
„Was lange währt, wird endlich gut“ – das ist bei der Grundsteinlegung des neuen Fössebades am 26. Juni 2026 zu hoffen. Einer Einladung der Stadt zu diesem Ereignis sind an diesem warmen Freitagmorgen fast 100 Menschen gefolgt.
„Die heutige Grundsteinlegung markiert einen wichtigen Meilenstein für Hannover. Mit dem neuen Fössebad entsteht eine moderne und nachhaltige Sport- und Freizeitinfrastruktur, die weit über den Stadtteil hinaus Bedeutung haben wird. Wir schaffen beste Bedingungen für Schwimmausbildung, Vereins- und Leistungssport und investieren zugleich in Lebensqualität, Klimaschutz und den gesellschaftlichen Zusammenhalt unserer Stadt“, so Belit Onay (B’ 90/Grüne) auf dem Festakt am Rande der Großbaustelle des zukünftigen Kombibades an der Liepmannstraße in Limmer.
Über das Fössebad werde nun schon seit 25 Jahren diskutiert, meint der Oberbürgermeister weiter. Dem widerspricht – auf Anfrage von Punkt-Linden – der ehemalige SPD-Ratsherr und langjährige Stadtteilaktivist Ernst Barkhoff:
„Tatsächlich wird schon seit 1987 von der Lindener und Limmerschen Einwohnerschaft für das Fössebad gekämpft“, weiß Barkhoff. Wiederholte Versuche der Stadt, das Bad zu schließen, seien abgewehrt worden: „Ohne die Zähigkeit und gemeinsame Kraft von lokaler Stadtteilpolitik und Einwohnerschaft gäbe es schon lange kein Fössebad mehr und auch keinen Neubau.“
Nach Baubeginn im Dezember 2025 soll Ende Oktober 2028 alles fertig sein
„Wir schaffen hier einen Ort der Begegnung“, sagt ein Sprecher der bauausführenden Firma Depenbrock, bevor er zusammen mit Onay und weiteren Akteuren eine große Metallhülse mit Zeitdokumenten symbolisch in ein eigens dafür aufgebautes Mauerstück einmörtelt. Viele Gäste – darunter Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube und Vertreter*innen von Politik und Verwaltung sowie zahlreiche Medienschaffende – verfolgen aufmerksam den traditionellen Akt der Grundsteinlegung. Baubeginn war bereits am 8. Dezember 2025, am Basement des Gebäudes laufen derzeit die Arbeiten. Die Fertigstellung des Hallenbades ist bis zum 29. Dezember 2027 vorgesehen. Nach dem Rückbau des Bestandsbades sollen die Freianlagen bis zum 31. Oktober 2028 fertiggestellt werden.
„Auf dem traditionsreichen Standort entsteht in den kommenden Jahren ein modernes Kombibad“, so die Pressemitteilung der Stadt. „Herzstück wird ein 50-Meter-Sportbecken mit international wettkampftauglicher Ausstattung und einer Tribüne für 250 Zuschauer*innen. Ergänzt werde das Angebot durch ein Kursbecken, einen Eltern-Kind-Bereich, ein Nichtschwimmerbecken im Freibad sowie weitere attraktive Freizeit- und Aufenthaltsflächen,“
Auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung will die Stadt Wert legen
„Mit einer gesamten Wasserfläche von rund 1.700 Quadratmetern entsteht eine der bedeutendsten Schwimmsportanlagen der Region“, so Stadtsprecher Udo Möller. „Das Sportbecken kann durch eine Hubwand flexibel genutzt werden und schafft optimale Bedingungen für Schulschwimmen, Vereinssport, Wettkämpfe und Trainingsbetrieb. Die Anlage wird zudem für hochrangige Sportveranstaltungen bis hin zu internationalen Wettbewerben geeignet sein.“ Besonderes Augenmerk liege auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung.


