TSV Limmer erhält Zuschlag für neuen Kunststoffrasenplatz

tsv-limmerHannover treibt den Ausbau moderner Sportinfrastruktur weiter voran: Im Rahmen des städtischen Kunststoffrasenplatzprogramms hat die Landeshauptstadt Hannover entschieden, in der dritten Bewerbungsrunde zwei weitere Kunststoffrasenplätze zu realisieren. Einer davon wird auf der Sportanlage des TSV Limmer e. V. an der Holzrehre entstehen – ein wichtiger Schritt für den Verein und den Fußballsport im Stadtbezirk.

Grundlage der Entscheidung ist eine umfassende Nutzwertanalyse, in der alle eingegangenen Bewerbungen nach festgelegten Kriterien bewertet wurden. Insgesamt hatten sich zwölf Vereine beworben. Nach Prüfung formaler Ausschlusskriterien – darunter die Lage in festgesetzten Überschwemmungsgebieten – blieben neun Bewerbungen in der Wertung.

Neben dem TSV Limmer wurde auch der TSV Fortuna Sachsenross von 1891 e. V. berücksichtigt. Dort soll in Kooperation mit dem 1. Frauenfußball-Club Hannover von 2004 e. V. ein Kunststoffrasenplatz entstehen. Beide Projekte erzielten in der Nutzwertanalyse die höchsten Gesamtpunktzahlen.

Für den TSV Limmer ist der Zuschlag ein besonderer Erfolg. Der Verein überzeugte unter anderem durch seine Mitgliederstruktur, eine starke Jugendquote, die Auslastung der bestehenden Anlage sowie sozialräumliche Kriterien im Einzugsgebiet. Der geplante Kunststoffrasenplatz schafft ganzjährig nutzbare Trainings- und Spielmöglichkeiten und verbessert insbesondere die Situation in den Wintermonaten deutlich. Zudem profitieren die zahlreichen Jugend- und Frauenmannschaften des Vereins von verlässlichen Trainingszeiten.

Dazu Heidi von der Ah, 1. Vorsitzende vom TSV Limmer:
Nach dem zunächst ersten zukunftsträchtigen Schritt der energetischen Sanierung des Kabinentrakts erhalten wir nun als weiteres Geschenk die Möglichkeit, für den Westen Hannovers eine zusätzliche attraktive Spielfläche für unterschiedliche Sportarten zu bekommen. Der gesamte Sozialraum soll daran Freude haben. Gefeiert wird aber erst, wenn es tatsächlich politisch beschlossen ist.

Folgende Vereine aus Linden-Limmer wurden nicht berücksichtigt:

Die Sportanlagen des Hannoverschen Sportvereins von 1896 e. V. und des Fußballvereins von 1897 Linden e. V. liegen nach aktualisierten Berechnungen des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz in ausgewiesenen Überschwemmungsgebieten. Aufgrund des hohen Schadensrisikos bei Hochwasser sind dort neue Kunststoffrasenplätze ausgeschlossen, auch wenn diese Vereine in früheren Runden noch als geeignet galten. Der Sportverein von 1907 Linden e. V. erreichte nicht die erforderlichen Punktzahlen, um in dieser Runde berücksichtigt zu werden.

Finanziell sind für die dritte Bewerbungsrunde im Doppelhaushalt 2025/26 insgesamt eine Million Euro vorgesehen. In der mittelfristigen Finanzplanung stehen für die Jahre 2027 und 2028 jeweils weitere eine Million Euro bereit. Die tatsächlichen Kosten werden erst nach Abschluss der Planungen feststehen; aktuell liegt der durchschnittliche Baupreis für einen Kunststoffrasenplatz bei rund 1,2 Millionen Euro.

Nach dem politischen Beschluss beginnt nun die Detailplanung durch die zuständige Fachverwaltung. Sobald diese abgeschlossen ist, werden die einzelnen Bauprojekte erneut den Ratsgremien zur Entscheidung vorgelegt.

Bildnachweis: TSV-Limmer

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