
An der Kreuzung Davenstedter Straße/Südfeldstraße in Linden-Mitte soll eine neue Ampel gebaut werden. Das war eine Eingabe des Bezirksrats Linden-Limmer vom 25. Februar 2026 an die Landeshauptstadt Hannover. Ziel sollte es sein, Fußgängerinnen und Fußgängern sowie Radfahrenden eine sichere Querung der Davenstedter Straße zu ermöglichen.
Die Geh- und Radwege an den gegenüberliegenden Straßenecken sind bereits abgesenkt und barrierefrei ausgebaut. Mit der neuen Ampelanlage sollen diese Wege direkt miteinander verbunden werden.
Geplant war eine sogenannte Lichtsignalanlage mit Zusatzeinrichtungen für blinde und sehbehinderte Menschen. Dazu gehören akustische Signalgeber, die das Umschalten der Ampel hörbar machen sowie spezielle Bodenindikatoren zur Orientierung. Die Anlage müsste nach den geltenden DIN-Normen für Barrierefreiheit errichtet werden.
Mit dem Vorhaben sollte die Verkehrssicherheit erhöht und die selbstständige Mobilität von Menschen mit Sehbehinderungen verbessert werden.

Die Entscheidung der Stadtverwaltung
Die Einrichtung einer Fußgängerampel an der Kreuzung Davenstedter Straße/Südfeldstraße gestaltet sich nach Angaben der Verwaltung vom 19. Mai 2026 derzeit schwierig. Grund dafür sind die besonderen Verkehrsverhältnisse vor Ort. Insbesondere die Kurvenführung der Davenstedter Straße, die abknickende Vorfahrt, die Sichtbeziehungen sowie die mehrstreifige Fahrbahn erschweren die Planung einer sicheren Fußgängerlichtsignalanlage.
Hinzu kommt, dass in diesem Bereich voraussichtlich die Veloroute 10 verlaufen wird. Auch die nahegelegenen Bushaltestellen sind bislang noch nicht barrierefrei ausgebaut. Beide Vorhaben machen ohnehin Veränderungen am bestehenden Straßenraum erforderlich. Nach Informationen von Punkt-Linden gibt es im gesamten Stadtbereich gar keine barrierefreien Bushaltestellen.
Die Stadt will deshalb die Frage einer sicheren Querungsmöglichkeit im Rahmen der anstehenden Planungen erneut prüfen. Dabei sollen verschiedene Optionen für die Führung des Fußverkehrs berücksichtigt werden.
Unabhängig vom konkreten Standort weist die Verwaltung darauf hin, dass neue Lichtsignalanlagen grundsätzlich mit zusätzlicher Technik für blinde und sehbehinderte Menschen ausgestattet werden. Dazu gehören unter anderem akustische Signalgeber und weitere barrierefreie Orientierungshilfen.
Nach Anfrage bei der Polizeidirektion Hannover wurde der Redaktion übrigens mitgeteilt:
Bei dem Knotenpunkt Davenstedter Straße/Südfeldstraße handelt es sich nicht um eine Unfallhäufungsstelle. Für das Jahr 2025 wurden dort polizeilich lediglich zwei Verkehrsunfälle registriert. Für das Jahr 2026 liegen bislang keine registrierten Verkehrsunfälle vor, wobei die Unfallstatistik für das laufende Jahr noch nicht abschließend vorliegt. Die Unfalllage an diesem Knotenpunkt wird daher aus polizeilicher Sicht insgesamt als weitestgehend unauffällig bewertet.
Ich wohne hier in der Nähe und sehe diese Kreuzung auch eher als nicht unfallträchtig an. Viel schlimmer ist die Kreuzung Davenstedter Straße/Carlo-Schmidt-Allee. Da sausen die Auto noch so spät bei Rot rüber, dass es einem schwindelig wird und man fast nur noch auf den Knall wartet. Ein Blitzer wäre hier auf jedenfall sinnvoll.
Wieviel Ampelanlagrn eigentlich noch?
Celle Straße / Edenstraße
Walderseestraße / Waldstraße
Und jetzt an dieser Stelle?
Ist ein Witz, oder?
Hannover, Hauptstadt der Ampelanlagen. Will man ins Guinnes Buch der Rekorde? Ist zuviel Geld da? Sind ja nicht nur die Installationskosren so einer Anlage, der Betrieb kostet ja auch. Warum baut Hannover eigentlich keine Kreisel, so wie beispielsweise die Stadt Garbsen? Ach verstehe, dann kann man ja den Verkehr nicht ausbremsen.
Ampeln dienen also dazu, den Verkehr auszubremsen???
Dann erkläre doch bitte mal, warum der Verkehr am Deisterkreisel seit dem Umbau zu einem Ampel-gesteuerten Kreisel sehr viel flüssiger und sicherer geworden ist als davor.
Auch die Schwanenburgkreuzung war einmal ein Kreisel, auch dort läuft der Verkehr deutlich flüssiger und sicherer seitdem der Kreisel zu einer Kreuzung umgebaut wurde. Ebenso Königsworther Platz oder Klagesmarktkreisel.
Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, dass Kreisel die „Verkehrswelt verbessern“.
Am Lichtenbergkreisel kannst du übrigens jeden Tag beobachten, wie der Kreisverkehr den Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen die Wege verlängert. Lassen sich aber viele nicht gefallen. Statt außen rum zu gehen kürzen viele Fußgänger*innen über die Fahrbahn ab. Fahrradfahrer*innen fahren bisweilen statt einem Dreiviertel in Kreiselfahrtrichtung ganz einfach einen Viertelklreis entgegengesetzt der Kreiselfahrtrichtung. Davon kann ich allerdings nur abraten. Stattdessen wäre es schön, wenn mehr Menschen gegen diesen Kreisel-Wahnsinn aktiv würden!
Auf dieser Karte von 1907 kann man sehen, dass der Lichtenbergplatz, der zu jener Zeit noch Wittekindplatz hieß, damals bereits eine runde, eingezäunte Innenfläche hatte, die aber mit zahlreichen Bäumen bepflanzt war. Und rundum um die bepflanzte Innenfläche führte ein richtig breiter Bürgersteig. Nicht wie heute ein ganz schmaler Pflasterstreifen. Wer da zum Beispiel aus der Teichstraße kam, der ging oder fuhr auf direktem Weg in die Wittekindstraße. Von den Menschen damals wurde der Platz augenscheinlich nicht im heutigen Sinne als Kreisel benutzt.
https://digitales-stadtteilarchiv-linden-limmer.de/Document/ansichtskarte-schmetterling-mit-vier-linden-motiven-1-1907/
Wenn du der Meinbng bist, dass Ampelanlagen nicht den Verkehr ausbremsen, dann erkläre.mir bitte, weshalb an der Kreuzung Badenstedter Straße / Brauhofstraße / Am Lindener Berge nachts (ich meine weit nach Mitternacht) die Anlage kn Betrieb ist. Ich muss auf der Vorfahrtberechtigten Straße anhalten, nur um zu sehen, das weder ein Fußgänger noch ein KFZ auf der nicht Vorfahrstberichtigten Straße kreuzt oder auf der Badenstedter einbiegen will. Wenn die schon Nachts in Betrieb ist, warum dann keine dynamischen Anlagen? Ach ja, in Anbetracht der Nachts herrschenden Verkehrsdichte könnten die Verkehrsteilnehmer auf der Badenstedter zu lange grün haben indem dann einfach so durchbrettern. Das muss man natürlich vermeiden.
Ich meinte in meinem Kommentar mitnichten die Anlagen an den Hauptverkehrsachsen. Da gebe ich Dir Recht, die sind fast alle tatsächlich sinnvoll. Ich.meine die Anlagen, für die ich stellvertretend mein Beispeil oben genannt habe. Und da gibg es einige, die, zumindest, Nachts abgeschaltet werden könnten. Stattdessen lässt man jetzt sogar Ampeln Nachts durchlaufen, die früher schon der sehr früh am Abend angeschaltet wurden. Beispiel die Anlage Eichenbrink / Südfeldstraße in Limmer. Finde den Fehler.
Bei Kreiseln meinte ich auch nicht die mehrspurigen Kreisel auf den Hauptachsen, sondern auf den normalen Straßen, wo eben Ampeln stehen. Dein Kommentar ist so überflüssig wie ein Kropf.
Ich könnte ja auch mit Ampeln leben, wenn diese nicht 50 m auseinander sind und dann nicht alle rot zeigen würden, sodass man wirklich bei jeder Ampel anhalten muss. Die schließt Fußgängerampeln ein. Das ist für mich nur noch Schikane. Ich denke, anderen Autofahrern geht es genau so.
Wenn man unbedingt Geld loswerden will…
Ich verstehe es nur nicht. Komme da fast täglich mit dem Rad durch. Ab-und an mit dem Bus. Vielleicht kein Geld ausgeben, lieber verdienen? Da sollte man vielleicht einmal mit der Radarfalle stehen.
Ach sorry, nur 2 Unfälle. Kein Unfallschwerpunkt, dann macht man das ja nicht. Würde sich aber lohnen.
So unsinnig. Es gibt doch sinnvolle Stellen. Man nehme die Wasserstadt. Da sind nun mehr Wohnungen und mehr Menschen und dort gibt es nur diesen „Zebrastreifen“. Der ist auch nicht mit einer Warnampel versehen. Der kann sogar leicht übersehen werden. Besonders jetzt, die Baume neben der Straße Richtung Brücke, die wuchern so, dass Radfahrer jetzt schon Slalom fahren müssen um nicht von Ästen ausgepeitscht zu werden. Hat es geregnet, dann müssen sogar Kinder ausweichen oder bekommen von Blättern das Gesicht gewaschen.
Aber ich will nicht abschweifen. Der Zebrastreifen ist das Thema. Es gibt auf der Wunstorfter viel Verkehr. Direkt neben der Kreuzung ist dieser Zebrastreifen. Würde ich nicht aufpassen, dann hätte ich schon vor der Wasserstadt dort 5x im Jahr einen Unfall haben können. Nun gibt es da die zusätzliche Straße. Warum hat man dort keine Ampel gebaut? Da hätte es Sinn gemacht. Auch für die PKW, die aus der Wasserstadt kommen.
Aber typisch für die Stadtplanung, da wo es nicht sein muss…
„Nach Informationen von Punkt-Linden gibt es im gesamten Stadtbereich gar keine barrierefreien Bushaltestellen.“
Ich würde es so formulieren: Es gibt mehr und weniger barrierefreie Bushaltestellen. Bei der Hochflurstadtbahn, wie wir sie in Hannover haben, gibt es Barrierfreiheit an den Hochbahnsteigen. Zumindest gilt das für die neueren TW 2000/2500 Fahrzeuge (Silberpfeile) und für die TW 3000 Fahrzeuge. Die alten grünen TW 6000 Fahrzeuge haben einen rund 10 cm höheren Fußboden, so dass auch am Hochbahnsteig eine Stufe zu überwinden ist, und der Spalt zwischen Fahrzeug und Hochbahnsteig ist ca. 5 cm breiter als bei den neueren Stadtbahnen.
Überhaupt nicht barrierefrei sind Bushaltestellen mit einem niedrigen Bordstein oder Bushaltestellen ganz ohne Bordstein. Die Standardbordsteinhöhe ist 10 bis 12 cm. Und wenn an einem solchen Standardbordstein einfach nur ein Haltestellenschild hingestellt wird, ohne an dem Bordstein etwas zu verändern, dann ist diese Bushaltestelle nicht barrierfrei.
Davon gibt es leider noch einige in Hannover.
Bei vielen Bushaltestellen im Stadtgebiet ist die Haltestellen-Bordsteinkante 16-18 cm und das ist nicht wirklich barrierefrei. Siehe auch Verkehrs AG Hannover:
https://www.verkehrsag-hannover.de/Busbord.html
Nur einzelne Haltestellen-Bordsteinkanten sind höher als 18 cm. Zum Beispiel die an der Bushaltestelle Nordhafen, wo auch eine Stadtbahnhaltestelle mit Hochbahnsteig ist.
Welche Informationen sind das, auf die Punkt Linden sich beruft, und derzufolge es in Hannover keine barrierefreien Bushaltestellen gibt?
Diese Stelle ist nicht der primäre Gefährdungspunkt. Die liegt weiter stadteinwärts, auf Höhe der Einmündung Schörlingstr. Dort ist als dort querender Radfahrer quasi keine sichere Einsicht gegeben sowohl Richtung Lindener Hafen ,als auch Richtung Südfeldstr. Die PKW sind dort nicht selten i hohem Tempo unterwegs, man muss dort auf Glück hoffen, keinen Unfall zu haben. Einige Radfahreende queren deshalb schon deutlich vorher, ungefähr azd Höhe der Gleise und fahren dann – rechtswidrig- auf der falschen Seite Richtung Schörlingstr.
An der Ecke habe ich noch nie einen Fußgänger gesehen.
Mein erster Gedanke war: Für wen soll denn die Ampel sein?
Ich habe bisher nur 1-3 Menschen hier lang gehen oder aus dem Bus aussteigen gesehen. Egal wann ich hier war, selbst zu Zeiten als es den Handyladen in der Südfeldstraße noch gab, war hier kaum Fußverkehr. Aber auch Radfahrer habe ich hier sehr selten wahrgenommen. Am Davenstedter Platz dagegen steigen sehr viele Menschen in den Bus ein, aber hier kam noch keiner auf die Idee zusätzliche Ampeln an der Davenstedter Straße entlang zu installieren. Ich habe den Eindruck, außerhalb von Linden-Limmer können sich die Menschen sicherer und eigenverantwortlicher im Straßenverkehr bewegen, trotz fehlender Querungsanlagen.
Also wenn sich dort nur 1-3 Fußgänger bewegen, kann man die Haltestelle vom Bus 120 auch ruhig abschaffen. Spart dann den Ausbau der Haltestelle 🙂 *lol*
Aber da sind mehrere Kriterien, die es verlangen, das zwischen Alte Speicherstraße und Kurve an der Südfeldstraße ältere und ggf. eingeschränkte Fußgänger und Radfahrer sicher über die Davenstedterstraße kommen.
(Mich hätte es dort beinah schon 2 mal zerleegt. Dann würde ich jetzt als Kühlerfigur eines LKWs mitfahren).
Es würde ja auch ein Zebrastreifen zwischen Schörlingstraße und Haltestelle des 120er reichen, oder eine 30er Zone 🙂
Aber das müste man sich mit den Verantwortlichen vor Ort anschauen.
Im Laufe des Tages werden es sicher mehr als 1-3 Fußgänger sein, keine Frage. Ob man aber dafür gleich eine Ampelanlage braucht? Ein Zebrastreifen oder eine Insel als Querungshilfe wären auch eine Option. Einen Zebrastreifen sollte man dann aber deutlich sichtbarer gestalten mit Beleuchtung ( vielleicht auch wie das Projekt“Smarte Zebrastreifen), das sollte auch bei der Wasserstadt nachgeholt werden.
Ich bin für eine Tunnellösung 🤔🥴🥳
Spass beiseite.
Orts-Termin machen,anschauen überlegen.
Oder hat man auf einmal zu viel Geld ???