Filmzirkel Hannover startet mit Filmschau-Reihe 2026

Freiberufliche Filmschaffende im Künstlerhaus Hannover
Wiedersehen, Austauschen und gemeinsam Kurzfilme anschauen: So lief die erste Filmschau des Filmzirkel Hannover im Kommunalen Kino im Künstlerhaus.
Sophie Therese Jung und Martin Darr
Haben den Filmzirkel Hannover gegründet: Sophie Therese Jung und Martin Darr

Fünf Kurzfilme, darunter der beim Wettbewerb „Cinéfondation“ in Cannes ausgezeichnete Beitrag „Pile“ von Toby Auberg, präsentierte der Filmzirkel Hannover zum Auftakt der Filmschau-Reihe 2026. „Wir zeigen nur Filme, die bereits öffentliche Premieren hatten“, sagt der Filmschaffende Marin Darr.

Er hat mit der Drehbuchautorin Sophie Therese Jung den Filmzirkel 2019 gegründet – ganz bewusst als Netzwerk. „Wir brauchen den Erfahrungsaustausch unter uns freiberuflichen Filmschaffenden.“ Die Angebote organisieren beide vom Medienhaus am Schwarzen Bär aus. Für die Filmschau stellt ihnen das Kino im Künstlerhaus den Saal bereit und hilft bei der Technik.

Medienhaus Hannover am Schwarzen Bär

Das Netzwerk junger Filmschaffender mit Sitz im Medienhaus Hannover am Schwarzen Bär wird für das Angebot vom Kino im Künstlerhaus unterstützt. In diesem Jahr sind weitere drei Abende geplant. Informationen gibt es auf den Instagram- und Facebook-Kanälen des Filmzirkels. Jung schilderte Herausforderungen während des Drehs für ihren ersten Film „About me“.

Es geht um die Erfahrung einer angehenden Schauspielerin, während diese eine digitale Visitenkarte („About me“) für ein Casting erstellt. „Ich kenne den Zwiespalt, sich zwischen der Aufforderung, so sein zu sollen, wie man wirklich ist, und dem tatsächlichen Empfinden entscheiden zu müssen“, erzählt Jung, die mittlerweile als Drehbuchautorin tätig ist. Unterstützung erhält sie über das NDR-Nordlichter-Programm, eine Förderinitiative für Nachwuchsfilmschaffende.

Stipendienstätte Villa Minimo

Toby Auberg
Toby Auberg

Der Animationsfilm „Pile“ zeigt in einem vertikalen Wohn- und Arbeitsraum die Entwicklung vom bloßen Überleben bis zur Entfremdung des Spätkapitalismus. 2020 erhielt der  gebürtige US-Amerikaner Auberg den Jurypreis beim Wettbewerb Annecy International Animation Festival in Cannes. Aktuell ist er Kurzfilmstipendiat von „cast&cut“ der Stiftung Kulturregion Hannover – Stiftung der Sparkasse und der Region Hannover und der nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen.

Bis Mitte des Jahres arbeitet er in der Stipendienstätte Villa Minimo in der List an seinem neuen Kurzfilm „Flail“ über einen modernen Sisyphus. Weitere Kurzfilme kamen von Timm Prozell (Wyrd), Tabea Fischer (Nox Magna) und Thassilo Eligsen-Vahlenkamp (Tinder Tiger Telefon).

Mehr Informationen zu den Filmschaffenden gibt es auf deren Instagram-Kanälen.

Kontakt zum Filmzirkel Hannover:  social@filmzirkelhannover.de

Bildnachweis: Katharina Kümpel