Blaue Zone Container auf Platzprojekt barrierefrei

Neue Terrasse beim Blauen Zonen Container auf dem Platzprojekt
Über die nächsten Projekte sprechen (v.l.) Susanne Müller-Jantsch, Lena Wimmer und Jeanette Asbeck

Mit Rollator oder Kinderwagen, auf Krücken oder im Rollstuhl: Der Blaue Zone Container, Treffpunkt für Menschen ab 55 Jahren auf dem Platzprojekt in der Fössestraße, ist barrierefrei zugänglich. 15 Aktive haben in rund 125 Stunden ehrenamtlicher Arbeit eine großzügige Holzterrasse mit einer Rampe gebaut und die Eingangstür in den Container schwellenlos gemacht. Das Land Niedersachsen und die Stadt Hannover tragen die rund 15.000 Euro Baukosten.

MUT-AUF-RUF!

Die Rampe schafft Zugang für Alle
Die Rampe schafft Zugang für Alle

„Dieser ungewöhnliche, kreative Ort passt zu uns, denn wir wollen das Leben im Alter mit kulturellen und künstlerischen Angeboten gestalten. Bei uns können Interessierte selbst Gruppen gründen – sei es zum Spazierengehen, Bücherlesen oder Radfahren“, berichtet Susanne Müller-Jantsch, die seit 2016 im Vorstand aktiv ist. Der Verein verstehe sich als Impulsgeber und auch generationsübergreifender Treffpunkt. So findet etwa am 21. Mai das erste „MUT-AUF-RUF“-Treffen für alle Menschen statt, die sich eine gemeinschaftliche Antwort auf die unzähligen Krisennachrichten wünschen. „Wir beziehen uns auf die Ökophilosophin Joana Macy.“ Ehrenamtlich allein wären diese Angebote nicht machbar.  „Deshalb sind wir froh, mit Lena Wimmer und Jessica Grömminger zwei jüngere Hauptberufliche mit an Bord zu haben.“ Die Personalkosten für die kommenden zwei Jahre kann der Verein aus einer Förderung Stiftung Deutsches Hilfswerk aus Mitteln der Fernsehlotterie aufbringen.

Neues Kennenlernen und eigenständig als Projekt weiterentwickeln: Diese Einladung hat auch Jeanette Asbeck angesprochen. „Mein Herzensprojekt ist Wildes Tanzen. Am 30. Mai werden wir uns wieder auf dem Andreas-Hermes-Platz präsentieren“, kündigt die Vorstandsfrau an.

Sommercamp 2026

Nach der erfolgreichen Premiere des Kulturfestivals 2017 findet das zweite Sommercamp vom 30. Juli bis 8. August auf dem Platzprojekt statt. „Bei unserem Kulturfestival wollen wir mit  Künstler*innen neue Sichtweisen auf das Alter zu werfen“, sagt Müller-Jantsch. Gesucht werden noch Menschen, die sich mit ihren Talenten beim Kochen, an der Bar stehen oder gemütlich Orte zu gestalten, einbringen wollen. „Rollstuhlfahrende können wir mit einem Lastenrad abholen“, kündigt Asbeck an. Für Interessierte, die erstmals das Sommercamp besuchen wollen, wird zudem ein gemeinsamer Spaziergang von der Haltestelle „Freizeitheim Linden“ der Linie 9 zum Platzprojekt angeboten. Dort ist inzwischen auch das barrierefreie Toilettenhaus fertig gestellt.

Barrierefreies Toilettenhaus auf dem Platzprojekt
Barrierefreies Toilettenhaus auf dem Platzprojekt

Abenteuer Altsein

Das Leben im Alter, Altsein, als Abenteuer zu sehen und gemeinsam mit anderen Neues entdecken – das ist die Idee der Blauen Zone, die der Arbeitsbereich Trans/Interkulturell von Spokusa aus der Nordstadt und das Kulturzentrum Pavillon mit der Blauen Zone seit 2017 verfolgen. Sie beziehen sich auf fünf blaue Zone weltweit, in denen besonders viele Menschen sehr alt werden und dabei gesund und glücklich leben: die Insel Okinawa, die Nicoya Halbinsel bei Costa Rica, die Ostküste Sardiniens, die Insel Ikaria in Griechenland und Loma Linda bei Los Angeles.

 

Logo Die blaue zone
Logo die blaue zoneArbeitsbereich Trans/Interkulturell von

 

Bildnachweis: Katharina Kümpel, Blaue Zone e.V.

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