
Nach dem Einbruch in einen Elektronikhandel auf der Limmerstraße und dem anschließenden schweren Unfall am Deisterplatz hat die Polizei Hannover weitere Informationen zum Stand der Ermittlungen veröffentlicht. Vier Tatverdächtige wurden identifiziert, drei von ihnen gelten weiterhin als schwer verletzt.
In der Nacht zum 3. März waren Unbekannte in einen Handyshop auf der Limmerstraße eingebrochen und hatten mehrere hochwertige Mobiltelefone aus aufgebrochenen Vitrinen entwendet. Die Polizei leitete unmittelbar nach Bekanntwerden des Einbruchs eine Fahndung ein. Wenig später geriet ein silberner BMW 3er in den Fokus der Einsatzkräfte. Bei einer Kontrolle in der Fröbelstraße flüchtete der Wagen vor der Polizei. Die Verfolgungsfahrt endete schließlich am Deisterplatz, an dem der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug verlor. Der BMW prallte gegen einen Ampelmast und ging in Flammen auf. Drei Insassen wurden schwer verletzt.
Drei Tatverdächtige weiterhin schwer verletzt
Nach Angaben von Polizeisprecher Marcus Schmieder auf Anfrage von Punkt-Linden gelten die drei beim Unfall verletzten Männer weiterhin als schwer verletzt. Details zum Behandlungsverlauf, möglichen Prognosen oder zur Dauer eines Krankenhausaufenthalts werden aus Datenschutzgründen nicht veröffentlicht. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich nach aktuellem Stand um vier Männer im Alter von 25, 23, 18 und 16 Jahren. Sie wurden zunächst vorläufig festgenommen. Haftgründe für eine Untersuchungshaft lagen laut Polizei bislang jedoch nicht vor.
Ermittlungen wegen mehrerer Straftaten
Die Ermittlungen richten sich gegen die Männer wegen einer Reihe von Delikten. Dazu zählen unter anderem Diebstahl unter erschwerenden Umständen aus einem Elektronikhandel, der Verdacht eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Gefährdung des Straßenverkehrs sowie fahrlässige Körperverletzung. Auch wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort wird ermittelt.
Im Zuge der Fahndungsmaßnahmen konnten Polizeikräfte zudem Gegenstände sicherstellen, bei denen es sich mutmaßlich um Diebesgut aus dem betroffenen Elektronikgeschäft handelt. Ob das gesamte entwendete Gut gefunden wurde, ist noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Schaden im fünfstelligen Bereich
Der Gesamtschaden durch den Einbruch, den zerstörten BMW sowie Schäden an der Verkehrsinfrastruktur – darunter ein Ampelmast – lässt sich derzeit weiterhin nicht exakt beziffern. Nach bisherigen Schätzungen liegt er jedoch im mittleren fünfstelligen Bereich. Bei dem Fluchtfahrzeug handelt es sich um eine BMW-3er-Limousine, die auf den 18-jährigen Tatverdächtigen zugelassen ist. Hinweise darauf, dass das Fahrzeug gestohlen wurde, gibt es nach aktuellem Ermittlungsstand nicht.
Die Polizei Hannover führt weiterhin umfangreiche Ermittlungen zum genauen Ablauf der Tatnacht und zur Rolle der einzelnen Tatverdächtigen.