
Das Limmerquartier mit 211 neuen Wohnungen kommt nicht aus den Schlagzeilen: Erst Ende 2025 hatte Meravis den Vertrag mit dem Bauträger gekündigt, weil es mit dem Neubauprojekt nicht voranging. Jetzt musste die Stadt acht Pappeln in der Kesselstraße Ecke Eichenbrink fällen lassen.
Altersbedingt hatten die dortigen Bäume durchgehend keine gute Vitalität. Die Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit war schon lange nur mit großem Aufwand und Kosten verbunden. Aufgrund dortiger Baumaßnahmen wurden zur Sicherheit Zugversuche durchgeführt. Diese haben gezeigt, dass die Standsicherheit der Bäume nicht mehr gewährleistet werden kann und eine Fällung unumgänglich ist. Dieses teilte die Pressestelle der Stadt auf Anfrage von Punkt-Linden mit.
Doch die Fällung zum jetzigen Zeitpunkt sei durch einen Baufehler noch vor der Übernahme von Meravis verursacht. Der frühere Bauunternehmer habe die Entwässerungsanlage zu nah an den Bäumen eingebaut, sodass die Pappeln endgültig ihre Standsicherheit verloren hätten. „Für die Entnahme wurde eine Kompensation von 21 Bäumen auferlegt, wovon 5 Bäume vor Ort realisiert werden sollen. Die übrigen Kompensationsverpflichtungen erfolgen über ein entsprechendes Ersatzgeld“, sagte Sprecher Udo Möller.

Ach, schau mal an. Das erklärt auch, warum da seit Monaten eine riesen Grube offen und alles voller Rigolen-Bauelemente steht. Dass die Pappeln da weg müssen, stand ohnehin außer Frage. Die hatten ihr Lebensende erreicht.
Pappeln neigen ab einer bestimmten Größe dazu unvermittelt Äste zu verlieren oder um zufallen.
Ziemlich wahrscheinlich wären die eh bald fällig gewesen.
Ich bin erschüttert! Mittlerweile muss man sich wirklich die Frage stellen, welche berufliche Qualifikation die Menschen besitzen, die so etwas wie oben beschrieben oder Baumängel bei anderen Bauten zu verantworten haben.
Ich hoffe, beim Fössebad-Neubau läuft alles nach Plan und ohne Mängel!
„Die übrigen Kompensationsverpflichtungen erfolgen über ein entsprechendes Ersatzgeld.“
Geld statt Bäume – der Beweis ist erbracht : auch Geld lebt.
=> https://de.wikipedia.org/wiki/Photosynthese
Die Vernichtung von Natur darf sich nicht finanziell auszahlen!
Das Ersatzgeld ist ein schlechter Witz!
Eine Websuche ergab, dass ein Baum nur ca. 670 Euro (?) wert ist (Baumschutzsatzung der Landeshauptstadt Hannover, § 7, (6) a) ).
Mit den geschätzten Pflegekosten dürfte sich die Fällung / die Vernichtung von Natur, auch in Einbeziehung der Fällungskosten, schon nach kurzer Zeit auch finanziell rechnen.
Das darf nicht sein!
Hier noch ein Zitat von der Websuche:
„Schonzeit: Vom 1. März bis zum 30. September (bzw. nach Bundesnaturschutzgesetz) sind größere Form- und Rückschnitte sowie Fällungen zum Schutz brütender Vögel meist verboten; Ausnahmegenehmigungen sind nötig.“
War die aktuelle Fällung dann überhaupt schon erlaubt?
Und warum sollen nur fünf statt der gefällten acht Bäume vor Ort ersetzt werden? Das ist doch sicher wieder so ein Geschenk für den / die Täter, wie so oft 🙁