Hannover Crit lockt Radsportfans nach Linden-Nord

Hannover Crit Lastenräder am Start
Lastenräder am Start beim Hannover Crit

Das Hannover Crit hat gestern am 5. Juli 2026 den Kiez rund um die Hennigesstraße in Linden-Nord erneut in eine Rennstrecke verwandelt. Bei der dritten Auflage der Veranstaltung gingen auf dem rund 600 Meter langen Rundkurs Radsportlerinnen und Radsportler in mehreren Wettbewerben an den Start. Rund um das V17-Café verfolgten zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer die Rennen und nutzten das gastronomische und musikalische Rahmenprogramm (eine Lautsprecherbox), was sich auf das Café sowie die umliegenden Kioske beschränkte. An jeder Kurve der Hennigesstraße, Ungerstraße, Kötnerholzweg und Bennostraße standen zirka 20 bis 30 Zuschauer, die oft fleißig klatschten. Wegen des nassen Wetters kam es auch zu vereinzelten Stürzen.

Im Mittelpunkt stand erneut das Fixed-Gear-Kriterium mit einem FLINTA-Rennen sowie Qualifikation, B-Finale und A-Finale der Herren. Daneben boten die Veranstalter ein offenes Rennradrennen für Hobbyfahrerinnen und -fahrer, das Kids4Kids-Rennen sowie erstmals ein Lastenradrennen an. Mit dem zusätzlichen Wettbewerb sollte das Programm noch breiter aufgestellt werden und neben dem sportlichen Wettkampf auch den Spaß am Radfahren in den Mittelpunkt rücken. Pro Rennen waren um die 10 Radler unterwegs.

Bereits im Vorfeld war das Hannover Crit Gegenstand einer kontroversen Diskussion. Anwohner hatten die umfangreichen Straßensperrungen und Halteverbote sowie die aus ihrer Sicht unzureichende Information kritisiert, Proteste blieben aber aus. Die Stadt hat wegen des Schützenfestes den Termin des Halteverbots am Samstag bereits auf 8 Uhr gelegt. Die Autobesitzer wurden, soweit es ging, durch Türklingeln und Hinweis auf das bestehende Halteverbot erinnert.

Es kam laut Auskunft der Stadt zu 18 Abschleppvorgängen, bei denen die Autobesitzer jeweils mit bis zu 200 € Kosten rechnen müssen. Der Stress beim Abholen kommt dann noch dazu. Am Sonntag (Tag der Veranstaltung) waren keine Abschleppmaßnahmen mehr notwendig.

Befürworter hoben dagegen den besonderen Charakter der Veranstaltung hervor und werteten den autofreien Tag als Bereicherung für das Quartier.

Bildnachweis: Ralf Borchardt

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