Einbruch in Handyshop auf Limmerstraße – Festnahme nach Unfall

Nach einem Einbruch in den „Pantech Handyshop“ auf der Limmerstraße 88 in Linden-Nord hat die Polizei vier mutmaßliche Täter identifiziert und festgenommen. Nach aktuellen Ermittlungen sollen die vier Männer identisch sein mit den Insassen eines silbernen BMW 3er, der in derselben Nacht nach einer Verfolgungsfahrt am Deisterplatz verunglückte und in Brand geriet.

Brachialer Einbruch trotz Sicherung

Polizei bei Nacht
Symbolbild
Der Elektronikfachhandel, gelegen neben einem Netto-Markt auf der Limmerstraße, war durch Metallrollläden vor Schaufenster und Türen gesichert. Dennoch überwanden die Täter gegen 23:30 Uhr mit erheblicher Gewalt das Rolltor vor der Eingangstür. Zunächst versuchten sie vergeblich, die Tür aufzuhebeln. Schließlich zerstörten sie die Glasscheibe der Eingangstür und verschafften sich so Zutritt zu den Geschäftsräumen. Im Inneren brachen sie mehrere Vitrinen auf und entwendeten hochwertige Mobiltelefone sowie weitere elektronische Geräte. Durch die ausgelöste Alarmanlage wurde der Inhaber des Geschäfts informiert, der die Polizei verständigte. Kurz nach 01:00 Uhr meldete zudem ein Zeuge den Einbruch. Mehrere Streifenwagen wurden sofort zum Tatort entsandt.

Fahndung führt zu BMW in der Fröbelstraße

Vor Ort erhielten die Einsatzkräfte Hinweise, dass die Täter nur wenige Minuten zuvor geflüchtet waren. Im Rahmen der Fahndung entdeckten Beamtinnen und Beamte im Bereich der Fröbelstraße einen silbernen BMW 3er und entschieden sich für eine Verkehrskontrolle. Der 25-jährige Fahrzeugführer stieg zunächst aus. In diesem Moment setzte sich jedoch der 16-jährige Beifahrer auf den Fahrersitz und flüchtete mit dem Fahrzeug. An Bord befanden sich zudem zwei weitere Tatverdächtige im Alter von 23 und 18 Jahren. Die anschließende Verfolgungsfahrt endete wenig später im Bereich des Deisterplatz-Kreisels, wo der 16-Jährige die Kontrolle über das Fahrzeug verlor. Der BMW prallte gegen einen Ampelmast und geriet in Brand. Alle drei Insassen wurden schwer verletzt.

Verdacht erhärtet sich nach Unfallaufnahme

Im Zuge der Unfall- und Tatortaufnahme verdichteten sich die Hinweise, dass es sich bei den vier Fahrzeuginsassen um die mutmaßlichen Einbrecher des Handyshops handelt. Eine genaue Schadenssumme steht jedoch noch aus, erste Schätzungen liegen bei 30 000 €. Die Ermittlungen des Polizeikommissariats Hannover-Limmer dauern an. Derzeit werden Spuren ausgewertet und die genauen Abläufe der Tat rekonstruiert.

Bildnachweis: Martin Illmann

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