Neue Mietshäuser am Ortseingang von Limmer geplant

Ladenzeile in der Franz-Nause-Straße Limmer
Bei den Neubauplanungen sollen die Belange der Gewerbetreibenden berücksichtigt werden.

Am Ortseingang von Limmer unweit des „Stichweh Leinepark“, plant die Grundstücksgesellschaft Stichweh/Ziehm drei neue Mietshäuser mit einer Ladenzeile. Der künftige Gebäudekomplex in der Franz-Nause-Straße beginnt an der Ecke Weidestraße mit einem sechsgeschossigen Kopfbau, an den sich ein vier- und ein dreigeschossiges Gebäude anschließen.

Stichweh-Areal an der Wunstorfer Straße
Seit 2010 hat die Grundstücksgesellschaft Stichweh/Ziehm auf der östlichen Seite der Wunstorfer Straße ein neues Quartier entwickelt.

„Unsere Planung ist eng mit der Stadt abgestimmt“, sagt deren Geschäftsführer Dr. Hanno Ziehm. Noch offen sei, wie das Vorhaben realisiert werde, da „wir möglichst viele Geschäftsinhaber in der Ladenzeile dort halten wollen“. Das Grundstück hatte die Gesellschaft im Mai 2024 erworben. Mit dem Bauvorhaben rundet sie ihre städtebaulichen Aktivitäten am Standort der Stichweh-Zentrale in der Färberstraße seit 2010 ab.

Quartier weiter aufwerten

Franz-Nause-Straße
Seit 2010 gibt es Bemühungen, den Platz an der Franz-Nause-Straße aufzuwerten.

Seit 2010 hat die Grundstücksgesellschaft Stichweh/Ziehm auf der östlichen Seite der Wunstorfer Straße ein neues Quartier entwickelt mit dem sanierten Altbau am Fösseufer, einem neuen Büro- und Geschäftshaus, dem „Stichweh Leinepark“ und dem Gymnasium Limmer. Auch die Stadt hat sich dort im Rahmen der Sanierung von Limmer-Ost engagiert und die Wegeführung der Franz-Nause-Straße neu gestaltet. Ziele waren, die Verbindung  vom Wohngebiet südlich der Zimmermannstraße bis zur Schwanenwiese auf der anderen Seite der Fösse und die Aufenthaltsqualität an dem Platz zu verbessern.

Um den Quartierscharakter zu stärken, sollen bei den geplanten Neubauten gestalterische Elemente wie das Schrägdach, das sich bereits auf dem Gymnasium und der Sporthalle befindet, aufgenommen werden.

ZAMOSH
ZAMOSH
Eleonorenstraße 18
30449 Hannover

Barrierefreie Wohnungen

Dr. Hanno Ziehm
Der Geschäftsführer der Grundstücksgesellschaft Stichweh/Ziehm, Dr. Hanno Ziehm

Auf einer Gesamtfläche von rund 7800 Quadratmetern sind barrierefreie Zwei-Zimmer-Wohnungen geplant, darunter auch Sozialwohnungen. Für Ziehm sind ältere Menschen und Studierende die Hauptzielgruppe der künftigen Mietenden. Viele Details seien  noch offen – wie etwa die Entscheidung, ob ein Sozialverband mit einer Servicestation dort einziehen soll, oder die Frage, in welchen Bauabschnitten die Arbeiten umgesetzt werden. Das hänge etwa davon ab, ob die Wohnungen über der Ladenzeile gebaut werden könnten.

„Konstruktive Haltung“

„Die konstruktive Haltung der Stadt hilft uns sehr, denn die finanziellen Rahmenbedingungen sind weiter schwierig, gerade wenn es um den Bau von Sozialwohnungen geht.“ Hilfreich sei, dass die Neubauten ohne Tiefgarage gebaut werden könnten. Auf Wunsch der Stadt hat die Grundstücksgesellschaft dafür Ende 2025 ihre Entwürfe noch einmal überarbeitet. Die Wohnungen sollen nun auch Balkone erhalten. Der konkrete Baubeginn hänge jetzt vom weiteren Verlauf der Planungs- und Genehmigungsphase ab.

Bildnachweis: Katharina Kümpel, privat, Stadtverwaltung

10 Gedanken zu „Neue Mietshäuser am Ortseingang von Limmer geplant“

  1. Wenn die Wohnungen barrierefrei sein sollen müssen die Bäder und Balkone auch für Rollstuhlfahrer nutzbar sein. Mit den innen Balkons gebe ich dir recht ,da wird es echt düster.

    Antworten
  2. Limmer wird immer und immer noch weiter verdichtet, ohne dass sich die Verkehrssituation auch nur einen Deut gegenüber ca. dem Jahr 2000 verbessert hätte:

    – die Wasserstadt Limmer (1. und 2. Bauabschnitt), wobei der 2. Bauabschnitt (angeblich) noch weiter verdichtet werden soll als bisher schon öffentlich bekannt ist
    – das Limmerquartier / die Meravis-Bauten in der Kesselstraße
    – und nun die Franz-Nause-Straße

    – Die Linie 10 kann den Takt wohl kaum noch verkürzen. Und es kann auch keine längern Bahnen geben.
    – Radverkehr scheint im Winter nicht wichtig zu sein, obwohl doch der Modal Split schon für den 1. Bauabschnitt der Wasserstadt verbessert werden sollte. Doch zumindest der Uferradweg war bis Dienstag nachmittag (seit Samstag) immer noch nicht vom Schnee / Eis geräumt; die meisten Radfahrer, die ich in den letzten Tagen gesehen habe, haben ihr Rad lieber vorsichtshalber geschoben statt eine Bauchlandung oder Schlimmeres zu riskieren. Und selbst mit Trippelschritten war das selbst für einen standfesten Menschen teilweise ein Wagnis.

    Also: Bitte erst mal die Voraussetzungen / die Infrastruktur schaffen und dann (vielleicht) erst mehr Wohnungen bauen.

    Antworten
    • Was die derzeitigen Erschwernisse beim Radverkehr mit den geplanten Neubauten zu tun haben, erschließt sich mir nicht. – Natürlich liegt beim ÖPNV einiges im Argen. Das ist aber kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen. Aus meiner Sicht handelt es sich um eine vernünftige Baumaßnahme, die so schnell wie möglich realisiert werden sollte.

      Antworten
  3. Ich hoffe hier entstehen Wohnungen mit sinnvollen Grundrissen und optimaler Raumnutzung. Leider ist das weder in Kronsrode, der Wasserstadt oder dem Limmerquartier wirklich gelungen. Innenliegende Balkone die Tageslicht nehmen, Balkone die größer als das Schlafzimmer sind, überdimensionierte Badezimmer in die noch eine Badewanne passen würde, aber nur eine Dusche vorhanden ist, Wohnräume die durch zu viele Fenster kaum Stellplatz bieten, sind nur einige Beispiele.

    Ich lasse mich überraschen..

    Antworten
  4. Die Pläne sind ein Schock für die vielen langjährigen Anwohner!
    Ein sechsstöckiges Haus anstelle der einstöckigen Flachbauten wird die Wohnsituation am Anfang der Weidestraße unerträglich machen. Durch die stetige Vergrößerung Limmers ist es sowieso schon lauter und schmutziger an der Ecke Franz-Nause Str. / Weidestraße geworden. Unvorstellbar wie das in Zukunft dort werden soll. Allein der Baulärm und -dreck über mehrere Jahre wird nicht auszuhalten sein. Die Pläne werden viele Anwohner und ihre Familien vertreiben. Einfach traurig. 😔

    Antworten
  5. Mit den Neubauplänen für den bislang eingeschossigen Gewerbetrakt werden nach dem Chez Heinz drei weitere Restaurationen (Kapadokia Kebab und der Frosch und das Restaurant Limmehr) von ihren langjährig gewachsenen Standorten vertrieben.
    In Limmer bleibt dann kaum noch Gelegenheit sich beim Bier zu netten Gesprächen oder zum leckeren Essen zu treffen.
    Schade drum 😤

    Antworten
    • Wo ist Dein Problem?

      „Unsere Planung ist eng mit der Stadt abgestimmt“, sagt deren Geschäftsführer Dr. Hanno Ziehm. Noch offen sei, wie das Vorhaben realisiert werde, da „wir möglichst viele Geschäftsinhaber in der Ladenzeile dort halten wollen“.

      Antworten
      • MEIN Problem ist, dass es am Ende wieder darauf hinauslaufen wird, dass „die“ Stadt damit zufrieden wäre, wenn alle partywilligen Menschen nach Linden-Nord gehen und dort alles zusche….. werden.

        Antworten
    • Die meisten Kunden/Gäste hat aus meiner Sicht nur der Kiosk dort. Vorher war der Frosch noch besser besucht, seit Corona und der Anpassung der Öffnungszeiten hat sich das geändert. Vielleicht bietet ein Neubau auch die Chance, die Räumlichkeiten den Bedürfnissen entsprechend zu verändern. Nicht jede Veränderung ist negativ.

      Antworten

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10 Gedanken zu „Neue Mietshäuser am Ortseingang von Limmer geplant“

  1. Wenn die Wohnungen barrierefrei sein sollen müssen die Bäder und Balkone auch für Rollstuhlfahrer nutzbar sein. Mit den innen Balkons gebe ich dir recht ,da wird es echt düster.

    Antworten
  2. Limmer wird immer und immer noch weiter verdichtet, ohne dass sich die Verkehrssituation auch nur einen Deut gegenüber ca. dem Jahr 2000 verbessert hätte:

    – die Wasserstadt Limmer (1. und 2. Bauabschnitt), wobei der 2. Bauabschnitt (angeblich) noch weiter verdichtet werden soll als bisher schon öffentlich bekannt ist
    – das Limmerquartier / die Meravis-Bauten in der Kesselstraße
    – und nun die Franz-Nause-Straße

    – Die Linie 10 kann den Takt wohl kaum noch verkürzen. Und es kann auch keine längern Bahnen geben.
    – Radverkehr scheint im Winter nicht wichtig zu sein, obwohl doch der Modal Split schon für den 1. Bauabschnitt der Wasserstadt verbessert werden sollte. Doch zumindest der Uferradweg war bis Dienstag nachmittag (seit Samstag) immer noch nicht vom Schnee / Eis geräumt; die meisten Radfahrer, die ich in den letzten Tagen gesehen habe, haben ihr Rad lieber vorsichtshalber geschoben statt eine Bauchlandung oder Schlimmeres zu riskieren. Und selbst mit Trippelschritten war das selbst für einen standfesten Menschen teilweise ein Wagnis.

    Also: Bitte erst mal die Voraussetzungen / die Infrastruktur schaffen und dann (vielleicht) erst mehr Wohnungen bauen.

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    • Was die derzeitigen Erschwernisse beim Radverkehr mit den geplanten Neubauten zu tun haben, erschließt sich mir nicht. – Natürlich liegt beim ÖPNV einiges im Argen. Das ist aber kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen. Aus meiner Sicht handelt es sich um eine vernünftige Baumaßnahme, die so schnell wie möglich realisiert werden sollte.

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  3. Ich hoffe hier entstehen Wohnungen mit sinnvollen Grundrissen und optimaler Raumnutzung. Leider ist das weder in Kronsrode, der Wasserstadt oder dem Limmerquartier wirklich gelungen. Innenliegende Balkone die Tageslicht nehmen, Balkone die größer als das Schlafzimmer sind, überdimensionierte Badezimmer in die noch eine Badewanne passen würde, aber nur eine Dusche vorhanden ist, Wohnräume die durch zu viele Fenster kaum Stellplatz bieten, sind nur einige Beispiele.

    Ich lasse mich überraschen..

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  4. Die Pläne sind ein Schock für die vielen langjährigen Anwohner!
    Ein sechsstöckiges Haus anstelle der einstöckigen Flachbauten wird die Wohnsituation am Anfang der Weidestraße unerträglich machen. Durch die stetige Vergrößerung Limmers ist es sowieso schon lauter und schmutziger an der Ecke Franz-Nause Str. / Weidestraße geworden. Unvorstellbar wie das in Zukunft dort werden soll. Allein der Baulärm und -dreck über mehrere Jahre wird nicht auszuhalten sein. Die Pläne werden viele Anwohner und ihre Familien vertreiben. Einfach traurig. 😔

    Antworten
  5. Mit den Neubauplänen für den bislang eingeschossigen Gewerbetrakt werden nach dem Chez Heinz drei weitere Restaurationen (Kapadokia Kebab und der Frosch und das Restaurant Limmehr) von ihren langjährig gewachsenen Standorten vertrieben.
    In Limmer bleibt dann kaum noch Gelegenheit sich beim Bier zu netten Gesprächen oder zum leckeren Essen zu treffen.
    Schade drum 😤

    Antworten
    • Wo ist Dein Problem?

      „Unsere Planung ist eng mit der Stadt abgestimmt“, sagt deren Geschäftsführer Dr. Hanno Ziehm. Noch offen sei, wie das Vorhaben realisiert werde, da „wir möglichst viele Geschäftsinhaber in der Ladenzeile dort halten wollen“.

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      • MEIN Problem ist, dass es am Ende wieder darauf hinauslaufen wird, dass „die“ Stadt damit zufrieden wäre, wenn alle partywilligen Menschen nach Linden-Nord gehen und dort alles zusche….. werden.

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    • Die meisten Kunden/Gäste hat aus meiner Sicht nur der Kiosk dort. Vorher war der Frosch noch besser besucht, seit Corona und der Anpassung der Öffnungszeiten hat sich das geändert. Vielleicht bietet ein Neubau auch die Chance, die Räumlichkeiten den Bedürfnissen entsprechend zu verändern. Nicht jede Veränderung ist negativ.

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