Neue Mietshäuser am Ortseingang von Limmer geplant

Ladenzeile in der Franz-Nause-Straße Limmer
Bei den Neubauplanungen sollen die Belange der Gewerbetreibenden berücksichtigt werden.

Am Ortseingang von Limmer unweit des „Stichweh Leinepark“, plant die Grundstücksgesellschaft Stichweh/Ziehm drei neue Mietshäuser mit einer Ladenzeile. Der künftige Gebäudekomplex in der Franz-Nause-Straße beginnt an der Ecke Weidestraße mit einem sechsgeschossigen Kopfbau, an den sich ein vier- und ein dreigeschossiges Gebäude anschließen.

Stichweh-Areal an der Wunstorfer Straße
Seit 2010 hat die Grundstücksgesellschaft Stichweh/Ziehm auf der östlichen Seite der Wunstorfer Straße ein neues Quartier entwickelt.

„Unsere Planung ist eng mit der Stadt abgestimmt“, sagt deren Geschäftsführer Dr. Hanno Ziehm. Noch offen sei, wie das Vorhaben realisiert werde, da „wir möglichst viele Geschäftsinhaber in der Ladenzeile dort halten wollen“. Das Grundstück hatte die Gesellschaft im Mai 2024 erworben. Mit dem Bauvorhaben rundet sie ihre städtebaulichen Aktivitäten am Standort der Stichweh-Zentrale in der Färberstraße seit 2010 ab.

Quartier weiter aufwerten

Franz-Nause-Straße
Seit 2010 gibt es Bemühungen, den Platz an der Franz-Nause-Straße aufzuwerten.

Seit 2010 hat die Grundstücksgesellschaft Stichweh/Ziehm auf der östlichen Seite der Wunstorfer Straße ein neues Quartier entwickelt mit dem sanierten Altbau am Fösseufer, einem neuen Büro- und Geschäftshaus, dem „Stichweh Leinepark“ und dem Gymnasium Limmer. Auch die Stadt hat sich dort im Rahmen der Sanierung von Limmer-Ost engagiert und die Wegeführung der Franz-Nause-Straße neu gestaltet. Ziele waren, die Verbindung  vom Wohngebiet südlich der Zimmermannstraße bis zur Schwanenwiese auf der anderen Seite der Fösse und die Aufenthaltsqualität an dem Platz zu verbessern.

Um den Quartierscharakter zu stärken, sollen bei den geplanten Neubauten gestalterische Elemente wie das Schrägdach, das sich bereits auf dem Gymnasium und der Sporthalle befindet, aufgenommen werden.

Barrierefreie Wohnungen

Dr. Hanno Ziehm
Der Geschäftsführer der Grundstücksgesellschaft Stichweh/Ziehm, Dr. Hanno Ziehm

Auf einer Gesamtfläche von rund 7800 Quadratmetern sind barrierefreie Zwei-Zimmer-Wohnungen geplant, darunter auch Sozialwohnungen. Für Ziehm sind ältere Menschen und Studierende die Hauptzielgruppe der künftigen Mietenden. Viele Details seien  noch offen – wie etwa die Entscheidung, ob ein Sozialverband mit einer Servicestation dort einziehen soll, oder die Frage, in welchen Bauabschnitten die Arbeiten umgesetzt werden. Das hänge etwa davon ab, ob die Wohnungen über der Ladenzeile gebaut werden könnten.

„Konstruktive Haltung“

„Die konstruktive Haltung der Stadt hilft uns sehr, denn die finanziellen Rahmenbedingungen sind weiter schwierig, gerade wenn es um den Bau von Sozialwohnungen geht.“ Hilfreich sei, dass die Neubauten ohne Tiefgarage gebaut werden könnten. Auf Wunsch der Stadt hat die Grundstücksgesellschaft dafür Ende 2025 ihre Entwürfe noch einmal überarbeitet. Die Wohnungen sollen nun auch Balkone erhalten. Der konkrete Baubeginn hänge jetzt vom weiteren Verlauf der Planungs- und Genehmigungsphase ab.

Bildnachweis: Katharina Kümpel, privat, Stadtverwaltung

29 Gedanken zu „Neue Mietshäuser am Ortseingang von Limmer geplant“

  1. Tja, Wohnbauverdichtung wie auch immer man es verkaufen mag… Ich bin wieder nach Hannover vor ca. 7 Jahren gezogen in einen schönen Altbau, wo ich nicht direkt davon betroffen bin. Aber die Entwicklungen die sich hier vollziehen bzw. auch vollzogen haben hinterlassen schon einen negativeren Eindruck im Vergleich wo ich Ende 2018 nach Limmer gezogen bin.

    Nun, ich werde mich in diesem Jahr wieder von Hannover verabschieden und werde wohl alles andere nicht mehr miterleben. Aber meiner Meinung nach hat sich generell Linden und Umgebung im Vergleich wie ich es als junger Mann in meiner ersten Ausbildung zu heute erleben konnte leider doch sehr negativ entwickelt.

    Die schleichende „Gentriefizierung“ und Wohnkosten die sich kein Normalverdienender leisten kann werden das Bild doch sehr stark verändern…

    Antworten
  2. Das geplante Bauland könnte aufgrund der langen Besiedlungsgeschichte spannende Befunde zur Stadtgeschichte beitragen. Das wäre bestimmt ein spannendes Projekt für die Universität Hannover!

    Antworten
  3. Wir haben eine recht große Wohnungsknappheit und zurzeit sind die Baukosten hoch, eine Wendung ist nicht abzusehen. Ich finde es großartig, wenn private Bauherren so ein Objekt planen und dann auch möglichst zeitnah realisieren können. Und selbstverständlich wird es so geplant, dass es für die Bauherren kein Zuschussgeschäft wird.

    Antworten
  4. Hoffentlich wurde auch geprüft, wieviele Fledermäuse in den aktuellen Strukturen leben, die einen wichtigen Beitrag zum urbanen Ökosystem leisten… werden die geplanten Mieten eigentlich unter 20€/m2 liegen? Wenn ja, wie soll das bei den aktuellen Bau- und Finanzierungskosten möglich sein?

    Antworten
  5. Wenn die Wohnungen barrierefrei sein sollen müssen die Bäder und Balkone auch für Rollstuhlfahrer nutzbar sein. Mit den innen Balkons gebe ich dir recht ,da wird es echt düster.

    Antworten
    • Barrierefrei ist (leider) nicht gleich rollstuhlgerecht. Natürlich müssen rollstuhlgerechte Wohnungen mehr Platz um das Waschbecken und die Toilette bieten, doch das geht selbst in Badezimmer mit nur 6 qm wenn es sinnvoll geplant ist.
      Auch der Rest der Wohnung benötigt selbstverständlich Platz für einen Rollstuhl. Leider habe ich schon Wohnungen besichtigt, bei denen der Flur fast einem zusätzlichen Raum gleich kam, der Rest der Wohnung jedoch so „verbaut“ war, dass man mit einem Rollstuhl nicht mehr problemlos in die anderen Räume gekommen wäre.

      Deswegen mein Wunsch nach sinnvollen Grundrissen ohne Platzverschwendung.

      Antworten
      • Dass barrierefrei nicht gleichbedeutend mit rollstuhlgerecht ist, macht Sinn, weil dadurch Platz und Kosten gespart werden. Bei Neubauten mit mehr als 4 Wohnungen müssen gemäß § 49 NBauO alle Wohnungen barrierefrei, aber nur jede 8. Wohnung rollstuhlgerecht sein. Die entsprechende Größe der Badezimmer richtet sich nach DIN 18040-2. Ihr könnt davon ausgehen, dass sich die Planer daran halten werden.

        Antworten
        • Wäre traurig, wenn sich die Planer bei barrierefreien Wohnungen nicht daran halten würden.
          Ich habe mir normale Wohnungen angeschaut, in denen das Bad unnötige Freiflächen bot. Es war nicht mal ein Waschmaschinenanschluss vorhanden, der den Platz begründet hätte. Vielleicht war er auch für einen Wäscheständer oder 2 Trockner vorgesehen. Ich weiß es nicht. Oder es werden einfach Eventualitäten mit eingeplant um von Anfang an auch eine höhere Miete zu begründen.
          Beim Herzkamp dagegen wurden 1-Zimmer-Wohnungen so geplant, dass sie durch das Bad (in der Mitte vom Raum) in 2 getrennte Bereiche geteilt wurden und somit wie eine 2-Zimmer-Wohnung wirken, nur ohne Türen.

          Antworten
          • Ernstgemeinte Frage, die Wohnungen die sie sich angesehen hatten, diese mit unnötig viel Platz im Bad…
            Waren das barrierefreie Wohnungen und ansonsten schlecht geplant?

  6. Limmer wird immer und immer noch weiter verdichtet, ohne dass sich die Verkehrssituation auch nur einen Deut gegenüber ca. dem Jahr 2000 verbessert hätte:

    – die Wasserstadt Limmer (1. und 2. Bauabschnitt), wobei der 2. Bauabschnitt (angeblich) noch weiter verdichtet werden soll als bisher schon öffentlich bekannt ist
    – das Limmerquartier / die Meravis-Bauten in der Kesselstraße
    – und nun die Franz-Nause-Straße

    – Die Linie 10 kann den Takt wohl kaum noch verkürzen. Und es kann auch keine längern Bahnen geben.
    – Radverkehr scheint im Winter nicht wichtig zu sein, obwohl doch der Modal Split schon für den 1. Bauabschnitt der Wasserstadt verbessert werden sollte. Doch zumindest der Uferradweg war bis Dienstag nachmittag (seit Samstag) immer noch nicht vom Schnee / Eis geräumt; die meisten Radfahrer, die ich in den letzten Tagen gesehen habe, haben ihr Rad lieber vorsichtshalber geschoben statt eine Bauchlandung oder Schlimmeres zu riskieren. Und selbst mit Trippelschritten war das selbst für einen standfesten Menschen teilweise ein Wagnis.

    Also: Bitte erst mal die Voraussetzungen / die Infrastruktur schaffen und dann (vielleicht) erst mehr Wohnungen bauen.

    Antworten
    • Was die derzeitigen Erschwernisse beim Radverkehr mit den geplanten Neubauten zu tun haben, erschließt sich mir nicht. – Natürlich liegt beim ÖPNV einiges im Argen. Das ist aber kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen. Aus meiner Sicht handelt es sich um eine vernünftige Baumaßnahme, die so schnell wie möglich realisiert werden sollte.

      Antworten
      • Es geht darum, dass selbst die Infrastrukturversprechen für den Rad-/Fußverkehr bzw. den ÖPNV, die mit den Planungen für den 1. Bauabschnitt der Wasserstadt abgegeben wurden, bis jetzt nicht (!) eingehalten wurden.

        Dem gegenüber sind im 2. Bauabschnitt der Wasserstadt weitere, zusätzliche Verdichtungen (und damit Menschen und damit Verkehr) geplant, zusätzlich dazu auch noch die neuen Wohnungen (und damit Menschen und damit Verkehr) in der Kesselstraße.

        Und schließlich, dass die Versprechen zum Thema Rad-/Fußverkehr im Winter offensichtlich nicht funktionieren.

        Antworten
        • Das was sie Schreiben hat aber trotzdem nichts mit diesem Bauvorhaben zu tun oder würde dieses behindern.
          Das Aha und die Stadt dieses Jahr beim Winterdienst versagt haben ist nämlich eine ganz andere Geschichte bei der ihnen die meisten sicher Zustimmen. Wenn dann gehört das aber in den Kommentarbereich der Zeitungen unter das Bild von unseren OB vor dem Fahrzeug von AHA, aber nicht hier hin!

          Antworten
      • Ja, leider. Die Grünen, hauptsächlich in der Region, wollten Nahverkehr sichtbar haben, nicht effizient. Mit dem Ergebnis, dass die Bahnen nun langsam sind und alle naselang in den bösen Tunnel umgeleitet werden müssen.
        Mal sehen, ob der D-Tunnel unter der Sallstraße kommt. Vielleicht führt das irgendwann auch zu einer Revision der 08/15-Lösung in der Innenstadt. Dazu muss aber dafür gesorgt werden, dass der Südstadttunnel bis zum Raschplatz durchgezogen wird. Derzeit plant die Region ja, den mit dem Cityring zu verschmelzen. Verkehrstechnisch eine Katastrophe.
        Leider dauert Verkehrsinfrastrukturausbau in diesen Zeiten mehrere Jahrzehnte. Wenn man da, wie bei der 10 auf Druck einiger Leute geschehen, falsch plant, dauert es umso länger, das wieder auszubügeln.

        Antworten
  7. Ich hoffe hier entstehen Wohnungen mit sinnvollen Grundrissen und optimaler Raumnutzung. Leider ist das weder in Kronsrode, der Wasserstadt oder dem Limmerquartier wirklich gelungen. Innenliegende Balkone die Tageslicht nehmen, Balkone die größer als das Schlafzimmer sind, überdimensionierte Badezimmer in die noch eine Badewanne passen würde, aber nur eine Dusche vorhanden ist, Wohnräume die durch zu viele Fenster kaum Stellplatz bieten, sind nur einige Beispiele.

    Ich lasse mich überraschen..

    Antworten
  8. Die Pläne sind ein Schock für die vielen langjährigen Anwohner!
    Ein sechsstöckiges Haus anstelle der einstöckigen Flachbauten wird die Wohnsituation am Anfang der Weidestraße unerträglich machen. Durch die stetige Vergrößerung Limmers ist es sowieso schon lauter und schmutziger an der Ecke Franz-Nause Str. / Weidestraße geworden. Unvorstellbar wie das in Zukunft dort werden soll. Allein der Baulärm und -dreck über mehrere Jahre wird nicht auszuhalten sein. Die Pläne werden viele Anwohner und ihre Familien vertreiben. Einfach traurig. 😔

    Antworten
    • Der mit 6 Geschossen wird der Eckbau also da wo Abex drin ist und früher ne Videothek und davor Supermärkte. Also das Gebäude das am weitesten weg ist von den heutigen Wohnhäusern.

      Antworten
      • Leider nicht weit weg, sondern direkt vor unserer Nase –> Eckhaus Weidestraße.
        Also wird es zukünftig noch lauter dort an der Ecke und nicht mehr wohnenswert. Lässt sich nicht mehr schön reden und sicherlich auch nur als direkte/r AnwohnerIn beurteilen.
        Der unverbaute Ausblick hat bisher noch so einiges relativiert. Auch die zeitweise grölenden Trinker auf den Bänken. Lautstärke ist nun mal ein wesentlicher Punkt, wenn man zur Straßenseite wohnt. Und so eine Baustelle wird auch nicht in nem halben Jahr fertig sein. Ergo Umzug in den nächsten Jahren.

        Antworten
  9. Mit den Neubauplänen für den bislang eingeschossigen Gewerbetrakt werden nach dem Chez Heinz drei weitere Restaurationen (Kapadokia Kebab und der Frosch und das Restaurant Limmehr) von ihren langjährig gewachsenen Standorten vertrieben.
    In Limmer bleibt dann kaum noch Gelegenheit sich beim Bier zu netten Gesprächen oder zum leckeren Essen zu treffen.
    Schade drum 😤

    Antworten
    • Wo ist Dein Problem?

      „Unsere Planung ist eng mit der Stadt abgestimmt“, sagt deren Geschäftsführer Dr. Hanno Ziehm. Noch offen sei, wie das Vorhaben realisiert werde, da „wir möglichst viele Geschäftsinhaber in der Ladenzeile dort halten wollen“.

      Antworten
      • MEIN Problem ist, dass es am Ende wieder darauf hinauslaufen wird, dass „die“ Stadt damit zufrieden wäre, wenn alle partywilligen Menschen nach Linden-Nord gehen und dort alles zusche….. werden.

        Antworten
    • Die meisten Kunden/Gäste hat aus meiner Sicht nur der Kiosk dort. Vorher war der Frosch noch besser besucht, seit Corona und der Anpassung der Öffnungszeiten hat sich das geändert. Vielleicht bietet ein Neubau auch die Chance, die Räumlichkeiten den Bedürfnissen entsprechend zu verändern. Nicht jede Veränderung ist negativ.

      Antworten
    • @Tom, das die „Kneipenkultur“ langsam aus Linden / Limmer verschwindet, merkt man immer mehr. Das Frosch war immer ein Treffpunkt für Gesellschaft und Unterhaltung bei einem kühlen Getränk.
      Aber wenn man mal schaut : Wo sind unsere ganzen „Kneipen / Sportbars / Treffpunkte für Krökeln, Billiard, Knobeln hin ?
      Einfach weg, seit es das Rauchverbot und dann Corona gab (Mal abgesehen von Abriß von Gebäuden & Neubauten und Vermietung zu teuren Mieten).
      Das Leben in Linden / Limmer ist mittlerweile recht teuer geworden 🙁

      ^

      Antworten
      • Das Leben ist nicht nur in Linden/Limmer teurer geworden!
        Und Sportbars, die gibt es noch. Hat dich sogar eine neue geöffnet Ecke Ahlener Straße/Viktoriastraße.
        Das solche Läden verschwinden liegt aber auch daran, dass viele Menschen nicht mehr hingehen. Bier daheim und Streaming ist halt billiger.
        Somit sollte man das Jammern und Meckern bitte etwas herunterfahren. Warum heulen wenn man es selbst verursacht?
        Wenn keiner hingeht gibt es keinen Bedarf. Punkt!!!

        Antworten

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29 Gedanken zu „Neue Mietshäuser am Ortseingang von Limmer geplant“

  1. Tja, Wohnbauverdichtung wie auch immer man es verkaufen mag… Ich bin wieder nach Hannover vor ca. 7 Jahren gezogen in einen schönen Altbau, wo ich nicht direkt davon betroffen bin. Aber die Entwicklungen die sich hier vollziehen bzw. auch vollzogen haben hinterlassen schon einen negativeren Eindruck im Vergleich wo ich Ende 2018 nach Limmer gezogen bin.

    Nun, ich werde mich in diesem Jahr wieder von Hannover verabschieden und werde wohl alles andere nicht mehr miterleben. Aber meiner Meinung nach hat sich generell Linden und Umgebung im Vergleich wie ich es als junger Mann in meiner ersten Ausbildung zu heute erleben konnte leider doch sehr negativ entwickelt.

    Die schleichende „Gentriefizierung“ und Wohnkosten die sich kein Normalverdienender leisten kann werden das Bild doch sehr stark verändern…

    Antworten
  2. Das geplante Bauland könnte aufgrund der langen Besiedlungsgeschichte spannende Befunde zur Stadtgeschichte beitragen. Das wäre bestimmt ein spannendes Projekt für die Universität Hannover!

    Antworten
  3. Wir haben eine recht große Wohnungsknappheit und zurzeit sind die Baukosten hoch, eine Wendung ist nicht abzusehen. Ich finde es großartig, wenn private Bauherren so ein Objekt planen und dann auch möglichst zeitnah realisieren können. Und selbstverständlich wird es so geplant, dass es für die Bauherren kein Zuschussgeschäft wird.

    Antworten
  4. Hoffentlich wurde auch geprüft, wieviele Fledermäuse in den aktuellen Strukturen leben, die einen wichtigen Beitrag zum urbanen Ökosystem leisten… werden die geplanten Mieten eigentlich unter 20€/m2 liegen? Wenn ja, wie soll das bei den aktuellen Bau- und Finanzierungskosten möglich sein?

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  5. Wenn die Wohnungen barrierefrei sein sollen müssen die Bäder und Balkone auch für Rollstuhlfahrer nutzbar sein. Mit den innen Balkons gebe ich dir recht ,da wird es echt düster.

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    • Barrierefrei ist (leider) nicht gleich rollstuhlgerecht. Natürlich müssen rollstuhlgerechte Wohnungen mehr Platz um das Waschbecken und die Toilette bieten, doch das geht selbst in Badezimmer mit nur 6 qm wenn es sinnvoll geplant ist.
      Auch der Rest der Wohnung benötigt selbstverständlich Platz für einen Rollstuhl. Leider habe ich schon Wohnungen besichtigt, bei denen der Flur fast einem zusätzlichen Raum gleich kam, der Rest der Wohnung jedoch so „verbaut“ war, dass man mit einem Rollstuhl nicht mehr problemlos in die anderen Räume gekommen wäre.

      Deswegen mein Wunsch nach sinnvollen Grundrissen ohne Platzverschwendung.

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      • Dass barrierefrei nicht gleichbedeutend mit rollstuhlgerecht ist, macht Sinn, weil dadurch Platz und Kosten gespart werden. Bei Neubauten mit mehr als 4 Wohnungen müssen gemäß § 49 NBauO alle Wohnungen barrierefrei, aber nur jede 8. Wohnung rollstuhlgerecht sein. Die entsprechende Größe der Badezimmer richtet sich nach DIN 18040-2. Ihr könnt davon ausgehen, dass sich die Planer daran halten werden.

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        • Wäre traurig, wenn sich die Planer bei barrierefreien Wohnungen nicht daran halten würden.
          Ich habe mir normale Wohnungen angeschaut, in denen das Bad unnötige Freiflächen bot. Es war nicht mal ein Waschmaschinenanschluss vorhanden, der den Platz begründet hätte. Vielleicht war er auch für einen Wäscheständer oder 2 Trockner vorgesehen. Ich weiß es nicht. Oder es werden einfach Eventualitäten mit eingeplant um von Anfang an auch eine höhere Miete zu begründen.
          Beim Herzkamp dagegen wurden 1-Zimmer-Wohnungen so geplant, dass sie durch das Bad (in der Mitte vom Raum) in 2 getrennte Bereiche geteilt wurden und somit wie eine 2-Zimmer-Wohnung wirken, nur ohne Türen.

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          • Ernstgemeinte Frage, die Wohnungen die sie sich angesehen hatten, diese mit unnötig viel Platz im Bad…
            Waren das barrierefreie Wohnungen und ansonsten schlecht geplant?

  6. Limmer wird immer und immer noch weiter verdichtet, ohne dass sich die Verkehrssituation auch nur einen Deut gegenüber ca. dem Jahr 2000 verbessert hätte:

    – die Wasserstadt Limmer (1. und 2. Bauabschnitt), wobei der 2. Bauabschnitt (angeblich) noch weiter verdichtet werden soll als bisher schon öffentlich bekannt ist
    – das Limmerquartier / die Meravis-Bauten in der Kesselstraße
    – und nun die Franz-Nause-Straße

    – Die Linie 10 kann den Takt wohl kaum noch verkürzen. Und es kann auch keine längern Bahnen geben.
    – Radverkehr scheint im Winter nicht wichtig zu sein, obwohl doch der Modal Split schon für den 1. Bauabschnitt der Wasserstadt verbessert werden sollte. Doch zumindest der Uferradweg war bis Dienstag nachmittag (seit Samstag) immer noch nicht vom Schnee / Eis geräumt; die meisten Radfahrer, die ich in den letzten Tagen gesehen habe, haben ihr Rad lieber vorsichtshalber geschoben statt eine Bauchlandung oder Schlimmeres zu riskieren. Und selbst mit Trippelschritten war das selbst für einen standfesten Menschen teilweise ein Wagnis.

    Also: Bitte erst mal die Voraussetzungen / die Infrastruktur schaffen und dann (vielleicht) erst mehr Wohnungen bauen.

    Antworten
    • Was die derzeitigen Erschwernisse beim Radverkehr mit den geplanten Neubauten zu tun haben, erschließt sich mir nicht. – Natürlich liegt beim ÖPNV einiges im Argen. Das ist aber kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen. Aus meiner Sicht handelt es sich um eine vernünftige Baumaßnahme, die so schnell wie möglich realisiert werden sollte.

      Antworten
      • Es geht darum, dass selbst die Infrastrukturversprechen für den Rad-/Fußverkehr bzw. den ÖPNV, die mit den Planungen für den 1. Bauabschnitt der Wasserstadt abgegeben wurden, bis jetzt nicht (!) eingehalten wurden.

        Dem gegenüber sind im 2. Bauabschnitt der Wasserstadt weitere, zusätzliche Verdichtungen (und damit Menschen und damit Verkehr) geplant, zusätzlich dazu auch noch die neuen Wohnungen (und damit Menschen und damit Verkehr) in der Kesselstraße.

        Und schließlich, dass die Versprechen zum Thema Rad-/Fußverkehr im Winter offensichtlich nicht funktionieren.

        Antworten
        • Das was sie Schreiben hat aber trotzdem nichts mit diesem Bauvorhaben zu tun oder würde dieses behindern.
          Das Aha und die Stadt dieses Jahr beim Winterdienst versagt haben ist nämlich eine ganz andere Geschichte bei der ihnen die meisten sicher Zustimmen. Wenn dann gehört das aber in den Kommentarbereich der Zeitungen unter das Bild von unseren OB vor dem Fahrzeug von AHA, aber nicht hier hin!

          Antworten
      • Ja, leider. Die Grünen, hauptsächlich in der Region, wollten Nahverkehr sichtbar haben, nicht effizient. Mit dem Ergebnis, dass die Bahnen nun langsam sind und alle naselang in den bösen Tunnel umgeleitet werden müssen.
        Mal sehen, ob der D-Tunnel unter der Sallstraße kommt. Vielleicht führt das irgendwann auch zu einer Revision der 08/15-Lösung in der Innenstadt. Dazu muss aber dafür gesorgt werden, dass der Südstadttunnel bis zum Raschplatz durchgezogen wird. Derzeit plant die Region ja, den mit dem Cityring zu verschmelzen. Verkehrstechnisch eine Katastrophe.
        Leider dauert Verkehrsinfrastrukturausbau in diesen Zeiten mehrere Jahrzehnte. Wenn man da, wie bei der 10 auf Druck einiger Leute geschehen, falsch plant, dauert es umso länger, das wieder auszubügeln.

        Antworten
  7. Ich hoffe hier entstehen Wohnungen mit sinnvollen Grundrissen und optimaler Raumnutzung. Leider ist das weder in Kronsrode, der Wasserstadt oder dem Limmerquartier wirklich gelungen. Innenliegende Balkone die Tageslicht nehmen, Balkone die größer als das Schlafzimmer sind, überdimensionierte Badezimmer in die noch eine Badewanne passen würde, aber nur eine Dusche vorhanden ist, Wohnräume die durch zu viele Fenster kaum Stellplatz bieten, sind nur einige Beispiele.

    Ich lasse mich überraschen..

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  8. Die Pläne sind ein Schock für die vielen langjährigen Anwohner!
    Ein sechsstöckiges Haus anstelle der einstöckigen Flachbauten wird die Wohnsituation am Anfang der Weidestraße unerträglich machen. Durch die stetige Vergrößerung Limmers ist es sowieso schon lauter und schmutziger an der Ecke Franz-Nause Str. / Weidestraße geworden. Unvorstellbar wie das in Zukunft dort werden soll. Allein der Baulärm und -dreck über mehrere Jahre wird nicht auszuhalten sein. Die Pläne werden viele Anwohner und ihre Familien vertreiben. Einfach traurig. 😔

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    • Der mit 6 Geschossen wird der Eckbau also da wo Abex drin ist und früher ne Videothek und davor Supermärkte. Also das Gebäude das am weitesten weg ist von den heutigen Wohnhäusern.

      Antworten
      • Leider nicht weit weg, sondern direkt vor unserer Nase –> Eckhaus Weidestraße.
        Also wird es zukünftig noch lauter dort an der Ecke und nicht mehr wohnenswert. Lässt sich nicht mehr schön reden und sicherlich auch nur als direkte/r AnwohnerIn beurteilen.
        Der unverbaute Ausblick hat bisher noch so einiges relativiert. Auch die zeitweise grölenden Trinker auf den Bänken. Lautstärke ist nun mal ein wesentlicher Punkt, wenn man zur Straßenseite wohnt. Und so eine Baustelle wird auch nicht in nem halben Jahr fertig sein. Ergo Umzug in den nächsten Jahren.

        Antworten
  9. Mit den Neubauplänen für den bislang eingeschossigen Gewerbetrakt werden nach dem Chez Heinz drei weitere Restaurationen (Kapadokia Kebab und der Frosch und das Restaurant Limmehr) von ihren langjährig gewachsenen Standorten vertrieben.
    In Limmer bleibt dann kaum noch Gelegenheit sich beim Bier zu netten Gesprächen oder zum leckeren Essen zu treffen.
    Schade drum 😤

    Antworten
    • Wo ist Dein Problem?

      „Unsere Planung ist eng mit der Stadt abgestimmt“, sagt deren Geschäftsführer Dr. Hanno Ziehm. Noch offen sei, wie das Vorhaben realisiert werde, da „wir möglichst viele Geschäftsinhaber in der Ladenzeile dort halten wollen“.

      Antworten
      • MEIN Problem ist, dass es am Ende wieder darauf hinauslaufen wird, dass „die“ Stadt damit zufrieden wäre, wenn alle partywilligen Menschen nach Linden-Nord gehen und dort alles zusche….. werden.

        Antworten
    • Die meisten Kunden/Gäste hat aus meiner Sicht nur der Kiosk dort. Vorher war der Frosch noch besser besucht, seit Corona und der Anpassung der Öffnungszeiten hat sich das geändert. Vielleicht bietet ein Neubau auch die Chance, die Räumlichkeiten den Bedürfnissen entsprechend zu verändern. Nicht jede Veränderung ist negativ.

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    • @Tom, das die „Kneipenkultur“ langsam aus Linden / Limmer verschwindet, merkt man immer mehr. Das Frosch war immer ein Treffpunkt für Gesellschaft und Unterhaltung bei einem kühlen Getränk.
      Aber wenn man mal schaut : Wo sind unsere ganzen „Kneipen / Sportbars / Treffpunkte für Krökeln, Billiard, Knobeln hin ?
      Einfach weg, seit es das Rauchverbot und dann Corona gab (Mal abgesehen von Abriß von Gebäuden & Neubauten und Vermietung zu teuren Mieten).
      Das Leben in Linden / Limmer ist mittlerweile recht teuer geworden 🙁

      ^

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      • Das Leben ist nicht nur in Linden/Limmer teurer geworden!
        Und Sportbars, die gibt es noch. Hat dich sogar eine neue geöffnet Ecke Ahlener Straße/Viktoriastraße.
        Das solche Läden verschwinden liegt aber auch daran, dass viele Menschen nicht mehr hingehen. Bier daheim und Streaming ist halt billiger.
        Somit sollte man das Jammern und Meckern bitte etwas herunterfahren. Warum heulen wenn man es selbst verursacht?
        Wenn keiner hingeht gibt es keinen Bedarf. Punkt!!!

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