„Zuhause in Linden“: Attraktiver Kiez für hochpreisige Neubauten

Eleonorenhof - Baustelle Ende Februar 2026
Eleonorenhof – Baustelle Ende Februar 2026

Eine „Zuhause in Linden GmbH“ aus Braunschweig lässt für nahezu fertiggestellte fünf Wohnhäuser im „Eleonorenhof“ werben: „Ein großes Angebot des urbanen Wohnens für alle Lebenszyklen“. In der Eleonorenstraße – auf dem ehemaligen Grundstück der Volksbank Linden – ist „mitten im Kiez“ ein Neubau mit 62 Eigentumswohnungen und einer Gewerbeeinheit hochgezogen worden. „Konkret in Linden-Mitte, einem ‚bunten Stadtbezirk‘, der für seine vielfältigen kulturellen Aktivitäten, soziale Initiativen und einem nachbarschaftlichen Zusammenhalt bekannt ist.“

Neubauten mit hochpreisigen Eigentumswohnungen

„Wir haben bereits über 80% der Eigentumswohnungen im ‚Eleonorenhof‘ verkauft“, teilt die mit der Vermarktung betraute „CONIMMO Immobilien GmbH“ aus Hannover Ende Januar auf Anfrage mit. Im Angebot seien noch ein rundes Dutzend Wohneinheiten, darunter eine 3-Zimmerwohnung im Hochparterre mit 100,86 m² für 639.000 € oder eine 4-Zimmerwohnung im zweiten Obergeschoss mit 121,02 m² für 835.000 €. Das entspricht Quadratmeterpreisen von bis zu 6.900 €. „Ein Neubau, der sich im historischen Kontext wie ein ergänzender Baustein in die unmittelbare Nachbarschaft einfügt“, so die Eigenwerbung im Internet.

Linden Forum Straßenansicht
Linden Forum Straßenansicht

Nicht weit entfernt läuft am Lindener Marktplatz die Vermarktung des „Lindenforum“ genannten Neubauvorhabens. In der Davenstedter Straße 3 bis 7 sollen in zwei Gebäuden 26 exklusive Eigentumswohnungen entstehen. Eigentümer des Baugrundstückes ist das Unternehmen von Yakup Gencer aus Ronnenberg, die Vermarktung leistet die Springer Firma Herrmann Immobilien. „Gebaut wird hier für Leute mit dickem Portemonnaie“, so einer der Verkäufer bei einer Vorstellung des Projektes im Stadtbezirksrat.

Ende März wolle man mit den Angeboten auf den Markt gehen, berichtet jetzt die HAZ, die Quadratmeterpreise seien gerade „in der finalen Abstimmung“. Die günstigste Wohnung läge bei 6.250 €/m², grundsätzlich sei für einige Einheiten die „Preisspanne bis 7.000 €/m² realistisch.“

Kritik an schleichender Gentrifizierung im Stadtbezirk

„In diesen hochpreisigen Segmenten ist es im Stadtbezirk leicht, eine Wohnung zu finden. Hingegen ist bezahlbarer günstiger Wohnraum kaum noch zu finden“, meint dazu auf Anfrage von Punkt-Linden Steffen Mallast. Schon seit Jahren engagiert sich der Grünen-Bezirksratsherr gegen die schleichende Gentrifizierung in Linden-Limmer. Preiswerter Wohnraum könne schwerlich durch Neubauvorhaben verwirklicht werden, weil die Anforderungen und Baukosten dies nicht zulassen würden, meint Mallast. „Viel wichtiger wäre es, günstigen Bestandswohnraum dauerhaft zu sichern. “Hier sei auch die Stadt gefragt, es bräuchte deutlich mehr Anreize und Engagement in diese Richtung. „Immer nur auf den Neubau zu hoffen, wird langfristig nicht funktionieren.“

Grundsätzlich sei es zu begrüßen, wenn Brachflächen für Wohnungsbau genutzt werden können, so Mallast weiter. „Wenn jedoch günstiger Wohnraum, der eher am unteren Ausstattungssegment liegt, weichen muss – wie etwa beim Lindenforum oder auch in der Nieschlagstraße – muss man sich fragen für wen hier eigentlich gebaut wird. Die Menschen, die sich den bisherigen Wohnraum noch hätten leisten können, werden kaum 5.000 € oder 6.000 € pro m² für eine Eigentumswohnung zahlen können. Auch wenn somit unterm Strich Wohnraum entsteht, finden Verdrängungsprozesse statt, da es sich oftmals um andere Bevölkerungsschichten handelt.“

Bildnachweis: Wolfgang Becker, Herrmann-Immobilien

43 Gedanken zu „„Zuhause in Linden“: Attraktiver Kiez für hochpreisige Neubauten“

  1. Die Haltung in einigen unverschämten Kommentaren ist m.E. eine Form von „Klassenkampf von oben“.

    Derzeit fehlt es vor allem an bezahlbaren Wohnungen. Dies Problem haben große Teile der Bevölkerung, einschließlich Mittelschicht. Aufgrund der hohen Baukosten sind von privaten Investoren bezahlbare Neubauwohnungen nicht zu erwarten. Aber deshalb ist der Neubau mancher Wohnungen durch private Investoren nicht das eigentliche Problem, zumal die meisten neuen Wohnungen auf ehemaligen Gewerbe oder Industrieflächen in Linden und Limmer entstanden sind und insofern nicht Verdrängung von vorhandener Wohnbevölkerung bedeuten. Beispiele sind: Conti-Gelände, Hautklinik, AhrbergViertel, Hanomag-Gelände, Zentrale der Lindener Volksbank, Kesselstrasse, Autohof Deistestrasse, Lindener Brauerei …

    Wir wollen ein sozialer Rechtsstaat sein. Die Politik muss daher jenen helfen, die sich nicht selbst helfen können. Dafür braucht es vor allem eine nachhaltige soziale Boden- und Baupolitik. Doch die fehlt in Hannover. Andere Städte – Beispiel Ulm – machen es seit Jahren vor.

    Ich habe neulich im Politik-Forum Linden-Limmer vier Flächen in Linden vorgeschlagen, die in der Hand von Stadt oder Land sind und deshalb für bezahlbaren Wohnungsbau seitens der kommunalen Hanova-Wohnen GmbH oder gemeinwohlorientierter Genossenschaften genutzt werden könnten.

    Antworten
    • Warum fehlt in Hannover eine nachhaltige soziale Boden- und Baupolitik? Liegt das an der Haltung bestimmter Parteien oder bestimmter Personen? Hannover ist seit jeher sozialdemokratisch geprägt. Auch wenn unser aktueller Oberbürgermeister den Grünen angehört, dürften an den sonstigen Schaltstellen die Sozialdemokraten in der Mehrheit sein. Kriegt die SPD zu wenig auf die Reihe? Im Bundeswahlkampf 2021 standen in der City riesengroße Plakate mit der Aufschrift: „Jetzt faire Mieten wählen. Scholz packt das an.“ – Ulm gehört zu Baden-Württemberg. Dort wurde am Sonntag die Selbstverzwergung der SPD sichtbar. Dass die Liaison mit konservativen Kräften sowohl im Bund als auch in der LHH nicht für bezahlbaren Wohnraum sorgt, zeigen die „unverschämten“ Kommentare an dieser Stelle.

      Antworten
    • Mein letzter Kommentar ist nicht als Kritik an den Gedanken von Ernst Barkhoff zu verstehen. Im Gegenteil. Ich stimme ihm uneingeschränkt zu. Bekanntlich ist er ein Urgestein der Lindener SPD und hat sich vor allem in Fragen der Stadtentwicklung viele Verdienste erworben. Seine Klage über die fehlende, nachhaltige soziale Boden- und Baupolitik in Hannover habe ich zum Anlass genommen, nach den Ursachen zu fragen. Darauf erwarte ich an dieser Stelle keine Antwort. – Die SPD war über Jahrzehnte in Hannover eine Hausmacht. Insofern ist sie für Versäumnisse in der Vergangenheit, aber auch in der Gegenwart verantwortlich. Die desaströse Amtszeit des letzten Fraktionsvorsitzenden war für Hannover ein herber Rückschlag. Ob die SPD das Personal und die Visionen hat, sowohl in Hannover als auch auf Bundesebene die Probleme unserer Zeit zu lösen, wird zur Existenzfrage. Die Wähler laufen jedenfalls scharenweise davon.

      Antworten
  2. Das hier von einigen Damen und Herren vehement propagierte sozialdarwinistische Weltbild markiert den amoralischen Bodensatz, dem seit mehr als hundert Jahren politisches Handeln entspringt, das mit Ausbeutung, Segregation, Vertreibung und schlussendlich Vernichtung einhergeht.

    Der Faschismus in all seinen Spielarten und Kostümierungen war und ist ein Projekt selbsternannter Eliten, die sich anderen überlegen wähnen.

    Politische Akteure dieses reaktionären Denkens sind hierzulande die AfD, in Russland die Putin-Entourage oder in den USA die Milliardärsclique um Donald Trump.

    Mit den Grundwerten unserer Verfassung ist sozialdarwinistisches Denken nicht vereinbar.

    Antworten
  3. Hallo Frau Bruns, Sie haben die Situation gut beschrieben – genau so ist es.
    Seien wir doch mal ehrlich: Auf welchen Konzerten, Ausstellungen oder sonstigen Events ist es am angenehmsten? Auf denen, bei denen ein sportlicher Eintrittspreis verlangt wird und dieser den Mop automatisch herausfiltert. So funktioniert es auch in einem Mehrfamilienwohnhaus.

    Antworten
    • Stimmt genau. Auf den umzäunten Weihnachtsmärkten in Berlin-Mitte muss man abends bspw. 2 Euro Eintritt ohne Gegenleistung bezahlen. Schon dadurch treibt sich weniger Gesocks zwischen den Buden herum – wirklich sehr angenehm. Das sollte man in Hannover bei Stadtfesten und beim Maschseefest auch einführen. Ich denke nur, dass man etwa 20 Euro verlangen sollte. Das ist für die meisten noch akzeptabel und könnte teilweise auch an wohltätige Zwecke gespendet werden. Das erhöht die Akzeptanz enorm, weil man das Gefühl hat, damit auch etwas Gutes zu tun.

      Antworten
    • „… nicht einmal in der Lage, einen grammatikalisch korrekten Satz zu formulieren oder grundlegende Rechtschreibung und Interpunktion anzuwenden. Vielleicht erklärt auch das einen Teil der ökonomischen Realität.“ (Henriette Bruns)

      => „… ein sportlicher Eintrittspreis verlangt wird und dieser den Mop automatisch herausfiltert.“

      Verehrte Frau Bruns, walten Sie Ihres Amtes und unterweisen Sie den Mop in grundlegender Orthographie!

      Antworten
  4. Der Beitrag von Frau Bruns bringt die Debatte hier am besten auf den Punkt. Linden, beziehungsweise Linden-Mitte, braucht dringend hochwertigeren und damit auch kostenintensiveren Wohnraum – in einer sauberen und gepflegten Umgebung, um einen gewissen Klientelwechsel in Gang zu setzen. Mehr Premiumangebote in den Bereichen Wohnen, Einzelhandel, Gastronomie, Infrastruktur und Freizeit sind dabei ein wirksamer und relativ geräuschloser Sozialfilter und schaffen auf der anderen Seite Arbeitsplätze im unteren und mittleren Lohnniveau – also eine Win-win-Situation. Solvente Klientel bringt zudem automatisch eine anspruchsvollere sowie gepflegtere Kultur mit sich. Das Projekt Lindenforum wäre ein guter Anfang.

    Ich denke, dass gerade den Menschen, die durch Bildung, Beruf und Einkommen einen gewissen Status erreicht haben, vorrangig die attraktiven Wohnviertel in Städten zur Verfügung stehen sollten. Linden-Mitte scheint nun neben List, Oststadt und Zoo langsam dazuzugehören.

    Ich habe vor 25 Jahren mein Abitur auf „dem“ Lindener Gymnasium gemacht, kenne den Stadtteil gut und bin nach einigen Jahren im Ausland entsetzt, wie es heute hier aussieht und zugeht. Der Bereich direkt am Schwarzen Bären Richtung Deisterstraße sowie alles nördlich der Limmerstraße ist vermutlich schon auf Jahre verloren. Bei einer solchen Nachbarschaft wird sich kaum ein Investor mit einem Neubauvorhaben ins Risiko wagen.

    Antworten
    • Frau Bruns hat keine Debatte auf den Punkt gebracht, sondern ihren Hass auf grün-links geprägten „Gutmenschen“ rausgelassen. Konservative Menschen können sich anscheinend daran erfreuen. Dieses Gejammer der vermeintlichen Leistungsträger negiert die Probleme unserer Gesellschaft. Dass es in einigen Bereichen Lindens nicht mehr so schön ist wie früher, ist keine Folge von Faulheit oder Blödheit der Bewohner, sondern von zunehmender sozialer Ungleichheit in Deutschland. Wer ist dafür verantwortlich?

      Antworten
      • Dieses penetrante Gejammer der vermeintlichen Leistungsträger beobachte ich auch. Es enstspringt aus einer elitär-autoritären Haltung des Gegeneinanders. Dem anderen wird Armut, Sprache oder Aussehen zum Vorwurf gemacht. Das eigene Elitebewusstsein führt dann zu hier geschriebenen Aussagen, die störenden Bewohner sollten am besten verdrängt werden, O-Ton: „Mehr Premiumangebote in den Bereichen Wohnen, Einzelhandel, Gastronomie, Infrastruktur und Freizeit sind dabei ein wirksamer und relativ geräuschloser Sozialfilter.“ Wer von Sozialfiltern spricht und Arme statt Armut bekämpft, zündelt mit dem sozialen Frieden in Linden. Und von wegen geräuschlos, diese Haltung provoziert mehr Geräusche, als auch mir lieb ist. Ich bin Anfang der 90er als Student an den Schwarzen Bären gezogen, bin auch ein Teil der Gentrifizierung. Aber genau deshalb kümmere ich mich um ein solidarisches Linden des Miteinanders. Wer hier ein segregiertes antiseptisches Linden installieren möchte, sollte lieber steuerfrei nach Dubai ziehen und mit seinesgleichen über das Leben jammern. Aber Vorsicht: Wer zu viel jammert, altert schneller.

        Antworten
  5. Ich kann mich Frau Bruns nur anschließen, auch wenn ich selbst seit knapp 40 Jahren in Linden wohne und weiß Gott nicht mit dem goldenen Löffel geboren bin. Zur Vielfalt gehören nun mal auch Menschen mit unterschiedlichen Gehaltsklassen. Ansonsten wäre Linden so attraktiv wie Vahrenheide. Und statt Hass gegen Gutverdiener zu sähen, sollte man lieber bemängeln, dass hier nicht parallel zu den Neubauten auch ein soziales Wohnbauprojekt entsteht. Wir brauchen nämlich beides, wenn wir als Stadtteil attraktiv bleiben wollen. Im Übrigen steht es jedem frei in eine Partei seiner Wahl einzutreten und sich in den Bezirksrat wählen zu lassen. Dann kann man auch Dinge mitbestimmen bzw. verändern. Schuld sind hier nicht die Leute, die sich eine Wohnung kaufen, sondern die Politik. Und das gleiche wie auf Bundesebene passiert hier auch gerade. Nämlich arm gegen reich aufzuhetzen, um vom Politikversagen abzulenken. Wer bezahlbare Mieten möchte, muss sich entsprechend demokratisch engagieren. Aus Neid gegen Reiche vom Sofa aus zu wettern nützt da wenig.

    Antworten
    • Ich kann mich niemanden anschließen, der Menschen mit weniger Einkommen abwertet.

      Es gibt in Linden ( egal ob Nord, Süd oder Mitte) jede Menge Gut-und Besserverdiener die andere Menschen nicht so herabwürdigen.

      Dass Wohnraum teurer als vor ein paar Jahren ist, ist selbstverständlich. Ich frage mich nur, wie in der Walderseestraße 19 Wohnraum für 17 €/qm angeboten werden kann, obwohl die Luxus-Villa erst letztes Jahr fertiggestellt wurde.

      Antworten
  6. Sorry, respektvoll und konstruktiv kann ich nicht bleiben, nach dem was ich hier lese, da werde ich zynisch…

    Mich macht die oben beschriebene Selbstgefälligkeit einiger soo ärgerlich!
    Daher mein Appell, Achtung an alle, die unter dem „Einkommen“ dieser Besserverdienenden liegen und sich das Wohnen in Neubauten in Linden und anderswo nicht leisten können, lasst diese hochnäsigen Menschen, die auf andere in ihrem Stadtteil gerne heruntergucken, sie wie hier beschrieben gerne abwerten, sich bei Gelegenheit dann mal selber helfen.
    Ich meine ihr Menschen, wie Polizisten, Feuerwehrleute, Sozialarbeiter, Erzieherinnen, Altenpflegerinnen, Krankenpflegerinnen, Raumpflegerinnen, Bibliothekarinnen, Gastropersonal, Friseurinnen und sooo viele mehr.
    Diese Leute meinen, ihr solltet nicht ihre Nachbarn sein, sie brauchen euch nicht, und lösen mit Geld ihre Probleme sicher gern selber!!!!

    Ich möchte ein solidarisches mitverantwortliches Miteinander in allen Stadtteilen!

    Antworten
  7. Der Beitrag von Henriette Bruns bringt die Situation sehr treffend auf den Punkt. Es ist erfrischend, einmal eine Stimme zu hören, die klar formuliert, was viele denken, statt sich in den üblichen, realitätsfernen Formulierungen ideologisch geprägter Debatten zu verlieren.

    Auch die Projekte Eleonorenhof und Lindenforum halte ich für sehr sinnvoll. Sie können einen wichtigen Impuls geben, um unserem Stadtteil wieder eine positivere Entwicklungsperspektive zu eröffnen. Hochwertiger und entsprechend preisintensiver Wohnraum zieht in der Regel auch Bewohner an, die andere Ansprüche an ihr Umfeld haben. Dadurch verändert sich erfahrungsgemäß auch die Nachfrage im lokalen Einzelhandel.

    Anstelle eines überwiegend niedrigpreisigen oder improvisierten Angebots könnten sich dann vermehrt Geschäfte etablieren, die qualitativ höherwertige Produkte anbieten. Es wäre durchaus wünschenswert, wenn man rund um den Lindener Marktplatz beispielsweise elegante Markenkleidung, Uhren und Schmuck oder auch kulinarische Spezialitäten aus einem gehobenen Segment finden könnte.

    Antworten
    • Der Beitrag von Henriette Bruns hat bei nüchterner Betrachtung Stammtisch-Niveau. Sie hält das zunehmende Gejammer der vornehmlich grün-links geprägten „Gutmenschen“ für bemerkenswert und unterstellt diesen Menschen, von Neid geprägt zu sein. „Gutmensch“ ist ein abwertender Kampfbegriff, der 2015 zum Unwort des Jahres gewählt wurde. Er diffamiert Menschen, die sich sozial, ökologisch oder für Geflüchtete engagieren, als naiv, moralisierend und weltfremd. (Zitat Wikipedia)

      Ein zunehmendes Gejammer zum Thema Eleonorenhof kann ich an dieser Stelle nicht feststellen. Vielleicht haben sich drei Personen kritisch geäußert. Woher weiß Frau Bruns, dass diese zu den von ihr titulierten Gutmenschen gehört? Das sind Unterstellungen, die auf Vorurteilen beruhen. Die moralische Überlegenheit der Gutmenschen, die sie anprangert, vollführt sie selbst, indem sie am Schluss noch das Bildungsniveau der Kritiker ins Lächerliche zieht.

      Antworten
    • Ich glaube in Linden Mitte gibt es schon ausreichend Wohnraum, der von Gut-/Besserverdienern bewohnt wird, das hat jedoch nicht zu der Nachfrage nach eleganter Markenkleidung, hochwertigen Uhren oder Schmuck geführt. Vielleicht passt Ihr persönlicher Wunsch nach diesen Produkten einfach nicht zu den Ansprüchen der anderen dort lebenden Anwohnern.

      Antworten
  8. Die Neubauprojekte Eleonorenhof und Lindenforum befürworte ich sehr. Dadurch kommt hoffentlich auch wieder solventere Klientel in unseren schönen Stadtteil, wodurch sich erfahrungsgemäß auch qualitativ hochwertigere Geschäfte und Freizeitangebote ansiedeln.

    Frau Bruns kann ich zu ihrer gelungenen Darstellung nur beglückwünschen. Endlich einmal jemand, der sich traut, die Dinge beim Namen zu nennen.

    Übrigens: Phänomene wie Gendern, LGBTQ-Debatten, Klimakleber und weiterer ideologisch getriebener Unsinn treten meist erst dann zutage, wenn es den Menschen in ihrer sozialen Hängematte schlicht zu gut geht. Diese sehr komfortablen Hängematten haben wir dem Wohlstand zu verdanken, den unsere Vorväter erarbeitet haben – das sollte man nicht vergessen.

    Antworten
    • Eine Darstellung als gelungen zu bezeichnen, die an Arroganz kaum zu überbieten ist, zeugt nicht von einer objektiven Wahrnehmung. Über die Neubauprojekte Eleonorenhof und Lindenforum kann man geteilter Meinung sein. Kritiker mit „sehr komfortablen Hängematten“ zu assoziieren, ist ein Beleg dafür, dass ihre Weltanschauung aus einer marktliberalen Ecke stammt.

      Antworten
    • Unser wunderschöner Stadtteil wäre noch viel wunderschöner, wenn sich hier nicht mehr überall diese Plebs und Prolls herumtrollten. Die sollen sich endlich dahin trollen, wo unsereins noch nicht ist.

      Antworten
    • In Kirchrode leben auch solventere Menschen und trotzdem hat letztes Jahr dort erst ein Kiosk eröffnet. Der Zulauf scheint gut zu sein, sehr zum Nachteil der Anwohner. Und seit Kurzem gibt es sogar einen Dönerladen, das war bisher völlig undenkbar!

      Höheres Einkommen ist kein Garant für ein qualitativ höherwertiges Warenangebot. Selbst Beki gibt es ja schon lange nicht mehr am Großen Hillen.

      Antworten
  9. Im Sinne von Frau Bruns möchte ich auf dieses lateinische Sprichwort verweisen: „Tempora mutantur, nos et mutamur in illis.“ Ende Januar habe ich mir in Weimar das Musterhaus „Am Horn“ angesehen. Das wurde 1923 errichtet. Mittlerweile gehört es zum UNESCO-Weltkulturerbe. Damals sollte es „eine gangbare Antwort auf die Wohnungsnot bieten, mit modularer, kostengünstiger Bauweise usw.“ (Zitat Wikipedia). Beim Eleonorenhof handelt es sich um „Ein Wohnmodell mit Kontrast, das den Mehrwert urbanen Lebens mit Freiraum im dichten Stadtquartier offenkundig zeigt.“ (Zitat Prof. Gesche Grabenhorst, Architektin des Eleonorenhof). Boah! Bis auf die schreckliche Farbgestaltung habe ich nichts dagegen einzuwenden, solange unsere Politiker eine gangbare Antwort auf die heutige Wohnungsnot finden.

    Antworten
  10. Die sogenannte Gentrification ist ein stückweit auch Selbstgentrifizierung. Der Wegzug des klassischen Arbeiter:innenmilieu hat schon vor Jahrzehnten begonnen. In die unsanierten Altbauten zogen Studierenden-WGs. Nach dem Studium sind viele hier geblieben und es begann die Aufwertung. „Buntes kulturelles“ Leben zog dann weitere Besserverdienende an.

    Antworten
  11. Ich finde das zunehmende Gejammer der vornehmlich grün-links geprägten „Gutmenschen“ in Linden bemerkenswert – vor allem, weil es so zuverlässig den eigenen Neid entlarvt. Natürlich verfügt diese Klientel oft über weniger Liquidität. Das ist jedoch selten Schicksal, sondern meist das Ergebnis eigener Entscheidungen. Wer sich beruflich vorzugsweise in Bereichen orientiert, in denen das Wort „sozial“ prominent im Titel steht, und seine Freizeit zwischen Achtsamkeitsseminar und Töpferkurs verbringt, sollte sich nicht wundern, wenn bestimmte Türen wirtschaftlich verschlossen bleiben.

    Die Menschen, die sich die aufgerufenen Quadratmeterpreise in Linden leisten können – und dies bewusst tun –, haben in der Regel einen anderen Weg gewählt: einen, der beruflich anspruchsvoller, wettbewerbsintensiver und anfangs deutlich unbequemer ist. Warum also sollte ausgerechnet ihnen attraktiver Wohnraum in gefragter Lage verwehrt werden? Es sind schließlich genau diese Leistungsträger, deren wirtschaftliche Produktivität den staatlichen Rahmen überhaupt erst ermöglicht, in dem andernorts großzügig über Umverteilung, Subventionen und moralische Überlegenheit diskutiert werden kann.

    Ein letzter Punkt fällt ebenfalls auf: Ein erstaunlich großer Teil der klagenden Kommentatoren in einschlägigen Online-Foren ist nicht einmal in der Lage, einen grammatikalisch korrekten Satz zu formulieren oder grundlegende Rechtschreibung und Interpunktion anzuwenden. Vielleicht erklärt auch das einen Teil der ökonomischen Realität.

    Antworten
    • Mir fällt auf, dass Frau Bruns offenbar zu den Besserverdienenden gehört, die sich für etwas Besseres halten. Christian Lindner hätte seine Freude daran. Wenn es Gutmenschen schlecht geht, suchen sie nach den Ursachen. Das ist verständlich. Gentrifizierung kann eine Ursache sein. Im Fall Eleonorenhof sehe ich das anders. Dort befanden sich vorher keine günstigen Wohnungen, die für teure geopfert wurden, sondern die Filiale der Hannoverschen Volksbank.

      Antworten
    • Ein besseres Einkommen generiert sich wohl kaum nur durch die eigene Leistung. Es wird hauptsächlich durch Beschäftigte ermöglicht, die Waren herstellen o. Ä. Andere leben von Kunden, Klienten, Patienten, Partnern oder wie auch immer. Nur durch den Fleiß vieler deutlich geringer bezahlter Menschen wird dieser Wohlstand erarbeitet.

      Ihre mangelnde Wertschätzung für Menschen, die ihren Wohlstand ermöglichen, widert mich an!

      Antworten
      • Sehr geehrte Frau Nisa, sehr geehrte zustimmende Frau Strehlow,

        Ihr Versuch, volkswirtschaftlich zu erklären, wie Einkommen entstehen und wodurch Wohlstand zustande kommt, ist inhaltlich so weit von den tatsächlichen Zusammenhängen entfernt, dass man kaum weiß, wo man mit einer Korrektur beginnen soll. Ihre Ausführungen zeigen leider, dass grundlegende Kenntnisse der Volkswirtschaftslehre offenbar nicht vorhanden sind.

        Bevor Sie derartige Thesen öffentlich vertreten, wäre es ratsam, sich zunächst mit den elementaren Grundlagen dieses Fachgebiets vertraut zu machen. Andernfalls entsteht der Eindruck, dass hier mit großer Selbstsicherheit über Dinge gesprochen wird, die erkennbar nicht verstanden wurden.

        Als Einstieg könnte Ihnen das bewusst einfach gehaltene Buch von H. Sangmeister helfen:
        „Volkswirtschaft verstehen lernen – Von Arbeitsmarkt bis Zahlungsbilanz für Nicht-Ökonomen“.
        Ich meine es übrigens wirklich gut mit Ihnen; provozieren möchte ich nicht.

        Frau Bruns kann ich im Übrigen nur zustimmen. Genau diese beschriebene Mentalität erkenne ich in Linden in zunehmendem Maße. Unsere bundesdeutsche soziale Hängematte ist offenbar sehr bequem und zu leicht erreichbar geworden. Gerade die links-grünen Träumer wollen immer mehr verteilen, als sie selbst zu erarbeiten imstande sind. Dabei gerät leicht in Vergessenheit, dass der Wohlstand, von dem wir heute leben, vor allem durch die Arbeitsleistung und den Unternehmergeist früherer Generationen aufgebaut wurde.

        Antworten
        • Stimmt, viele Menschen die noch weniger gute Bildung genossen haben, haben den Wohlstand für die werten Herrschaften erarbeitet, die sich jetzt zur Elite zählen und abwertend über andere Menschen denken.

          Ohne Menschen, die bereit sind für andere zu arbeiten funktioniert überhaupt nichts. Das kann man drehen und wenden wie man will und versuchen mit hochtragenden Geschwafel zu negieren. Aber es bleibt Tatsache, dass auch die Reichen abhängig von den weniger gebildeten und geringer bezahlten Menschen sind. Wer baut zum Beispiel die Wohnungen und Häuser oder stellt das benötigte Material und die Werkzeuge dafür her?

          Antworten
          • Frau Nisa,

            Sie müssen aber auch irgendwann einmal Lehre annehmen und nicht noch einmal das Gleiche schreiben.

            Menschen sind aufgrund der lebensnotwendigen eigenen und familiären Versorgung immer bereit, für andere, wohlhabendere zu arbeiten. Der Preis dafür variiert einzig und allein durch Angebot und Nachfrage. Je geringer der Bildungsstand, desto größer die Abhängigkeit. Bildung und Fleiß soll und muss sich auszahlen. Und das ist auch gut so.

          • Sehr geehrte Frau Herzog,
            scheinbar sind Sie doch nicht so gebildet, wie Sie andere denken lassen wollen. Die mangelnde Wertschätzung für die Menschen mit weniger Einkommen ist das Problem, nicht, dass Menschen für andere Menschen gegen geringere Entlohnung arbeiten (müssen)!

            Und nebenbei: Auch Selbständige müssen Miete zahlen, sogar doppelt, wenn sie ein Ladengeschäft betreiben. Wenn durch den Zuzug vermögender Mieter/Eigentümer jedoch die Mieten steigen, aber der Gewinn gleich bleibt oder sogar sinkt, weil frühere Kunden nach und nach verdrängt werden, droht ihnen die Insolvenz. Klar kann man argumentieren, dass es dann ein anderes Geschäft gibt, aber es ist immer mit einem Risiko verbunden. Am Ende kann das sogar mehr Leerstand bedeuten. Es geht nicht immer nur um Wohnungsmieter/-eigentümer, auch die Gewerbemieten steigen. Wer nicht nur noch von Cafés und Fast-Food-Buden umgeben sein will, der muss auch das im Blick haben.

        • Wenn eine Herzogin ihrem Volke die Wirtschaft erklärt, fällt es diesem endlich wie Schuppen von den Augen, und der Baum der Erkenntnis ward sichtbar …

          Herzlichen Glückwunsch zum Bachelor of Babbling & Chattering.

          Antworten
    • Diesen Brief sollte Frau Bruns auf jeden Fall ihrer z.B. Altenpflegerin zeigen, wenn ihre Zeit gekommen ist dass auch sie Hilfe von sozial engagierten Menschen benötigt.
      Im Fall einer Frau Bruns hoffe ich immer, dass das Karma einen guten Job macht.

      Antworten
    • Verehrte Leistungstragende,

      gestatten Sie mir bitte um Auskunft zu ersuchen, ob es Ihnen heute schon vergönnt war, Ihr proletarisches Fußvolk beim täglichen Appell auf seine Pflichten einnorden zu lassen, ein Auge auf Kurse und Optionen zu werfen und die erfolgreiche Abwehrschlacht an der Vermögens- und Erbschaftssteuerfront angemessen zu feiern.

      Die Stellungen an den Beitragsbemessungsgrenzen konnten zudem auch gehalten werden.

      Ihre Bestrebungen zur Expansion der Tageslänge auf 48 Stunden als Voraussetzung erweiterten Leistungstragens mögen hoffentlich auch von Erfolg gekrönt sein.

      In Ehrfurcht und Respekt vor Ihrer Selbstlosigkeit und Opferbereitschaft verbleibe ich bis dahin

      mit der Ihnen gebührenden Hochachtung

      Ihr Dr. Soz. Marotzer

      Antworten
    • Absatz 1: Eine erstaunlich vollständige Ansammlung von allseits bekannten und ebenso abgegedroschenen Klischees. Wer der Meinung ist, dass ausreichend bezahlbarer Wohnung eine Notwendigkeit ist, ist automatisch „links-grün geprägt“, selbstverständlich bloß voller Neid, trägt zwangsläufig irgendwas mit „sozial“ im Titel und verbringt die Zeit mit Töpferkursen und Achtsamkeitsseminaren. Ach ja: Der „Gutmensch“ darf natürlich auf keinen Fall fehlen in dieser Liste. Nun: Auf mich trifft keines dieser Merkmale zu. Dennoch finde ich es absolut einleuchtend, wenn darauf geachtet wird, dass dem Markt ausreichend bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung steht. Irgendwo müssen die Leute ja wohnen.

      Absatz 2: Wer heutzutage diesen beruflich anspruchsvolleren, wettbewerbsintensiveren und anfangs deutlich unbequemeren gehen möchte, wird oft schon als Student genau daran scheitern: Bei der Suche nach einem bezahlbaren WG-Zimmer. Das betrifft übrigens auch Kinder aus besser verdienenden Haushalten: Sie finden nämlich nichts.

      Absatz 3: Wenn Sie einen Rechtschreibfehler in meinem Text finden, dürfen Sie ihn bei Ebay versteigern.

      Antworten
  12. Tja – dasl soll “ Linden“ aufwerten !
    Damit keine “ von Slums „entstehen .
    Im Ihmezentrum war das auch mal so schön mit Eigentumswohnungen und mit Geschäften mit Aussicht auf die Landschaft ! Jetzt ist es der “ Stadt“ egal was daraus wird & die bauen dann mal eben Eigentumswohnungen verteilt in allen Stadteilen dazwischen ! Nur bei der “ Wohnungsnot „perfide – für die ,die sich das nicht leisten können !

    Antworten
  13. Der Eleonorenhof ist gemessen an dem, dass du auf die Bauruine Ihmezentrum
    schaust und auch sonst gedrsengt wohnst viel viel zu teuer.
    Es gibt immernoch Doofe, die sich da einkaufen.

    bittesehr

    Antworten
  14. Ich muss gerade an die Serie Shameless (U.S.) denken. Da haben sich die Ärmeren gegen die Verdrängung durch Reiche gewehrt, indem sie ihr Viertel bewusst unattraktiv gelassen/gemacht haben. Müll wurde länger liegen gelassen, Graffitis nicht entfernt usw.

    Was mittlerweile auf dem Wohnungsmarkt los ist, ist nicht mehr normal. Man muss auch mal weiterdenken. Wie viele Menschen verdienen nur den Mindestlohn oder knapp darüber? Was passiert mit ihnen, wenn sie in Rente gehen? Schon jetzt ist die Zahl der Menschen die auf Grundsicherung oder Wohngeld angewiesen sind höher als noch vor Corona. Es kann nicht sein, dass die Miete in Zukunft 50 % oder sogar mehr vom Einkommen verschlingt. Selbst in Vahrenheide liegt die Miete pro Quadratmeter bei knapp 10 € kalt !! und das trotz B-Schein (Hanova /Plauener Straße).

    Antworten
  15. ‚yuppification‘

    Auch Yuppies und Yuppienen möchten der drohenden Obdachlosigkeit entfleuchen und sich in heimeligem Ambiente wie zuhause fühlen. Es sei ihnen gewährt.

    Antworten
  16. Dickes Portemonnaie hin oder her. Wer sich im Eleonorenhof eine Wohnung kauft, darf keine Farballergie haben. Die grüne Fassadenfarbe ist dermaßen aggressiv, dass längeres Hinschauen zu einer Überreaktion des Nervensystems führen kann.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

43 Gedanken zu „„Zuhause in Linden“: Attraktiver Kiez für hochpreisige Neubauten“

  1. Die Haltung in einigen unverschämten Kommentaren ist m.E. eine Form von „Klassenkampf von oben“.

    Derzeit fehlt es vor allem an bezahlbaren Wohnungen. Dies Problem haben große Teile der Bevölkerung, einschließlich Mittelschicht. Aufgrund der hohen Baukosten sind von privaten Investoren bezahlbare Neubauwohnungen nicht zu erwarten. Aber deshalb ist der Neubau mancher Wohnungen durch private Investoren nicht das eigentliche Problem, zumal die meisten neuen Wohnungen auf ehemaligen Gewerbe oder Industrieflächen in Linden und Limmer entstanden sind und insofern nicht Verdrängung von vorhandener Wohnbevölkerung bedeuten. Beispiele sind: Conti-Gelände, Hautklinik, AhrbergViertel, Hanomag-Gelände, Zentrale der Lindener Volksbank, Kesselstrasse, Autohof Deistestrasse, Lindener Brauerei …

    Wir wollen ein sozialer Rechtsstaat sein. Die Politik muss daher jenen helfen, die sich nicht selbst helfen können. Dafür braucht es vor allem eine nachhaltige soziale Boden- und Baupolitik. Doch die fehlt in Hannover. Andere Städte – Beispiel Ulm – machen es seit Jahren vor.

    Ich habe neulich im Politik-Forum Linden-Limmer vier Flächen in Linden vorgeschlagen, die in der Hand von Stadt oder Land sind und deshalb für bezahlbaren Wohnungsbau seitens der kommunalen Hanova-Wohnen GmbH oder gemeinwohlorientierter Genossenschaften genutzt werden könnten.

    Antworten
    • Warum fehlt in Hannover eine nachhaltige soziale Boden- und Baupolitik? Liegt das an der Haltung bestimmter Parteien oder bestimmter Personen? Hannover ist seit jeher sozialdemokratisch geprägt. Auch wenn unser aktueller Oberbürgermeister den Grünen angehört, dürften an den sonstigen Schaltstellen die Sozialdemokraten in der Mehrheit sein. Kriegt die SPD zu wenig auf die Reihe? Im Bundeswahlkampf 2021 standen in der City riesengroße Plakate mit der Aufschrift: „Jetzt faire Mieten wählen. Scholz packt das an.“ – Ulm gehört zu Baden-Württemberg. Dort wurde am Sonntag die Selbstverzwergung der SPD sichtbar. Dass die Liaison mit konservativen Kräften sowohl im Bund als auch in der LHH nicht für bezahlbaren Wohnraum sorgt, zeigen die „unverschämten“ Kommentare an dieser Stelle.

      Antworten
    • Mein letzter Kommentar ist nicht als Kritik an den Gedanken von Ernst Barkhoff zu verstehen. Im Gegenteil. Ich stimme ihm uneingeschränkt zu. Bekanntlich ist er ein Urgestein der Lindener SPD und hat sich vor allem in Fragen der Stadtentwicklung viele Verdienste erworben. Seine Klage über die fehlende, nachhaltige soziale Boden- und Baupolitik in Hannover habe ich zum Anlass genommen, nach den Ursachen zu fragen. Darauf erwarte ich an dieser Stelle keine Antwort. – Die SPD war über Jahrzehnte in Hannover eine Hausmacht. Insofern ist sie für Versäumnisse in der Vergangenheit, aber auch in der Gegenwart verantwortlich. Die desaströse Amtszeit des letzten Fraktionsvorsitzenden war für Hannover ein herber Rückschlag. Ob die SPD das Personal und die Visionen hat, sowohl in Hannover als auch auf Bundesebene die Probleme unserer Zeit zu lösen, wird zur Existenzfrage. Die Wähler laufen jedenfalls scharenweise davon.

      Antworten
  2. Das hier von einigen Damen und Herren vehement propagierte sozialdarwinistische Weltbild markiert den amoralischen Bodensatz, dem seit mehr als hundert Jahren politisches Handeln entspringt, das mit Ausbeutung, Segregation, Vertreibung und schlussendlich Vernichtung einhergeht.

    Der Faschismus in all seinen Spielarten und Kostümierungen war und ist ein Projekt selbsternannter Eliten, die sich anderen überlegen wähnen.

    Politische Akteure dieses reaktionären Denkens sind hierzulande die AfD, in Russland die Putin-Entourage oder in den USA die Milliardärsclique um Donald Trump.

    Mit den Grundwerten unserer Verfassung ist sozialdarwinistisches Denken nicht vereinbar.

    Antworten
  3. Hallo Frau Bruns, Sie haben die Situation gut beschrieben – genau so ist es.
    Seien wir doch mal ehrlich: Auf welchen Konzerten, Ausstellungen oder sonstigen Events ist es am angenehmsten? Auf denen, bei denen ein sportlicher Eintrittspreis verlangt wird und dieser den Mop automatisch herausfiltert. So funktioniert es auch in einem Mehrfamilienwohnhaus.

    Antworten
    • Stimmt genau. Auf den umzäunten Weihnachtsmärkten in Berlin-Mitte muss man abends bspw. 2 Euro Eintritt ohne Gegenleistung bezahlen. Schon dadurch treibt sich weniger Gesocks zwischen den Buden herum – wirklich sehr angenehm. Das sollte man in Hannover bei Stadtfesten und beim Maschseefest auch einführen. Ich denke nur, dass man etwa 20 Euro verlangen sollte. Das ist für die meisten noch akzeptabel und könnte teilweise auch an wohltätige Zwecke gespendet werden. Das erhöht die Akzeptanz enorm, weil man das Gefühl hat, damit auch etwas Gutes zu tun.

      Antworten
    • „… nicht einmal in der Lage, einen grammatikalisch korrekten Satz zu formulieren oder grundlegende Rechtschreibung und Interpunktion anzuwenden. Vielleicht erklärt auch das einen Teil der ökonomischen Realität.“ (Henriette Bruns)

      => „… ein sportlicher Eintrittspreis verlangt wird und dieser den Mop automatisch herausfiltert.“

      Verehrte Frau Bruns, walten Sie Ihres Amtes und unterweisen Sie den Mop in grundlegender Orthographie!

      Antworten
  4. Der Beitrag von Frau Bruns bringt die Debatte hier am besten auf den Punkt. Linden, beziehungsweise Linden-Mitte, braucht dringend hochwertigeren und damit auch kostenintensiveren Wohnraum – in einer sauberen und gepflegten Umgebung, um einen gewissen Klientelwechsel in Gang zu setzen. Mehr Premiumangebote in den Bereichen Wohnen, Einzelhandel, Gastronomie, Infrastruktur und Freizeit sind dabei ein wirksamer und relativ geräuschloser Sozialfilter und schaffen auf der anderen Seite Arbeitsplätze im unteren und mittleren Lohnniveau – also eine Win-win-Situation. Solvente Klientel bringt zudem automatisch eine anspruchsvollere sowie gepflegtere Kultur mit sich. Das Projekt Lindenforum wäre ein guter Anfang.

    Ich denke, dass gerade den Menschen, die durch Bildung, Beruf und Einkommen einen gewissen Status erreicht haben, vorrangig die attraktiven Wohnviertel in Städten zur Verfügung stehen sollten. Linden-Mitte scheint nun neben List, Oststadt und Zoo langsam dazuzugehören.

    Ich habe vor 25 Jahren mein Abitur auf „dem“ Lindener Gymnasium gemacht, kenne den Stadtteil gut und bin nach einigen Jahren im Ausland entsetzt, wie es heute hier aussieht und zugeht. Der Bereich direkt am Schwarzen Bären Richtung Deisterstraße sowie alles nördlich der Limmerstraße ist vermutlich schon auf Jahre verloren. Bei einer solchen Nachbarschaft wird sich kaum ein Investor mit einem Neubauvorhaben ins Risiko wagen.

    Antworten
    • Frau Bruns hat keine Debatte auf den Punkt gebracht, sondern ihren Hass auf grün-links geprägten „Gutmenschen“ rausgelassen. Konservative Menschen können sich anscheinend daran erfreuen. Dieses Gejammer der vermeintlichen Leistungsträger negiert die Probleme unserer Gesellschaft. Dass es in einigen Bereichen Lindens nicht mehr so schön ist wie früher, ist keine Folge von Faulheit oder Blödheit der Bewohner, sondern von zunehmender sozialer Ungleichheit in Deutschland. Wer ist dafür verantwortlich?

      Antworten
      • Dieses penetrante Gejammer der vermeintlichen Leistungsträger beobachte ich auch. Es enstspringt aus einer elitär-autoritären Haltung des Gegeneinanders. Dem anderen wird Armut, Sprache oder Aussehen zum Vorwurf gemacht. Das eigene Elitebewusstsein führt dann zu hier geschriebenen Aussagen, die störenden Bewohner sollten am besten verdrängt werden, O-Ton: „Mehr Premiumangebote in den Bereichen Wohnen, Einzelhandel, Gastronomie, Infrastruktur und Freizeit sind dabei ein wirksamer und relativ geräuschloser Sozialfilter.“ Wer von Sozialfiltern spricht und Arme statt Armut bekämpft, zündelt mit dem sozialen Frieden in Linden. Und von wegen geräuschlos, diese Haltung provoziert mehr Geräusche, als auch mir lieb ist. Ich bin Anfang der 90er als Student an den Schwarzen Bären gezogen, bin auch ein Teil der Gentrifizierung. Aber genau deshalb kümmere ich mich um ein solidarisches Linden des Miteinanders. Wer hier ein segregiertes antiseptisches Linden installieren möchte, sollte lieber steuerfrei nach Dubai ziehen und mit seinesgleichen über das Leben jammern. Aber Vorsicht: Wer zu viel jammert, altert schneller.

        Antworten
  5. Ich kann mich Frau Bruns nur anschließen, auch wenn ich selbst seit knapp 40 Jahren in Linden wohne und weiß Gott nicht mit dem goldenen Löffel geboren bin. Zur Vielfalt gehören nun mal auch Menschen mit unterschiedlichen Gehaltsklassen. Ansonsten wäre Linden so attraktiv wie Vahrenheide. Und statt Hass gegen Gutverdiener zu sähen, sollte man lieber bemängeln, dass hier nicht parallel zu den Neubauten auch ein soziales Wohnbauprojekt entsteht. Wir brauchen nämlich beides, wenn wir als Stadtteil attraktiv bleiben wollen. Im Übrigen steht es jedem frei in eine Partei seiner Wahl einzutreten und sich in den Bezirksrat wählen zu lassen. Dann kann man auch Dinge mitbestimmen bzw. verändern. Schuld sind hier nicht die Leute, die sich eine Wohnung kaufen, sondern die Politik. Und das gleiche wie auf Bundesebene passiert hier auch gerade. Nämlich arm gegen reich aufzuhetzen, um vom Politikversagen abzulenken. Wer bezahlbare Mieten möchte, muss sich entsprechend demokratisch engagieren. Aus Neid gegen Reiche vom Sofa aus zu wettern nützt da wenig.

    Antworten
    • Ich kann mich niemanden anschließen, der Menschen mit weniger Einkommen abwertet.

      Es gibt in Linden ( egal ob Nord, Süd oder Mitte) jede Menge Gut-und Besserverdiener die andere Menschen nicht so herabwürdigen.

      Dass Wohnraum teurer als vor ein paar Jahren ist, ist selbstverständlich. Ich frage mich nur, wie in der Walderseestraße 19 Wohnraum für 17 €/qm angeboten werden kann, obwohl die Luxus-Villa erst letztes Jahr fertiggestellt wurde.

      Antworten
  6. Sorry, respektvoll und konstruktiv kann ich nicht bleiben, nach dem was ich hier lese, da werde ich zynisch…

    Mich macht die oben beschriebene Selbstgefälligkeit einiger soo ärgerlich!
    Daher mein Appell, Achtung an alle, die unter dem „Einkommen“ dieser Besserverdienenden liegen und sich das Wohnen in Neubauten in Linden und anderswo nicht leisten können, lasst diese hochnäsigen Menschen, die auf andere in ihrem Stadtteil gerne heruntergucken, sie wie hier beschrieben gerne abwerten, sich bei Gelegenheit dann mal selber helfen.
    Ich meine ihr Menschen, wie Polizisten, Feuerwehrleute, Sozialarbeiter, Erzieherinnen, Altenpflegerinnen, Krankenpflegerinnen, Raumpflegerinnen, Bibliothekarinnen, Gastropersonal, Friseurinnen und sooo viele mehr.
    Diese Leute meinen, ihr solltet nicht ihre Nachbarn sein, sie brauchen euch nicht, und lösen mit Geld ihre Probleme sicher gern selber!!!!

    Ich möchte ein solidarisches mitverantwortliches Miteinander in allen Stadtteilen!

    Antworten
  7. Der Beitrag von Henriette Bruns bringt die Situation sehr treffend auf den Punkt. Es ist erfrischend, einmal eine Stimme zu hören, die klar formuliert, was viele denken, statt sich in den üblichen, realitätsfernen Formulierungen ideologisch geprägter Debatten zu verlieren.

    Auch die Projekte Eleonorenhof und Lindenforum halte ich für sehr sinnvoll. Sie können einen wichtigen Impuls geben, um unserem Stadtteil wieder eine positivere Entwicklungsperspektive zu eröffnen. Hochwertiger und entsprechend preisintensiver Wohnraum zieht in der Regel auch Bewohner an, die andere Ansprüche an ihr Umfeld haben. Dadurch verändert sich erfahrungsgemäß auch die Nachfrage im lokalen Einzelhandel.

    Anstelle eines überwiegend niedrigpreisigen oder improvisierten Angebots könnten sich dann vermehrt Geschäfte etablieren, die qualitativ höherwertige Produkte anbieten. Es wäre durchaus wünschenswert, wenn man rund um den Lindener Marktplatz beispielsweise elegante Markenkleidung, Uhren und Schmuck oder auch kulinarische Spezialitäten aus einem gehobenen Segment finden könnte.

    Antworten
    • Der Beitrag von Henriette Bruns hat bei nüchterner Betrachtung Stammtisch-Niveau. Sie hält das zunehmende Gejammer der vornehmlich grün-links geprägten „Gutmenschen“ für bemerkenswert und unterstellt diesen Menschen, von Neid geprägt zu sein. „Gutmensch“ ist ein abwertender Kampfbegriff, der 2015 zum Unwort des Jahres gewählt wurde. Er diffamiert Menschen, die sich sozial, ökologisch oder für Geflüchtete engagieren, als naiv, moralisierend und weltfremd. (Zitat Wikipedia)

      Ein zunehmendes Gejammer zum Thema Eleonorenhof kann ich an dieser Stelle nicht feststellen. Vielleicht haben sich drei Personen kritisch geäußert. Woher weiß Frau Bruns, dass diese zu den von ihr titulierten Gutmenschen gehört? Das sind Unterstellungen, die auf Vorurteilen beruhen. Die moralische Überlegenheit der Gutmenschen, die sie anprangert, vollführt sie selbst, indem sie am Schluss noch das Bildungsniveau der Kritiker ins Lächerliche zieht.

      Antworten
    • Ich glaube in Linden Mitte gibt es schon ausreichend Wohnraum, der von Gut-/Besserverdienern bewohnt wird, das hat jedoch nicht zu der Nachfrage nach eleganter Markenkleidung, hochwertigen Uhren oder Schmuck geführt. Vielleicht passt Ihr persönlicher Wunsch nach diesen Produkten einfach nicht zu den Ansprüchen der anderen dort lebenden Anwohnern.

      Antworten
  8. Die Neubauprojekte Eleonorenhof und Lindenforum befürworte ich sehr. Dadurch kommt hoffentlich auch wieder solventere Klientel in unseren schönen Stadtteil, wodurch sich erfahrungsgemäß auch qualitativ hochwertigere Geschäfte und Freizeitangebote ansiedeln.

    Frau Bruns kann ich zu ihrer gelungenen Darstellung nur beglückwünschen. Endlich einmal jemand, der sich traut, die Dinge beim Namen zu nennen.

    Übrigens: Phänomene wie Gendern, LGBTQ-Debatten, Klimakleber und weiterer ideologisch getriebener Unsinn treten meist erst dann zutage, wenn es den Menschen in ihrer sozialen Hängematte schlicht zu gut geht. Diese sehr komfortablen Hängematten haben wir dem Wohlstand zu verdanken, den unsere Vorväter erarbeitet haben – das sollte man nicht vergessen.

    Antworten
    • Eine Darstellung als gelungen zu bezeichnen, die an Arroganz kaum zu überbieten ist, zeugt nicht von einer objektiven Wahrnehmung. Über die Neubauprojekte Eleonorenhof und Lindenforum kann man geteilter Meinung sein. Kritiker mit „sehr komfortablen Hängematten“ zu assoziieren, ist ein Beleg dafür, dass ihre Weltanschauung aus einer marktliberalen Ecke stammt.

      Antworten
    • Unser wunderschöner Stadtteil wäre noch viel wunderschöner, wenn sich hier nicht mehr überall diese Plebs und Prolls herumtrollten. Die sollen sich endlich dahin trollen, wo unsereins noch nicht ist.

      Antworten
    • In Kirchrode leben auch solventere Menschen und trotzdem hat letztes Jahr dort erst ein Kiosk eröffnet. Der Zulauf scheint gut zu sein, sehr zum Nachteil der Anwohner. Und seit Kurzem gibt es sogar einen Dönerladen, das war bisher völlig undenkbar!

      Höheres Einkommen ist kein Garant für ein qualitativ höherwertiges Warenangebot. Selbst Beki gibt es ja schon lange nicht mehr am Großen Hillen.

      Antworten
  9. Im Sinne von Frau Bruns möchte ich auf dieses lateinische Sprichwort verweisen: „Tempora mutantur, nos et mutamur in illis.“ Ende Januar habe ich mir in Weimar das Musterhaus „Am Horn“ angesehen. Das wurde 1923 errichtet. Mittlerweile gehört es zum UNESCO-Weltkulturerbe. Damals sollte es „eine gangbare Antwort auf die Wohnungsnot bieten, mit modularer, kostengünstiger Bauweise usw.“ (Zitat Wikipedia). Beim Eleonorenhof handelt es sich um „Ein Wohnmodell mit Kontrast, das den Mehrwert urbanen Lebens mit Freiraum im dichten Stadtquartier offenkundig zeigt.“ (Zitat Prof. Gesche Grabenhorst, Architektin des Eleonorenhof). Boah! Bis auf die schreckliche Farbgestaltung habe ich nichts dagegen einzuwenden, solange unsere Politiker eine gangbare Antwort auf die heutige Wohnungsnot finden.

    Antworten
  10. Die sogenannte Gentrification ist ein stückweit auch Selbstgentrifizierung. Der Wegzug des klassischen Arbeiter:innenmilieu hat schon vor Jahrzehnten begonnen. In die unsanierten Altbauten zogen Studierenden-WGs. Nach dem Studium sind viele hier geblieben und es begann die Aufwertung. „Buntes kulturelles“ Leben zog dann weitere Besserverdienende an.

    Antworten
  11. Ich finde das zunehmende Gejammer der vornehmlich grün-links geprägten „Gutmenschen“ in Linden bemerkenswert – vor allem, weil es so zuverlässig den eigenen Neid entlarvt. Natürlich verfügt diese Klientel oft über weniger Liquidität. Das ist jedoch selten Schicksal, sondern meist das Ergebnis eigener Entscheidungen. Wer sich beruflich vorzugsweise in Bereichen orientiert, in denen das Wort „sozial“ prominent im Titel steht, und seine Freizeit zwischen Achtsamkeitsseminar und Töpferkurs verbringt, sollte sich nicht wundern, wenn bestimmte Türen wirtschaftlich verschlossen bleiben.

    Die Menschen, die sich die aufgerufenen Quadratmeterpreise in Linden leisten können – und dies bewusst tun –, haben in der Regel einen anderen Weg gewählt: einen, der beruflich anspruchsvoller, wettbewerbsintensiver und anfangs deutlich unbequemer ist. Warum also sollte ausgerechnet ihnen attraktiver Wohnraum in gefragter Lage verwehrt werden? Es sind schließlich genau diese Leistungsträger, deren wirtschaftliche Produktivität den staatlichen Rahmen überhaupt erst ermöglicht, in dem andernorts großzügig über Umverteilung, Subventionen und moralische Überlegenheit diskutiert werden kann.

    Ein letzter Punkt fällt ebenfalls auf: Ein erstaunlich großer Teil der klagenden Kommentatoren in einschlägigen Online-Foren ist nicht einmal in der Lage, einen grammatikalisch korrekten Satz zu formulieren oder grundlegende Rechtschreibung und Interpunktion anzuwenden. Vielleicht erklärt auch das einen Teil der ökonomischen Realität.

    Antworten
    • Mir fällt auf, dass Frau Bruns offenbar zu den Besserverdienenden gehört, die sich für etwas Besseres halten. Christian Lindner hätte seine Freude daran. Wenn es Gutmenschen schlecht geht, suchen sie nach den Ursachen. Das ist verständlich. Gentrifizierung kann eine Ursache sein. Im Fall Eleonorenhof sehe ich das anders. Dort befanden sich vorher keine günstigen Wohnungen, die für teure geopfert wurden, sondern die Filiale der Hannoverschen Volksbank.

      Antworten
    • Ein besseres Einkommen generiert sich wohl kaum nur durch die eigene Leistung. Es wird hauptsächlich durch Beschäftigte ermöglicht, die Waren herstellen o. Ä. Andere leben von Kunden, Klienten, Patienten, Partnern oder wie auch immer. Nur durch den Fleiß vieler deutlich geringer bezahlter Menschen wird dieser Wohlstand erarbeitet.

      Ihre mangelnde Wertschätzung für Menschen, die ihren Wohlstand ermöglichen, widert mich an!

      Antworten
      • Sehr geehrte Frau Nisa, sehr geehrte zustimmende Frau Strehlow,

        Ihr Versuch, volkswirtschaftlich zu erklären, wie Einkommen entstehen und wodurch Wohlstand zustande kommt, ist inhaltlich so weit von den tatsächlichen Zusammenhängen entfernt, dass man kaum weiß, wo man mit einer Korrektur beginnen soll. Ihre Ausführungen zeigen leider, dass grundlegende Kenntnisse der Volkswirtschaftslehre offenbar nicht vorhanden sind.

        Bevor Sie derartige Thesen öffentlich vertreten, wäre es ratsam, sich zunächst mit den elementaren Grundlagen dieses Fachgebiets vertraut zu machen. Andernfalls entsteht der Eindruck, dass hier mit großer Selbstsicherheit über Dinge gesprochen wird, die erkennbar nicht verstanden wurden.

        Als Einstieg könnte Ihnen das bewusst einfach gehaltene Buch von H. Sangmeister helfen:
        „Volkswirtschaft verstehen lernen – Von Arbeitsmarkt bis Zahlungsbilanz für Nicht-Ökonomen“.
        Ich meine es übrigens wirklich gut mit Ihnen; provozieren möchte ich nicht.

        Frau Bruns kann ich im Übrigen nur zustimmen. Genau diese beschriebene Mentalität erkenne ich in Linden in zunehmendem Maße. Unsere bundesdeutsche soziale Hängematte ist offenbar sehr bequem und zu leicht erreichbar geworden. Gerade die links-grünen Träumer wollen immer mehr verteilen, als sie selbst zu erarbeiten imstande sind. Dabei gerät leicht in Vergessenheit, dass der Wohlstand, von dem wir heute leben, vor allem durch die Arbeitsleistung und den Unternehmergeist früherer Generationen aufgebaut wurde.

        Antworten
        • Stimmt, viele Menschen die noch weniger gute Bildung genossen haben, haben den Wohlstand für die werten Herrschaften erarbeitet, die sich jetzt zur Elite zählen und abwertend über andere Menschen denken.

          Ohne Menschen, die bereit sind für andere zu arbeiten funktioniert überhaupt nichts. Das kann man drehen und wenden wie man will und versuchen mit hochtragenden Geschwafel zu negieren. Aber es bleibt Tatsache, dass auch die Reichen abhängig von den weniger gebildeten und geringer bezahlten Menschen sind. Wer baut zum Beispiel die Wohnungen und Häuser oder stellt das benötigte Material und die Werkzeuge dafür her?

          Antworten
          • Frau Nisa,

            Sie müssen aber auch irgendwann einmal Lehre annehmen und nicht noch einmal das Gleiche schreiben.

            Menschen sind aufgrund der lebensnotwendigen eigenen und familiären Versorgung immer bereit, für andere, wohlhabendere zu arbeiten. Der Preis dafür variiert einzig und allein durch Angebot und Nachfrage. Je geringer der Bildungsstand, desto größer die Abhängigkeit. Bildung und Fleiß soll und muss sich auszahlen. Und das ist auch gut so.

          • Sehr geehrte Frau Herzog,
            scheinbar sind Sie doch nicht so gebildet, wie Sie andere denken lassen wollen. Die mangelnde Wertschätzung für die Menschen mit weniger Einkommen ist das Problem, nicht, dass Menschen für andere Menschen gegen geringere Entlohnung arbeiten (müssen)!

            Und nebenbei: Auch Selbständige müssen Miete zahlen, sogar doppelt, wenn sie ein Ladengeschäft betreiben. Wenn durch den Zuzug vermögender Mieter/Eigentümer jedoch die Mieten steigen, aber der Gewinn gleich bleibt oder sogar sinkt, weil frühere Kunden nach und nach verdrängt werden, droht ihnen die Insolvenz. Klar kann man argumentieren, dass es dann ein anderes Geschäft gibt, aber es ist immer mit einem Risiko verbunden. Am Ende kann das sogar mehr Leerstand bedeuten. Es geht nicht immer nur um Wohnungsmieter/-eigentümer, auch die Gewerbemieten steigen. Wer nicht nur noch von Cafés und Fast-Food-Buden umgeben sein will, der muss auch das im Blick haben.

        • Wenn eine Herzogin ihrem Volke die Wirtschaft erklärt, fällt es diesem endlich wie Schuppen von den Augen, und der Baum der Erkenntnis ward sichtbar …

          Herzlichen Glückwunsch zum Bachelor of Babbling & Chattering.

          Antworten
    • Diesen Brief sollte Frau Bruns auf jeden Fall ihrer z.B. Altenpflegerin zeigen, wenn ihre Zeit gekommen ist dass auch sie Hilfe von sozial engagierten Menschen benötigt.
      Im Fall einer Frau Bruns hoffe ich immer, dass das Karma einen guten Job macht.

      Antworten
    • Verehrte Leistungstragende,

      gestatten Sie mir bitte um Auskunft zu ersuchen, ob es Ihnen heute schon vergönnt war, Ihr proletarisches Fußvolk beim täglichen Appell auf seine Pflichten einnorden zu lassen, ein Auge auf Kurse und Optionen zu werfen und die erfolgreiche Abwehrschlacht an der Vermögens- und Erbschaftssteuerfront angemessen zu feiern.

      Die Stellungen an den Beitragsbemessungsgrenzen konnten zudem auch gehalten werden.

      Ihre Bestrebungen zur Expansion der Tageslänge auf 48 Stunden als Voraussetzung erweiterten Leistungstragens mögen hoffentlich auch von Erfolg gekrönt sein.

      In Ehrfurcht und Respekt vor Ihrer Selbstlosigkeit und Opferbereitschaft verbleibe ich bis dahin

      mit der Ihnen gebührenden Hochachtung

      Ihr Dr. Soz. Marotzer

      Antworten
    • Absatz 1: Eine erstaunlich vollständige Ansammlung von allseits bekannten und ebenso abgegedroschenen Klischees. Wer der Meinung ist, dass ausreichend bezahlbarer Wohnung eine Notwendigkeit ist, ist automatisch „links-grün geprägt“, selbstverständlich bloß voller Neid, trägt zwangsläufig irgendwas mit „sozial“ im Titel und verbringt die Zeit mit Töpferkursen und Achtsamkeitsseminaren. Ach ja: Der „Gutmensch“ darf natürlich auf keinen Fall fehlen in dieser Liste. Nun: Auf mich trifft keines dieser Merkmale zu. Dennoch finde ich es absolut einleuchtend, wenn darauf geachtet wird, dass dem Markt ausreichend bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung steht. Irgendwo müssen die Leute ja wohnen.

      Absatz 2: Wer heutzutage diesen beruflich anspruchsvolleren, wettbewerbsintensiveren und anfangs deutlich unbequemeren gehen möchte, wird oft schon als Student genau daran scheitern: Bei der Suche nach einem bezahlbaren WG-Zimmer. Das betrifft übrigens auch Kinder aus besser verdienenden Haushalten: Sie finden nämlich nichts.

      Absatz 3: Wenn Sie einen Rechtschreibfehler in meinem Text finden, dürfen Sie ihn bei Ebay versteigern.

      Antworten
  12. Tja – dasl soll “ Linden“ aufwerten !
    Damit keine “ von Slums „entstehen .
    Im Ihmezentrum war das auch mal so schön mit Eigentumswohnungen und mit Geschäften mit Aussicht auf die Landschaft ! Jetzt ist es der “ Stadt“ egal was daraus wird & die bauen dann mal eben Eigentumswohnungen verteilt in allen Stadteilen dazwischen ! Nur bei der “ Wohnungsnot „perfide – für die ,die sich das nicht leisten können !

    Antworten
  13. Der Eleonorenhof ist gemessen an dem, dass du auf die Bauruine Ihmezentrum
    schaust und auch sonst gedrsengt wohnst viel viel zu teuer.
    Es gibt immernoch Doofe, die sich da einkaufen.

    bittesehr

    Antworten
  14. Ich muss gerade an die Serie Shameless (U.S.) denken. Da haben sich die Ärmeren gegen die Verdrängung durch Reiche gewehrt, indem sie ihr Viertel bewusst unattraktiv gelassen/gemacht haben. Müll wurde länger liegen gelassen, Graffitis nicht entfernt usw.

    Was mittlerweile auf dem Wohnungsmarkt los ist, ist nicht mehr normal. Man muss auch mal weiterdenken. Wie viele Menschen verdienen nur den Mindestlohn oder knapp darüber? Was passiert mit ihnen, wenn sie in Rente gehen? Schon jetzt ist die Zahl der Menschen die auf Grundsicherung oder Wohngeld angewiesen sind höher als noch vor Corona. Es kann nicht sein, dass die Miete in Zukunft 50 % oder sogar mehr vom Einkommen verschlingt. Selbst in Vahrenheide liegt die Miete pro Quadratmeter bei knapp 10 € kalt !! und das trotz B-Schein (Hanova /Plauener Straße).

    Antworten
  15. ‚yuppification‘

    Auch Yuppies und Yuppienen möchten der drohenden Obdachlosigkeit entfleuchen und sich in heimeligem Ambiente wie zuhause fühlen. Es sei ihnen gewährt.

    Antworten
  16. Dickes Portemonnaie hin oder her. Wer sich im Eleonorenhof eine Wohnung kauft, darf keine Farballergie haben. Die grüne Fassadenfarbe ist dermaßen aggressiv, dass längeres Hinschauen zu einer Überreaktion des Nervensystems führen kann.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar