
Von 14 bis 22 Uhr lädt das Stadtteilfest „Lust auf Linden Süd“ Besucher:innen aus dem Stadtteil und ganz Hannover zu einem Tag voller Begegnungen, Kultur, Musik, Bewegung und Austausch ein. „Unter dem Motto ‚Wir leben Vielfalt‘ zeigt Linden-Süd, was den Stadtteil ausmacht“, heißt es in einer vom Verein „Deisterkiez e.V.“ verbreiteten Einladung.
„Menschen unterschiedlichster Herkunft, Generationen und Lebensweisen gestalten gemeinsam ihr Quartier. Zahlreiche Vereine, Initiativen, soziale Einrichtungen, Kulturschaffende und engagierte Nachbar:innen arbeiten für das Fest zusammen und machen sichtbar, wie lebendig und vielfältig Linden-Süd ist.“
Vielfalt, urbane Toleranz und Zukunft eines lebenswerten Stadtteils
„Lust auf Linden-Süd“ sei dabei weit mehr als ein Straßenfest, so die Veranstalter*innen. Neben Musik, Kinderaktionen und kulinarischen Angeboten stehen auch wichtige gesellschaftliche Themen im Mittelpunkt. Beim Treffpunkt Gute Zukunft diskutieren Gäste aus Stadtgesellschaft, Kultur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft über Fragen des Zusammenlebens im Stadtteil. In diesem Jahr geht es unter anderem um die Vielfalt der Deisterstraße, urbane Toleranz und die Zukunft eines lebenswerten Stadtteils.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt erneut auf Inklusion und Teilhabe. Vor dem Begegnungszentrum Normal in Linden (NiL) entsteht eine inklusive Lounge mit Mitmachangeboten für Jung und Alt. Gemeinsam mit dem Café Allerlei und weiteren Partner:innen werden Begegnungsräume geschaffen, die möglichst vielen Menschen offenstehen. Barrierearme Angebote und Aktionen laden dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen und den Stadtteil aus neuen Perspektiven kennenzulernen.
Deisterstraße bietet kreative Projekte und nachbarschaftliches Engagement
Auf der autofreien Festmeile erwartet die Besucher:innen außerdem ein abwechslungsreiches Programm mit Live-Musik, Tanz, Bewegungsangeboten, Kinderaktionen, Informationsständen sowie Speisen und Getränken aus dem Stadtteil. Die Musikbühne, die Bewegungsmeile mit Hannover United-Basketball und der Kinderspaß- und Tanzbereich sorgen den ganzen Nachmittag über für Unterhaltung und Begegnung.
Das Stadtteilfest wird gemeinschaftlich organisiert und getragen von zahlreichen Einrichtungen, Vereinen und Initiativen aus Linden-Süd. Diese enge Zusammenarbeit macht den besonderen Charakter des Festes aus: Hier präsentieren sich nicht Einzelne, sondern ein ganzer Stadtteil gemeinsam. Linden-Süd gilt als besonders vielfältiger und engagierter Stadtteil Hannovers. Rund um die Deisterstraße prägen kulturelle Vielfalt, kreative Projekte und nachbarschaftliches Engagement das Zusammenleben. Das Stadtteilfest macht diese Stärken sichtbar und lädt alle Menschen dazu ein, mitzufeiern, mitzudenken und mitzugestalten.
Was mich immer wundert, das „Linden-Süd“ ein „ganzer Stadtteil“ ist.
Ich dachte immer, das „LINDEN“ der ganze Stadtteil ist.
So machen alle ihr eigenes Ding 🙁
Es gibt nun mal den Stadtbezirk Linden-Limmer mit seinen vier Stadtteilen Linden-Süd, Linden-Mitte, Linden-Nord und Limmer.
Die Lindener Stadtteile sind ja Offimäßig etwas voneinander getrennt. Du kannst dich beispielsweise nicht in die Straßenbahn setzen und von Süd durch Mitte nach Nord fahren. Alles verschiedene Linien.
Das stimmt nicht ganz. Mit dem Bus (100/200) kann man von Linden Süd durch Linden Mitte nach Linden Nord fahren.
Früher gab es Hannover mit den verschiedenen Stadtteilen und außerhalb der Hannovergrenze (Leine) die Stadt Linden, auch mit ihren gewachsenen Stadtteilen.
Wenn es ein Strasenfest in Bothfeld gibt, sagt man ja auch nicht Hannover, so wie es nicht Linden heißt, wenn Linden-Süd feiert.
Ohne diese Infostände fände ich das Fest viel schöner. Zusammenleben muss weniger „geplant“ sondern gelebt werden. Bisher habe ich erlebt, dass sich zwar die Leute in der Straße treffen, aber dann doch die einzelnen „Gruppen“ unter sich bleiben. Kann auch nur eine Momentaufnahme gewesen sein.
das is doch aber leider bei fast allen (Bezugs)gruppen so…sogar am „Nachbarschaftstag“…😉
Der Zusammenhalt war früher anders.
Ich finde, dass es uns bei diesem Fest außerordentlich gut gelingt Menschen zu vernetzen, ins Gespräch zu bringen, Bubbles aufzubrechen…! Der Fokus liegt immer auf Beteiligungsaktionen und Vielfalt!
Und es sind natürlich alle Lindener:innen und Hannoveraner:innen herzlich eingeladen. Der Fokus liegt auf Linden-Süd, da es nur aufgrund der guten Vernetzung hier und der damit verbundenen „Überschaubarkeit“ / „Beherrschbarkeit“ überhaupt möglich ist, ein solches Fest gemeinsam zu stemmen. Da ist ein Stadtteil schon eine große Raumeinheit. Zum Glück identifizieren sich viele gerne mit dem Stadtteil Linden-Süd und darüber läuft dann die gute Beteiligung der Akteur:innen vor Ort. Zudem arbeiten wir hier gerne miteinander.
Zum Nachbarschaftstag: Wir haben allein in Linden-Süd an sieben Orten gefeiert mit unterschiedlichen Gruppen (inkl. safe spaces für bestimmte Communities), das stimmt. Man könnte aber auch sagen, es war für jeden was dabei und ich kenne einige Menschen, die bei mehreren Aktionen dabei waren und rumgezogen sind. Der Fokus liegt dort übrigens tatsächlich bei der Nachbarschaft vor Ort. Bei „Lust auf Linden-Süd“ kommen aber all´ diese Gruppen zusammen.
Ich sehe nicht in allen Bereichen ein „früher war mehr Gemeinschaft“, gerade formiert sich in Teilen eine neue Solidarität, die mit der allgemeinen Meinungsmache im Netz und die der großen Printmedien (PunktLinden meine ich hier ausdrücklich nicht, schön, dass es Euch gibt!) nicht gemein hat. Parallelwelten! Also rausgehen und miteinander sprechen!