
Wie Punkt-Linden bereits ausführlich berichtete, hat der Bezirksrat Linden-Limmer wegen des Spielplatzes in der Stärkestraße in Linden-Nord eine Forderungsliste bei der Stadtverwaltung Hannover eingereicht.
Es sollten folgende Punkte geprüft beziehungsweise umgesetzt werden
- Beteiligung von Kindern und Anwohnern an der Planung
- Attraktivere Spiel- und Aufenthaltsangebote
- Maßnahmen zur stärkeren Belebung des Spielplatzes
- Im Bereich der Spielgeräte, Sandkästen und Sitzgelegenheiten: Einfassung durch offene Einfriedung
- Rückgewinnung der Fläche für Familien und Kinder
- Die Tischtennisplatten werden außerhalb des Spielplatzgeländes platziert
- Prüfung weiterer Verbesserungen im Umfeld
Antwort der Stadtverwaltung
Die Stadt hat nun nach etwa 12 Wochen dazu die Entscheidung getroffen, dem Antrag teilweise zu folgen. Zusammenfassend beschreibt die Verwaltung, dass die Stadt auf dem Spielplatz Stärkestraße Nord bereits erste Maßnahmen umgesetzt hat, um die Situation rund um Drogenkonsum und Aufenthaltskonflikte zu entschärfen. So wurden Bänke entfernt, zusätzliche Spielplatzschilder mit Hinweisen auf die Konsumverbotszone aufgestellt und Barrieren errichtet, um die Spielfläche besser vom Umfeld abzugrenzen. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen kann laut Verwaltung noch nicht abschließend bewertet werden, da sie erst Anfang Juli 2026 vollständig umgesetzt wurden.
Nach einem Ortstermin unter andere mit Oberbürgermeister Belit Onay prüft die Verwaltung nun als kurzfristige Maßnahme eine zusätzliche Einfriedung des Spielplatzkerns. Die Finanzierung ist allerdings noch offen. Zugleich betont die Stadt, dass bauliche Veränderungen allein die Drogenproblematik nicht lösen können. Dafür seien weiterhin verstärkte Kontrollen durch Polizei und Ordnungsdienst notwendig.
Eine Wiedererrichtung der früheren Hangrutsche lehnt die Verwaltung ab. Diese war aus Sicherheitsgründen entfernt worden und wurde bereits 2018 durch eine neue Spielanlage ersetzt.
Eine umfassende Umgestaltung des Spielplatzes wird grundsätzlich befürwortet, ist jedoch derzeit nicht finanzierbar. Kleinere Maßnahmen könnten über das Ökologische Sonderprogramm unterstützt werden, für eine grundlegende Neugestaltung reichen die verfügbaren Mittel jedoch nicht aus. Mit einem Planungsbeginn rechnet die Verwaltung frühestens ab 2029 – vorausgesetzt, die erforderlichen Haushaltsmittel stehen zur Verfügung.
Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube dazu:
„Dringend nötige Maßnahmen gegen den Drogenhandel und zur Sicherung der Kinder werden mit merkwürdigen Begründungen um Jahre verzögert. Angebliche Personal- & Finanzierungsschwierigkeiten müssen herhalten, während es an anderer Stelle kein Problem ist, für 20.000 € eine Hundeauslauffläche einzuzäunen!“
Mit dieser Äußerung wird der Bezirksbürgermeister sicher nicht alleine stehen.