
Die ADFC-Bezirksgruppe Ahlem-Badenstedt-Davenstedt hat sich in einem offenen Schreiben an den Geschäftsführer der infra, Christian Weske, gewandt, weil die Arbeiten in der Badenstedter Straße entgegen seinen Ankündigungen im Februar gegenüber dem Stadtbezirksrat Ahlem Badenstedt Davenstedt immer noch nicht abgeschlossen sind. Die Bezirksgruppe erwartet nun eine Antwort. und erwartet eine Stellungnahme. Diese Mängelliste hat sie zusammengestellt:
- „An der Einmündung der Petermannstraße fehlen immer noch Teile der Ampelanlage. Die Durchfahrt von der Petermannstraße auf die Badenstedter Straße ist verboten. Das Verbot wird oft ignoriert, es kommt auch zu Unfällen (zuletzt am 9. Mai 2026 gegen 19 Uhr). Die Situation dort ist sehr unübersichtlich und daher auch für Radfahrende gefährlich.
- An der Einmündung Körtingsdorfer Weg behindert immer noch eine Bastellenabsperrung den Radverkehr. Es scheint sich nur noch um eine Kleinigkeit zu handeln, die dort erledigt werden muss – umso ärgerlicher, dass es seit Wochen nicht voran geht.
- Vor einigen Wochen wurde eine neue Baustelle in Höhe der Einfahrt zum REWE-Parkplatz eingerichtet, die Rad- und Fußweg komplett blockiert. Seitdem der Rad-/Gehweg aufgerissen wurde, sind überhaupt keine Fortschritte oder Bauarbeiten zu beobachten. Aus Sicht der ADFC-Bezirksgruppe sollte umgehend geprüft werden, ob die Baustelle zeitnah beendet werden kann. Wenn das nicht der Fall ist, sollte eine vernünftige Lösung für Radfahrende und Fußgänger*innen gefunden werden, die ohne Umwege und lange Wartezeiten an Ampeln auskommt.“
Die ADFC-Bezirksgruppe erwartet, dass die Baustellen vorrangig fertig gestellt werden, damit der „damit der Straßenverkehr auf der Badenstedter Straße endlich für alle Teilnehmer*innen sicher und ohne Hindernisse möglich ist.“
Hintergrund
Der im Juni 2020 gestartete Umbau der Badenstedter Straße, bei dem die Stadtbahnschienen an den Straßenrand verlegt werden, ist trotz mehrjähriger Bauzeit weiterhin nicht vollständig abgeschlossen. Zwar wurde die Strecke Anfang August 2024 wieder für den Autoverkehr freigegeben, jedoch bleibt ein zentraler Teilprojektpunkt offen: die neue Ampelanlage an der Kreuzung Petermannstraße. Bereits mehrfach hatte die Infra, Betreiberin der hannoverschen Stadtbahninfrastruktur, die Fertigstellung angekündigt.
