
Kinder sollen ihren Spielplatz zurückbekommen. Dieses Ziel eint Eltern, Kita, Stadtverwaltung und Politik. Bei dem heutigen Ortstermin auf dem Spielplatz an der Stärkestraße in Linden-Nord wurde heute deutlich, wie groß die Sorgen über die seit Jahren bestehende Drogenszene sind – und wie dringend gehandelt werden muss.
Spielplatz mit besonderer Geschichte
Der heutige Kinderladen Stärkestraße blickt auf eine lange Vergangenheit zurück. Das Gebäude war bis Anfang der 1970er Jahre Teil eines Fabrikkomplexes, der sich bis an das Ihmeufer erstreckte. Während die übrigen Fabrikgebäude abgerissen wurden, konnte das Haus mit der Nummer 15 durch eine Bürgerinitiative gerettet werden. Nach einer Besetzung verhinderten engagierte Bürger den Abriss. Mit Spendengeldern und viel ehrenamtlicher Arbeit entstand daraus ein Spielhaus für Kinder. Seitdem befindet sich im Erdgeschoss der Kinderladen.
Direkt neben dem Außengelände des Kinderladens liegt der öffentliche Spielplatz Stärkestraße Nord – eigentlich eine ideale Ergänzung für die Einrichtung.
Eltern meiden den Spielplatz
In der Praxis sieht die Situation jedoch anders aus. Nach Angaben von Eltern und der Kitaleitung wird der Spielplatz regelmäßig von Drogenkonsumenten und mutmaßlichen Dealern genutzt. Viele Familien meiden deshalb die Anlage inzwischen. Die Sorgen sind nachvollziehbar: Kinder erleben dort immer wieder Menschen, die offensichtlich unter Drogeneinfluss stehen. Nach Angaben der Kitaleitung beobachten Kinder sogar Drogengeschäfte. Hinzu kommen mehrere Übergriffe auf das Außengelände des Kinderladens in der Vergangenheit.
Dabei ist die Rechtslage eindeutig: Nach der hannoverschen Spielplatzordnung dürfen sich auf öffentlichen Spielplätzen grundsätzlich nur Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sowie deren Begleitpersonen aufhalten. Zudem ist der Konsum von Cannabis auf Spielplätzen sowie im Umkreis von 100 Metern um den Eingangsbereich einer Kindertagesstätte gesetzlich verboten.
Stadtspitze verschafft sich vor Ort ein Bild
An dem Ortstermin nahmen unter anderem Oberbürgermeister Belit Onay, Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube, Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel, Vertreter des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün, Polizei, Ordnungsdienst, Kita-Aufsicht, Kitaleitung sowie Elternvertreter teil. Die Eltern machten deutlich, dass sie nicht länger hinnehmen wollen, dass Kinder ihren Spielplatz faktisch verlieren.
„Es muss etwas passieren. Kinder erhalten hier ein falsches Bild. Sie müssen ihren Spielplatz zurückerhalten und dort wieder ein gutes Sicherheitsgefühl haben“, erklärte ein Elternvertreter.
Auch Oberbürgermeister Belit Onay räumte ein, dass es an mehreren Stellen im Stadtgebiet eine zunehmende Drogenproblematik gebe. Gegen Aggressionen und Beschaffungskriminalität müsse konsequenter vorgegangen werden. Gleichzeitig müsse der Spielplatz besser geschützt werden.
Zaun sorgt für Diskussionen
Als mögliche Sofortmaßnahme brachte der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün einen Gitterzaun ins Gespräch. Begeisterung löste dieser Vorschlag jedoch nicht aus. Bereits in der Vergangenheit waren wegen der Problematik die Sitzbänke an den Tischtennisplatten entfernt und zusätzliche Durchfahrtsperren aufgestellt worden.
Einigkeit bestand schließlich darüber, dass der Bereich deutlich stärker belebt werden müsse. Ziel sei es, den Spielplatz wieder den Kindern und Jugendlichen zurückzugeben. Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel sprach sich dafür aus, kurzfristig ein bis zwei Sofortmaßnahmen umzusetzen.
Bezirksrat hatte bereits Umgestaltung beschlossen
Ganz neu ist die Diskussion nicht. Bereits Ende April hatte der Stadtbezirksrat Linden-Limmer mehrheitlich einen Antrag zur Umgestaltung des Spielplatzes beschlossen. Darin wird die Stadtverwaltung aufgefordert, gemeinsam mit Kindern, Anwohnern, Kinderläden und Kitas ein neues Konzept für den Spielplatz zu entwickeln. Vorgesehen sind unter anderem neue Spielangebote, zusätzliche Aufenthaltsqualität sowie eine stärkere Einbindung des Umfeldes, um die Fläche dauerhaft für Familien attraktiver zu machen.
Das fordert der Bezirksrat
Der Stadtbezirksrat Linden-Limmer hat am 29. April 2026 mehrheitlich beschlossen, den Spielplatz an der Stärkestraße grundlegend aufzuwerten. Die Stadtverwaltung soll gemeinsam mit Kindern, Anwohnern, Kinderläden und Kitas ein Konzept zur Umgestaltung entwickeln.
Geprüft beziehungsweise umgesetzt werden sollen unter anderem:
- Beteiligung von Kindern und Anwohnern an der Planung
- Attraktivere Spiel- und Aufenthaltsangebote
- Maßnahmen zur stärkeren Belebung des Spielplatzes
- Im Bereich der Spielgeräte, Sandkästen und Sitzgelegenheiten: Einfassung durch offene Einfriedung
- Rückgewinnung der Fläche für Familien und Kinder
- Die Tischtennisplatten werden außerhalb des Spielplatzgeländes platziert
- Prüfung weiterer Verbesserungen im Umfeld
Sorry, verstehe dieses „verhätscheln“ nicht. Das sind Spielplätze und ehrlich, meinetwegen sollen da auf Bänken auch ruhig andere, also nicht Kinder verweilen können , wenn sie sich dementsprechend benehmen, nichts kaputt machen, Müll entsorgen. „Vernünftige“ Besucher sorgen auch dafür, dass keine Junkies und co. auftauchen.
Aber sonst, wie gesagt, es ist ein Spielplatz und nein, ich denke nicht, die armen Süchtigen, die armen Alkoholiker, die können ja nichts dafür. Ganz ehrlich, falsches denken. Man sollte umdenken. Was kann ich dafür? Oder in diesem Fall. Was können die Kinder dafür? Zwingen die Kinder diese Personen zum Konsum von Drogen und Alkohol? Seltsam. Geht es um Straftaten soll man an die Opfer denken. Warum nicht hier? Warum denkt man nicht an Anwohner und Kinder?
Meinetwegen sollte man da mit Wasserwerfern täglich die Flächen reinigen. Dann begreifen die schon, sie sind nicht erwünscht. Aber verschönern und aufwerten?
Warum nicht mit einer Wohnung vergleichen wo Messis gelebt haben. Zuerst alles raus, dann verschönern und dann aufpassen, dass keine neuen Messis kommen?
Da sich der Drogenhandel in dem Bereich (auch Faustwiese und Co.) bisher fast unbehindert ausbreiten konnte, ist es so, wie es ist. Die Polizei und die Stadt müssten den ganzen Bereich sehr engmaschig und konstruktiv so kontrollieren, dass sich Dealer und Kunden wirklich gestört fühlen. Dann gehen sie woanders hin. Am besten wäre es, Sie gingen zur Arbeit. Sonst ist das alles vergebene Liebesmüh. Teuer und nutzlos.
BG Frank🌻
Ich emfinde diese Massnahmen schlicht als Symptombekämpfung“.
Man kann es noch so „schön“ dort machen – wenn es dann niemand kontrolliert, sich tagsüber dort 100 m weiter vermeintliche Dealer und Süchtige aufhalten und in den Nächten diese 100 Meter niemanden interessieren, was soll sich dann wirklich ändern?
Meiner Ansicht nach kann sich nur wirklich etwas verändern, wenn man an die Ursachen geht.
Wer am Spielplatz täglich vorbeigehen muss, wird das sicher anders beurteilen. Rein subjektive Eindrücke: Es wird konsumiert, gedealt und Leute werden angesprochen, ob sie etwas kaufen wollen. Firmenfahrzeuge aus Hannover und Umlamd halten, Leute steigen aus und kaufen Substanzen. Polizisten sprechen im Austausch über Schwierigkeiten, der Lage Herr zu werden, weil die gefundenen Drogen nicht zugeordnet werden können. Käufer und Konsumenten sind hier das eigentliche Problem. Wo keine Nachfrage, da kein Markt. Vorher saß da der Alkclub Linden e.V.. Die sitzen jetzt zum Teil am roten Platz Albert-, Ecke Ottenstr….
Am besten alle nach Strandleben oder den Weg Nach Hause finden,und nicht in der Nähe von den Unschuldigen Kinder !!!!
Ich selbst bin nicht Perfekt und es Tut mir leid wenn ich jemanden damit verletzt habe mit meiner Art man bereut es ,man kann seine Seele immer noch Reinigen.
Kein Mensch ist Perfekt wir machen alle FEHLER wir sind keine Engels .
Wir müssen alle Vorbilder sein! Erst Recht für Unschuldige Kinder.
Es tut mir von ganzen Team Leid, und auch von mir selbst ich saß da auch oft aber niewieder EINE FRAU EIN WORT
Wenn Ihr meine Hilfe braucht ich bin für Sie da von Herzen und Unterstützte Sie ehrenamtlich
Erst wenn die Ursachen reduziert/behandelt werden, die Menschen in die Alkohol- oder Drogensucht führen, gibt es auch weniger Abhängige, die sich dann an diesen Plätzen treffen.
Man könnte ihnen auch Ausweichplätze zur Verfügung stellen, wenn man nicht befürchten müsste, dass sich dadurch weitere Menschen eingeladen fühlen den Platz für sich zu nutzen und Dealer dann die Einzigen sind, die davon wirklich profitieren.
Der Kampf/ die Prävention gegen die Sucht sollte im Fokus stehen, aber mit der Legalisierung von Cannabis hat man ein zusätzliches Problem geschaffen. Am Gilde Carré ist ein Kindergarten, dass somit im Umkreis von 100 Metern nicht konsumiert werden darf- so wie in fast ganz Linden-Nord wegen der vielen Kindergärten usw. – wird jedoch komplett ignoriert und auch nicht kontrolliert.
Diese Ignoranz und die fehlende Wertschätzung von Kindern und älteren und/oder körperlich eingeschränkten Menschen sind auch ein Teil des Problems. Die einen werden vom Spielplatz verdrängt, den anderen werden Hindernisse auf dem Gehweg hingestellt.
Aber vielleicht reicht es ja auch schon mit den Menschen vor Ort zu reden und sie für das Problem zu sensibilisieren. Es gibt sicherlich auch bei einigen unter ihnen die Bereitschaft den Ort zu verschönern, wenn sie Unterstützung bekommen, so wie am Raschplatz.
Nennt mir bitten einen Spielplatz der hier in Linden nicht „Zweckentfremdet“ wird.
Im Dunkelberggang = Abladestation für Müll, Drogengeschäfte, Kiffen, Entsorgung von Lebensmitteln durch Besucher der Tafel, Toilette für Männer die das Wildpinkeln bevorzugen. Alkoholkonsum. Kiffen von Schülern in der Pause.
Gartenstr = Drogengeschäfte, Kiffen, das letzte Mal lagen Spritzen im Sand
Von alten Garten = Kiffen, Drogengeschäfte, Alkoholkonsum, Hundeklo….Kiffen von Schülern in der Pause
Soll ich weiter machen….
Ich habe mich in den letzten Jahren viel am Jina-Mahsa-Amini-Platz (Stephanusstraße/Gartenallee), im Spielpark Linden und Von-Alten-Garten (Posthornstraße) aufgehalten und dort gibt es kaum solche Probleme. Auch im Gilde-Carré, in der Wittekindstraße, zwischen Stärke- und Albertstraße sowie Pfarrland-/Velvetstraße haben wir eigentlich selten sowas erlebt.
Es gibt (primär an anderen Stellen) natürlich solche Probleme, die ich auch keineswegs marginalisieren will. Aber es ist auch nicht alles Mist. Wir sollten nicht alles schwarz malen und die „Lust am Niedergang“ weiter kultivieren.
Das sehe ich auch so.