Wasserstadt: Zweiter Bauabschnitt soll 2034 fertig sein

Luftbild
Die Wasserstadt Limmer

2034 soll der zweite Bauabschnitt der Wasserstadt Limmer rund um den historischen Conti-Turm fertig sein. Die Bauherrin, die Wasserstadt Limmer GmbH, kalkuliert aktuell eine Bauzeit von 2027 bis 2034. Im September startet der Rückbau der mit Nitrosamin belasteten Altgebäude entlang des Stichkanals Linden. Er soll im März 2027 abgeschlossen sein, heißt es in einer Mitteilung an den Stadtbezirksrat Linden-Limmer. Aktuell laufen noch Abstimmungen mit den Baufirmen wie die Arbeiten und die Sicherung historischen Relieftafeln erfolgen sollen,  sagte Projektentwickler Oliver Matziol Punkt-Linden.

Das neue Stadtviertel

Ansicht nach Gewinner-Entwurf
Gewinner-Entwurf beim Wettbewerb „Rebuild_Waterkante‘

Das neue Stadtviertel in Limmer nördlich der Wunstorfer Straße entsteht auf einer Grundstücksfläche von rund 136.000 Quadratmetern. Geplant sind mindestens 1.350 Wohnungen, Gewerbe, Kultur und Grünflächen rund um den historischen Conti-Turm geplant.

Rebuild_Waterkante

2024 hatte die Bauherrin in Abstimmung mit der Stadt den Wettbewerb „Rebuild_Waterkante“ für die ehemaligen Produktionsgebäude der Continental AG ausgeschrieben. Deren Erhalt war wegen der Schadstoffbelastung nicht möglich. Anfang 2025 wurde der Gewinner-Entwurf von „Max Dudler GmbH“ (Berlin) und „Seeberger Walenta Architekten BDA PartG mbB“ (Hannover) präsentiert. Für den Masterplan des Areals sind Monadnock (Rotterdam), chora blau Landschaftsarchitektur (Hannover) und Planersocietät (Dortmund) verantwortlich.

Jahrelanger Streit

Um die Continental-Altgebäude 44 und 51 gibt es seit 2019 Streit. Damals hatte die Stadt einen Antrag auf Abriss von Investor Günter Papenburg abgelehnt. Die beiden historischen Backsteinbauten am Stichkanal stehen unter Denkmalschutz. Sie dürften, so die Argumentation damals, nur abgerissen werden, wenn der Eigentümer nachweist, dass der Erhalt für ihn wirtschaftlich unzumutbar sei. Das sei Papenburg nach Einschätzung der Stadt nicht gelungen. Die BI Wasserstadt hatte den Verlust von Baukultur kritisiert und den Erhalt und die nachhaltige Nachnutzung der denkmalgeschützten Gebäude gefordert nach dem Prinzip „Arbeiten – Wohnen – Soziales/Kulturelles“. 2023 dann kam die Entscheidung, die Gebäude abreißen zu müssen. Stadtbaurat Thomas Vielhaber teilte damals mit, dass die  Bauten nicht zu retten seien, weil die Gebäudesubstanz mit dem krebserregenden Stoff Nitrosamin belastet sei. Die Gesundheitsbehörde der Region Hannover, das Niedersächsische Landesgesundheitsamtes und zuletzt auch das zuständige Sozialministerium lehnten das Konzept für den Erhalt ab. Zu groß waren die Bedenken einer Gefahr für die Gesundheit der Bewohner.

Bald Vergangenheit
Bald Vergangenheit in Limmer

Bildnachweis: Wasserstadt Limmer GmbH, Wasserstadt Limmer GmbH, Katharina Kümpel

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