Verwaltungsgericht verbietet Abriss der Conti-Limmer Gebäude

Conti Limmer Altgebäude
Conti Limmer Altgebäude
Ein Paukenschlag für den Erhalt der historischen Verwaltungsgebäude der Conti in Limmer gab es heute. Vor dem Verwaltungsgericht Hannover hat der Investor der Hauptgesellschafter der Wasserstadt Limmer GmbH & Co. KG, Günter Papenburg eine empfindliche Niederlage einstecken müssen. Der Richter Andreas Kleine-Tebbe führte in seiner Urteilsbegründung aus:

„Wenn ich sehenden Auges eine Schrottimmobilie kaufe, kann ich Jahre später nicht mangelnde Wirtschaftlichkeit geltend machen.“

Nach diesem Urteil dürfen die noch bestehenden Conti-Fabrikgebäude Nummer 44 und 51 am Ufer des Stichkanals Linden in Limmer nicht abgerissen werden zumal es einen Investor gibt, der beide Gebäude kaufen, sanieren und erhalten möchte. Die Architekten Dirk Felsmann und Gert Meinhof bekräftigten kürzlich in einem Gespräch mit Punkt-Linden, dass sie mit der Sanierung von Nitrosaminen verseuchten Gebäuden Erfahrung haben und sie diese gerne bei dem Erhalt der Conti-Gebäude einsetzen würden.

Wie geht es nun weiter?

Gegenüber der HAZ erklärte Papenburg, dass er mit dem neuen Oberbürgermeister „ins Gespräch kommen möchte“ und diesen von seinem Plan überzeugen möchte, das Stadtarchiv Hannover in diesen Gebäuden als Mieter gewinnen zu wollen. Gegen die Urteile des Verwaltungsgerichts will er Berufung einlegen, von dem Kaufangebot der Projektentwickler Felsmann und Meinhof hält er nicht viel.

Bildnachweis: Stefan Ebers

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