Brackebuschgarten: Neugestaltung rückt weiter in die Ferne

Brackebuschgarten
Brackebuschgarten

Die Zukunft des Brackebuschgarten in Linden-Nord bleibt vorerst ein Projekt auf dem Papier. In der Sitzung des Stadtbezirksrates Linden-Limmer am 25. Februar 2026 hakte Bernd Kabutke, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bezirksratsfraktion, nach: Wie steht es um die angekündigte Neugestaltung der Grünanlage im Zuge des Neubaus der Dornröschenbrücke?

Bürgerwünsche liegen seit 2022 vor

Bereits 2022 hatte die Stadtverwaltung ein zweistufiges Beteiligungsverfahren durchgeführt. Die Ergebnisse waren klar konturiert:

  • mehr Aufenthaltsqualität und moderne Sitzgelegenheiten
  • bessere Beleuchtung
  • klare Trennung von Spielbereichen
  • eingezäunte Hundeauslauffläche und zusätzliche Kotbeutelspender
  • Erhalt der gewachsenen Grünstruktur bei gleichzeitig besserer Übersichtlichkeit und Pflege

Die Umsetzung sollte – abhängig von verfügbaren Haushaltsmitteln – ab 2025 erfolgen.

Link: Dokumentation Ergebnis Beteiligungsverfahren

Doch seitdem blieb es bei einer zentralen Information: Die Neugestaltung werde erst nach dem Neubau der Dornröschenbrücke umgesetzt, deren Baubeginn derzeit für 2027 vorgesehen ist.

Planung startet neu – mit Verzögerung

In ihrer Antwort macht die Stadtverwaltung deutlich, dass sich die Planungen verschoben haben. Grund sei die Verzögerung beim Brückenprojekt. Erst nach politischer Zustimmung zum Neubau der Dornröschenbrücke soll die konkrete Planung für den Brackebuschgarten Mitte 2026 wieder aufgenommen werden. Anschließend erfolgt ein Abgleich mit dem Bauzeitenplan der Brücke. Eine öffentliche Vorstellung der Planungen ist im Rahmen einer weiteren Beteiligungsveranstaltung vorgesehen – voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2027. Danach soll eine offizielle Beschlussvorlage in die politischen Gremien eingebracht werden.

Ein weiterer Faktor verzögert das Projekt zusätzlich: Teile des Brackebuschgartens werden als Baustelleneinrichtungsfläche für den Brückenbau benötigt. Die eigentlichen Umbauarbeiten in der Grünanlage können daher erst nach Abschluss der Brückenbauarbeiten beginnen. Nach aktuellem Stand rechnet die Verwaltung mit einem Start der Maßnahmen im Sommer 2028.

Bürgerbeteiligung bleibt Grundlage

Die Stadt betont, dass die Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens aus dem Jahr 2022 weiterhin Berücksichtigung finden sollen. Die damaligen Stimmungsbilder würden mit den örtlichen Rahmenbedingungen abgeglichen und in die weitere Planung zur Aufwertung und Neugliederung des Brackebuschgarten einfließen.

Bildnachweis: Stefan Ebers

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