
Zwischen Literatur und KI

Junge Filmschaffende haben am neuen Standort des Medienhauses Hannover in der Limmerstraße ihre aktuellen Film- und Drehbuchprojekte vorgestellt und sich unter anderem über Chancen für eigene Videoproduktionen oder Fördermöglichkeiten ausgetauscht. Eingeladen hatten Martin Darr und Sophie Therese vom Filmzirkel Hannover. Mit dabei war der KI-Programmierer Oliver Ilnicki, der aktuell an einem Videobeitrag für die Ausschreibung „Call for Ideas: KI trifft Kultur“ von ARD-Kultur arbeitet. Der Sender sucht ‚visionäre Projektideen, die mithilfe von KI-Technologie entstehen und Kultur aus völlig neuen Blickwinkeln zeigen‘“, begründet der Sender den Wettbewerb. Ilnicki nutzte das Treffen, um sich mit den Anwesenden über sein Konzept auszutauschen. Juls Wessing stellte ihren Roman Eloweyn vor, in dem es um
Trauma, Liebe und den Mut, wieder aufzustehen, geht. Sie sei gekommen, weil sie aus dem Buch ein Drehbuch machen wolle. „Ich freue mich über Tipps, wie ich dafür vorgehen soll.“
Medienhaus und Künstliche Intelligenz
„Das Medienhaus ist ein wenig in die Jahre gekommen. Wir setzen deshalb auf enge Zusammenarbeit mit dem Filmzirkel, der sich an den Nachwuchs richtet“, sagte Matthias „Motte“ Jansen vom Medienhaus. Aufgegriffen haben er und das Medienhaus-Team den Impuls, junge Medienschaffende auch in finanziellen Themen zu beraten. Gestartet hat er zudem die „AI Challenge Group“, die Film-, Video-, Foto- und Medienkreative zusammenbringen will, um KI praktisch einzuordnen, Hemmschwellen abzubauen. Das nächste Treffen ist am 18. Mai in der Limmerstraße 48 in Linden-Nord.
Darr und Jung hatten das lose Netzwerk für und von Filmschaffenden 2019 gegründet und seit einiger Zeit einen Arbeitsplatz im Medienhaus Hannover. Das Medienhaus hatte Ende März nach fast 40 Jahren seinen Standort am Schwarzen Bär aufgeben müssen und war mit dem Filmzirkel in das ehemalige Leerhardt in Linden-Nord gezogen.

Ein Video von Wolfgang Becker zeigt mehr über die Medienhäuser in Linden.