Bauausschuss: Licht am Ende des Tunnels?

Licht am Ende des Tunnels im Ihme-Zentrum
Licht am Ende des Tunnels

„Modernisierung der Durchwegung des Ihme-Zentrums zur Ida-Arenhold-Brücke“ lautet der Titel einer Beschlussdrucksache, die am 21. Januar 2026 im Bauausschuss von den Lokalpolitikern einstimmig ohne weitere Aussprache verabschiedet wurde. Darin wird die Stadtverwaltung aufgefordert, beim Insolvenzverwalter der pleite gegangenen Windhorst-Firma PIZ auf die Umsetzung der Ausbaupläne zu drängen.

Stadt soll auf Insolvenzverwalter einwirken

Zudem solle der Insolvenzverwalter im Einvernehmen mit der WEG mit sofortigen „Interimsmaßnahmen“ den vorhandenen Tunnel für den Fuß- und Radverkehr freigeben. Sicherstellen soll die Verwaltung zudem „die abermalige Verlängerung der bewilligten Bundesfördermittel“ und im Rahmen eines laufenden Bebauungsplanverfahrens die Querung durch Eintragung eines „Wegerechtes“ sichern.

Die Pläne zum Tunnelausbau stocken schon seit Jahren (Punkt Linden berichtete). Das Thema war zum Jahresbeginn von der CDU in die politische Beratung eingebracht worden, zunächst gab es dazu einen Änderungsantrag von Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei und dann gestern in letzter Minute einen gemeinsamen Antrag auch mit der SPD, dem sich alle Fraktionen anschlossen.
Der Ball zur Umsetzung des Beschlusses liegt jetzt im Baudezernat bei Stadtbaurat Thomas Vielhaber und dessen Chefplaner Thorsten Warnecke. Beide wohnten der Ausschusssitzung bei. Vielleicht geht es ja jetzt nach politischem Druck mit dem Ausbau der seit März letzten Jahres wegen baulicher Mängel gesperrten Durchwegung voran. Gefragt ist dazu insbesondere auch die Insolvenzverwaltung.

Verwaltung soll digitalen Mietenmelder installieren

Ein von Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei eingebrachter Antrag zur Einrichtung eines digitalen Mietenmelders für Hannover ist im Bauausschuss mit Unterstützung der SPD beschlossen worden. „Wir müssen dazu wie andere Großstädte handeln“, hieß es dazu von den Grünen. Die SPD sprach von „einem wirksamen Tool für mehr Gerechtigkeit auf dem Wohnungsmarkt“, CDU, FDP und AfD stimmten gegen den Antrag. „Der macht der Verwaltung nur einen Haufen Arbeit und bringt letztlich nichts“, so deren Argumentation.

Bildnachweis: Wolfgang Becker

6 Gedanken zu „Bauausschuss: Licht am Ende des Tunnels?“

  1. Ich hab ja den Verdacht, der Mietenmelder wäre einen eigenen Beitrag wert gewesen.

    Kommen wir aber auf das Hauptthema, die Durchwegung von der Calenberger Neustadt in die Gartenallee, zurück. Das wird ja auch mittels der Anfrage zum Stand der bundesseitigen Fördermittel zur Realisierung der Begradigung der Durchwegung ein Thema im Bezirksrat am Mittwoch sein.

    Fangen wir mal mit der „Interimsmaßnahme“, der Öffnung des momentan gesperrten Tunnelabschnitts, an. Da könnte die Stadt tatsächlich etwas tun. Nämlich auf ihre über Bauvorschriften gedeckten Forderungen verzichten, die sich momentan nicht finanzieren lassen. Ratsbeschluss hin oder her.

    Und es wäre sicher für die allseitige Diskussion hilfreich, das Gutachten zu den städtischen Handlungsmöglichkeiten im Bezug auf das Ihme-Zentrum freizugeben. Dann ließe sich erkennen, was man realistischerweise von der Stadt fordern kann. Meine Glaskugel sagt, viel ist es nicht.

    Antworten
  2. Linden ist verdammt teuer geworden 🙁
    Als Beispiel :
    54qm für 700€ / kalt + NK
    oder in Linden-Nord eine 3 Zi. 80qm Wohnung für 1300€ warm.
    Da finde ich einen Mietenmelder schon angebracht.
    Das wohnen im Ihme Zentrum ist durch die NK auch mittlerweile recht hoch 🙁
    Mal abgesehen, von den Hauskosten bei den Wohnungseigentümern.

    Antworten
    • Das Problem ist auch, das die Notlage von Studenten ausgenutzt wird und viele aus Zeitgründen bereit sind überteuerte Mieten zu zahlen um nicht ohne Unterkunft dazustehen.

      Deshalb finde ich die Melde-App als ersten Schritt gut. Aber es muss auch gegen zu hohe Mieten angegangen werden und da reichen 2-3 Mitarbeiter nicht aus.

      Aber es gibt auch jede Menge Vermieter die nur moderat erhöhen.
      Meine Eltern zahlen für ihre 145 qm 1000 € Warmmiete inkl. Strom.
      Wer so eine günstige Wohnung hat, bleibt natürlich auch bis zum Ende wohnen. Eine kleinere Wohnung ist ja mittlerweile genau so teuer!

      Antworten
  3. Digitaler Mietenmelder? Eine tolle Idee, um die letzten Kleinvermieter, die immerhin rund 2/3 der Mietwohnungen stellen, beispielsweise in internationale Wertpapiere zu vertreiben (mindestens gleiche Rendite). Private Bauherren wird es sowieso in Deutschland kaum noch geben. Ganz anders als beispielsweise auf Zypern, da brummt das Geschäft.

    Antworten
    • Wer keine Wuchermieter verlangt muss auch keine Melde-App fürchten.

      Ich habe in meinem Leben schon unterschiedliche Vermieter gehabt. Einige der privaten Vermieter haben nicht in die Häuser investiert sondern abgewartet, bis es Schäden gab, wo dann die Versicherung einspringen sollte. Aber hätte die vermietende Seite z. B. in den Austausch von alten Leitungen und/oder Rohren investiert, wären die Schäden nicht eingetreten. Die Mieteinnahmen sind dazu da, in die Instandhaltung zu investieren, Eigentum verpflichtet!

      Wohnen wird aber scheinbar als Luxusgut gehandelt.
      Ich bin gespannt was passiert, wenn die Arbeitnehmer mit Nettolöhnen von unter 2500 € in Rente gehen und sich dann keine Mieten ab 700 € aufwärts mehr leisten können.

      Antworten
    • Das sehe ich anders. Wenn ich mir einige Wohnungen direkt in der guter Lage mitten in Linden anschaue, die direkt über Hanova vermietet werden, dann sind die Preise vergleichsweise sehr günstig und dazu bietet Hanova alles was an Service benötigt wird und es gibt Nebenkostenabrechnungen wo es nichts zu bemängeln gibt.
      Da kosten 45-50 qm mit Nebenkosten das was Gesellschaften in Wohnkomplexen an der Wunstorfer Straße oder in Ahlem für kleine 1-Zimmer-Wohnungen verlangen und der Service bei Gesellschaften ist nicht wirklich gut.
      Natürlich muss Gewinn gemacht werden, besonders wenn es vin Privat oder durch Gesellschaften gemacht wird, sonst gäbe es keinen Grund zu investieren, aber auch Hanova arbeitet nicht ehrenamtlich, auch die machen Gewinne. Da stellt sich schon die Frage, ob es nicht doch schon bei einigen nur um Wucher geht?
      Man sollte auch einen anderen Punkt bedenken, diese Mini-Wohnungen werden oft von sozial schwachen Menschen bewohnt, Stadt oder Staat zahlen.
      Vielleicht wäre es also nicht einmal so schlecht wenn man da mal genauer hinschauen? Am Ende könnte der Staat, die Stadt dadurch auch Geld sparen.

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6 Gedanken zu „Bauausschuss: Licht am Ende des Tunnels?“

  1. Ich hab ja den Verdacht, der Mietenmelder wäre einen eigenen Beitrag wert gewesen.

    Kommen wir aber auf das Hauptthema, die Durchwegung von der Calenberger Neustadt in die Gartenallee, zurück. Das wird ja auch mittels der Anfrage zum Stand der bundesseitigen Fördermittel zur Realisierung der Begradigung der Durchwegung ein Thema im Bezirksrat am Mittwoch sein.

    Fangen wir mal mit der „Interimsmaßnahme“, der Öffnung des momentan gesperrten Tunnelabschnitts, an. Da könnte die Stadt tatsächlich etwas tun. Nämlich auf ihre über Bauvorschriften gedeckten Forderungen verzichten, die sich momentan nicht finanzieren lassen. Ratsbeschluss hin oder her.

    Und es wäre sicher für die allseitige Diskussion hilfreich, das Gutachten zu den städtischen Handlungsmöglichkeiten im Bezug auf das Ihme-Zentrum freizugeben. Dann ließe sich erkennen, was man realistischerweise von der Stadt fordern kann. Meine Glaskugel sagt, viel ist es nicht.

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  2. Linden ist verdammt teuer geworden 🙁
    Als Beispiel :
    54qm für 700€ / kalt + NK
    oder in Linden-Nord eine 3 Zi. 80qm Wohnung für 1300€ warm.
    Da finde ich einen Mietenmelder schon angebracht.
    Das wohnen im Ihme Zentrum ist durch die NK auch mittlerweile recht hoch 🙁
    Mal abgesehen, von den Hauskosten bei den Wohnungseigentümern.

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    • Das Problem ist auch, das die Notlage von Studenten ausgenutzt wird und viele aus Zeitgründen bereit sind überteuerte Mieten zu zahlen um nicht ohne Unterkunft dazustehen.

      Deshalb finde ich die Melde-App als ersten Schritt gut. Aber es muss auch gegen zu hohe Mieten angegangen werden und da reichen 2-3 Mitarbeiter nicht aus.

      Aber es gibt auch jede Menge Vermieter die nur moderat erhöhen.
      Meine Eltern zahlen für ihre 145 qm 1000 € Warmmiete inkl. Strom.
      Wer so eine günstige Wohnung hat, bleibt natürlich auch bis zum Ende wohnen. Eine kleinere Wohnung ist ja mittlerweile genau so teuer!

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  3. Digitaler Mietenmelder? Eine tolle Idee, um die letzten Kleinvermieter, die immerhin rund 2/3 der Mietwohnungen stellen, beispielsweise in internationale Wertpapiere zu vertreiben (mindestens gleiche Rendite). Private Bauherren wird es sowieso in Deutschland kaum noch geben. Ganz anders als beispielsweise auf Zypern, da brummt das Geschäft.

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    • Wer keine Wuchermieter verlangt muss auch keine Melde-App fürchten.

      Ich habe in meinem Leben schon unterschiedliche Vermieter gehabt. Einige der privaten Vermieter haben nicht in die Häuser investiert sondern abgewartet, bis es Schäden gab, wo dann die Versicherung einspringen sollte. Aber hätte die vermietende Seite z. B. in den Austausch von alten Leitungen und/oder Rohren investiert, wären die Schäden nicht eingetreten. Die Mieteinnahmen sind dazu da, in die Instandhaltung zu investieren, Eigentum verpflichtet!

      Wohnen wird aber scheinbar als Luxusgut gehandelt.
      Ich bin gespannt was passiert, wenn die Arbeitnehmer mit Nettolöhnen von unter 2500 € in Rente gehen und sich dann keine Mieten ab 700 € aufwärts mehr leisten können.

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    • Das sehe ich anders. Wenn ich mir einige Wohnungen direkt in der guter Lage mitten in Linden anschaue, die direkt über Hanova vermietet werden, dann sind die Preise vergleichsweise sehr günstig und dazu bietet Hanova alles was an Service benötigt wird und es gibt Nebenkostenabrechnungen wo es nichts zu bemängeln gibt.
      Da kosten 45-50 qm mit Nebenkosten das was Gesellschaften in Wohnkomplexen an der Wunstorfer Straße oder in Ahlem für kleine 1-Zimmer-Wohnungen verlangen und der Service bei Gesellschaften ist nicht wirklich gut.
      Natürlich muss Gewinn gemacht werden, besonders wenn es vin Privat oder durch Gesellschaften gemacht wird, sonst gäbe es keinen Grund zu investieren, aber auch Hanova arbeitet nicht ehrenamtlich, auch die machen Gewinne. Da stellt sich schon die Frage, ob es nicht doch schon bei einigen nur um Wucher geht?
      Man sollte auch einen anderen Punkt bedenken, diese Mini-Wohnungen werden oft von sozial schwachen Menschen bewohnt, Stadt oder Staat zahlen.
      Vielleicht wäre es also nicht einmal so schlecht wenn man da mal genauer hinschauen? Am Ende könnte der Staat, die Stadt dadurch auch Geld sparen.

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