Faust-TV startet im Live-Stream am kommenden Freitag

Faust TVDas Kulturzentrum Faust reagiert auf die Corona-Krise mit einem neuen Format: Ab kommenden Freitag wird Faust-TV einmal wöchentlich von 19 bis 22 Uhr auf Sendung gehen und dabei digital für Kultur sorgen. Hierfür hat das Veranstaltungsteam der Faust die 60er-Jahre Halle in ein riesiges Fernsehstudio umgestaltet. „Wir sind der festen Überzeugung, dass Kultur zu den menschlichen Grundbedürfnissen gehört und lebensnotwendig ist und möchten hierfür ein kleines Zeichen setzen“, sagt Jörg Smotlacha, Pressesprecher des Kulturzentrums.

Faust-TV StudioBei dem neuen Format ist geplant, neben künstlerischen Beiträgen und Live-DJ-Sets auch politische und soziale Belange zu thematisieren. So sollen auch betroffene Künstler*innen, Initiativen und auf dem Faust-Gelände ansässige Vereine und Nutzer*innen zu Wort kommen und konkrete Hilfsangebote thematisiert werden wie etwa die Beratung von Geflüchteten in der Corona-Zeit oder die Situation von Freiberufler*innen, studentischen Hilfskräften, Auszubildenden oder der Gastronomie. „Jetzt solidarisch zu sein mit den anderen Betroffenen aus unserem Umfeld und denen die im Stadtteil Hilfe benötigen, aber auch konkrete Ideen für die nächsten Wochen zu entwickeln“, ist unser Hauptanliegen, so Geschäftsführer Hans-Michael Krüger.

Faust-TV StudiogesprächNatürlich nicht, ohne sämtliche Einschränkungen und Bestimmungen zum Corona-Virus einzuhalten. „Wir haben einen sehr konkreten Leitfaden erstellt, in dem genau festgelegt ist, wer unser Studio zu welchem Zeitpunkt betreten darf und welche Abstände eingehalten werden müssen. Zum Glück ist unsere Halle 300 Meter groß, so dass wir genug Platz für die geplante Minimalbesetzung haben“, ergänzt Luna Jurado, stellvertretende Geschäftsführerin.

Am Freitag, dem 10. April geht es los. Zu Gast sind der hannoversche HipHop-Künstler Yunus, der noch im Januar im Mephisto vor 150 Gästen gespielt hat und nun seine Faust-Premiere ohne Publikum gibt, DJ Selendi und DJ Haywan vom House und Techno-Kollektiv Oeuvre mit einem DJ-Live-Set, der Lindener Autor Kersten Flenter per Video sowie als Gesprächspartner*innen Dimitrij Czepurnyi von der Redaktion Welt in Hannover, die das neue Web-Angebot Corona Hilfe Hannover erstellt hat, die Performance-Künstlerin Ilka Theurich, Juana Steberl von der Flüchtlingsberatung bei Kargah e.V. sowie Paula Merx und Hans-Michael Krüger vom Team des Kulturzentrums Faust.

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