Regelmäßige Reinigung des Milchganges beschlossen

Verschmutzter Milchgang
Verschmutzter Milchgang

In der Sitzung des Stadtbezirksrates Linden-Limmer am 8. Oktober 2025 stand der seit Jahren kritisierte Zustand des eher versteckten Milchganges in Linden-Süd auf der Tagesordnung. Auf Antrag von Michael Klenke (CDU) fasste der Bezirksrat mehrheitlich den Beschluss, eine regelmäßige Reinigung des Milchganges sowie der angrenzenden Grünanlage zu veranlassen.

Der Antrag sieht vor, dass die Verwaltung der Landeshauptstadt Hannover im Verlauf des Milchganges und auf der Grünfläche zwischen Milchgang und Ricklinger Straße eine umfassende Reinigung durchführen lässt. Insbesondere der überbaute Abschnitt an der Ricklinger Straße soll einer Grundreinigung unterzogen werden. Zudem sollen geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um einer erneuten massiven Verschmutzung vorzubeugen.

Als Begründung wurde die jahrelange Verwahrlosung des Areals angeführt. Der Milchgang sei über einen langen Zeitraum vernachlässigt worden und werde teilweise als öffentliche Bedürfnisanstalt missbraucht. Diese Entwicklung habe zu dem heute als unzumutbar beschriebenen Zustand geführt.

Teilweise Umsetzung durch den Zweckverband Abfallwirtschaft

Der Beschluss wurde zuständigkeitshalber an den Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) weitergeleitet. Von dort wurde in dieser Woche mitgeteilt, dass dem Antrag nur teilweise gefolgt werden könne.

Nach Angaben des Zweckverbandes ist der Milchgang nicht im Straßenverzeichnis gemäß § 3 der Straßenreinigungsverordnung aufgeführt. Damit liegt die Reinigungspflicht gemäß § 4 Abs. 3 der Straßenreinigungssatzung grundsätzlich bei den Eigentümerinnen und Eigentümern der angrenzenden Grundstücke. Diese sind verpflichtet, die Gehwegabschnitte entlang ihres Grundstücks bis zur Wegesmitte mindestens alle zwei Wochen zu reinigen. Der Winterdienst ist werktags zwischen 7:00 und 22:00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen zwischen 8:00 und 22:00 Uhr nach Bedarf durchzuführen.
Eine Ausnahme bildet der Gehwegabschnitt, an dem ein Spielplatz des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün angrenzt. Für diesen Bereich hat der Zweckverband die Reinigung im Rahmen einer Ausschreibung vergeben; sie erfolgt wöchentlich.

Überdies kündigte der Zweckverband an, die Kontrollen vor Ort vorübergehend zu intensivieren. Bei Bedarf sollen die reinigungspflichtigen Anlieger ausdrücklich aufgefordert werden, ihren satzungsgemäßen Verpflichtungen nachzukommen.

Bildnachweis: Michael Klenke

3 Gedanken zu „Regelmäßige Reinigung des Milchganges beschlossen“

  1. Eine bessere Beleuchtung und ein Hinweisschild „Achtung! Dieser Bereich wird videoüberwacht!“ könnten vielleicht auch dazu beitragen, die Verunreinigung zu reduzieren..

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  2. Wenn ich das bei Maps richtig gesehen habe gehört Hausnummer 10 zu hanova. Ich frage mich nur, ist es jetzt ein öffentlicher Weg (bzw. Wegerecht), dann sollte es wohl die Stadtreinigung machen, oder privat, dann könnte der Eigentümer den Gang einfach schließen, um das Urinal-Problem zu beenden?

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    • Die Diskussion gab es bereits vor Jahrzehnten. Damals kam die Stadt mit dem Argument, dass es sich um einen historischen Gang handelt, der für die Öffentlichkeit erhalten bleiben soll. Verpflichtungen, die privaten Hauseigentümern auferlegt werden, gelten für städtischen Grundbesitz nicht. Das macht sich auch insbesondere beim Winterdienst bemerkbar! Die Unterführung wurde seit Monaten nicht mehr gereinigt! Die alte Matratze liegt dort seit dem Sommer! Die funzelige Beleuchtung lädt lichtscheue Personen zu jeder Jahreszeit zum Verweilen und Geschäfteabwickeln ein! Als Anwohner kann man den Milchgang zwar nicht benutzen, hat jedoch all das zu ertragen und lt. Stadt dann noch dafür zu sorgen, das die Hinterlassenschaften zeitnah entfernt werden! Das ist Schikane pur!

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3 Gedanken zu „Regelmäßige Reinigung des Milchganges beschlossen“

  1. Eine bessere Beleuchtung und ein Hinweisschild „Achtung! Dieser Bereich wird videoüberwacht!“ könnten vielleicht auch dazu beitragen, die Verunreinigung zu reduzieren..

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  2. Wenn ich das bei Maps richtig gesehen habe gehört Hausnummer 10 zu hanova. Ich frage mich nur, ist es jetzt ein öffentlicher Weg (bzw. Wegerecht), dann sollte es wohl die Stadtreinigung machen, oder privat, dann könnte der Eigentümer den Gang einfach schließen, um das Urinal-Problem zu beenden?

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    • Die Diskussion gab es bereits vor Jahrzehnten. Damals kam die Stadt mit dem Argument, dass es sich um einen historischen Gang handelt, der für die Öffentlichkeit erhalten bleiben soll. Verpflichtungen, die privaten Hauseigentümern auferlegt werden, gelten für städtischen Grundbesitz nicht. Das macht sich auch insbesondere beim Winterdienst bemerkbar! Die Unterführung wurde seit Monaten nicht mehr gereinigt! Die alte Matratze liegt dort seit dem Sommer! Die funzelige Beleuchtung lädt lichtscheue Personen zu jeder Jahreszeit zum Verweilen und Geschäfteabwickeln ein! Als Anwohner kann man den Milchgang zwar nicht benutzen, hat jedoch all das zu ertragen und lt. Stadt dann noch dafür zu sorgen, das die Hinterlassenschaften zeitnah entfernt werden! Das ist Schikane pur!

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