Dornröschenbrücke: Bezirksrat vertagt Entscheidung

Ersatzneubau Dornröschenbrücke
Darstellung der Stadt für die neue Dornröschenbrücke

Der Stadtbezirksrat Linden-Limmer hat die Entscheidung über den Ersatzneubau für die Dornröschenbrücke vertagt. Thomas Ganskow, Vorsitzender der Gruppe DIE LINKE & Piraten, hatte weiteren Beratungsbedarf angemeldet und die Drucksache in die Fraktion gezogen. „Vor der Sitzung war dafür nicht genügend Zeit und nach dem Vortrag der Verwaltung haben Bürger*innen gute Anregungen für die Gestaltung des Fußweges gemacht, die wir aufgreifen wollen.“ Er rechne mit einer erneuten Befassung in der Januar-Sitzung des Gremiums.

Im Mai stellte die Stadtverwaltung eine völlig neue Planung zur Erneuerung der maroden Dornröschenbrücke vor. Die ursprünglich mit einer Bürgerbeteiligung entwickelten Pläne zum Neubau waren aus Kostengründen nicht umsetzbar.

Neubau soll 2027 starten

Brücken an der Ihme
Diese Brücken verbinden die Stadtteile Nordstadt und Linden

Die marode Dornröschenbrücke aus dem Jahr 1959 ist im städtischen Geh- und Radwegenetz einer der meistgenutzten Abschnitte. Die Brücke verbindet die Stadtteile Linden und Nordstadt. Der notwendige Neubau ist eine Stahlbetonkonstruktion mit einem vier Meter breiten Gehweg und einem fünf Meter breiten Radweg. An den Enden weitet sich die Brücke bis auf 13 Meter, um den Verkehr besser lenken zu können. Die Bauarbeiten sollen 2027 starten, bereits ein Jahr später könnte die Brücke fertig sein, hofft die Verwaltung. Auf dem Gehweg sind mehrere Sitzinseln mit Leuchtmasten geplant, die Beleuchtung für den Radweg ist in das Geländer integriert. Die Verwaltung rechnet mit rund 11,5 Millionen Euro Baukosten.

Solarstreifen im Boden

Kritische Anmerkungen gab es in der Sitzung zur Gestaltung des Gehweges, der in den Sitzbereichen schmaler ist. „Die Brücke hat sich gerade in den Abendstunden zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt. Dem wollen wir Rechnung tragen“, sagte Andrea Holthaus-Voßgröne vom Fachbereich Tiefbau. Um den Gehweg nicht unnötig zu verengen, könnten statt der Leuchten Solarstreifen im Boden eingesetzt werden, regten Teilnehmende an. Auch die Position der festinstallierten Sitzelemente solle noch einmal überdacht werden, sagte Ganskow gegenüber Punkt-Linden.

NinjaFit Hannover
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Davenstedter Straße 123
30453 Hannover

Bildnachweis: Stadt Hannover

22 Gedanken zu „Dornröschenbrücke: Bezirksrat vertagt Entscheidung“

  1. Wo ein Wille ist, ist auch ein Paragraf. Kennt ihr die siebenundfünfzigste Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften? Dabei geht es um § 25 Fußgänger. Die Änderung vom 11.10.2024 verbirgt sich in diesem Satz:

    (3) 1 Wer zu Fuß geht, hat Fahrbahnen unter Beachtung des Fahrzeugverkehrs zügig auf kurzem Weg quer zur Fahrtrichtung zu überschreiten.

    Aus „auf dem kürzesten Weg“ wurde „auf kurzem Weg“. Das ist kein Scherz. Kurz, kürzer, am kürzesten. Wer jetzt glaubt, man könne sich später als Zufußgehender auf der Dornröschenbrücke zwischen lauter nichtabgestiegenen Fahrradfahrenden beliebig hin und herbewegen, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt.

    Antworten
    • Das Überqueren eines Weges für andere Verkehrsart ist auf der Brücke ja nicht ganz zutreffend (außer des Wasserweges den man auf der Brücke ja nicht behindert), Auf der Brücke ist es wie auf den geradeaus weiterführenden Wegen, die nördliche Seite ist für Rad(E-Scooter, andere elektrische One-People-Mover[oder darf man noch Seniorenmobile sagen?])fahrende, die südliche Seite ist für die Gehen- und Schiebenden.
      Ja wer dort stehen oder Sitzen möchte kann das am Geländer tun. Wenn Er*Sie die Beine dabei nicht der Länge nach auf den Radfahrweg streckt kann es meintet wegen auch auf der Radwegseite, ansonsten ist das ein Weg für die auf 2Rädern ohne Verbrennungsmotor von A nach B kommen möchten!

      Bis zu der genanten Änderung hat das Überqueren einer Straße auf nicht den kürzesten Weg eine Ordnungwiedrigkeit dargestellt und konnte mit 10€ bestraft werden!

      Antworten
      • Mein Beispiel gilt auch für den Bereich vor und hinter der Brücke, über den hier diskutiert wird. Überreglementierungen stehen der Lebensfreude im Wege und nützen nur den Besserwissern. Wer verantwortungsbewusst am Straßenverkehr teilnimmt, wird weder sich noch andere in Gefahr bringen.

        Antworten
  2. Bitte berücksichtigen! Eine Brücke ist ein Bauwerk, das über ein Hindernis gebaut wird. Oft sind solche Hindernisse Flüsse oder tiefe Täler, oft aber auch Straßen oder Eisenbahnstrecken. Über die Brücke kann man dann gehen oder fahren, um schnell auf die andere Seite der Straße oder des Flusses zu gelangen.

    Antworten
    • Sie sprechen mir aus der Seele.
      Im Sommer geht oder fährt man Slalom auf der Brücke, wenn man sie überqueren will. Räder sind überall abgestellt, gern auch quer. Kleine und größere Menschengruppen sitzen gern im Kreis und blockieren teilweise den kompletten Fußweg. Einzelne Menschen, die am Geländer lehnen sind nicht das Problem.
      Und dann gibt’s da noch den älteren Herrn, der regelmäßig mit seinen zwei Bluetoothboxen die Brücke beschallt, dass man kaum über die Brücke gehen mag.
      Ich wünschte mir einfach nur einen funktionierenden Verkehrsweg.

      Antworten
  3. Ich verstehe ehrlich gesagt überhaupt nicht. worin ( außer im Ego) das Problem für Radfahrenden liegt. Ich habe noch gelernt abzusteigen und zu schieben. Gestorben bin ich dabei nicht. Mir ist allerdings auch klar bewusst, das genau das inzwischen zu einer „ Zumutung“ für Nutzer von E-bikes, Sportbikes, Mountainbikes etc. geworden ist. Egal wo . Ich denke nicht, das eine klare Nutzungstrennung „die“ ideale Lösung ist. Und ja : mir geht auch die rücksichtslose abendliche Beschlagnahme der Partygänger auf die Nerven. Überall Scherben und anderer Müll. Mein Fazit als jahrelanger Nutzer der Brücke. Ich brauche eine Brücke, die nicht demnächst zusammenbricht, die anständig, umweltschonend beleuchtet wird und mit genügend Mülleimern ausgestattet ist. Wofür Bänke? Guckt euch alle mal bitte alle anderen Sitzgelegenheiten im Lindener Stadtbild an,(besonders entlang der Wasserstraßen) schön ist was anderes. Zweck der Dornröschenbrücke ist doch die Überquerungsmöglichkeit als autofreier Verkehrsweg. Das sollte das Ziel der Planer sein. Senkt mit Sicherheit auch die Kosten

    Antworten
    • Als die Radfahrenden noch Radfahrer hießen, sind die auch nicht abgestiegen. „Es gibt ja wirklich keine ärgere Herausforderung als die, ihnen das Absteigen nahezulegen. Radfahrer bleiben stets bis zum Umfallen oben; […]“ Dieser Auszug stammt aus dem nach wie vor lesenswerten und amüsanten Buch „Klapas buntes Hannover“. Der Autor war mal für den Mitbewerber von Punkt-Linden aktiv. Das war in den Achtzigerjahren. „Ein abgestiegener Radfahrer fühlt sich geradewegs aus der Welt gestoßen, er wird zu einem Nichts, einem Unding, dem Negativ seiner selbst.“ Fußgänger bekommen auch ihr Fett weg. In dieser Beziehung ist die Zeit stehengeblieben. Bis auf deren Terminus. Die heißen neuerdings „Zufußgehende“.

      Antworten
      • Absteigende mutieren schlussendlich zu Abgestiegenen.
        Das wäre das Gegenteil gesellschaftlich honorierten Verhaltens, dessen Ziel der Aufstieg ist.

        Das Motto „Wer sein Fahrrad liebt, der schiebt“ gilt dem Selfie-Sozialcharakter als antiquiert. Somit sind Schiebende und Geschobene im Stadtbild deutlich unterrepräsentiert.

        Stehende, Sitzende, Umfallende, Umgefahrene, Beiseitespringende und andere Beeinträchtigte verraten durch ihr unzeitgemäßes Verhalten eines: einen eklatanten Mangel an Selbstoptimierung.

        Antworten
  4. Traue keiner Kostenschätzung, die du nicht selbst … hast. Kostenschätzungen sind grobe Wertermittlungen, deren Genauigkeit im Normalfall bei +-30 % liegt. Bei öffentlichen Auftraggebern liegt die Fehlerquote in der Regel bei >50 %. Da wir nicht wissen, was in der Summe von 11,5 Mio. tatsächlich steckt, können wir nur spekulieren. Spekulieren ist das Stichwort. Wer eine Kostenschätzung oder Kostenberechnung für einen öffentlichen Auftraggeber erstellt, weiß, dass das Ergebnis von Faktoren abhängt, die er/sie nicht beeinflussen kann. Welche Bieter nehmen an der Ausschreibung teil? Wie sehr sind die ausgelastet? Wie groß ist deren Interesse? Gibt es Preisabsprachen?

    Aufgrund dieser Unwägbarkeiten geht es jetzt darum, Bewegung in die nächsten Planungsschritte zu bringen. Ob und wieviel Geld für dieses oder jenes übrigbleibt, wird man sehen. Das gilt auch für die konkrete Gestaltung der Außenanlagen. Dafür wird es eine Ausführungsplanung geben. Wenn die Zeit reif ist, macht es Sinn, darüber zu diskutieren.

    Antworten
  5. Und vielleicht sollte man endlich beide Teile richtig trennen. Eine Seite für Fußgänger und eine für Radfahrer. Ist nicht gerade schon im Sommer wenn die Freizeitgesellschaft beides blockiert und Radfahrer eigentlich nichts mehr haben um über due Brücke zu kommen
    Bisher war es immer so, dass das nie beachtet wurde und dazu kommt auch noch, dass diese Freizeitgesellschaft nicht wirklich unbedingt alles sauber hinterlässt. Es fehlen Mülleimer und Stellen zum Abstellen des Leerguts.
    Deshalb muss Rad-und Fußweg deutlich getrennt werden.
    Bisher gab es genügend Menschen die in den Sommermonaten diese Brücke umfahren haben, gerade ältere Menschen, da diese Freizeitgesellschaft keine Rücksicht genommen hat und viele auch keine Lust auf beschädigte Reifen durch Glasscherben hatten.

    Nun macht man das Selbe wieder, bietet erneut einen Platz um zu saufen und zu kiffen, um Musik zu hören. Ist dafür eine Brücke da???

    Warum lässt man die alte nicht einfach dafür stehen? In marode oder nicht, zum Sitzen sollte das reichen.
    Daneben einfach eine Schmale, wie da hinten diese Fahrmannbrücke, aber die ist dann nur für Radfahrer.

    Aber wenn msn dad wieder so macht, dann werden auch in Zukunft viele einen Umweg über die andere Brücke beim Schnell weg nehmen, ist halt sicherer, da hocken keine im Weg, da kaufen keine unkontrolliert über den Radweg und weniger Glasscherben verursachen geringe Kosten.
    Aber nun noch Sitzinseln auf einer Brücke???

    Antworten
    • Ich wäre auch sehr froh, mir die Brücke nicht mehr mit bekifften Leuten, die im Weg stehen und gelegentlich Flaschen auf den Radfahrstreifen fallen lassen, teilen zu müssen.

      Antworten
    • Die Brücke bekommt eine Trennung wie die heutige und die mittig hoffentlich fest auf dem Gehweg stehenden Sitzgelegenheiten. Eine farbliche Unterscheidung des Geh- und Radweges wäre aber Wünschenswert. Denn das mit der Trennung so ist wie sie es Vorschlagen klappt auf der Lodemannbrücke wo es auch nicht, da es einige Gehende (besonders Joggende & Smombies) gibt die Verkehrszeichen für die Wege noch weniger beachten als es einige Radfahrende tun. Grobe Schätzung/Beobachtung von mir der die Brücke 2x mal am Tag nutzt 10gehende/zu einem mit dem Rad fahrenden auf der falschen Wegseite!

      Wenn man die heutige Brücke stehen lässt wird sie demnächst das tun was die Carolabrücke in Dresden https://de.wikipedia.org/wiki/Carolabr%C3%BCcke_(Dresden) getan hat.
      Stellen sie sich doch mal mittig ans Brückengeländer und warten sie bis ein Jogger da drüber läuft, das Schwingen der Brücke ist in dem Ausmaß nicht mehr normal!

      Ja neben die Justus-Garten-Brücke am Fährmannsufer gehört eine 2. Brücke oder wollen sie den Gehenden zumuten einen Umweg über die 350-450 Meter entfernten Nachtbarbrücken machen sollen wenn die heutige nur noch für Radfahrende wäre?

      Antworten
  6. Schön das jetzt ein Entwurf gewählt wurde der mehr der heutigen Brücke entspricht. Wenn es weniger Kostet um so besser.
    Mal sehen wie lange der Bau und somit die Umleitungen wirklich andauern.

    Antworten
  7. Ich habe einen Kritikpunkt was die Uferplanung angeht. Bei dem Dokument A1-H_DRB_Uferbereiche ist neben der ehemaligen Uhlhornkirche ein Radweg eingeplant, der jedoch den Fußweg so 2x kreuzt und es so zu Unfällen kommen kann. Wenn es getrennte Wege gibt, dann müsste man sie tauschen, also links den Radweg und rechts den Gehweg planen.

    Antworten
    • Der Bezirksrat hat diese Wegeführung auch nicht verstanden und sieht genau die selben Probleme. Leider hält die Verwaltung an Ihrer Planung diesbezüglich fest. Wahrscheinlich muss es im praktischen Betrieb erst zu Unfällen kommen. Nur dass man dann nicht mehr einfach die Seiten tauschen kann, weil sie tatsächlich auf die jeweilige Nutzungsart ausgerichtet werden.

      Antworten
    • Kreuzungen gibt es überall, aber ja den Pflaster Beton im Bereich des Mischverkehres sollte man über die gesamte Fläche bis zu den Anschlüssen an die Getrennten Wege machen müssen.
      Ansonsten müsste man die Wege über die gesamte Länge der Wege wo sie getrennt sind getauscht werden, dann würden sich aber vermutlich unzählige Spazierende beschweren die lieber näher am Fluss gehen und Sitzen wollen.
      Alternativ könnte man es noch mit „Zebrastreifen“ an den Stellen wo Gehende die Radfahrwege überqueren versuchen.

      Antworten
      • Gegen 1 Kreuzung ist ja auch nichts einzuwenden, aber wenn ein Radweg in den Fußweg hineinläuft bevor er die Kreuzung erreicht, ist das in meinem Augen eine Fehlplanung. Und um diesen Fehler zu korrigieren reicht es, die beiden Auf-/Abgänge zu tauschen, damit also nicht die Radfahrer in den Fußweg reinfahren, sondern die Fußgänger in den Radweg reinlaufen. Ist dann zwar auch keine gute Lösung, aber besser als die geplante Anordnung.

        Antworten
        • Sie scheinen zu übersehen das an dem Gehweg nach oben auch eine Treppe ist, die es heute an der Stelle nicht gibt und für einige auch eine Wegverkürzung darstellt, auf die kann man bei ihren Vorschlag auch verzichten da weit aus weniger Radfahrende eine Treppe nutzen als es gehende tun.

          Antworten
          • Natürlich kann man auf die Treppe verzichten. Geht ja seit Jahrzehnten auch ohne und spart Kosten.
            Und wenn man wie geplant den Radweg in den Fußweg einlaufen lassen möchte, kann man sich im Grunde die vorherige Trennung ganz sparen und es auch so wie jetzt lassen.
            Radfahrer die nach links abfahren wollen sicherlich auch Richtung Limmer fahren, also sollten sie sich links am Fußgänger vorbei in den kreuzenden Radweg einordnen.
            Radfahrer die Richtung Innenstadt wollen nehmen die Abfahrt auf der rechten Seite.
            Alles andere ist doch unlogisch.

    • Kreuzungen sind das eine. Egal wie, wenn ich als Radlerin vom Uferweg komme und auf die Brücke fahren möchte, muss ich ggf. anhalten und Querenden Vorfahrt gewähren. Das ist schon heute ein Problem: anfahren aus dem Stand, um die Kurve, auf eine Steigung , und dann noch mit rotweißen Balken in der Mitte. Der Entwurf sieht nicht so aus, als würde er die Problematik berücksichtigen.

      Antworten
  8. Mir gefällt der Entwurf. Über Details zu reden, z.B. wie das Mobiliar und die Beleuchtung einmal aussehen sollen, macht in diesem Planungsstadium keinen Sinn. Wir können froh sein, wenn die Brücke tatsächlich so oder so ähnlich realisiert wird. Der erste Entwurf ist ja an den vermeintlich zu hohen Kosten gescheitert. Niemand weiß, ob es im kommenden Jahr Angebote geben wird, die im Kostenrahmen von 11,5 Mio. Euro bleiben werden. Wenn nicht, muss womöglich neu geplant werden. Es ist auch nicht auszuschließen, dass ein Bieter einen Sondervorschlag einreicht. Deshalb mein Appell an den Stadtbezirksrat: Befürwortet bitte schnellstmöglich diesen Entwurf, damit die LHH loslegen kann. Angesichts der bürokratischen Hemmnisse bei öffentlichen Ausschreibungen und Vergaben ist das schwer genug.

    Antworten
    • Wie der Artikel ausführt, steht die Beschlussfassung für die erste Sitzung 2026 an. Im allgemeinen sind die Zeitpläne der Verwaltung derart gestaltet, dass eine einmalige Vertagung keine Auswirkungen im groben Zeitablauf hat. Im Übrigen war die Vorstellung schon für die Novembersitzung angekündigt gewesen, wurde aber kurzfristig von der Verwaltung dann doch nicht eingebracht.

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22 Gedanken zu „Dornröschenbrücke: Bezirksrat vertagt Entscheidung“

  1. Wo ein Wille ist, ist auch ein Paragraf. Kennt ihr die siebenundfünfzigste Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften? Dabei geht es um § 25 Fußgänger. Die Änderung vom 11.10.2024 verbirgt sich in diesem Satz:

    (3) 1 Wer zu Fuß geht, hat Fahrbahnen unter Beachtung des Fahrzeugverkehrs zügig auf kurzem Weg quer zur Fahrtrichtung zu überschreiten.

    Aus „auf dem kürzesten Weg“ wurde „auf kurzem Weg“. Das ist kein Scherz. Kurz, kürzer, am kürzesten. Wer jetzt glaubt, man könne sich später als Zufußgehender auf der Dornröschenbrücke zwischen lauter nichtabgestiegenen Fahrradfahrenden beliebig hin und herbewegen, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt.

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    • Das Überqueren eines Weges für andere Verkehrsart ist auf der Brücke ja nicht ganz zutreffend (außer des Wasserweges den man auf der Brücke ja nicht behindert), Auf der Brücke ist es wie auf den geradeaus weiterführenden Wegen, die nördliche Seite ist für Rad(E-Scooter, andere elektrische One-People-Mover[oder darf man noch Seniorenmobile sagen?])fahrende, die südliche Seite ist für die Gehen- und Schiebenden.
      Ja wer dort stehen oder Sitzen möchte kann das am Geländer tun. Wenn Er*Sie die Beine dabei nicht der Länge nach auf den Radfahrweg streckt kann es meintet wegen auch auf der Radwegseite, ansonsten ist das ein Weg für die auf 2Rädern ohne Verbrennungsmotor von A nach B kommen möchten!

      Bis zu der genanten Änderung hat das Überqueren einer Straße auf nicht den kürzesten Weg eine Ordnungwiedrigkeit dargestellt und konnte mit 10€ bestraft werden!

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      • Mein Beispiel gilt auch für den Bereich vor und hinter der Brücke, über den hier diskutiert wird. Überreglementierungen stehen der Lebensfreude im Wege und nützen nur den Besserwissern. Wer verantwortungsbewusst am Straßenverkehr teilnimmt, wird weder sich noch andere in Gefahr bringen.

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  2. Bitte berücksichtigen! Eine Brücke ist ein Bauwerk, das über ein Hindernis gebaut wird. Oft sind solche Hindernisse Flüsse oder tiefe Täler, oft aber auch Straßen oder Eisenbahnstrecken. Über die Brücke kann man dann gehen oder fahren, um schnell auf die andere Seite der Straße oder des Flusses zu gelangen.

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    • Sie sprechen mir aus der Seele.
      Im Sommer geht oder fährt man Slalom auf der Brücke, wenn man sie überqueren will. Räder sind überall abgestellt, gern auch quer. Kleine und größere Menschengruppen sitzen gern im Kreis und blockieren teilweise den kompletten Fußweg. Einzelne Menschen, die am Geländer lehnen sind nicht das Problem.
      Und dann gibt’s da noch den älteren Herrn, der regelmäßig mit seinen zwei Bluetoothboxen die Brücke beschallt, dass man kaum über die Brücke gehen mag.
      Ich wünschte mir einfach nur einen funktionierenden Verkehrsweg.

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  3. Ich verstehe ehrlich gesagt überhaupt nicht. worin ( außer im Ego) das Problem für Radfahrenden liegt. Ich habe noch gelernt abzusteigen und zu schieben. Gestorben bin ich dabei nicht. Mir ist allerdings auch klar bewusst, das genau das inzwischen zu einer „ Zumutung“ für Nutzer von E-bikes, Sportbikes, Mountainbikes etc. geworden ist. Egal wo . Ich denke nicht, das eine klare Nutzungstrennung „die“ ideale Lösung ist. Und ja : mir geht auch die rücksichtslose abendliche Beschlagnahme der Partygänger auf die Nerven. Überall Scherben und anderer Müll. Mein Fazit als jahrelanger Nutzer der Brücke. Ich brauche eine Brücke, die nicht demnächst zusammenbricht, die anständig, umweltschonend beleuchtet wird und mit genügend Mülleimern ausgestattet ist. Wofür Bänke? Guckt euch alle mal bitte alle anderen Sitzgelegenheiten im Lindener Stadtbild an,(besonders entlang der Wasserstraßen) schön ist was anderes. Zweck der Dornröschenbrücke ist doch die Überquerungsmöglichkeit als autofreier Verkehrsweg. Das sollte das Ziel der Planer sein. Senkt mit Sicherheit auch die Kosten

    Antworten
    • Als die Radfahrenden noch Radfahrer hießen, sind die auch nicht abgestiegen. „Es gibt ja wirklich keine ärgere Herausforderung als die, ihnen das Absteigen nahezulegen. Radfahrer bleiben stets bis zum Umfallen oben; […]“ Dieser Auszug stammt aus dem nach wie vor lesenswerten und amüsanten Buch „Klapas buntes Hannover“. Der Autor war mal für den Mitbewerber von Punkt-Linden aktiv. Das war in den Achtzigerjahren. „Ein abgestiegener Radfahrer fühlt sich geradewegs aus der Welt gestoßen, er wird zu einem Nichts, einem Unding, dem Negativ seiner selbst.“ Fußgänger bekommen auch ihr Fett weg. In dieser Beziehung ist die Zeit stehengeblieben. Bis auf deren Terminus. Die heißen neuerdings „Zufußgehende“.

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      • Absteigende mutieren schlussendlich zu Abgestiegenen.
        Das wäre das Gegenteil gesellschaftlich honorierten Verhaltens, dessen Ziel der Aufstieg ist.

        Das Motto „Wer sein Fahrrad liebt, der schiebt“ gilt dem Selfie-Sozialcharakter als antiquiert. Somit sind Schiebende und Geschobene im Stadtbild deutlich unterrepräsentiert.

        Stehende, Sitzende, Umfallende, Umgefahrene, Beiseitespringende und andere Beeinträchtigte verraten durch ihr unzeitgemäßes Verhalten eines: einen eklatanten Mangel an Selbstoptimierung.

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  4. Traue keiner Kostenschätzung, die du nicht selbst … hast. Kostenschätzungen sind grobe Wertermittlungen, deren Genauigkeit im Normalfall bei +-30 % liegt. Bei öffentlichen Auftraggebern liegt die Fehlerquote in der Regel bei >50 %. Da wir nicht wissen, was in der Summe von 11,5 Mio. tatsächlich steckt, können wir nur spekulieren. Spekulieren ist das Stichwort. Wer eine Kostenschätzung oder Kostenberechnung für einen öffentlichen Auftraggeber erstellt, weiß, dass das Ergebnis von Faktoren abhängt, die er/sie nicht beeinflussen kann. Welche Bieter nehmen an der Ausschreibung teil? Wie sehr sind die ausgelastet? Wie groß ist deren Interesse? Gibt es Preisabsprachen?

    Aufgrund dieser Unwägbarkeiten geht es jetzt darum, Bewegung in die nächsten Planungsschritte zu bringen. Ob und wieviel Geld für dieses oder jenes übrigbleibt, wird man sehen. Das gilt auch für die konkrete Gestaltung der Außenanlagen. Dafür wird es eine Ausführungsplanung geben. Wenn die Zeit reif ist, macht es Sinn, darüber zu diskutieren.

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  5. Und vielleicht sollte man endlich beide Teile richtig trennen. Eine Seite für Fußgänger und eine für Radfahrer. Ist nicht gerade schon im Sommer wenn die Freizeitgesellschaft beides blockiert und Radfahrer eigentlich nichts mehr haben um über due Brücke zu kommen
    Bisher war es immer so, dass das nie beachtet wurde und dazu kommt auch noch, dass diese Freizeitgesellschaft nicht wirklich unbedingt alles sauber hinterlässt. Es fehlen Mülleimer und Stellen zum Abstellen des Leerguts.
    Deshalb muss Rad-und Fußweg deutlich getrennt werden.
    Bisher gab es genügend Menschen die in den Sommermonaten diese Brücke umfahren haben, gerade ältere Menschen, da diese Freizeitgesellschaft keine Rücksicht genommen hat und viele auch keine Lust auf beschädigte Reifen durch Glasscherben hatten.

    Nun macht man das Selbe wieder, bietet erneut einen Platz um zu saufen und zu kiffen, um Musik zu hören. Ist dafür eine Brücke da???

    Warum lässt man die alte nicht einfach dafür stehen? In marode oder nicht, zum Sitzen sollte das reichen.
    Daneben einfach eine Schmale, wie da hinten diese Fahrmannbrücke, aber die ist dann nur für Radfahrer.

    Aber wenn msn dad wieder so macht, dann werden auch in Zukunft viele einen Umweg über die andere Brücke beim Schnell weg nehmen, ist halt sicherer, da hocken keine im Weg, da kaufen keine unkontrolliert über den Radweg und weniger Glasscherben verursachen geringe Kosten.
    Aber nun noch Sitzinseln auf einer Brücke???

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    • Ich wäre auch sehr froh, mir die Brücke nicht mehr mit bekifften Leuten, die im Weg stehen und gelegentlich Flaschen auf den Radfahrstreifen fallen lassen, teilen zu müssen.

      Antworten
    • Die Brücke bekommt eine Trennung wie die heutige und die mittig hoffentlich fest auf dem Gehweg stehenden Sitzgelegenheiten. Eine farbliche Unterscheidung des Geh- und Radweges wäre aber Wünschenswert. Denn das mit der Trennung so ist wie sie es Vorschlagen klappt auf der Lodemannbrücke wo es auch nicht, da es einige Gehende (besonders Joggende & Smombies) gibt die Verkehrszeichen für die Wege noch weniger beachten als es einige Radfahrende tun. Grobe Schätzung/Beobachtung von mir der die Brücke 2x mal am Tag nutzt 10gehende/zu einem mit dem Rad fahrenden auf der falschen Wegseite!

      Wenn man die heutige Brücke stehen lässt wird sie demnächst das tun was die Carolabrücke in Dresden https://de.wikipedia.org/wiki/Carolabr%C3%BCcke_(Dresden) getan hat.
      Stellen sie sich doch mal mittig ans Brückengeländer und warten sie bis ein Jogger da drüber läuft, das Schwingen der Brücke ist in dem Ausmaß nicht mehr normal!

      Ja neben die Justus-Garten-Brücke am Fährmannsufer gehört eine 2. Brücke oder wollen sie den Gehenden zumuten einen Umweg über die 350-450 Meter entfernten Nachtbarbrücken machen sollen wenn die heutige nur noch für Radfahrende wäre?

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  6. Schön das jetzt ein Entwurf gewählt wurde der mehr der heutigen Brücke entspricht. Wenn es weniger Kostet um so besser.
    Mal sehen wie lange der Bau und somit die Umleitungen wirklich andauern.

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  7. Ich habe einen Kritikpunkt was die Uferplanung angeht. Bei dem Dokument A1-H_DRB_Uferbereiche ist neben der ehemaligen Uhlhornkirche ein Radweg eingeplant, der jedoch den Fußweg so 2x kreuzt und es so zu Unfällen kommen kann. Wenn es getrennte Wege gibt, dann müsste man sie tauschen, also links den Radweg und rechts den Gehweg planen.

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    • Der Bezirksrat hat diese Wegeführung auch nicht verstanden und sieht genau die selben Probleme. Leider hält die Verwaltung an Ihrer Planung diesbezüglich fest. Wahrscheinlich muss es im praktischen Betrieb erst zu Unfällen kommen. Nur dass man dann nicht mehr einfach die Seiten tauschen kann, weil sie tatsächlich auf die jeweilige Nutzungsart ausgerichtet werden.

      Antworten
    • Kreuzungen gibt es überall, aber ja den Pflaster Beton im Bereich des Mischverkehres sollte man über die gesamte Fläche bis zu den Anschlüssen an die Getrennten Wege machen müssen.
      Ansonsten müsste man die Wege über die gesamte Länge der Wege wo sie getrennt sind getauscht werden, dann würden sich aber vermutlich unzählige Spazierende beschweren die lieber näher am Fluss gehen und Sitzen wollen.
      Alternativ könnte man es noch mit „Zebrastreifen“ an den Stellen wo Gehende die Radfahrwege überqueren versuchen.

      Antworten
      • Gegen 1 Kreuzung ist ja auch nichts einzuwenden, aber wenn ein Radweg in den Fußweg hineinläuft bevor er die Kreuzung erreicht, ist das in meinem Augen eine Fehlplanung. Und um diesen Fehler zu korrigieren reicht es, die beiden Auf-/Abgänge zu tauschen, damit also nicht die Radfahrer in den Fußweg reinfahren, sondern die Fußgänger in den Radweg reinlaufen. Ist dann zwar auch keine gute Lösung, aber besser als die geplante Anordnung.

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        • Sie scheinen zu übersehen das an dem Gehweg nach oben auch eine Treppe ist, die es heute an der Stelle nicht gibt und für einige auch eine Wegverkürzung darstellt, auf die kann man bei ihren Vorschlag auch verzichten da weit aus weniger Radfahrende eine Treppe nutzen als es gehende tun.

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          • Natürlich kann man auf die Treppe verzichten. Geht ja seit Jahrzehnten auch ohne und spart Kosten.
            Und wenn man wie geplant den Radweg in den Fußweg einlaufen lassen möchte, kann man sich im Grunde die vorherige Trennung ganz sparen und es auch so wie jetzt lassen.
            Radfahrer die nach links abfahren wollen sicherlich auch Richtung Limmer fahren, also sollten sie sich links am Fußgänger vorbei in den kreuzenden Radweg einordnen.
            Radfahrer die Richtung Innenstadt wollen nehmen die Abfahrt auf der rechten Seite.
            Alles andere ist doch unlogisch.

    • Kreuzungen sind das eine. Egal wie, wenn ich als Radlerin vom Uferweg komme und auf die Brücke fahren möchte, muss ich ggf. anhalten und Querenden Vorfahrt gewähren. Das ist schon heute ein Problem: anfahren aus dem Stand, um die Kurve, auf eine Steigung , und dann noch mit rotweißen Balken in der Mitte. Der Entwurf sieht nicht so aus, als würde er die Problematik berücksichtigen.

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  8. Mir gefällt der Entwurf. Über Details zu reden, z.B. wie das Mobiliar und die Beleuchtung einmal aussehen sollen, macht in diesem Planungsstadium keinen Sinn. Wir können froh sein, wenn die Brücke tatsächlich so oder so ähnlich realisiert wird. Der erste Entwurf ist ja an den vermeintlich zu hohen Kosten gescheitert. Niemand weiß, ob es im kommenden Jahr Angebote geben wird, die im Kostenrahmen von 11,5 Mio. Euro bleiben werden. Wenn nicht, muss womöglich neu geplant werden. Es ist auch nicht auszuschließen, dass ein Bieter einen Sondervorschlag einreicht. Deshalb mein Appell an den Stadtbezirksrat: Befürwortet bitte schnellstmöglich diesen Entwurf, damit die LHH loslegen kann. Angesichts der bürokratischen Hemmnisse bei öffentlichen Ausschreibungen und Vergaben ist das schwer genug.

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    • Wie der Artikel ausführt, steht die Beschlussfassung für die erste Sitzung 2026 an. Im allgemeinen sind die Zeitpläne der Verwaltung derart gestaltet, dass eine einmalige Vertagung keine Auswirkungen im groben Zeitablauf hat. Im Übrigen war die Vorstellung schon für die Novembersitzung angekündigt gewesen, wurde aber kurzfristig von der Verwaltung dann doch nicht eingebracht.

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