
Der Gedenkort am ehemaligen Konzentrationslager in Ahlem ist zwischen dem 16. April und dem 17. April 2026 teilweise verwüstet und beschädigt worden. Oberbürgermeister Onay verurteilt den Angriff scharf.
Mahnmal in der Petit-Couronne-Straße

Auf Initiative des Arbeitskreises „Bürger gestalten ein Mahnmal“ gibt es seit 1994 das KZ-Mahnmal in Ahlem. Jetzt wurden die Stelen, Gedenkplatten und Informationsplatten, auf denen die Namen der Opfer des KZ aufgeführt sind, beschmiert und Kränze zerstört. „Der Gedenkort am ehemaligen Konzentrationslager in Ahlem wurde verwüstet. Parolen auf den Namensstelen fordern direkt zu Gewalt auf und wiederholen verbotene Losungen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.
Oberbürgermeister Belit Onay sagt zu diesem Angriff: „Schon wieder ist ein Gedenkort für die Opfer des Nationalsozialismus verunstaltet, beschädigt und geschändet worden. Diese Gewalt ist für mich vollkommen unverständlich und überhaupt nicht nachvollziehbar. Als Gesellschaft sind wir in der Pflicht, so etwas nicht hinzunehmen. Denn wenn solche Angriffe normalisiert werden, wenn wir dagegen abstumpfen, haben wir als Gesellschaft versagt.“
Angriffe auf Gedenkorte häufen sich
Der Angriff auf den Gedenkort am ehemaligen KZ ist nicht der erste in der jüngeren Vergangenheit. Erst im März wurde das Mahnmal auf dem Opernplatz Ziel von Schmierereien und Beschimpfungen, im Januar vergangenen Jahres wurde die Gedenkstätte Hannover-Ahlem schwer beschädigt.

Ob der OB was verurteilt interessiert mich nicht. Ueberschrift is daemlich.
Ich find es komplett bescheuert.
Geehrte Frau Martin,
Ihre hier dargelegte und ausführlich begründete Auffassung zu den Vorfällen an der Gedenkstätte Ahlem „interessiert mich nicht, (…) is daemlich (und) (…) komplett bescheuert.“
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. 🐣
Nazi-Täter können hier immer noch zerstören und und ihre Parolen herum schmieren.An diesen Orten wäre eine Video Überwachung wirklich angebracht.
Selbst mit einer Videoüberwachung (wie bei der Gedenkstätte) ist es schwierig den/die Täter zu ermitteln. Dafür müssten schon Kameras aus anderen Bereichen ausgewertet werden, die die Person/en ohne Maskierung aufzeichnen könnten.
Hier waren Dummköpfe unterwegs.
»Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.«
Brecht, Bertolt: Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui
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