Auf der Limmerstraße in Linden-Nord steht eine umfangreiche Gleissanierung bevor. Die Infrastrukturgesellschaft Region Hannover (infra) erneuert zwischen Offensteinstraße und Ungerstraße die Stadtbahngleise. Für Autofahrer bedeutet das eine sechswöchige Vollsperrung. An einem September-Wochenende wird zudem der Stadtbahnverkehr der Linien 10 und 12 komplett eingestellt.
Die Bauarbeiten beginnen am Montag, 31. August 2026, und sollen nach derzeitiger Planung am Freitag, 9. Oktober, abgeschlossen sein. Erneuert werden die eingedeckten Gleise im Straßenraum der Limmerstraße. Nach jahrzehntelanger Nutzung durch die Stadtbahnen sind die Schienen stark verschlissen. Zusätzlich belastet wird die Gleisanlage dadurch, dass sie Bestandteil der Fahrbahn ist und regelmäßig von Autos überfahren wird. Nach Angaben der infra beschleunigt dies den Verschleiß.
Sechs Wochen kein Durchgangsverkehr
Während der gesamten Bauzeit wird die Limmerstraße im Baustellenbereich zwischen Offensteinstraße und Ungerstraße für den Individualverkehr gesperrt. Stadtbahnschranken sollen verhindern, dass Fahrzeuge in den gesperrten Abschnitt einfahren.
Anlieger sollen ihre Grundstücke und Garagen jedoch weiterhin erreichen können. Dafür richtet die infra Sackgassenregelungen ein. Die Zufahrt erfolgt von beiden Seiten über die Ungerstraße. Teilweise wird es dafür erlaubt sein, entgegen der normalerweise vorgeschriebenen Fahrtrichtung zu fahren. Für Rettungsfahrzeuge bleibt der Baustellenbereich jederzeit passierbar.
Die Vollsperrung ist nach Angaben der infra notwendig, weil die Fahrspuren neben den Gleisen als Flächen für Maschinen und Baumaterial benötigt werden. Zudem müssen die vorgeschriebenen Sicherheitsabstände zwischen dem Verkehr und den Beschäftigten auf der Baustelle eingehalten werden.
Der Kötnerholzweg wird während der Arbeiten zur Sackgasse. Am Ende der Ungerstraße und des Kötnerholzweg richtet die infra gekennzeichnete Bereitstellungsflächen für den Lieferverkehr ein.
Umleitung für Radfahrer
Auch Radfahrer müssen den Baustellenbereich umfahren. Die ausgeschilderte Umleitung führt über Fröbelstraße und Velberstraße sowie über Elisenstraße und Offensteinstraße.
Die Arbeiten erfolgen in mehreren Abschnitten. Zunächst sind für rund zwei Wochen Aufbruch- und vorbereitende Arbeiten vorgesehen. Der eigentliche Gleisumbau findet anschließend während einer mehrtägigen Unterbrechung des Stadtbahnverkehrs statt. Danach folgen für etwa vier Wochen die Eindeckungs- und Restarbeiten.
Linien 10 und 12 fahren mehrere Tage nicht
Nicht alle Arbeiten können durchgeführt werden, während Stadtbahnen die Baustelle passieren. Deshalb wird der Betrieb der Linien 10 und 12 von Freitag, 11. September, 21 Uhr, bis zum Betriebsbeginn am Montag, 14. September 2026, vollständig eingestellt. Während dieser Sperrpause soll auf der Baustelle rund um die Uhr gearbeitet werden. Besonders lärmintensive Tätigkeiten sollen allerdings möglichst tagsüber stattfinden, um die nächtliche Belastung für die Anwohner gering zu halten.
Die Sperrung betrifft nicht nur den unmittelbaren Baustellenabschnitt in Linden-Nord: Der Stadtbahnverkehr wird auf der gesamten Strecke zwischen der Innenstadt und Ahlem eingestellt.
Ersatzbusse zwischen Hauptbahnhof und Ahlem
Die ÜSTRA richtet während der Betriebsunterbrechung einen Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Hauptbahnhof/ZOB und Ahlem ein. Die Busse fahren über Fössestraße, Westschnellweg und Wunstorfer Straße. Währenddessen kann die Stadtbahnhaltestelle Freizeitheim Linden nicht bedient werden. Über die genauen Details und Haltestellen des Ersatzverkehrs will die ÜSTRA die Fahrgäste noch gesondert informieren.
Für Linden-Nord bedeutet die Sanierung damit über mehrere Wochen erhebliche Einschränkungen. Während Autofahrer den betroffenen Abschnitt der Limmerstraße sechs Wochen lang nicht durchfahren können, konzentrieren sich die Auswirkungen auf den Stadtbahnverkehr auf das Wochenende vom 11. bis 14. September.
Die Leerung der gelben Tonne letzten Mittwoch, hat schon mal nicht geklappt.
Bin gespannt was die nächsten Wochen passiert mit dem Müll und AHA.
Weiß jemand darüber etwas?
Problematisch finde ich mal wieder die 24 Stunden Lärmbelästigung für uns Anwohner. Wenn man von der Arbeit kommt, wird man in einer Selbstverständlichkeit mit Staub und Lärm empfangen.
Das Ganze hatten wir zwei Jahre lang aufgrund des Hochbahngleises zu ertragen. Man muss sich fragen warum dieser ganze Zirkus nicht vor zwei Jahren mitausgetauscht wurde.
Aktuell werden die Anwohner mal wieder vor vollendete Tatsachen gestellt. Wie Herrenhausen / Stöcken oder das kommende Chaos für die Pendler über Waterloo zur gleichen Zeit wie in der Limmerstrasse.
Wollen wir hoffen, dass der Bauabschnitt keine Verlängerung benötigt.
das ist doch reine Verschwendung,warum nicht gleich Nägel mit Köpfen machen.
da möchte man Hochbahnsteige bauen und saniert eben mal vorher das gesamte GleisBett . um dann noch einmal von vorne anfangen .
ARBEITBESCHAFFUNGMASSNAHMEN auf dem Rücken der Steuerzahler.
Soviel ich weiß, ist auf dem genannten Abschnitt kein Hochbahnsteig vorgesehen.
Richtig den der Hochbahnsteig kommt an die stelle der heutigen Haltestelle und nicht wie erst angedacht zwischen Edeka und Sparkasse.
Ich frage mich, warum die Gleiserneuerung nicht zeitgleich mit dem Bau des Hochbahnsteigs am Freizeitheim passiert ist.
Sind noch weitere Gleiserneuerungen auf der Linie 10 erforderlich, z. B. in Limmer? Diese könnten dann gleich während der Vollsperrung erfolgen.
Ich bin mir relativ sicher, dass die Abwägung gemacht wurde, ob der Gleiszustand noch für zwei Jahre (soviel ist seit der Eröffnung des Hochbahnsteigs vergangen) reicht oder hätte vorgezogen werden können/müssen. Und noch ein Aspekt: Beim Hochbahnsteigbau war der Bereich zwischen Schnellweg und (grob) Ungerstraße beeinträchtigt. Dazu noch mehrere Wochen bis Kötnerholzweg sperren, finden die Menschen in der Otto-Wels- und Erderstraße und drumherum sicher auch nicht lustig, wenn sie irgendwie nach Hause kommen wollen.
Wenn die Garagen in der Zeit erreichbar bleiben, dann wären die Anwohner auch damals zu ihren Häusern gekommen.
Hätte man das zeitgleich gemacht wären die Leute nördlich der Limmer und westlich der Pfarrlandstraße nicht mehr vernünftig zu ihren Wohnungen und Co. gekommen da es dann nur noch die Wilhelm-Bluhm-Straße als freie Straße gegeben hätte.
Natürlich wird es noch weitere Arbeiten geben, denn die letzte Sanierung der ganzen Straße war vor der Expo! Also überall wo das Gleis noch mit Steinen einfasst ist müssen die Gleise neu.
Die Limmerstarße war durch die Baustelle und die Lieferfahrzeuge eh schon kaum befahrbar. Gerade in der Ungerstraße ging oft nichts mehr voran. Selbst zu Fuß hatte ich Schwierigkeiten, weil gefühlt überall Autos oder Baustellenabsperrungen standen.
So wie es war konnten die Autos aber noch durch die Ungerstraße und somit waren es immerhin 2 Wege in die Ecke. Und das muss einfach Minimumm der Fall sein denn es kann ja rein Theoretisch in einer der Straßen etwas passieren so das der Weg vorübergehend durch einen Unfall oder Rettungseinsatz nicht zur Verfügung steht. Und was würden die Leute dann tun?
Ich hatte übrigens in der Zeit weder zu Fuß noch mit dem Rad Probleme da durch zu kommen.
Die Ungerstrasse ist breit genug für den Pkw Verkehr wie auch für Fahrradfahrer.
Beides benutze ich und habe mit dem Verkehr keine Schwierigkeiten.
Ausser man verbannt militant gleich alle Pkw und Lieferanten für Netto, Edeka und Co aus Linden.