Veranstaltung: Neubau von drei Brücken über Stichkanal Linden

Kanalbrücke Wunstorfer Straße
Kanalbrücke Wunstorfer Straße

Die Infrastruktur im Westen Hannovers steht vor einer grundlegenden Erneuerung: Drei Straßenbrücken über den Stichkanal Linden (SKL) sollen abgerissen und an gleicher Stelle neu errichtet werden. Bevor die Planungen weiter konkretisiert werden, sind Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich frühzeitig zu informieren und einzubringen.

Die Informationsveranstaltung findet am Donnerstag, 5. März 2026, um 18 Uhr in der Aula des Gymnasiums Limmer, Wunstorfer Straße 14, 30453 Hannover, statt.

Bundeswasserstraße mit strategischer Bedeutung

Der Stichkanal Linden ist eine Bundeswasserstraße. Damit stehen auch die darüberführenden Brücken im Eigentum des Bundes – konkret der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV). Mit der Planung beauftragt ist die Fachstelle Brücken Mitte beim Wasserstraßen-Neubauamt Helmstedt. Sie handelt im Auftrag des zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) Mittellandkanal/Elbe-Seitenkanal.

Diese drei Brücken sind betroffen

Konkret geht es um folgende Bauwerke:

Alle drei Brücken sollen an ihrem bisherigen Standort zurückgebaut und durch Neubauten ersetzt werden. Die Maßnahme umfasst also den vollständigen Abbruch der Bestandsbauwerke sowie deren Ersatz an gleicher Stelle.

Warum eine frühe Beteiligung wichtig ist

Die frühe Öffentlichkeitsbeteiligung ist ein zentrales Element moderner Infrastrukturplanung. Ziel ist es, Transparenz zu schaffen und Anregungen aus der Bevölkerung frühzeitig aufzunehmen. Gerade bei verkehrlich sensiblen Verbindungen – wie zwischen Limmer, Ahlem und Davenstedt – spielen Fragen zu Bauzeit, Verkehrsführung und möglicher Beeinträchtigung des Umfelds eine entscheidende Rolle.

Im Rahmen der Veranstaltung wird der aktuelle Planungsstand vorgestellt. Zudem besteht Gelegenheit, Fragen zu stellen und Hinweise zum Projekt einzubringen.

Bildnachweis: Martin Illmann

9 Gedanken zu „Veranstaltung: Neubau von drei Brücken über Stichkanal Linden“

  1. Für die Brücke zwischen Limmer und Ahlem dürfte es auch Zuschüsse vom Bund geben, weil die Brücke auch für eine kriegstüchtige Infrastruktur wichtig sein könnte.
    Das dürfte die Bauzeit vielleicht auch verkürzen.

  2. Hallo
    Nur mal eine Frage.
    Wieviel Schiffe fahren da ,pro Jahr
    Ich hab da noch nie eins gesehen.und wohne seit 40 Jahren in Linden Nord.
    Unter der gesperrten Brücke Nieschlagstr,ist der letzte Zug auch vor 30 Jahren gefahren.
    Bevor man Millionen in Brücken investiert, sollte man überlegen ob man sie in dieser Form noch braucht.
    Wird denn der Lindener Hafen noch genutzt???

      • Soweit ich es gelegentlich gesehen habe, verkehren dort nur Metall-Schrott-Abholschiffe. Weil in der Stadt nicht mehr soviel Metallschrott anfällt, sind das nur wenige Schiffsbewegungen. – Aber hin und wieder fahren Schiffe durch die Schleuse um hinter der Davenstedt-Brücke in der große Wasserwegöffnung zu wenden. Hierbei handelt es sich um Heizöl-Tankschiffe die vor der Letter-Kanalbrücke entladen werden.

        Mehr habe ich bisher auch nicht gesehen, weil inzwischen der ganze Stückgut-Verkehr ausschl. über LKW-Verladung abgewickelt wird. Den Massen-Gut-Verkehr (z.B. Getreide) gibt seit ca. 40-50 Jahren schon nicht mehr.

  3. Unter diesem Aspekt sollte dann auch die alte Schleusen-Brücke „Zum Schleusengrund“ bis Brunnenstr. -über die auch die Straßenbahn Linie 10 fährt – für den Verkehr bis 3,5 to. wieder mit einer Umgehung der Bahn-Insel bis auf die Harenberger Str. befristet wieder frei gemacht werden.

  4. Wer Fragen zu dem Projekt hat und nicht bei der Veranstaltung sein kann, darf sie gerne hier stellen. Ich nehme die dann gern mit zu dem Termin und versuche, sie beantworten zu lassen.

    • Mich würde interessieren, wie sich die Bauarbeiten auf die Buslinie 700 auswirken. Fährt er dann eine Umleitung oder pendeln die Busse in der Zeit nur zwischen Ahlem Endpunkt und Seelze/Gümmer/Dedensen und dafür die Linie 170 zwischen Limmer und ZOB dann öfter?

      Schön wäre auch, wenn beim Neubau mehr Platz für Fußgänger eingeplant und dieser dann eindeutig vom Radverkehr getrennt wird.

  5. Zur möglichen Beeinträchtigung des Umfelds passt ein Erlebnis, das ich gestern hatte. Ich habe einen Ausflug nach Maulbronn gemacht. Die Kleinstadt liegt ca. 50 km nordwestlich von Stuttgart. Dort befindet sich das Kloster Maulbronn (UNESCO-Weltkulturerbe). Das Kloster ist wirklich sehenswert. Ätzend ist zurzeit indes der Durchgangsverkehr im Ort. Diese Schlagzeile des Mühlacker Tagblatts macht das deutlich: „Klosterstadt ächzt unter LKW-Verkehr“. Der Grund: Ein Brückenbauwerk in Maulbronn West muss erneuert werden. Dazu wird zunächst eine Behelfsbrücke errichtet, mit dessen Bau jetzt begonnen wird. Die gesamte Baumaßnahme wird sich über mehrere Jahre hinziehen.

    An einer Bushaltestelle in der Ortsmitte hatte ich die Gelegenheit mit einer einheimischen Dame über das Thema zu sprechen. Es sei schlimm, sagte sie. Den Eindruck hatte ich auch. Ein LKW nach dem anderen rauschte an uns vorbei und zwischendrin der normale Autowahnsinn, den wir aus unseren Städten kennen, seien es Klein- oder Großstädte. Temporär gilt die Durchgangsstraße als Tempo-30-Zone. In großen Abständen stehen entsprechende Schilder. Die Botschaft ist amtlich, allein die meisten LKW- und PKW-Fahrer halten sich nicht an das Tempolimit, war mein subjektiver Eindruck.

    Was lehrt uns das? In Linden-Limmer wird es nicht nur wegen der Erneuerung dreier Brücken über den Stichkanal ungemütlich, sondern vor allem bei den Baumaßnahmen zwecks „Modernisierung“ des Westschnellwegs. Insofern gilt es, die Belastungen für die Bürger auf ein Minimum zu beschränken.

Die Kommentare sind geschlossen.

9 Gedanken zu „Veranstaltung: Neubau von drei Brücken über Stichkanal Linden“

  1. Für die Brücke zwischen Limmer und Ahlem dürfte es auch Zuschüsse vom Bund geben, weil die Brücke auch für eine kriegstüchtige Infrastruktur wichtig sein könnte.
    Das dürfte die Bauzeit vielleicht auch verkürzen.

  2. Hallo
    Nur mal eine Frage.
    Wieviel Schiffe fahren da ,pro Jahr
    Ich hab da noch nie eins gesehen.und wohne seit 40 Jahren in Linden Nord.
    Unter der gesperrten Brücke Nieschlagstr,ist der letzte Zug auch vor 30 Jahren gefahren.
    Bevor man Millionen in Brücken investiert, sollte man überlegen ob man sie in dieser Form noch braucht.
    Wird denn der Lindener Hafen noch genutzt???

      • Soweit ich es gelegentlich gesehen habe, verkehren dort nur Metall-Schrott-Abholschiffe. Weil in der Stadt nicht mehr soviel Metallschrott anfällt, sind das nur wenige Schiffsbewegungen. – Aber hin und wieder fahren Schiffe durch die Schleuse um hinter der Davenstedt-Brücke in der große Wasserwegöffnung zu wenden. Hierbei handelt es sich um Heizöl-Tankschiffe die vor der Letter-Kanalbrücke entladen werden.

        Mehr habe ich bisher auch nicht gesehen, weil inzwischen der ganze Stückgut-Verkehr ausschl. über LKW-Verladung abgewickelt wird. Den Massen-Gut-Verkehr (z.B. Getreide) gibt seit ca. 40-50 Jahren schon nicht mehr.

  3. Unter diesem Aspekt sollte dann auch die alte Schleusen-Brücke „Zum Schleusengrund“ bis Brunnenstr. -über die auch die Straßenbahn Linie 10 fährt – für den Verkehr bis 3,5 to. wieder mit einer Umgehung der Bahn-Insel bis auf die Harenberger Str. befristet wieder frei gemacht werden.

  4. Wer Fragen zu dem Projekt hat und nicht bei der Veranstaltung sein kann, darf sie gerne hier stellen. Ich nehme die dann gern mit zu dem Termin und versuche, sie beantworten zu lassen.

    • Mich würde interessieren, wie sich die Bauarbeiten auf die Buslinie 700 auswirken. Fährt er dann eine Umleitung oder pendeln die Busse in der Zeit nur zwischen Ahlem Endpunkt und Seelze/Gümmer/Dedensen und dafür die Linie 170 zwischen Limmer und ZOB dann öfter?

      Schön wäre auch, wenn beim Neubau mehr Platz für Fußgänger eingeplant und dieser dann eindeutig vom Radverkehr getrennt wird.

  5. Zur möglichen Beeinträchtigung des Umfelds passt ein Erlebnis, das ich gestern hatte. Ich habe einen Ausflug nach Maulbronn gemacht. Die Kleinstadt liegt ca. 50 km nordwestlich von Stuttgart. Dort befindet sich das Kloster Maulbronn (UNESCO-Weltkulturerbe). Das Kloster ist wirklich sehenswert. Ätzend ist zurzeit indes der Durchgangsverkehr im Ort. Diese Schlagzeile des Mühlacker Tagblatts macht das deutlich: „Klosterstadt ächzt unter LKW-Verkehr“. Der Grund: Ein Brückenbauwerk in Maulbronn West muss erneuert werden. Dazu wird zunächst eine Behelfsbrücke errichtet, mit dessen Bau jetzt begonnen wird. Die gesamte Baumaßnahme wird sich über mehrere Jahre hinziehen.

    An einer Bushaltestelle in der Ortsmitte hatte ich die Gelegenheit mit einer einheimischen Dame über das Thema zu sprechen. Es sei schlimm, sagte sie. Den Eindruck hatte ich auch. Ein LKW nach dem anderen rauschte an uns vorbei und zwischendrin der normale Autowahnsinn, den wir aus unseren Städten kennen, seien es Klein- oder Großstädte. Temporär gilt die Durchgangsstraße als Tempo-30-Zone. In großen Abständen stehen entsprechende Schilder. Die Botschaft ist amtlich, allein die meisten LKW- und PKW-Fahrer halten sich nicht an das Tempolimit, war mein subjektiver Eindruck.

    Was lehrt uns das? In Linden-Limmer wird es nicht nur wegen der Erneuerung dreier Brücken über den Stichkanal ungemütlich, sondern vor allem bei den Baumaßnahmen zwecks „Modernisierung“ des Westschnellwegs. Insofern gilt es, die Belastungen für die Bürger auf ein Minimum zu beschränken.

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