Video: Gemüseschlacht auf der Dornröschenbrücke

Gemüseschlacht
Gemüseschlacht Linden-Nordstadt

Die beiden Parteien trafen sich seitdem immer wieder im September auf der zwischen beiden Stadtteilen liegenden Leinebrücke, um sich mit zumeist vergammeltem Gemüse zu bewerfen. „Die Treffen haben keinen gewaltorientierten Hintergrund und beziehen sich eher sarkastisch auf den Lokalpatriotismus der beiden ehemaligen Arbeiterviertel“, heißt es dazu bei Wikipedia.

Die Dornröschenbrücke markiert symbolisch die Grenze zwischen Linden und der Nordstadt. Ausgestattet mit überreifem Gemüse lieferten sich die beiden Seiten eine bewusst inszenierte, friedliche „Schlacht“. „Im Mittelpunkt stand dabei nie der Wettkampf selbst, sondern der gemeinschaftliche Spaß und das kreative Spiel mit der Idee von Stadtteilrivalität“, so Berichte von Beobachter*innen.

„Linke Tunichtgute aus Linden und wilde Rockpunker aus der Nordstadt mögen sich gegenseitig erlesenstes nahtotes Gemüse, schaumiges Fruchtwerk und allerlei flutschigem Muff an die Köpfe werfen“, heißt es auf der Website hannover-entdecken.de. Oftmals nahm die Veranstaltung den Charakter eines bunten Straßenfestes an. Im Laufe der Jahre führten jedoch organisatorische und praktische Fragen – etwa zur Reinigung der Brücke – dazu, dass die Gemüseschlacht nicht mehr stattfand.

Der auf dem Youtube-Kanal von Mortimer Q’Becks gepostete lebhafte Kurzfilm ist undatiert und enthält keine Informationen zu den Urhebern. Gezeigt werden zumeist junge Leute, die sich in teils martialischer Aufmachung auf der Brücke gegenseitig mit Obst, Gemüse und Wasserbomben bewerfen. Auch einige der Akteure kommen in dem gut vierminütigen Video zu Wort.

Bildnachweis: Unbekannt

2 Kommentare zu „Video: Gemüseschlacht auf der Dornröschenbrücke“

  1. Das waren noch Zeiten…daran kann ich mich sehr gut erinnern. Obwohl die Nordstadt Punks damals auch geschummelt haben und mit vergammelten Fischköpfen schmissen! 😉

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  2. „… Kurzfilm ist undatiert und enthält keine Informationen zu den Urhebern …“

    Zur Datierung des Geschehens lässt sich immerhin soviel sagen, dass es sich in jenen fernen Zeiten ereignete, als die Menschen noch die Hände frei hatten und sich nicht zwecks Selbstvergewisserung an einem Blödphone festkrallen mussten.
    Und die Gehirngänge waren noch nicht dergestalt von BWL-Denke zugekleistert, dass Fragen des Copyrights für wichtig erachtet wurden. 🍅🍆🫑

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  1. Das waren noch Zeiten…daran kann ich mich sehr gut erinnern. Obwohl die Nordstadt Punks damals auch geschummelt haben und mit vergammelten Fischköpfen schmissen! 😉

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  2. „… Kurzfilm ist undatiert und enthält keine Informationen zu den Urhebern …“

    Zur Datierung des Geschehens lässt sich immerhin soviel sagen, dass es sich in jenen fernen Zeiten ereignete, als die Menschen noch die Hände frei hatten und sich nicht zwecks Selbstvergewisserung an einem Blödphone festkrallen mussten.
    Und die Gehirngänge waren noch nicht dergestalt von BWL-Denke zugekleistert, dass Fragen des Copyrights für wichtig erachtet wurden. 🍅🍆🫑

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