Das Graffiti von Hannah Arendt im Hinterhof ihres Geburtshauses am Lindener Markt von Patrik Wolters
Ein Hannah-Arendt-Demokratiezentrum in der ehemaligen Gaststätte „GIG“ am Lindener Marktplatz halten die Initiatoren weiter für möglich. „Wir sind zuversichtlich, bei dem breiten Unterstützerkreis die Finanzierung über Bundesförderung und städtischen Anschub zu sichern“, sagt Dr. Daniel Gardemin (Bündnis 90/Die Grünen) gegenüber Punkt-Linden. Er hat das Projekt mit Dr. Arno Brandt (SPD) initiiert. Zuspruch gebe es von vielen Menschen aus der Zivilgesellschaft, wie unter anderem der ehemaligen Landesbischöfin Margot Käßmann, dem ehemaligen Direktor des Instituts für Didaktik der Leibniz Universität Hannover Detlev Schmiechen-Ackermann, der Schauspielerin Denise M’Baye, dem Publizisten Harald Welzer, der Gewerkschafterin Helga Schwitzer bis hin zu Dr. Kai Schweigmann-Greve von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. „Die vielen konstruktiven Anregungen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Kreisen sind eine starke Motivation.“ Das neue Hannah-Arendt-Demokratiezentrum läge dann gegenüber dem Geburtshaus der international renommierten politischen Theoretikerin und Publizistin am Lindener Marktplatz 2.
Weiter im Gespräch
Aktuell stehe die Initiative im Austausch mit Akteuren der Verwaltung und den Ministerien. Auch mit dem Bauamt werde weiter gesprochen. „Die Verwaltung kannte unsere Ideen noch nicht, als sie die Anfrage aus dem Stadtbezirksrat Linden-Limmer zur Zukunft des Gig beantwortet hat.“ Konkrete Vorgaben und belastbare Zahlen für die notwendige Sanierung des Bestandes erhofft er sich in weiteren Gesprächen. Die Initiatoren planen nun eine Informationsveranstaltung für Interessierte.
Bundes- und Landesförderung
Mehrere Förderprogramme kommen für ihn infrage, um das Vorhaben mit internationaler Ausstrahlung umzusetzen. Mit dem Förderprogramm „Museum macht stark“ als Teil des bundesweiten Förderprogramms „Kultur macht stark, Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung werden innovative und international ausgerichtete Kulturprojekte unterstützt. Weitere Töpfe gebe es etwa im Förderprogramm „LOKAL – Programm für Kultur und Engagement“. „Auch das Land fördert innovative, und teilhabeorientierte Kulturprojekte.“
Wenig Bewegung seit 2022
Die Räumlichkeiten sind im Besitz der Stadt.
GiG Galerie
Ehemalige Küche GiG
Im Sommer 2022 hatte die ehemalige Szenekneipe den Betrieb in den Räumlichkeiten im Lindener Rathaus eingestellt. Die Immobilie gehört der Stadt. Ein Jahr später forderte der Stadtbezirksrat Linden-Limmer die Verwaltung auf Antrag von Bündnis 90/Die Grünen auf, eine Zwischenraumnutzung zu ermöglichen. Doch obwohl die Stadt damals grundsätzliche Zustimmung signalisierte, ist bis heute wenig passiert. So wird der Saal im Obergeschoss wieder genutzt und es wurden Erhaltungsmaßnahmen wie Malerarbeiten an den Fenstern durchgeführt.
Bildnachweis: Katharina Kümpel, Ernst Barkhoff
5 Gedanken zu „Hannah-Arendt-Zentrum: Initiatoren bleiben zuversichtlich“
Ich finde es eher wichtig dort zentral gelegen ein Stadtteilzentrum (ggf. ein Quartiersmanagement für Linden Mitte / Linden Nord & Limmer) einzurichten.
Dort könnte die ganze Stadtteilarbeit der Vereine und der Stadt gebündelt werden ! So hätte Linden / Limmer einen zentralen Anlaufpunkt.
Aber hier ist wieder das liebe geld für die Sanierung, im Spiel, welche die Stadt viele Jahre als Vermieter verschwitzt hat 🙁
Hier sollte lieber was rein, was zu einem Rathausgebäude passt und den Lindenern einen Mehrzweck gibt 🙂
Ich bin in Hannover 25 Jahre lang aufgewachsen, habe dann später erfahren, dass Hannah Arendt in Hannover-Linden geboren ist. Auch, wenn sie in Königsberg aufgewachsen ist, sollte doch jeder Hannoveraner sie, ihre Bedeutung und ihr Werk kennen. Sie ist bislang völlig unterrepräsentiert.
Ein Geburtshaus und Begegnungsstätte hat riesiges Potential und Anziehungskraft. Das sollte man nutzen!
Jeder kennt aus der Presse und den div. Anfragen die Probleme die mit der Sanierung dieses Objektes einhergehen. Deshalb hat der ehemalige Mieter ja auch irgendwann aufgehört. U.a. weil die Stadt IHN hingehalten hat. Man ist also an einer schnellen Vermittlung garnicht interessiert.
Es sind alles tolle Ideen… aber braucht man soetwas wirklich? Kann man nicht gegebene Objekte nutzen. Kann man das Geld nicht für andere Zwecke nutzen? Muss das Geld unter die Leute gebracht werden weil es grade da ist und /oder schlecht werden könnte? Oder wird dieses Thema „ein Haus für Demokratie “ schon jetzt für die anstehenden Wahlen genutzt?
Außerdem gibt es in der Falkenstr. /Schwarzer Bär noch einige leerstehenden Objekte. Die Gebäude der D. und Commerzbank die Apotheke gegen Thalia, der ehemalige Kindergarten. Hier findet auch keine Nachnutzug statt.
Ein tolles Projekt. Hannover wird stolz darauf sein und kann sich freuen, solche Initiatoren zu haben.
Ich bin gegen Steuergeldverschwendung, die Abgabelast ist jetzt schon viel zu hoch. Warum gibt es keine Privatfinanzierung?
Die Kommentare sind geschlossen.
5 Gedanken zu „Hannah-Arendt-Zentrum: Initiatoren bleiben zuversichtlich“
Ich finde es eher wichtig dort zentral gelegen ein Stadtteilzentrum (ggf. ein Quartiersmanagement für Linden Mitte / Linden Nord & Limmer) einzurichten.
Dort könnte die ganze Stadtteilarbeit der Vereine und der Stadt gebündelt werden ! So hätte Linden / Limmer einen zentralen Anlaufpunkt.
Aber hier ist wieder das liebe geld für die Sanierung, im Spiel, welche die Stadt viele Jahre als Vermieter verschwitzt hat 🙁
Hier sollte lieber was rein, was zu einem Rathausgebäude passt und den Lindenern einen Mehrzweck gibt 🙂
Ich bin in Hannover 25 Jahre lang aufgewachsen, habe dann später erfahren, dass Hannah Arendt in Hannover-Linden geboren ist. Auch, wenn sie in Königsberg aufgewachsen ist, sollte doch jeder Hannoveraner sie, ihre Bedeutung und ihr Werk kennen. Sie ist bislang völlig unterrepräsentiert.
Ein Geburtshaus und Begegnungsstätte hat riesiges Potential und Anziehungskraft. Das sollte man nutzen!
Jeder kennt aus der Presse und den div. Anfragen die Probleme die mit der Sanierung dieses Objektes einhergehen. Deshalb hat der ehemalige Mieter ja auch irgendwann aufgehört. U.a. weil die Stadt IHN hingehalten hat. Man ist also an einer schnellen Vermittlung garnicht interessiert.
Es sind alles tolle Ideen… aber braucht man soetwas wirklich? Kann man nicht gegebene Objekte nutzen. Kann man das Geld nicht für andere Zwecke nutzen? Muss das Geld unter die Leute gebracht werden weil es grade da ist und /oder schlecht werden könnte? Oder wird dieses Thema „ein Haus für Demokratie “ schon jetzt für die anstehenden Wahlen genutzt?
Außerdem gibt es in der Falkenstr. /Schwarzer Bär noch einige leerstehenden Objekte. Die Gebäude der D. und Commerzbank die Apotheke gegen Thalia, der ehemalige Kindergarten. Hier findet auch keine Nachnutzug statt.
Ein tolles Projekt. Hannover wird stolz darauf sein und kann sich freuen, solche Initiatoren zu haben.
Ich bin gegen Steuergeldverschwendung, die Abgabelast ist jetzt schon viel zu hoch. Warum gibt es keine Privatfinanzierung?
Die Kommentare sind geschlossen.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Ich finde es eher wichtig dort zentral gelegen ein Stadtteilzentrum (ggf. ein Quartiersmanagement für Linden Mitte / Linden Nord & Limmer) einzurichten.
Dort könnte die ganze Stadtteilarbeit der Vereine und der Stadt gebündelt werden ! So hätte Linden / Limmer einen zentralen Anlaufpunkt.
Aber hier ist wieder das liebe geld für die Sanierung, im Spiel, welche die Stadt viele Jahre als Vermieter verschwitzt hat 🙁
Hier sollte lieber was rein, was zu einem Rathausgebäude passt und den Lindenern einen Mehrzweck gibt 🙂
Ich bin in Hannover 25 Jahre lang aufgewachsen, habe dann später erfahren, dass Hannah Arendt in Hannover-Linden geboren ist. Auch, wenn sie in Königsberg aufgewachsen ist, sollte doch jeder Hannoveraner sie, ihre Bedeutung und ihr Werk kennen. Sie ist bislang völlig unterrepräsentiert.
Ein Geburtshaus und Begegnungsstätte hat riesiges Potential und Anziehungskraft. Das sollte man nutzen!
Jeder kennt aus der Presse und den div. Anfragen die Probleme die mit der Sanierung dieses Objektes einhergehen. Deshalb hat der ehemalige Mieter ja auch irgendwann aufgehört. U.a. weil die Stadt IHN hingehalten hat. Man ist also an einer schnellen Vermittlung garnicht interessiert.
Es sind alles tolle Ideen… aber braucht man soetwas wirklich? Kann man nicht gegebene Objekte nutzen. Kann man das Geld nicht für andere Zwecke nutzen? Muss das Geld unter die Leute gebracht werden weil es grade da ist und /oder schlecht werden könnte? Oder wird dieses Thema „ein Haus für Demokratie “ schon jetzt für die anstehenden Wahlen genutzt?
Außerdem gibt es in der Falkenstr. /Schwarzer Bär noch einige leerstehenden Objekte. Die Gebäude der D. und Commerzbank die Apotheke gegen Thalia, der ehemalige Kindergarten. Hier findet auch keine Nachnutzug statt.
Ein tolles Projekt. Hannover wird stolz darauf sein und kann sich freuen, solche Initiatoren zu haben.
Ich bin gegen Steuergeldverschwendung, die Abgabelast ist jetzt schon viel zu hoch. Warum gibt es keine Privatfinanzierung?