Seit mehreren Tagen ist die Lichtsignalanlage an der Kreuzung Davenstedter Straße/Bauweg/Am Lindener Hafen im Stadtteil Linden-Mitte außer Betrieb. Was sonst den Verkehr klar regelt, ist derzeit außer Kraft gesetzt – mit spürbaren Folgen für den Berufsverkehr und den öffentlichen Nahverkehr.
An der Kreuzung gilt ohne Ampel nun ausschließlich die Beschilderung. Vorfahrtsberechtigt sind der Bauweg und die Straße „Am Lindener Hafen”, jedoch nicht die Davenstedter Straße. Gerade für Ortsunkundige sowie im morgendlichen und abendlichen Berufsverkehr führt dies immer wieder zu Unsicherheiten. Besonders betroffen sind Fußgänger und Radfahrer. Ohne gesicherte Grünphase ist das Überqueren der Fahrbahn zeitweise schwierig. Insbesondere zu Stoßzeiten entstehen längere Wartezeiten, da sich zwischen den Fahrzeugen nur schwer sichere Lücken ergeben.
Auch Bus und Stadtbahn betroffen
Die Störung hat zudem Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr. Die Buslinie 120 sowie die Stadtbahnlinie 9 verfügen an dieser Kreuzung regulär über eine Vorrangschaltung – sie erhalten bei Annäherung bevorzugt Grün, um Fahrpläne stabil zu halten. Durch den Ausfall der Steuerung entfällt diese Priorisierung. Verspätungen auf der Linie 120 und der Stadtbahnlinie 9 sind daher möglich.
Ursache: Steuergerät irreparabel defekt
Wie Janine Herrmann, Pressesprecherin der Stadt Hannover, auf Anfrage von Punkt-Linden mitteilt, ist das Steuergerät der Ampelanlage altersbedingt ausgefallen und nicht mehr reparabel.
Die zuständigen Fachkollegen sowie eine beauftragte Signalbaufirma arbeiten derzeit mit Hochdruck an der Programmierung und Installation eines neuen Steuergeräts. Wenn es zu keinen weiteren Verzögerungen kommt, sollen die Arbeiten noch in dieser Woche abgeschlossen werden. Anschließend kann die Lichtsignalanlage wieder in Betrieb gehen.
Update 26. Februar 2026
Die Reparatur ist abgeschlossen, die Ampel ist wieder in Betrieb.


Also abgeschlossen ist die Reperatur noch nicht !!
Die Programmierung ist noch nicht fertig.
Es fehlt noch die akustische Signalisierung an den Übergängen Davenstedter Straße (Bauweg / Am Lindener Hafen (Bahnhaltestelle Linie 9); & der Übergang zwischen dem Wettbüro „Tipico“ und Art and Voice (zum Bus Linie 120).
Die wurde vor ein paar Wochen erst vom Tiefbauamt super programmiert. Und nun kann man als Blinder die Kreuzung gar nicht mehr queren 🙁
Super Arbeit 😐
Wenn die Ampel ausfällt, richtet man sich nach der Beschilderung.
So hieß es in der Fahrschule und so wird es gemacht. Fertig!
Ja, auch ich habe einen Führerschein und ich halte mich daran.
Man sollte aber bedenken, das tun nicht alle. Gerade wenn etwas ausfällt stehen plötzlich viele da und haben keinen Plan.
Auch sollte man immer daran denken, es gibt andere, ohne Auto, mit Fahrrad und zu Fuß und gerade an der Kreuzung werden die schnell übersehen und ja, man kann sich daran halten was man gelernt hat, stur danach vorgehen, fährt man aber in dieser Situation an dieser Kreuzung einen Fußgänger um, dann hat man kein Recht. Hier hat man auf die schwächeren Verkehrsteilnehmer Rücksicht zu nehmen und das steht über jede Regel die man in der Fahrschule gelernt hat.
Überraschung: Auch, wenn die Ampeln funktionieren muss man auf Andere achten, weil man sie nämlich auch dann nicht umfahren darf, wenn man selbst Grün hatte.
Hach, früher, da hätte man einfach einen Polizeibeamten hingestellt, der zumindest während der übelsten Zeiten provisorisch den Verkehr regelt, damit es ein bisschen läuft. So schade, dass das heute nicht mehr möglich zu sein scheint.
Wenn ich dieses pressedumme Hochdruckgefasel schon wieder höre, platzt mir der Kragen. Das ist eine Standardgerätesteuerung, und die gesamte Programmlogik inklusive der sicherlich etwas frickeligen Üstra-Priorisierung ist fertig. Eventuell ändern sich ein paar Ein- und Ausgabekennungen, wenn es auf eine modernere Anlage portiert wird, aber das ist im Wesentlichen Suchen und Ersetzen.
Tage brauchen die dafür? Bei der Stadt und einer ominös-unbenannten »Signalbaufirma«, deren Geschäftsführung mutmaßlich gute Freunde in der Stadtverwaltung hat? Denn an besonderer Befähigung und Schnelligkeit in der Durchführung erforderlicher Tätigkeiten kann es wohl nicht liegen.
Ernst gemeinte Frage. Würden Sie sich auf diese Kreuzung stellen und den Verkehr regeln? Mit Podest okay, aber das ist da dank der Schienen nicht möglich und so kann man wirklich nicht erwarten, dass sich da wirklich jemand hinstellt.
Verstehe aber diese andere Sache. Kann es auch nicht nachvollziehen, dass etwas solange dauern soll. Inzwischen sollte es doch, wir leben im Computerzeitalter, so sein, dass es ein Backup gibt und man das einfach auf ein neues Steuergerät aufspielt. Es ist ja nicht so, dass es da eine mechanische Zeitschaltuhr gibt.
Die Stadt hätte aber auch diese Ampeln, die bei Baustellen verwendet werden, mit Abstand zur Kreuzung aufstellen können, damit an der Stelle wenigstens Fußgänger, Radfahrer und andere Verkehrsteilnehmer sicher queren können. Da halten Bus und Bahn und ich habe es gestern gesehen, gerade ältere Menschen mit Rollator und Kinder…
Es hat mehr als nur einen Grund, dass ich kein Polizeibeamter geworden bin.
Ich befürchte mal, das Problem ist die nicht immer punktgenau fahrende Linie 9. Dafür dürfte eine Programmierung für eine Baustellenampel genauso lange dauern, wie für die stationäre Version. Aber da ich zu der ganzen Causa sowieso noch Fragen habe, nehme ich die mit für die nächste Bezirksratssitzung am 29.04.