betonwüsten in der City, Kleingartenverdrängung durch Neubau Autos raus aus der Innenstadt Kostenexpolsionen beim Neubau von Fössebad und und und und….
Ach Leute..
O nayn, jetzt doch bitte nicht weitere 8 Jahre leere Versprechungen und inkompetente Führung einer desolaten Verwaltung?! – Erst die AfD in Linden rein und Grube rausgewählt und jetzt auch noch das – wo soll das nur enden? Wirr ist das Volk
Die Kehrseite der Demokratie: Die Mehrheit der BürgerInnen kann dafür sorgen, dass es abwärts geht; das muss nicht ein Diktator alleine bestimmen.
Nur weil die eigene Position keine Mehrheit gefunden hat, ist nicht gleich „die Kehrseite der Demokratie“ aufgezeigt.
Toleranz ist eben nicht überall im ausreichenden Umfang vorhanden.
Das ist für mich das größte Problem.