Seit Ende 2025 sind die beiden Ordnungsbotschafter Carsten Widerstein und Stefan Lemmer der Stadt auf den Straßen und Plätzen in den Stadtbezirken Linden-Limmer und Ahlem-Badenstedt-Davenstedt unterwegs. Startpunkte ihrer täglichen Einsätze sind derzeit die Grundschulen in den sechs Stadtteilen. „Die Elterntaxis beschäftigen uns auch“, sagt Widerstein. Der 58-Jährige ist im Schwerpunkt für Linden-Limmer zuständig, sein 42-jähriger Kollege für den Nachbarstadtbezirk. „Uns gibt es nur im Doppelpack, denn wir können auch Platzverweise erteilen und tragen Handfesseln mit“, sagt Widerstein. Sie haben schon Situationen erlebt, in denen ein gemeinsames Auftreten hilfreich gewesen ist.
Dienstbesprechung und Elterntaxis
Um sieben Uhr beginnt ihr Dienst wochentags mit einer Dienstbesprechung mit den zehn weiteren Ordnungsbotschaftern, die aktuell in den Stadtbezirken unterwegs sind. Dann werden Einsätze besprochen und entschieden, wie viele von ihnen zu einem Einsatzort fahren. „Wir waren auch schon mit vier Personen morgens an einer Grundschule“, erinnert sich Lemmer. Ihre Rundgänge durch Straßen und Park oder über Marktplätze verteilen sie zeitlich gleichmäßig auf die sechs Stadtteile.
Sport- und Einsatztraining
Neben den fachlichen Fortbildungen etwa zum Awareness-Konzept der Stadt, interkultureller Kompetenz und rechtlichen Themen besuchen sie wöchentlich ein Sport- und Einsatztraining. Widermann: „Wir suchen mit allen Menschen immer erst das Gespräch auf Augenhöhe. Wenn wir aber einen Platzverweis aussprechen müssen, kann die Situation auch kippen. Da ist sportliche Fitness hilfreich.“
Positive Resonanz
Als nahbare Vertreter der Stadt werden sie zu allen Themen angesprochen, die Menschen in ihren Quartieren bewegen. Angesprochen werden sie von Menschen aller Generationen, wenn sie sich unsicher fühlen, über abgestellte Autos ärgern oder einfach nur „Danke, dass sie hier sind“ sagen wollen. Erreichbar sind beide auch telefonisch oder per E-Mail:
Zentrale Nummer, zentrale Steuerung
Ob Falschparker in Feuerwehrzufahrten, Lärmbelästigung im Park oder Beschwerden über vermüllte Plätze – Hinweise und Anfragen laufen über die neue
- Telefonnummer 0511 168 55555 oder
- per E-Mail: Ordnungsdienst@Hannover-Stadt.de
der Leitstelle für Ordnungsbotschafter. Sie leitet die Informationen an die zuständigen Einsatzkräfte weiter – montags bis donnerstags von 7 bis 21 Uhr sowie freitags und sonnabends von 7 bis 22 Uhr.


Hilfs-Sheriffs könnten ein Konzept sein, um die Polizei zu entlasrten für wichtigere Aufgaben. Aber Grenzen sollten hier auch klar definiert sein. Und als „Botschafter“ der Stadt ist Verständigung oberstes Gebot. Und nein, bin nicht neidisch um die Aufgabenstellung. Wünsche viel Glück und wenig Ärger und Verständnis.
Ganz früher nannte man solche Leute schlichtweg „Büttel“. Heute heißen sie in Hannover „Ordnungsbotschafter“. Das klingt gut, Botschafter pflegen bekanntlich diplomatisch zu handeln. Dass ist von den jetzt hoffentlich von den vom städtischen Fachbereich Öffentliche Ordnung in die Stadtteile entsandten Mitarbeitern zu erwarten. Die Durchsetzung von „Law and order“ sollte nicht deren Ziel sein.
Eigentlich wären viel mehr Beschäftigte nötig, aber woher soll das Geld dafür herkommen?
Aber vielleicht gibt es deshalb die Überlegungen noch mehr Bewohnerparkausweise auszustellen um mehr Einnahmen zu generieren die dann in zusätzliches Personal fließen könnten.
Wäre allerdings auch eine Möglichkeit junge arbeitslose Menschen in feste Arbeit zu bringen.