Hannover hat 52. „frauenORT Hannah Arendt“

Infotafel frauenORT Hannah Arendt in Stadtbibliothek
v. l. n. r.: Dr. Barbara Hartung, Dr. Andreas Philippi, Monica Plate, Dr. Diana Häs und Mechthild Schramme-Haack

Auftakt für den neuen „FrauenOrt Hannah Arendt“ war die Stadtbibliothek Hannover.  Seit 2018 gibt es dort den „Hannah Arendt“-Leseraum, nun erinnert auch eine Tafel im Erdgeschoss an die in Linden-Mitte geborene Politiktheoretikerin. Der frauenORT entstand in Kooperation zwischen der Stadt und dem Landesfrauenrat Niedersachsen. Zum 120. Geburtsjahr von Hannah Arendt würdigen sie die Politiktheoretikerin mit dem 52. frauenORT.

Seit 2008 gibt es die Initiative frauenORTE Niedersachsen des Landesfrauenrates, mit der landesweit Stadt- und Regionalgeschichte aus dem Blick historischer Frauenpersönlichkeiten betrachtet wird. Die Stadtbibliothek ist für den Schirmherren und Sozialminister Dr. Andreas Philippi der richtige Standort, denn „die Theoretikerin, Philosophin und Publizistin lebt in ihren Büchern fort“.

Hannah-Arendt-Schüler*innen-Lehrstuhl

In Hannover erinnern zudem die Stadttafel an ihrem Geburtshaus (Lindener Marktplatz 2), der Hannah-Arendt-Platz vor dem Niedersächsischen Landtag, die Hannah-Arendt-Tage Hannover, das Hannah-Arendt-Stipendium von Kulturbüro und Literaturhaus Hannover sowie der Hannah-Arendt-Schüler*innen-Lehrstuhl des Gymnasiums Helene-Lange-Schule an die Professorin. Er wurde 2014 gegründet, um Heranwachsende zu ermutigen, ihre Gedanken, Texte und kritischen Reflexionen in die Öffentlichkeit zu tragen und sich aktiv an gesellschaftlichen Diskursen zu beteiligen. Oberbürgermeister Belit Onay ist Schirmherr des Projektes, das eng mit den Hannah Arendt Tagen der Stadt verbunden ist. So fand etwa im Oktober 2025 in der Helene-Lange-Schule eine Podiumsdiskussion unter dem Thema „Machtlose Demokratie?“ statt. Die  Schüler:innen Ezra und Linda diskutierten mit Onay und der US-amerikanischen Politologin Cathryn Clüver Ashbrook über demokratische Teilhabe, Verantwortung und Freiheit.

Und schließlich startet Stattreisen Hannover seinen Stadtrundgang Frauen, die sich trauen am Hannah-Arendt-Platz in der Altstadt.

Zukunft und Zuversicht

Am 21. August ab 17 Uhr lädt die Initiative für ein Hannah-Arendt-Demokratiezentrum im Lindener Rathaus zum ersten „Hannah-Fest“ auf dem Lindener Marktplatz ein. Dort werden unter anderem die  Poetry-Slammer:innen Antonia Josefa, Annika Blanke auftreten, die sich mit den Themen Klima, Zukunft und Zuversicht beschäftigen. Gesucht werden noch Personen, die beim Auf- und Abbau mit anfassen. Kontakt: dr.arno.brandt@mailbox.de

Bildnachweis: Katharina Kümpel, Helene Lange Schule

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